Profilbild von Readingkitty

Readingkitty

Lesejury-Mitglied
offline

Readingkitty ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Readingkitty über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Was für ein Roman

Die Namen
0

Florence Knapp erzählt mit einer beeindruckenden sprachlichen Begabung und dem Blick für kleinste Details drei verschiedene Lebensweg nach.
Cora, die Mutter eines neugeborenen Sohnes, begibt sich zu Beginn ...

Florence Knapp erzählt mit einer beeindruckenden sprachlichen Begabung und dem Blick für kleinste Details drei verschiedene Lebensweg nach.
Cora, die Mutter eines neugeborenen Sohnes, begibt sich zu Beginn des Romanes mit ihrer Tochter Maia zum Standesamt, um den Namen ihres Sohnes eintragen zu lassen. Bear, Julian und Gordon – drei verschiedene Namen, drei verschiedene Lebenswege.
Selbst kleinste Teilstücke der Wege, vom Verhalten gegenüber Frauen und Mitmenschen, über die Berufe, bis hin zum Aussehen, zeichnet die Autorin nach und entwirft insgesamt ein melodiöses, melancholisches und zartes Bild eines Lebens. Sie zeigt eindrücklich, wie sehr die Namensgebung tatsächlich das Leben beeinflussen kann, nur um am Ende die klar zugewiesenen Eigenschaften wieder aufzubrechen. Der starke, mutige, liebevolle Bear, der am Ende zum Himmelsvater wird. Julian, dessen Name eigentlich Himmelsvater bedeutet und der sich schließlich den Mut hat sich seiner Vergangenheit zu stellen. Und Gordon, benannt nach seinem Vater, der entgegen der Angst seiner Mutter, dann doch nicht so ist, wie sein Vater. Florence Knapp zeigt, dass Namensgebung wichtig ist, aber dennoch nicht vor einem „normalen“ Leben bewahrt, denn auf jedem Lebensweg gibt es Glück, Liebe, Trauer, Enttäuschungen, Freude und Schicksalsschläge. Der Roman präsentiert gewichtige und gewaltige Themen, erfüllt uns durch die zarte, melodiöse Sprache mit einer Sehnsucht nach Freiheit und Liebe und danach das Leben auszukosten, bevor es zu spät ist, egal welchen Namen man trägt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Themen
Veröffentlicht am 19.12.2025

Entspannender Roman

Weihnachten mit Tony
0

Die Handlung von „Weihnachten mit Tony“ von Stella Lucas führt die Protagonistin Carrie vom heißen, sonnigen Australien ins winterliche Schottland. Es sind noch 12 Tage bis Weihnachten, als Carrie sich ...

Die Handlung von „Weihnachten mit Tony“ von Stella Lucas führt die Protagonistin Carrie vom heißen, sonnigen Australien ins winterliche Schottland. Es sind noch 12 Tage bis Weihnachten, als Carrie sich auf in ihre Heimat macht, wo sie mit diversen Problemen konfrontiert wird. Der Gesundheitszustand ihres Vaters ist kritisch, das Schicksal der schottischen Wallabys auf der Insel Inchconnachan in Loch Lomond ist ungewiss und ihre Jugendliebe Marc, der auf dieser Insel ein Haus bauen will, warten in ihrer ehemaligen Heimat auf sie.
Der Roman beginnt cozy, winterlich, die weihnachtliche Stimmung kommt sofort auf, wenn man über das Flugchaos, die verschneiten Straßen und die Wetterkapriolen liest. Zu Beginn fand ich auch die Protagonistin sympathisch, über die Probleme mit den Dormonds (einem mitreisenden Ehepaar) musste ich schmunzeln und auch dass aus zwei Perspektiven erzählt wurde und sich die Geschichten von Anfang an verbinden fand ich gut. Das Buch hätte nach den ersten Kapiteln das Potenzial zu einer emotionalen, atmosphärischen, lustigen und liebenswerten Weihnachtsgeschichte gehabt. Leider entwickelt sich die Story in eine völlig andere Richtung. Die verschneite, winterliche Atmosphäre ist kaum mehr zu erkennen, auch meine Sympathie für Carrie nimmt im Laufe der Geschichte ab, ich fand sie eher unsympathisch und zickig. Eine Protagonistin, die nicht die richtige weihnachtliche Stimmung vermittelte.
Die Tierschutzthemen sind dezent eingearbeitet und das Cover gefällt mir gut. Alles in allem liest es sich leicht, aber die weihnachtliche Stimmung geht meiner Meinung nach zu schnell verloren. Die Protagonisten haben zwar Ecken und Kanten, was prinzipiell besser ist, als wenn sie keinerlei Fehler haben, doch Carrie wurde meiner Meinung nach von der Autorin zu unreif und gemein angelegt. Nett fand ich die schottischen Rezepte am Ende und das Nachwort der Autorin, in dem beschrieben wird, dass es wirklich Rotnackenwallabys in Schottland gibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 15.07.2024

Promise Boys

Promise Boys - Drei Schüler. Drei Motive. Ein Mord.
1

Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, der Erzählstil des Autors hat mir besonders gefallen, durch die verschiedenen Perspektiven und die diversen Erzählformate (Zeitungsartikel, Textnachrichten, Zeugenaussagen, ...

Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, der Erzählstil des Autors hat mir besonders gefallen, durch die verschiedenen Perspektiven und die diversen Erzählformate (Zeitungsartikel, Textnachrichten, Zeugenaussagen, ...) baut das Buch eine eigene Dynamik auf, die den Leser sofort packt und nicht mehr los lässt. Die Charaktere sind sympathisch, ihre Geschichten berührend und man fiebert bis zum Ende mit ihnen mit, denn es bleibt auch bis zum Ende spannend und man hätte nicht auf die Person getippt, die schließlich der Mörder ist. Ein kleines Manko ist lediglich, dass sich meiner Meinung nach am Ende manche Details zu einfach auflösen oder nicht genug erklärt werden. Alles in allem würde ich das Buch definitiv empfehlen, es ist für Jugendliche, aber auch durchaus für Erwachsene geeignet.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung