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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2025

Ein spannender Krimi aus der Heimat

Der Mann aus Palermo
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Elvira Nüchtern lebt wie ihre Protagonisten in Freiburg und für mich ist Freiburg meine Shopping City, ich bin also gespannt, ob ich einige Örtlichkeiten in der Geschichte wiedererkenne.

Nellas Bottega ...

Elvira Nüchtern lebt wie ihre Protagonisten in Freiburg und für mich ist Freiburg meine Shopping City, ich bin also gespannt, ob ich einige Örtlichkeiten in der Geschichte wiedererkenne.

Nellas Bottega gibt es leider nicht, hier würde ich mich bestimmt auch wohlfühlen. Die 55-jährige Gastronomin ist klein, rundlich und herzlich wie eine typisch italienische Mamma. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt und als sie sich endlich auf die Suche nach ihm macht, ist es fast zu spät, der italienische Schauspieler liegt im Sterben, sein Sohn Giovanni möchte das Erbe nicht teilen und schickt Nella weg. Als kurz darauf Giovanni in einem Luxushotel in Freiburg erschossen wird, im Colombi natürlich, wo sonst, gilt Nella schnell als Hauptverdächtige.

Aber ich will nicht glauben, dass die temperamentvolle Nella zu dieser Tat fähig ist und so ermittle ich gemeinsam mit Hauptkommissarin Irene Katz und ihrem italienischen Kollegen Manchetti in Freiburg und Palermo.

Gekonnt legt die Autorin immer neue Spuren und die Wahrheit deckt dunkle Seiten des Opfers auf.

Was der Revolver und der Brief auf dem Cover mit der ganzen Geschichte zu tun haben, müsst ihr am besten selbst herausfinden. Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen und ich warte gespannt auf neue Fälle mit Irene Katz.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Der Gärtner ist nicht immer der Mörder

Lady Agnes und der tote Gärtner im Rosenbeet
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In Lady Agnes und der tote Gärtner im Rosenbeet ist der Gärtner das Opfer. Mit einer Gartenschere in der Brust wird der Gärtner auf Rosewood Manor aufgefunden und der ermittelnde Kommissar scheint Lady ...

In Lady Agnes und der tote Gärtner im Rosenbeet ist der Gärtner das Opfer. Mit einer Gartenschere in der Brust wird der Gärtner auf Rosewood Manor aufgefunden und der ermittelnde Kommissar scheint Lady Agnes des Mordes zu verdächtigen. Grund genug für die ältere Dame, gemeinsam mit ihrem Butler Henderson, selbst den Mörder finden zu wollen. Als Krimileserin ist sie schließlich gewohnt, Mörder zu enttarnen 😉.

Mir hat die Beziehung zwischen der Adeligen und ihrem Butler besonders gut gefallen. Gemeinsam sind sie gealtert, verbringen viel Zeit miteinander und doch wissen sie erstaunlich wenig übereinander. Der Standesunterschied wahrt eine gewisse Distanz und dank falsch verstandener Höflichkeit sind sie geübt darin, Dinge zu ertragen, anstatt sie offen anzusprechen.

Wie Lady Agnes sich aber immer mehr öffnet, den schützenden Kokon ihres Anwesens verlässt und sich während ihrer Ermittlungen mit der Dorfbevölkerung anfreundet, ist richtig herzerwärmend. Auch die Beziehung zu Henderson bekommt eine neue Dynamik, einfach süß die Zwei.

Ich kann mir dieses Gespann richtig gut vorstellen. Die vornehme Dame, deren Erziehung ihr viele Dinge verbietet und der Butler, seiner Herrin ergeben, aber geübt darin, keine Gefühlsregung zu zeigen.

Ein cosy crime nach englischer Manier mit einem Ermittler-Duo, welches ich in mein Herz geschlossen habe. Ich hoffe auf weitere Morde auf Rosewood Manor und ein baldiges Wiedersehen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Die Kriminalistinnen sind endlich wieder da

Die Kriminalistinnen. Der stumme Zeuge
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1970: junge Frauen bei der Polizei, die mehr wollen, als Kaffee kochen und Protokolle tippen. Noch immer gibt es nur eine Handvoll weiblicher Polizistinnen, die von ihren männlichen Kollegen meist belächelt ...

1970: junge Frauen bei der Polizei, die mehr wollen, als Kaffee kochen und Protokolle tippen. Noch immer gibt es nur eine Handvoll weiblicher Polizistinnen, die von ihren männlichen Kollegen meist belächelt oder unverhohlen angefeindet werden. Aber Lucia Specht und ihre Kolleginnen wissen, dass sie 150% geben müssen, um sich zu beweisen und sie sind gut darin.

Als die vierjährige Liese von einem Kinderkarussell spurlos verschwindet, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, das kleine Mädchen wiederzufinden. Hier zeigt sich, dass Frauen mit Empathie manchmal erfolgreicher sind als Männer. Wobei in Punkto Alkohol- und Zigarettenkonsum die Frauen durchaus mithalten können und das zeigt, wie sehr sich die Welt seither verändert hat. Dank stärkerem Gesundheitsbewusstsein sinkt der Anteil der Raucher kontinuierlich und heutzutage ist kaum noch vorstellbar, dass damals das Rauchen in öffentlichen Gebäuden und am Arbeitsplatz erlaubt war. Ich kann mich noch erinnern, dass es normal war, nach einem Restaurantbesuch auch als Nichtraucher nach Rauch zu stinken und freue mich natürlich über diese Entwicklung.

Dem Autor gelingt es sehr gut, mich in die damalige Zeit hineinzuversetzen, mit den Vorbehalten gegenüber Polizistinnen in allen Bevölkerungsschichten. Die Ungerechtigkeiten, welchen Frauen nicht nur bei der Polizei damals ausgesetzt waren, machen mich wütend und ich feiere Frauen wie Lucia für ihren Mut und ihren Kampf.

Als mitten in den Ermittlungen um die kleine Liese in Köln um Amtshilfe gebeten wird, schickt die Düsseldorfer Polizei ihren besten Mann: Lucia. 😉 Bei ihren Ermittlungen im Kölner Gangster-Milieu trifft die taffe Polizistin auf seltsame Gestalten und ich wundere mich, wie ihre Leber die Kneipenabende wegsteckt 🤣.

Der stumme Zeuge war wieder sehr spannend und hat sich durch viele Wendungen ausgezeichnet. Mathias Berg gelingt es immer wieder mich zu überraschen und die damaligen Verhältnisse realitätsnah abzubilden. Die Geschichte um die kleine Liese hat mich emotional berührt und ich hoffe auf ein Wiedersehen mit den Kriminalistinnen, schließlich muss doch irgendjemand mal dem unsympathischen Kollegen Müller das Handwerk legen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle vor fantasievoller Unterwasserkulisse

A Forgery of Fate
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Ich habe mich mal wieder auf ein Fantasy-Abenteuer begeben und bin noch ganz geflasht.

Unter Fantasy-Fans ist sie bereits bekannt, für mich war Elizabeth Lim eine noch neue Autorin, aber ich habe gerade ...

Ich habe mich mal wieder auf ein Fantasy-Abenteuer begeben und bin noch ganz geflasht.

Unter Fantasy-Fans ist sie bereits bekannt, für mich war Elizabeth Lim eine noch neue Autorin, aber ich habe gerade festgestellt, dass es von ihr noch viel Lesestoff zum Nachholen gibt 😉, mein SuB seufzt schon wieder.

Von der ersten Seite an legt die Autorin ein Tempo vor, dass mir fast schwindlig wird und sie hält das bei bis zum Ende, einfach grandios. Gemeinsam mit Tru Saigas, der kleinen Kunstfälscherin, wirble ich durch die Seiten. Mein Herz blutet, als ihr geliebter Baba auf See verschollen ist und es die Familie noch viel schwerer hat, in einer herzlosen Welt ihr Auskommen zu finden.

Gehetzt von Schuldeneintreibern stimmt Tru schließlich der Ehe mit dem geheimnisvollen Drachenlord Elang zu und begleitet ihn in sein Unterwasserschloss. Elang ist ein widersprüchlicher Charakter, mal ein herzloser Idiot, mal besorgt und fürsorglich, klingt eigentlich nach typisch Mann 🤣.

Mich konnte dieses Buch absolut begeistern. In den ersten 100 Seiten passiert bereits so viel, wie in anderen Büchern insgesamt nicht und ich verliere mich in dieser unbekannten Welt. Ich freunde mich mit Schildkröten an, bin vor Haien auf der Hut und bin zwiegespalten, was eine gewisse Dämonin angeht. Trus Fähigkeit, die Zukunft zu malen, fasziniert mich und wird essenziell wichtig für Elang.

Mein Herz wird immer wieder gebrochen auf dieser emotionalen Achterbahnfahrt der Gefühle, es gibt Liebe, Hass, Rache, Verrat und einen neuen Fan von Elizabeth Lim. Her mit neuem Lesestoff von dieser Autorin.

A Forgery of Fate hallt noch lange nach und wird von mir wärmstens empfohlen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Macht süchtig nach Pralinen und Maxi

Letzte Chance Baden-Baden
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Auch im zweiten Teil der Reihe um Privatdetektivin Maxi Morel muss ich mich sehr zurückhalten, um mir nicht jeden Tag eine Packung Pralinen zu kaufen. Maxi ist pralinensüchtig und das schwappt direkt aus ...

Auch im zweiten Teil der Reihe um Privatdetektivin Maxi Morel muss ich mich sehr zurückhalten, um mir nicht jeden Tag eine Packung Pralinen zu kaufen. Maxi ist pralinensüchtig und das schwappt direkt aus dem Buch auf mich über. Als sie dann auch noch mit einer Freundin einen Kurs besucht über die Herstellung von Pralinen, läuft mir dann endgültig das Wasser im Mund zusammen, ganz schön gemein von der Autorin 🤣.

Ich freue mich auf einen Ausflug nach Baden-Baden und erkenne bei den Beschattungen von Maxi einige Orte wieder. Obwohl ich schon mehrfach Baden-Baden besucht habe, war ich noch nie im Casino. Umso interessanter ist es, dass Maxi eine Croupiere überwachen soll und ich dieses Gebäude somit zumindest literarisch einmal von innen besuchen kann.

Besonders gut gefällt mir auch, dass Maxi keine perfekte Detektivin ist, sondern ihr auch Fehler unterlaufen, immerhin ist sie in diesen Beruf ja mehr so reingeschliddert und verfügt noch nicht über langjährige Praxis.

Als in Zusammenhang mit ihren Überwachungen ein Mord geschieht, wird der Fall immer komplexer und ich tappe weiterhin im Dunkeln.

Eine sympathische Heldin, ein interessantes Ambiente im Spielcasino und mehr Hintergründe zu Spielern und Croupiers als nur „rien ne va plus“, sorgen für ein paar Stunden gute Unterhaltung.

Ich bestelle jetzt noch ein paar Pralinen bei meinem Schoko-Dealer und freue mich schon auf weitere Teile dieser Reihe.

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