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Veröffentlicht am 19.02.2019

Wenn Geschichten erwachen

Das Mädchen, das Geschichten fängt
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Jedes gelebte Leben wird in einer Chronik festgehalten, der Lebensgeschichte eines Verstorbenen und verwahrt im Archiv, einem prachtvollen Ort in dem es nie Nacht wird. Doch besonders ruhelose Geschichten ...

Jedes gelebte Leben wird in einer Chronik festgehalten, der Lebensgeschichte eines Verstorbenen und verwahrt im Archiv, einem prachtvollen Ort in dem es nie Nacht wird. Doch besonders ruhelose Geschichten finden nicht immer Frieden, sondern wachen auf und versuchen in die Welt der Lebenden zu entkommen. Um diese Chroniken einzufangen, gibt es die Wächter. Mackenzie Bishop gehört seit dem Tod ihres Großvaters zu dieser Gruppe von Menschen. Als immer mehr Chroniken aus ihrem Schlaf erwachen, kann das kein Zufall sein. Mac kommt einer Verschwörung nahe, die das Archiv und auch sie selbst vernichten kann.

Der Einstieg in die Geschichte gestaltete sich anfangs für mich ein wenig schwierig. Besonders in den ersten Kapiteln wird zwischen zwei Perspektiven der Hauptprotagonistin Mackenzie gewechselt. Einerseits beschreibt sie die Vergangenheit, in der ihr Großvater ihr ihre Aufgabe als Wächterin näherbringt, der Hauptteil der Geschichte spielt jedoch im Hier und Jetzt, in dem Mac als Wächterin Chroniken einfängt. Dieser Wechsel zwischen den Abschnitten in denen sich auch der Erzählstil ändert, waren für mich nicht immer passend in die Geschichte integriert. Im weiteren Verlauf des Buches, nachdem der Leser mehr über die Aufgaben des Archivs erfahren hat, werden diese Stellen seltener. Die Geschichte an sich finde ich sehr schön. Auch wenn gerade das Cover und die Aufmachung des Buches eine eher heitere Geschichte erwarten lassen, ist die Grundstimmung des Buches eher düster und handelt um Verrat, Verlust und Angst. Die Charaktere sind gut durchdacht und die Geschichte spannend. Auch wenn viele Emotionen gut rübergebracht werden, konnte mich die Geschichte nicht immer mitreißen. Einige Szenen waren sehr vorhersehbar und das Ende hat mich ebenfalls nicht überraschen können. Trotzdem ist es eine sehr fantasievolle Geschichte, die nicht die Klischees anderer Fantasybücher übernimmt und einiges an Abwechslung bietet.

Veröffentlicht am 14.12.2018

Von der Insel nach London

Die Stadt der besonderen Kinder
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Die besonderen Kinder um Jacob und seine Freunde konnten der Insel und ihren Gefahren nur knapp entkommen. Doch die Wights und Hollows sind ihnen immer noch auf der Spur, während Miss Peregrine sich nicht ...

Die besonderen Kinder um Jacob und seine Freunde konnten der Insel und ihren Gefahren nur knapp entkommen. Doch die Wights und Hollows sind ihnen immer noch auf der Spur, während Miss Peregrine sich nicht mehr in ihre menschliche Gestalt verwandeln kann. Zusammen suchen die Kinder einen Weg Miss Peregrine zu helfen bevor die Verwandlung nicht mehr umzukehren. Auf der Suche nach einer Ymbryne, die noch nicht gefangen genommen wurde, begeben sie sich auf den Weg nach London und müssen sich nicht nur den Monstern stellen, die sie verfolgen, sondern auch einem Krieg ausweichen, der das Land verwüstet.

Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten Band an und dreht sich letztlich um die Suche der Kinder nach Miss Wren, der letzten freien Ymbryne, die Miss Peregrine aus ihrer Vogelgestalt befreien soll. Auch wie im vorherigen Band wird die Geschichte durch Bilder unterstützt, die die Geschichte untermalen.
Im Gegensatz zum ersten Band finde ich es schön, dass die Kinder in der freien Welt ihre Kräfte deutlich häufiger gebrauchen und damit ihre Fähigkeiten weiterentwickeln. Besonders Jacobs Fähigkeit scheint sich immer weiter zu entfalten. Die Flucht vor den Hollows und Wights ist sehr spannend und einige Male nur ein knappes Entkommen möglich. Auch die Romanze zwischen den Hauptfiguren Emma und Jacob entwickelt sich schrittweise weiter ohne kitschig zu werden.
Insgesamt eine deutlich gelungene Fortsetzung, die es mit dem ersten Teil sehr gut aufnehmen kann. Da das Buch mal wieder mit einem bösen Cliffhanger endet, werde ich den nächsten Teil wohl auch zügig in Angriff nehmen müssen.

Veröffentlicht am 14.12.2018

Frohe Weihnachten und einen schönen Mord

Die Melodie des Mörders
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Nach dem Krippenspiel findet Jasper seinen Organisten Clifford erschlagen von einer Orgelpfeife in seiner Kirche vor. Um den Fall zu lösen holt Jasper seinen Freund und Ortsdetektiv Colin Duffot zu Hilfe. ...

Nach dem Krippenspiel findet Jasper seinen Organisten Clifford erschlagen von einer Orgelpfeife in seiner Kirche vor. Um den Fall zu lösen holt Jasper seinen Freund und Ortsdetektiv Colin Duffot zu Hilfe. Während der Ermittlungen wird klar, dass eine Verbindung zu einem vor Jahren stattgefundenen Selbstmord in der Künstlerkommune der Gleech-Farm besteht. Steckt vielleicht mehr hinter dem Tod der jungen Frau von damals?

Die Ermittlungen von Colin Duffot, dem tanzenden Hobbydetektiv gehen in die langersehnte vierte Runde. An seiner Seite sind mal wieder alte Bekannte, Pfarrer Jasper und die quirlige Norma, die Colin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Als entzückender Neuzugang ist jedoch dieses Mal die kleine Mady meine liebste Figur gewesen. Als Colins kleine Spionin, die die Erwachsenen belauscht und bespitzelt und immer eine spitzfindige Antwort bereit hat, ist sie eine schöne Ergänzung zu dem verrückten Ensemble. Ich hoffe Mady wird auch in den nächsten Bänden weiterhin eine Rolle spielen.
Wie auch die vorherigen Bände wird der Mord umrahmt von einigen persönlichen Problemen der Protagonisten, in diesem Fall in der Beziehung zwischen Colin und Lucy, bei denen es in der Vorweihnachtszeit zu ein paar Streitigkeiten kommt. Auch die Jahreszeit ist aktuell passend gewählt und lässt weihnachtliche Vorfreude aufkommen, trotz des Mordes natürlich.
Viel Witz, Spannung und Abenteuer sorgen für eine tolle, lesenswerte Handlung, mit vielen verrückten Charakteren, die das Buch umso schöner machen. Eine gelungene Fortsetzung, der ich auch dieses Mal nur 5 Sterne geben kann.

Veröffentlicht am 14.12.2018

Zurück in der Welt der Seelenwächter

Die Chroniken der Seelenwächter - Erwachende Mächte 1 - Fremde Gefahren (Bände 13-15)
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Nach vier Monaten in der Isolation wird Jaydee endlich nach Hause entlassen, ganz zur Freude von Jess, die ihn sehnsüchtig erwartet. Doch das Glück der Beiden und die Zeit des Wiedersehens sind nur von ...

Nach vier Monaten in der Isolation wird Jaydee endlich nach Hause entlassen, ganz zur Freude von Jess, die ihn sehnsüchtig erwartet. Doch das Glück der Beiden und die Zeit des Wiedersehens sind nur von kurzer Dauer, denn trotz der Vernichtung des Emuxors lauern weitere Gefahren auf die Seelenwächter. Coco ist immer noch auf der Suche nach Jess, um Lilija aus ihrem Gefängnis zu befreien. Und auch Jaydee erfährt immer mehr Dinge über seine Herkunft und den Ursprung des Jägers.

Der neuste Hardcoverband umfasst die Ebook-Bände 13-15 und ist quasi der Beginn einer neuen Staffel. Nachdem der Emuxor besiegt wurde und Jaydee in die Isolation geschickt wurde, ist ein wenig Ruhe in die Gemeinschaft der Seelenwächter eingekehrt, die schwere Verluste hinnehmen mussten. Doch die Ruhe ist natürlich nicht von langer Dauer, denn das Rätsel um Jaydees Herkunft und Jess Rolle als Nachfahrin müssen entschlüsselt werden. In den 3 Bänden erfährt man sehr viel über die Zusammenhänge zwischen Lilija, Coco und Sophia und damit auch sehr viel über Jess und Jaydee. Daneben gibt es viel Spannung, rasante Kämpfe und viele Emotionen, die man aus den Vorbänden kennt und die die Bücher so besonders machen. Es gibt keine Verschnaufpausen beim Lesen und keine langatmigen Szenen. Hinzu kommt mal wieder ein Ende, bei dem man sich wünscht gleich weiterlesen zu können. Ich kann nur sagen, dass mich bisher alle Bücher begeistern konnten und ich mich freue weiterzulesen und erneut in die Welt der Seelenwächter einzutauchen.

Veröffentlicht am 14.12.2018

Zu Hause ist es immer noch am Schönsten

Flavia de Luce 8 - Mord ist nicht das letzte Wort
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Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause. Nachdem Flavia aus dem Internat in Kanada nach Buckshaw zurückkehrt, ist der häusliche Empfang nicht so freudig wie erwartet. Flavias Vater liegt mit einer schweren ...

Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause. Nachdem Flavia aus dem Internat in Kanada nach Buckshaw zurückkehrt, ist der häusliche Empfang nicht so freudig wie erwartet. Flavias Vater liegt mit einer schweren Lungenentzündung im Krankenhaus und darf keinen Besuch empfangen. Um sich von ihren Gefühlen abzulenken, übernimmt Flavia einen Botengang für die Frau des Vikars zum hiesigen Holzbildhauer und stößt dabei schnurstracks auf seine kopfüber hängende Leiche. So eine perfekte Gelegenheit kann Flavia sich nicht entgehen lassen und nimmt gleich die Ermittlungen auf. Eine Reise, die die junge Chemikerin und Detektivin bis nach London führt, denn der Tote hatte mehr als nur ein paar Geheimnisse zu verbergen.

Der mittlerweile 8te Band der Reihe um die junge, außergewöhnliche Detektivin und Chemikerin bringt sie, nach ihrem Ausflug nach Kanada, zurück nach Hause. Ich finde es schön die bekannten Charaktere aus Flavias Heimat wiederzutreffen, auch wenn mir der kleine Abstecher nach Kanada im letzten Band auch ganz gut gefallen hatte. Flavia läuft bei ihren Ermittlungen wieder zur Höchstform auf und glänzt mit fundierten Kenntnissen in Chemie, die wundervoll lehrreich sind und dem Buch etwas wirklich Besonderes geben. Im Unterschied zu den Vorbänden merkt man, dass Flavia beginnt erwachsen zu werden, auch wenn sie weiterhin mit ihrem treuen Fahrrad Gladys fröhlich durch den Neuschnee fährt. Vor allem die Sorge über ihren Vater, die sie mit ihren Ermittlungen zu verdrängen sucht, schleichen sich immer wieder in ihre Gedanken. In dieser Hinsicht bin ich froh, dass Dogger als eine meiner Lieblingsfiguren und Flavias immer noch engster Vertrauter, ihr zur Seite steht. Auch Mildred Bannerman, Flavias ehemalige Lehrerin und ein ebenso schlauer und verwegener Kopf, wie Flavia selbst, steht ihr bei ihren Ermittlungen tatkräftig zur Seite.
Mit viel schwarzem Humor und ungewöhnlichen Charakteren ist auch das 8te Buch der Reihe mal wieder ein wahrer Genuss und auch das Ende sehr emotional. Ich bin mal wieder begeistert und freue mich auf die Fortsetzung.