Tierisch witzig
Miez Marple und die Tatze der VerdammnisSchon das Cover knallt mir ins Auge: eine schwarze Katze mit Hut und Perlenketten und dann der Untertitel: Ein flauschiger Kriminalroman.
Wer mich kennt weiß, etwas Flauschigem kann ich einfach nicht ...
Schon das Cover knallt mir ins Auge: eine schwarze Katze mit Hut und Perlenketten und dann der Untertitel: Ein flauschiger Kriminalroman.
Wer mich kennt weiß, etwas Flauschigem kann ich einfach nicht widerstehen. So richtig anhänglich gibt sich Miez Marple allerdings nicht, ist sie doch die berühmte Katzendetektivin und ich stelle fest, da habe ich doch glatt schon zwei Bände verpasst.
Während Miez Marple sich immer freut, wenn ihre Menschenfrau ein paar Tage verreist, weil sie dann nicht immer auf der Hut sein muss, „dass Agathe sie zu völlig unpassenden Gelegenheiten streichelte oder – noch schlimmer – die Wohnung saugte“, hat Agathe dieses Mal andere Pläne für ihre Katze.
Brutal wird Miez Marple aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und in einem Tierhotel einquartiert, während Agathe wandern geht. Das Bellagio ist das Luxushotel unter den Tierhotels und ich komme aus dem Schmunzeln nicht mehr raus. Wenn die Tiere bei gedämpfter Pianomusik auf den Gruß aus der Küche warten, dann möchte man fast selbst im Bellagio einchecken.
Herrlich, wie der Autor mit den Worten spielt und es so einige Dinge aus der Menschenwelt gibt, die ich in der Tierwelt wiederfinde. Wer kennt nicht die Reality-TV-Sendung „Sommerhaus der Stare“ oder die „Bellt-Zeitung“?
Die Umsetzung einer Katzendetektivin, bei der die Menschen eine sehr untergeordnete Rolle spielen finde ich erfrischend anders und sehr originell. Ich verschlinge die Seiten und kann nicht aufhören zu grinsen. Ob es die Gedichte von Miez Marple sind oder die Songtexte ihrer Nemesis, dem Schlagerkater Florian Silberschweif, hier passt einfach alles und bringt mich zum Lachen.
Sehr gerne vergebe ich begeisterte 5 Sterne und freue mich auf weitere Abenteuer der Katzendetektivin.