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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2025

Very British

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Der Donnerstags Mord Club ist eine Buchreihe, bei der ich mir nicht sicher bin, wie sie mir gefällt. Zum einen bestechen die Buchcover der Serie mit ihrem irgendwie besonderem Design. Es besteht ein hoher ...

Der Donnerstags Mord Club ist eine Buchreihe, bei der ich mir nicht sicher bin, wie sie mir gefällt. Zum einen bestechen die Buchcover der Serie mit ihrem irgendwie besonderem Design. Es besteht ein hoher Wiedererkennungswert und lässt mich jedesmal wieder zum Buch greifen. Die Handlung besteht weniger aus Knalleffekten, vielmehr aus diesem beruhigenden dahin gleiten. Trotz des Mordes und dem Verschwinden des Trauzeugen, ging es doch vielmehr um eine Frau, die sich von einem gewalttätigen Ehemann befreit, und um arme einsame Männer, zuviel Porzellankatzen und Räume, die trotz des Sommers nur Kälte beinhalten. Und so verfolgt man mit Genuss die kniffligen Ermittlungen des Donnerstagsmordclubs, mit seinen vielen Nebenschauplätzen und besonderen Handlungssträngen. Der erste Teil wird durch seine Verfilmung sehr nahbar und vielleicht schaffen es alle Teile auf die Leinwand. Wäre schön.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Leichtes Sein

Hustle
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Dieses wunderschöne Cover allein ist schon wert das Buch zu kaufen. Zumindest hat es mich auf eine herzerwärmende Art berührt, genau wie die charakterliche Darstellung von Leonie, die in einer neuen Stadt, ...

Dieses wunderschöne Cover allein ist schon wert das Buch zu kaufen. Zumindest hat es mich auf eine herzerwärmende Art berührt, genau wie die charakterliche Darstellung von Leonie, die in einer neuen Stadt, mit einer bedenkenswerten Wohnsituation und einer doch langweilig anmutenden Arbeitsstelle versucht Fuß zu fassen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie sich für ihre Freizeitgestaltung eher ungewöhnliche Methoden ausdenkt, um ihre finanzielle Lage zu verbessern. Der Roman wurde locker und leicht geschrieben, mit einer sanften Art, unlautere Machenschaften zu beschreiben. Man bekommt den Eindruck, dass die Rachepläne doch eher kindlich vollzogen werden und die Entlohnung mit horrenden Summen nicht im Einklang sind. Vielleicht sollte man sich beim lesen nicht so viele Gedanken über die logischen Ungereimtheiten machen und eher die süße Art von Leonie und ihren Freunden genießen.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Jugendliche Leiden

Beste Zeiten
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Mein erster positiver Impuls zum Kauf dieses Buches war tatsächlich die Gestaltung des Covers. Ein Magnet für mich, da mich der Inhalt dieser Bücher meist fasziniert. Als mir bewusst wurde, dass ich „Okaye ...

Mein erster positiver Impuls zum Kauf dieses Buches war tatsächlich die Gestaltung des Covers. Ein Magnet für mich, da mich der Inhalt dieser Bücher meist fasziniert. Als mir bewusst wurde, dass ich „Okaye Tage“ von Jenny Mustard bereits gelesen hatte, war die Freude umso größer, „Beste Zeiten“ in den Händen zu halten. Es ist ein leichtes, die charakterliche Darstellung von Sickan zu mögen. Ihre Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten aufgrund ihrer Hintergrunderlebnisse zu verstehen. Als gefühlt ungeliebtes Kind ist es ihr nicht möglich, ihre Persönlichkeit gesund weiterzuentwickeln und die ganze Welt wirkt angsteinflößend. Die bildlichen sprachlichen Mittel, welche die Autorin einsetzt, machen das Buch zu einem Lesegenuss. Hanna wächst einem ans Herz und die Freundschaft der beiden Mädchen könnte chaotischer nicht sein. Sickan ist ein in sich geschlossener, unsicherer und hilfesuchender Teenager mit schlechten ersten sexuellen Erfahrungen. Umso irritierender waren die Aufzählungen ihrer danach provozierten und fast aggressiv herbeigeführten Sexabenteuer, die den bis dahin schlüssigen Abläufen entgegenstehen. Man kauft es ihr beim lesen nicht ab und es entbehrt jeder Erotik aber auch jeder Anteilnahme am Geschehen, da es gegensätzlich zu ihrem eher unsicheren Selbstbild selbst herbeigeführt wird und man könnte doch annehmen, mit ersten sexuell schlechten Erfahrungen, geht man das Ganze eher vorsichtig an. Insgesamt gefällt mir das Buch trotzdem sehr gut und die Phase der Selbstentdeckung von Sickan führt zu einer positiven Weiterentwicklung.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Hauptsache berühmt !

Inside
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Boris Becker ist ein Phänomen der medialen Öffentlichkeit. Gehasst, geliebt, immer präsent und so verwundert es einen nicht, dass nach diesem erlebten, nach dem sich ein Großteil der Bevölkerung zurückziehen ...

Boris Becker ist ein Phänomen der medialen Öffentlichkeit. Gehasst, geliebt, immer präsent und so verwundert es einen nicht, dass nach diesem erlebten, nach dem sich ein Großteil der Bevölkerung zurückziehen würde, für Boris die Flucht nach vorn in Form dieses Buches als Mittel zum Zweck gewählt wurde. Immer wieder kommt man in Versuchung, seine unschöne Situation zu bewerten und für selbstverschuldet zu befinden. Die Rückblicke in sein Leben sind durchaus interessant, aber auch hier wird deutlich, wie wichtig ihm die Anerkennung der breiten Masse ist und auf keinen Fall ein Vergessen seiner Person eintreten darf. Erstaunlicherweise findet er auch in dieser Situation eine Partnerin, die die Last bedingungslos mitträgt und er sich dessen durchaus bewusst ist und dies mit seinem Publikum teilt. So ambivalent man Boris als Mensch sehen mag, so ambivalent wird man dieses Buch lesen.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Hautnah und doch fern

Die Ausweichschule
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Kaleb Erdmann beschreibt mit seinem Roman eine Tat, die mir als Thüringerin auch für immer im Gedächtnis bleiben wird. Unvorstellbares wird wahr und so sehr man sich an einer Thüringer Schule dieses Geschehen ...

Kaleb Erdmann beschreibt mit seinem Roman eine Tat, die mir als Thüringerin auch für immer im Gedächtnis bleiben wird. Unvorstellbares wird wahr und so sehr man sich an einer Thüringer Schule dieses Geschehen nicht vorzustellen vermag, so sehr hat es sich in die Seelen der Erfurter gebrannt. Der Aufbau des Buches ist etwas ganz besonderes, da nicht die Sensation des Geschehens, welche allein schon durch das direkte miterleben des Autors gegeben wäre, sondern die ganz behutsame Art, das unbegreifliche begreifbar zu machen in den Vordergrund gestellt wird. Das ganz banale Leben, dass nach so einer Tat weitergelebt wird, wie auch die einzigartigen Traumata jedes einzelnen erlebbar und sichtbar gemacht werden. Eine Reise in die Vergangenheit des 11 jährigen Jungen, zu dem jungen Mann mit allzu menschlichen Bedürfnissen und Ängsten.

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