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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2025

Gut geschriebener Skandinavien-Krimi mit verschiedenen Facetten

Schwüre, die wir brechen
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Dieser Krimi war für mich ein typischer Skandinavien-Krimi, so wie ich es mir erhofft hatte: Der Sprachstil ist flüssig, teilweise sarkastisch-nüchtern, der Fall ungewöhnlich und das Ermittlerteam sympathisch ...

Dieser Krimi war für mich ein typischer Skandinavien-Krimi, so wie ich es mir erhofft hatte: Der Sprachstil ist flüssig, teilweise sarkastisch-nüchtern, der Fall ungewöhnlich und das Ermittlerteam sympathisch und authentisch mit Ecken und Kanten der einzelnen Charaktere. Im Prinzip kann man fünf Ebenen unterscheiden, auf denen Spannung erzeugt wird und die zum Miträtseln und Spekulieren einladen. Da gibt es einmal den herrlich unheimlichen Prolog, dann in der Gegenwart die Arbeit des Ermittlerteams zum vorliegenden Mordfall und die jeweils heimlichen privaten Ermittlungen von sowohl Karhuu als auch Nordh in eigener Sache sowie kursiv gedruckt eine Erzählung aus der Vergangenheit aus Sicht eines Mannes, bei dem man annehmen muss, dass er irgendetwas mit den aktuellen Morden zu tun hat. Die Morde selbst sind sehr grausam und brutal, werden aber nicht reißerisch oder unnötig detailliert beschrieben. Generell wird ausschließlich aus Sicht des Ermittlerduos Karhuu und Nordh erzählt, es gibt also keine Opferperspektive. Das mag manche hartgesottenen Krimi-Leserinnen vielleicht stören, weil dadurch Spannung verloren gehen kann. Ich persönlich fand es angesichts der vielen verschiedenen Ebenen definitiv übersichtlicher. Für mich lagen der Reiz und die Spannung dieses Krimis neben der Verfolgung des aktuellen Falles vor allem in dem sehr differenziert dargestellten Ermittlerduo; Karhuu jung und fit, relativ neu dabei, clever und ambitioniert; Nordh dagegen ruhiger, erfahren, aufgerieben zwischen der Familie als alleinerziehender Vater und dem Beruf, dazu etwas verbittert. Beide haben ein interessantes Privatleben mit jeweils gefährlichen Geheimnissen und heimlichen Ermittlungen, die sich ebenso wie der gemeinsame Mordfall durch die Geschichte und vermutlich durch die ganze Krimireihe ziehen. Abgesehen davon hat mir besonders gut gefallen, dass wir in diesem Krimi etwas über die ägyptische Mythologie lernen. Fazit: Ein spannender Schweden-Krimi mit verschiedenen Facetten für Leserinnen, die gerne intensiv in die Arbeit des Ermittlerteams einbezogen werden.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Leichte RomCom mit berührender Nebenstory

Great Big Beautiful Life
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Dies war mein erstes Buch von Emily Henry und es hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist leicht, anschaulich und humorvoll, mit schönen Formulierungen. Die Charaktere empfand ich als sympathisch ...

Dies war mein erstes Buch von Emily Henry und es hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist leicht, anschaulich und humorvoll, mit schönen Formulierungen. Die Charaktere empfand ich als sympathisch und durch ihren trockenen Humor und ihre Schlagfertigkeit ergaben sich spritzige Dialoge, über die ich oft lachen musste. Die Liebesgeschichte wird behutsam und liebevoll geschildert und hatte für mich genau die richtige Mischung aus ernsthaften Gefühlen und Leichtigkeit. Auch die erotischen Szenen fand ich gelungen – nicht zu viel Spice, aber eben doch ein bisschen. Die Nebenstory um Margaret hat mich anfangs gestört und irritiert, weshalb es in der Mitte des Buches zu einigen Längen kam. Am Ende hat sie mich jedoch ebenso wie die Hauptgeschichte fesseln und mit ihrer Botschaft sogar sehr berühren können. Fazit: Gut geschriebene, humorvolle RomCom mit einer Haupt- und einer Nebengeschichte, bei der es sich lohnt, zu Ende zu lesen.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Eine außergewöhnliche Geschichte, die zum Nachdenken anregt

Divisio
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Obwohl ich bislang nur wenig Science Fiction gelesen habe, hat mich das Cover direkt angesprochen, weil es mysteriös und futuristisch zugleich wirkt. Auch die Andeutung des Doppelgänger-Themas machte mich ...

Obwohl ich bislang nur wenig Science Fiction gelesen habe, hat mich das Cover direkt angesprochen, weil es mysteriös und futuristisch zugleich wirkt. Auch die Andeutung des Doppelgänger-Themas machte mich neugierig. Der Prolog startet direkt sehr dramatisch und spannungsgeladen. In der Folge wird abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, wobei der Schreibstil flüssig und anschaulich ist. Dabei wird eine ganz eigene futuristische Welt und Atmosphäre geschaffen und die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen teilweise. Die gesamte Idee zur Handlung dieser komplexen Geschichte und die vielen Plot Twists finde ich schlicht genial. Das Besondere ist, dass wir uns im Jahr 2054 befinden, also nicht in einer noch völlig fernen Zukunft oder einer Galaxie mit Aliens oder ähnlichem. Stattdessen erscheinen die unglaublichen und beängstigenden Ereignisse und die erschaffene Welt in dieser Zukunft aus heutiger Sicht bei voranschreitender Forschung gar nicht so unrealistisch. Dadurch hat die Autorin nicht nur einen spannenden Psycho-Thriller geschrieben, sondern wirft mit ihrer Geschichte auch moralisch-ethische Fragen auf und regt somit zum Nachdenken an. Auch die kleineren technologischen Errungenschaften, die elegant und beiläufig eingeflochten werden, wirken für die gewählte Zukunft angemessen und vorstellbar. Die Hauptcharaktere sind zudem sympathisch und ich finde es erfrischend, dass die "Heldin" in diesem Buch eine sehr ängstliche, eher passive Person ist. Ihre Gedankenschleifen und zögerlichen Überlegungen arten mir allerdings manchmal zu sehr aus und auch bei den Dialogen hätte man meiner Meinung nach deutlich kürzen können, um den Spannungsbogen nicht zu behindern. Vor allem den männlichen Charakteren fehlt es außerdem etwas an Tiefe, sie blieben für mich eher blass. Nichtsdestotrotz halte ich dieses Buch für etwas ganz Besonderes und kann es all jenen wärmstens empfehlen, die Freude an außergewöhnlichen und spannenden Geschichten sowie futuristischen Gedankenexperimenten haben.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Eine zauberhafte Geschichte über Verluste und Neuanfänge

Noch fünfzig Sommer mehr
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Dieses eher ruhige Buch empfand ich als schmerzhaft und hoffnungsvoll zugleich. Es zeigt auf wundervolle Art, dass schwere Schicksalsschläge in der Vergangenheit Glück und Wachstum in der Zukunft nicht ...

Dieses eher ruhige Buch empfand ich als schmerzhaft und hoffnungsvoll zugleich. Es zeigt auf wundervolle Art, dass schwere Schicksalsschläge in der Vergangenheit Glück und Wachstum in der Zukunft nicht ausschließen und dass auch positive Erinnerungen eine große Macht ausüben können. Titel und Cover haben mich direkt angesprochen. Sie wirken nostalgisch und wecken bei mir eine Sehnsucht nach den Sommertagen aus der Kindheit und Jugend. Der Schreibstil ist schön, flüssig und gefühlvoll. Ich habe das gesamte Buch an einem Tag gelesen. Wir begleiten Eleni, die schwere Schicksalsschläge zu verkraften hat, und dürfen bezeugen, wie rätselhafte Botschaften von einem Unbekannten ihrem Leben eine neue Orientierung geben. Die Geschichte lebt von den Wahrnehmungen, Gefühlen und Gedanken der Protagonistin und den Schilderungen der Natur, die in diesem Buch eine große Rolle spielt. Elenis Erleben wirkt durch die verwendete Sprache teilweise ein wenig naiv, was sie umso liebenswerter macht und sehr gut passt - sowohl zu ihrer Verhaftung in kindlichen Traumata als auch zu ihrer achtsamen und neugierigen Art, die Welt und selbst kleine Dinge staunend zu betrachten. Dies hat mich ein bisschen an "Die fabelhafte Welt der Amélie" erinnert. Insgesamt sind die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander sehr liebevoll gezeichnet. Mein Fazit: Es handelt sich um eine ruhige, bezaubernde Geschichte über Schmerz, Glück, Liebe und Hoffnung, die ich wärmstens empfehlen kann. Für mich ist es "ein Buch fürs Herz".

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Spannender und gutgeschriebener Thriller

Aschesommer
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Mein Fazit vorab: Endlich mal wieder ein richtig guter Thriller, der weder zu reißerisch noch zu langatmig ist! Außerdem finde ich, dass man den wirklich sehr guten und flüssigen Schreibstil des Autors ...

Mein Fazit vorab: Endlich mal wieder ein richtig guter Thriller, der weder zu reißerisch noch zu langatmig ist! Außerdem finde ich, dass man den wirklich sehr guten und flüssigen Schreibstil des Autors hervorheben muss. Der Einstieg ist mit dem Prolog aus der Sicht des Täters schon sehr spannend gestaltet. Die Ausgangsidee, dass man den Kopf hinter den Morden bereits kennt, deren Ausführung jedoch rätselhaft ist und die Morde deshalb zunächst nicht gestoppt werden können, finde ich sehr originell. Es gibt viele Szenen- und Perspektivwechsel, die eine spannende und vielschichtige Atmosphäre schaffen, ohne chaotisch zu wirken oder zu überfordern. Vor allem hinsichtlich des Ermittlerduos, aber auch in Bezug auf ihre Mitarbeitenden, werden auch die zwischenmenschlichen Beziehungen und Konflikte sowie tieferliegende Traumata und Geheimnisse angedeutet und später auch teilweise geschildert, was für weitere Spannung und Tiefgründigkeit sorgt. Die Morde an sich sind grausam, werden aber nicht unnötig blutrünstig dargestellt, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Der Thriller kommt ohne reißerisches Gemetzel aus und trotzdem ist er spannend und auf seine Art gruselig und grausam. Ich bin froh, diesen Krimiautor entdeckt zu haben und werde definitiv weitere Bücher von ihm lesen!

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