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Veröffentlicht am 29.04.2020

Für Liebe und Geld über Leichen gehen

Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle
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Dieses Buch habe ich mir gekauft, da ich die Leseprobe in einer Bestellung erhalten hatte. Das Cover hat mich auf diese aufmerksam gemacht und die Leseprobe war so ansprechend, dass ich mir das Buch unbedingt ...

Dieses Buch habe ich mir gekauft, da ich die Leseprobe in einer Bestellung erhalten hatte. Das Cover hat mich auf diese aufmerksam gemacht und die Leseprobe war so ansprechend, dass ich mir das Buch unbedingt holen wollte.
Das Cover von "Beautiful Liars" ist, wie schon erwähnt, absolut toll. Man sieht darauf einen Teil des Wohn-Towers in Form von bunten Mosaiken und der Hintergrund ist gestaltet wie der Nachthimmel. Im Vordergrund des Covers ist eine weibliche Person zu sehen und ich vermute, im Vergleich zu ihrer Personenbeschreibung, dass es Avery darstellt.

Die Geschichte spielt hauptsächlich im New York der Zukunft. Zu dieser Zeit gibt es einige technische Neuerungen, welche sehr gut beschrieben und auch erklärt werden. Einige spielen auch eine große Rolle für das Geschehen des Buches. In diesem zukünftigen New York, steht ein Wohn-Tower mit 1000 Etagen und in diesem passiert der Großteil der Geschichte. Der Turm ist so eingeteilt, dass je höher der Stand in der Gesellschaft ist, desto höher wohnt man auch in dem Tower. Die unteren Etagen erinnern an die Slums oder etwas höher an die Armenviertel des heutigen New Yorks. Je weiter oben, desto weniger Wohnungen befinden sich auf der Etage und desto größer sind die Wohnungen und desto mehr Luxus und technische Hilfsmittel stehen den Personen zur Verfügung.
Durch die verschiedenen Charaktere des Buches lernt der Leser in "Beautiful Liars" alle Viertel und auch alle Gesellschaftsschichten des Towers kennen.

Katherine beschreibt alles sehr anschaulich und verständlich, so dass ich mich in jede Kategorie und in jeden Protagonisten hineinempfinden und die Geschichte "hautnah" miterleben konnte. Ich fand das Buch absolut spannend und interessant. Die Charakte spinnen Intrigen, hintergehen Freunde, betrügen Liebhaber und begehen Straftaten, ohne Rücksicht auf Verluste. Immer wieder entstehen neue Spannungen und man erfährt mehr über Hintergründe und Vergangenheiten der einzelnen Personen. Nicht wenige Protagonisten, machen während des Buches eine große Entwicklung, ins Positivie oder auch ins Negative, durch.
Häufig geht es in "Beautiful Liars" auch um die Liebe der verschiedenen Charaktere zueinander, ob unerwidert, geheim oder auch glücklich ausgelebt.
Und am Ende passiert dann das große Unglück, was mich absolut schockiert zurück gelassen hat. Die Entscheidung, dass ich diese Reihe auf jeden Fall weiterlesen möchte, war für mich schnell getroffen!

Die Autorin hat das Buch aus der Erzählperspektive geschrieben, immer abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Hauptprotagonisten. Das hat mir sehr gut gefallen, denn man erfährt dadurch immer verschiedene Perspektiven auf ein Ereignis und viele Begebenheiten, entwickeln sich dann aus Sicht einer anderen Person, ganz anders als sie vorher scheinten.

Protagonisten gibt es in diesem Buch außergewöhnlich viele und auch wenn es zu Beginn der Geschichte so aussieht, als hätten einige Personen nichts mit dem Geschehen zu tun, gibt es im Laufe des Buches immer wieder neue Verbindungen und am Ende greifen alle Geschichten ineinander.
Sympathisch war mir persönlich vor allem Avery, die Bewohnerin des 1000 Stockwerks. Auch wenn man denken würde, dass eine Person, welche so weit oben an der Gesellschaftsspitze steht, sehr eingebildet und unnahbar sei, war sie von allen Personen sogar noch am bodenständigsten für mich. Sie ist liebevoll und hilfsbereit und riskiert für ihre Freunde (und die Liebe) sehr viel.
Am wenigsten mochte ich wohl Leda, die beste Freundin von Avery, welche für mich von Anfang an "unecht" wirkte. Einige Intrigen und Hinterhälte des Buches sind ihr zuzuschreiben und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte, sind eher als negativ zu betrachten.



Fazit:
Ich mochte das Buch super gerne. Es war unterhaltsam, kurzweilig, spannend und zeitweise auch schockierend.
Band 2 ist schon bestellt :)

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Veröffentlicht am 23.04.2020

Charme, Einfallsreichtum und eine große Portion Glück

Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär
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Schon sehr lange wollte ich mal ein Buch von Walter Moers lesen. Genaugenommen seit eine Arbeitskollegin von mir mit einem Exemplar von ihm auf die Arbeit kam und ich mal in das Buch reinschauen durfte. ...

Schon sehr lange wollte ich mal ein Buch von Walter Moers lesen. Genaugenommen seit eine Arbeitskollegin von mir mit einem Exemplar von ihm auf die Arbeit kam und ich mal in das Buch reinschauen durfte. Und ich musste nicht mal reinlesen um zu wissen, dass ich ein Buch von ihm lesen möchte. Es hat alleine gereicht die wunderbaren Illustrationen zu sehen um mich neugierig zu machen.
Deswegen habe ich mich auch gleich als ich gesehen habe, dass es ein Buch von ihm auf dem Bloggerportal Randomhouse zum Rezensieren gibt, eine Bewerbung abgeschickt. Und ich habe mich riesig gefreut als ich angenommen wurde.
Das Cover von "Die 13 1/2 Leben des Kätptn Blaubär" ist relativ schlicht in einem dunkleren Blau gehalten und dem Blaubären, welcher durch die blauen "Fäden" hindurchschaut, wie durch einen Vorhang.

Im Inneren ist es dafür umso aufwendiger gestaltet. Auf mindestens jeder dritten Seite erwartete mich als Leser eine kleinere oder auch größere Illustration, passend zum Text. Außerdem gibt es zur Erklärung, verschiedener für uns Menschen ungebräuchlicher Wesen oder Phänomene, immer wieder Ausschnitte aus einem "Lexikon". Woher diese Ausschnitte bzw. das Lexikon stammen, wird auch später im Buch noch erklärt. Das hat mir sehr gut gefallen, denn es war oft sehr witzig mit in den Text eingebaut.

Das Buch spielt überall und nirgendwo :D
Als Leser geht man mit dem Blaubären auf eine Reise durch Zamonien, einem Kontinent, welcher früher genauso wie Europa, Afrika oder Asien auf dieser Erde existierte, mittlerweile aber verschwunden ist. In Zamonien gibt es die verrücktesten Charaktere und Vorfälle, welche man sich jetzt kaum noch vorstellen kann. Und genau dadurch speist sich dieses Buch.
Der Leser lernt verschiedenste Wesen kennen, vom Stollentroll über den Wolpertinger bis hin zur Haifischmade. Außerdem erlebt man mit dem Blaubären Abenteuer, die ihresgleichen suchen aufgrund der Besonderheiten von Zamonien, wie beispielsweise dem Malmstrom oder auch der süßen Wüste.

Walter Moers hat eine komplette Welt aus seiner Fantasie erschaffen, mit allem was dazu gehört. Und beinahe die komplette Welt lernte ich in diesem Buch kennen. Das Geschehen war abenteuerlich und häufig sehr spannend, wenn es wieder mal darum ging, dass Blaubär sich in eine Zwickmühle gebracht hatte, aus der er mit letzter Kraft entfliehen musste.
Gut hat mir gefallen, dass der Autor auch unangenehme Themen, wie beispielsweise Furzen oder Schweiß, ganz locker in das Buch verpackt hat, so dass es sich in das Geschehen einfügte. Das kannte ich so bisher noch gar nicht und das Buch war entsprechend oft auch witzig und hat mich zum Schmunzeln oder Stirnrunzeln gebracht.

Der Hauptprotagonist und Star der Geschichte ist auf jedenfall der Blaubär. Er schafft es auch in den unmöglichsten Situationen, irgendwie eine Lösung zu finden. Er hat Einfallsreichtum, Intelligenz und auch eine Portion Glück, welches er gut einzusetzen weiß.



Fazit:
Mir hat das Buch im Großen und Ganzen wirklich sehr gut gefallen. Es war ein angenehmer Zeitvertreib und hat mich stetig zum Lachen gebracht.

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Veröffentlicht am 21.04.2020

Angenehm und Zuckersüß

Die Wunderfabrik – Keiner darf es wissen!
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Dieses Buch habe ich mir als Ebook bei Netgalley angefordert, da ich das Cover total süß fand und zwischendurch mal etwas "leichteres" in Form eines Kinderbuches lesen wollte.
Das Cover ist richtig schön ...

Dieses Buch habe ich mir als Ebook bei Netgalley angefordert, da ich das Cover total süß fand und zwischendurch mal etwas "leichteres" in Form eines Kinderbuches lesen wollte.
Das Cover ist richtig schön gestaltet in zum Thema passenden bonbonbunten und knalligen Farben. Außerdem sieht man schon ein paar der wunderlichen Maschinen und in der Mitte vermutlich Winnie, eine der Hauptpersonen des Buches.

Die Geschichte spielt in England, in einem kleinen verschlafenen Örtchen. Beziehungsweise es deutet am Anfang alles darauf hin, dass es ein verschlafenes Örtchen ist, es beweist sich aber im Laufe des Buches immer mehr, dass der Schein sehr trügt und dieser Ort keineswegs langweilig ist. Schon allein das Wohnhaus und die Fabrik der Großeltern der Kinder, wo der Hauptteil der Geschichte spielt, ist sehr schön und liebevoll beschrieben und so gar kein "normales" Haus, sondern schon von außen sehr außergewöhnlich anzusehen (beispielsweise die Krake auf dem Dach).

Ich habe mir sehr leicht getan in die Geschichte zu finden, denn es ging ohne größere Umschweife direkt los. Durch die kindgerechte Schreibweise, konnte ich das Buch sehr flüssig und angenehm lesen, ohne mir zu viele Gedanken machen zu müssen. Gut gefallen, haben mir die Sequenzen, in welchen die Gedanken der Großeltern oder auch des Bösewichts angeschnitten wurden. Als erwachsener Leser, wurde man durch diese zwar durchaus etwas gespoilert, ich persönlich fand das jedoch nicht störend. Und für Kinder, wäre es vermutlich gar nicht der Fall, sondern eher noch spannungsaufbauender.

Die Hauptpersonen der Geschichte sind Winnie, Celine und Henry, 3 Geschwister aus London, welche in den Sommerferien ihre Großeltern besuchen. Und obwohl ihnen das zu Anfangs schrecklich langweilig vorkommt, dann doch mehr Abenteuer erleben, als ihnen teilweise lieb gewesen wäre.
Ich mochte alle drei sehr gerne, denn jeder hatte seine - dem jeweiligen Alter entsprechenden - Eigenarten, beispielsweise Celine, welche gerade am Anfang der Pubertät steht, konnte teilweise etwas zickig sein oder Henry, der jüngste von allen, war etwas naiv.
Sehr gerne mochte ich auch das "tragische Team", eine bunt gemischte Gruppe von Bediensteten der Großeltern, welche auf die Kinder aufpassen sollen.

Die Autorin hat es geschafft, das auch ich als erwachsene Leserin, das Buch spannend und absolut unterhaltsam empfunden habe. Bis zum Ende ist nicht ganz klar, welche der vorkommenden Personen vertrauenswürdig ist und welche ein falsches Spiel spielt. Außerdem wurde ganz zum Schluss noch ein fieser Cliffhanger eingebaut und ich bin nun sehr interessiert auch die nächsten Teile zu lesen.


Fazit:
"Die Wunderfabrik" ist ein wunderschönes Kinderbuch, welches man auch als Erwachsener auf jedenfall genießen kann. Trotz der für "ältere" Personen leichten Spoilergefahr ist eine sehr angenehme Geschichte und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Für jeden der nicht genug von Lyaskye bekommen kann...

One True Queen, Band 2: Aus Schatten geschmiedet (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau)
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Auch den zweiten Teil der Fantasy-Dilogie von Jennifer Benkau habe ich mir selbst gekauft, bzw. er war in meiner Witchcrownbox. Diese habe ich mir aber deshalb bestellt, weil ich wusste, dass dieser Band ...

Auch den zweiten Teil der Fantasy-Dilogie von Jennifer Benkau habe ich mir selbst gekauft, bzw. er war in meiner Witchcrownbox. Diese habe ich mir aber deshalb bestellt, weil ich wusste, dass dieser Band enthalten sein würde.
Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte, habe ich sofort mit diesem angefangen, denn ich wollte direkt zurück nach Lyaskye.

Auch das Cover vom zweiten Band gefällt mir richtig gut. Schade finde ich, dass die Person auf dem Cover (vermutlich Mailin), auf diesem Band die Augen geschlossen hat. Ich finde das nimmte dem Cover ein bisschen an Schönheit, macht jedoch Sinn, da es im zweiten Band ja auch sehr viel um die Traumwebermagie geht und zum Träumen müssen die Augen bekanntlich zu sein. ;)
Es wurden wieder mit verschnörkelten Ästen, die Krone abgebildet. Der Grundton ist diesmal in Rosa gehalten, bzw. in der Farbe des Morgens, also Lyaskyes Farbe.

Der zweite Band von "One true Queen" bringt den Leser wieder zurück in die Fantasiewelt Lyaskye. Zuerst verweilt man zwar kurz wieder in Irland und auch zwischenzeitlich, wird ein Abstecher in Mailins alte Heimat gemacht, jedoch spielt der größte Teil des Buches in Lyaskye. Mir hat auch in diesem Band, diese Fantasiewelt super gut gefallen. Jennifer nimmt uns diesmal in ganz andere Städte und Gebiete mit, als im ersten Teil. Das fand ich richtig gut, denn so konnte ich auch den Rest dieses faszinierenden Landes kennenlernen, in das ich wirklich gerne selbst einmal reisen würde.

Die Autorin hat auch dieses Buch aus der Sicht der Hauptprotagonistin, Mailin, geschrieben. Das passt sehr gut, denn genauso wie sie, ist man als Leser, komplett neu in der Welt und kennt viele Dinge noch nicht, welche man dann zusammen mit ihr kennenlernt. Ich habe mit ihr zusammen Erfahrungen gesammelt und Hintergründe erfahren. Sehr schön ist auch, dass ich alle Gefühle von Mailin, durch diese Perspektive, hautnah miterleben und mich in diese hineinversetzen konnte. Ich hatte das Gefühl Mailin zu sein und anstatt ihr die Abenteuer zu erleben.

Mailin war wieder mein absoluter Lieblingscharakter des Buches und ich hatte absolut kein Problem mich in sie zu fühlen und ihre Empfindungen und Gedanken nachzuvollziehen. Schon im ersten Band der "One true Queen"-Dilogie, wurde Mailin stetig mutiger und selbstständiger. Im zweiten Teil musste sie diesen Mut und ihre neu gewonnene Kraft stetig unter Beweis stellen und ihr Selbstvertrauen wurde oft auf die Probe gestellt. Sie ist daraus jedoch noch stärker und liebenswürdiger geworden.
Liam hat mir in diesem Band sogar noch etwas besser gefallen als im ersten, denn trotz seiner Geheimnistuerei, welche er wohl für immer treiben wird, war er diesmal nahbarer und nicht mehr ganz so distanziert. Man konnte diesmal auch mehr von seinen Gefühlen und Gedanken erfahren und mir fiel es dadurch sehr viel leichter noch mehr Sympathien für ihn zu entwickeln.
Des Weiteren fand ich die Liebesgeschichte der Beiden einfach zum Dahinschmelzen schön und habe mich gerne in Mailin hinein geträumt.

Der zweite Teil konnte mich zwar nicht so komplett vom Hocker reisen, wie der erste, war jedoch auf jedenfall sehr nah dran und muss sich auf keinen Fall verstecken. Gegen Ende der ersten Geschichte, hatte ich das Gefühl, dass der nächste Teil nicht wirklich notwendig wäre, dies muss ich aber nun revidieren, denn ich habe ihn auf jedenfall genossen und mich gefreut nochmal Abenteuer in Lyaskye erleben zu dürfen.
Außerdem war es eine komplett neue Idee und eine eigenständige, für sich vollständige, Geschichte.
Das Buch war spannend und ich hatte kein Gefühl der Langeweile. Jennifers Schreibstil lässt sich wunderbar flüssig und schnell lesen.
Einzig das Ende des Buches fand ich etwas langwierig und war für mich persönlich in dieser Ausführung nicht passend. Ich hätte mir ein früheres "Happy End" im Beisein aller gewünscht.


Fazit:
Der zweite Teil konnte, für mich persönlich, nicht ganz an die Lobeshymnen des ersten anknüpfen, ist jedoch dennoch lesenswert für jeden der nicht genug von der schönen Welt Lyaskye bekommen kann.

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Veröffentlicht am 30.03.2020

95% Liebesgeschichte 5% Fantasy

Gold und Schatten
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Diesen ersten Teil der Götter-Dilogie von Kira Licht habe ich mir auf der Frankfurter Buchmesse gekauft und dort auch direkt von Kira signieren lassen. Ich hatte schon sehr viel Gutes von der Reihe gehört ...

Diesen ersten Teil der Götter-Dilogie von Kira Licht habe ich mir auf der Frankfurter Buchmesse gekauft und dort auch direkt von Kira signieren lassen. Ich hatte schon sehr viel Gutes von der Reihe gehört und wollte deswegen unbedingt auch in die Götterwelt mit eintauchen.

Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Die Person, welche abgebildet ist, könnte ein Charakter des Buches sein, kann jedoch auch komplett frei gewählt sein. Was mir an dem Cover vor allem gefallen hat war die Farbwahl Gold, Schwarz und Weiß, was meiner Meinung nach richtig gut zum Thema passt.

Die Geschichte spielt in Paris und die Schauplätze, welche im Buch vorkommen gibt es auch im realen Paris wirklich. Manche Orte habe ich gegooglet und konnte mir dann Bilder ansehen, um mich inspirieren zu lassen. Die Schauplätze waren sehr gut zum Geschehen gewählt und dementsprechend mysteriöse und geheimnisvolle Plätze waren dabei. Einige Orte waren natürlich entweder erfunden oder auch abgeleitet aus der griechischen Mythologie und auf Kiras eigene Weise ausgeschmückt oder beschrieben. Diese Anlehnung an die Realität hat mir gut gefallen, da ich somit das Gefühl hatte, es könnte auch im realen Leben passieren, dass auf einmal ein Gott neben einem steht. :D

Kira Licht hat die Geschichte in der Erzählperspektive aus der Sicht von Livia, der weiblichen Hauptprotagonistin geschrieben. Das hat mir wiederum gut gefallen, da man hierdurch, genauso wie Livia, alles erst neu kennenlernt und zu großen Teilen genauso ahnungslos ist wie sie auch und dann wieder überrascht wird.

Ich konnte mich mit den Protagonisten von "Gold und Schatten" nicht wirklich identifizieren.
Livia war mir zwar sympathisch, jedoch fand ich sie etwas zu naiv und vertrauensvoll. Sie erzählt beispielsweise 2 Mädchen von ihren "Kräften", die sie erst seit ein paar Tagen kennt. Ich fände es persönlich an sich schon schwierig über eine "Gabe" mit anderen zu sprechen, da diese mich womöglich für verrückt halten würden und wenn würde ich dies nur bei sehr, sehr engen Freunden oder Bekannten tun, welche ich schon lange kenne. Auch die Reaktion aller auf die Neuigkeit, dass es Götter und Gaben in der Welt gibt, fand ich ein wenig unglaubwürdig, da sie wenig überrascht waren und alle sofort daran glaubten.
Mael, der männliche Hauptprotagonist, ist absolut mysteriös und "dunkel". Er erzählt wenig, bis gar nichts über sich, sein Leben und seine Gefühle und man erfährt als Leser nur nach und nach Teile seiner Geschichte.
Dennoch mögen Livia und Mael sich von Anfang an und haben sofort eine enge Bindung zueinander, obwohl sie sich, wiederum, erst seit Minuten kennen. Auch dies fand ich leider etwas zu schnell und dementsprechend eher unrealistisch.

Unglücklicherweise fand ich das sich die Geschichte ein wenig gezogen hat. Anfangs passierte nicht sehr viel und es erinnerte mich, dadurch dass vor allem die zwischenmenschliche Beziehung von Livia und Mel im Vordergrund stand, eher an einen New Adult Roman. Erst ab der Mitte des Buches wurden überhaupt die Götter und die griechische Mythologie vermehrt in die Geschichte eingebaut. Das fand ich sehr schade, denn ich hätte gerne sehr viel mehr darüber und weniger über das Gefühlschaos der Protagonisten gelesen. Gegen Ende wurde das Buch dann zwar doch nochmal sehr spannend, denn dort lag der Hauptaspekt dann wirklich auf der Fantasy, jedoch hat es mich nicht komplett umgehauen.


Fazit:
Da ich die griechische Mythologie sehr spannend finde, werde ich dem zweiten Band der Götter-Dilogie noch eine Chance geben. Dies ist aber leider auch der einzige Grund. Ich mochte die Protagonisten nicht sehr gerne und fand das Buch auch nur mäßig spannend. Ich glaube aber das Kira Licht das sehr viel besser kann und werde auf jedenfall noch mehr von ihr lesen.

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