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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2025

Second chance vibes an der Ostsee

Zum Glück gibt's Wunder
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Saskia führt ein Leben, von dem andere Mädchen nur Träumen können. Als Ärztin wartet ein toller Job in London auf sie und dann ist sie noch mit einem millionenschweren adeligen Erben zusammen.

Bevor es ...

Saskia führt ein Leben, von dem andere Mädchen nur Träumen können. Als Ärztin wartet ein toller Job in London auf sie und dann ist sie noch mit einem millionenschweren adeligen Erben zusammen.

Bevor es aber so weit ist, muss sie sich noch um die Landarztpraxis ihrer verstorbenen Mutter an der Ostsee kümmern. Aber die Suche nach einem Nachfolger ist schwieriger als gedacht, nicht nur an der Ostsee suchen junge Ärzte lieber eine gutbezahlte Stelle in einer Klinik, als eine Praxis auf dem Land zu übernehmen. Außerdem ist da noch ihr Exmann Nick und ganz ehrlich, wenn Saskia den sympathischen Typen nicht mehr möchte, den an die Frau zu bringen ist eine meiner leichtesten Übungen 😉.

Katie Jay Adams hat mich mal wieder erreicht mit ihrer Geschichte und ich möchte auch an Wunder glauben. Auch wenn Intrigen und Klatschreporter versuchen das Leben ihrer Protagonisten zu zerstören, am Ende siegt immer die Liebe und das ist gut so.

Meine kleine Auszeit an der Ostsee hat gutgetan und ich wünsche mir noch viel Meer Zeit von der Autorin. Die Protagonisten fühlen sich an wie Freunde und es fällt schwer das Buch zuzuklappen und sie zu verlassen.

Sehr gerne empfehle ich „Zum Glück gibt´s Wunder“ weiter. Können wir nicht alles manchmal ein kleines Wunder gebrauchen?

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Pälzer Dialekt und weinselige Gemütlichkeit

Weinstraßenbetrug
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Dies ist bereits der 8. Teil der Reihe um Staatsanwalt Röder, der ein Rieslingschorle braucht wie die Luft zum Atmen. Für mich ist es allerdings erst der erste Fall, die anderen sieben habe ich bisher ...

Dies ist bereits der 8. Teil der Reihe um Staatsanwalt Röder, der ein Rieslingschorle braucht wie die Luft zum Atmen. Für mich ist es allerdings erst der erste Fall, die anderen sieben habe ich bisher wohl verpasst.

Ich fühle mich ein wenig erinnert an die Fernsehserie „Im blauen Bock“ und warte darauf, dass mir jemand einen Äppelwoi im blauen Bembel serviert oder aber eine Rieslingschorle im Dubbeglas.

Ich liebe diese Dialekt Passagen „Ja so en guede Palz-Woi, der geht dem Ben de Hals nei. Der laaft ihm dorch die dorschdich Kehl, da wird er froh un kreuzfidel!“ und habe das Gefühl, dass in der Pfalz die Welt noch in Ordnung ist. Allerdings beunruhigt mich das Winzersterben dann doch, als in kurzer Zeit hintereinander mehrere Winzer mit ihren Maschinen tödliche Unfälle erleiden.

Waren es wirklich Unfälle, und was hat es mit den Weinfälschungen auf sich? Gibt es eine Wein-Mafia in der Pfalz? Obwohl ich selbst keine Weintrinkerin bin, lese ich mit Interesse, was sich Kriminelle wieder alles einfallen lassen, um den Verbrauchern Geld aus der Tasche zu ziehen.

Ich kämpfe an der Seite der „Guten“ und gegen Korruption und Vetternwirtschaft auch innerhalb der Gesetzeshüter. Dazwischen bleibt aber auch viel Zeit für die Pflege von Freundschaften und einen Besuch des Worschtmarkt in Bad Dürkheim.

Markus Guthmann transportiert die pälzische Gemütlichkeit so glaubhaft, dass sogar die Papageien lautstark nach „Schorle“ rufen und ich mir auch ohne den Genuss von Alkohol ein Dauergrinsen nicht verkneifen kann.

Amüsante Krimi-Reihe aus der Pfalz, die ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Macht Lust auf einen Besuch von Würzburg

Mainsturm
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Mainsturm ist bereits der 4. Fall für die Würzburger Kommissare Nadja Gontscharowa und Peter Steiner und hier ist ausnahmsweise mal die Frau die Chefin und nicht nur schmückendes Beiwerk.

Die Autorin ...

Mainsturm ist bereits der 4. Fall für die Würzburger Kommissare Nadja Gontscharowa und Peter Steiner und hier ist ausnahmsweise mal die Frau die Chefin und nicht nur schmückendes Beiwerk.

Die Autorin bietet in diesem Fall viel geschichtlichen Hintergrund und ich muss gestehen, dass ich über die Bauernkriege vor 500 Jahren eigentlich nichts wusste. Wie passend, dass dieses Buch genau zum Jubiläumsjahr erscheint und ich sehe jetzt die Festung Marienberg noch einmal mit anderen Augen.

Spannend fand ich auch die Verknüpfung mit dem Leben von Tilman Riemenschneider, einem bekannten deutschen Holzschnitzer, dessen Werke die Jahrhunderte überdauert haben.

Weshalb musste die Geschichtsdoktorandin Emily Yaeger sterben und war sie wirklich einer verschollenen Figur von Riemenschneider auf der Spur?

Immer wieder zum Lachen bringt mich der Pathologe Lars Nauke und der muss auch dieses Mal wieder öfters ran, denn es bleibt nicht bei dem einen Mord.

Immer wieder neue Verdächtige werden mir angeboten, aber die Auflösung habe ich nicht kommen sehen.

Witzige Interaktionen zwischen den Ermittlern, ein spannender Fall und viel geschichtliches Hintergrundwissen machen Mainsturm zu einem wahren Lesevergnügen, welches mich auf weitere Fälle hoffen lässt mit einer Ermittlerin, die zwar eiskalt wirkt, aber trotzdem über viel Empathie verfügt.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Cosy Crime mit zwei wunderbaren Ermittlerinnen

Das Rot der Stiefmütterchen
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Hier sind wir also wieder, in dem kleinen verträumten Dorf Rosefield, bei den Freundinnen Margret und Elisabeth. Die beiden älteren Ladies erinnern mich immer ein wenig an meine Freundin und mich, ob wir ...

Hier sind wir also wieder, in dem kleinen verträumten Dorf Rosefield, bei den Freundinnen Margret und Elisabeth. Die beiden älteren Ladies erinnern mich immer ein wenig an meine Freundin und mich, ob wir eines fernen Tages nach dem Tod unserer Männer wohl auch zusammenziehen und Mordfälle aufklären? 😉

Eine Schauspiel-Truppe fällt in Rosefield ein und nicht nur die schlaue Margret wundert sich, warum das berühmte Winterbottom-Theater ausgerechnet in ihrem kleinen Dorf gastiert.

Zudem geht in Canterbury ein Mörder um und dekoriert seine Opfer mit roten Stiefmütterchen, höchste Zeit also, dass Margret wieder ihre Spürnase einsetzt und unter Einsatz von viel Papier ihre klugen Schlüsse zieht.

Ich habe mich wieder sehr wohl gefühlt in der Grafschaft Kent mit ihren schmucken Dörfchen, die so heimelig wirken, wie das schöne Häuschen auf dem Cover. Aber das blutverschmierte Messer deutet schon an, dass auch in Elisabeths Paradies der Himmel nicht nur voller Törtchen und Pasteten hängt.

Geschickt legt die Autorin ihre falschen Fährten, so dass es mir wie Elisabeth geht und ich lange Zeit im Dunkeln tappe. Dazwischen darf ich ein wenig das Dorfleben genießen und bin ein wenig neidisch: ich wünsche mir auch eine Perle wie Lucy, die mich mit lukullischen Genüssen versorgt und mir läuft während der Lektüre von „Das Rot der Stiefmütterchen“ pausenlos das Wasser im Mund zusammen.

Im nunmehr 4. Band dieser entzückenden Reihe bin ich herrlich vertraut mit den Protagonisten, die ich seit Band 1 in mein Herz geschlossen habe. Ich liebe den Klatsch und Tratsch in Mrs. Gibsons Friseurstube und die köstlichen Tagesgerichte im Pub von Gladys. Das Rezept für ihr typisches Fish and Chips Gericht kann ich sogar am Ende des Buches nachlesen.

Ich hatte wieder viel Spaß bei meinen Ermittlungen und wünsche den beiden englischen Ladies, dass sie noch lange bei guter Gesundheit bleiben und dazu beitragen, dass kein Verbrechen ungesühnt bleibt. Ich bin bereit für den nächsten Fall und rätsele bereits, welche Blume dann auf mich wartet.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und empfehle die gesamte Reihe weiter.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Witzig, spritzig, frankophil

Die mysteriöse Tote vom Montmartre
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Ich bin wieder zurück in Paris und begleite inzwischen schon zum dritten Mal die sympathische Commissaire Genevieve Morel bei ihren Ermittlungen. Während eines Weinfestes am Montmartre wird die Leiche ...

Ich bin wieder zurück in Paris und begleite inzwischen schon zum dritten Mal die sympathische Commissaire Genevieve Morel bei ihren Ermittlungen. Während eines Weinfestes am Montmartre wird die Leiche einer jungen Frau gefunden und im Zuge der Ermittlungen führt der Weg auch auf ein Weingut in die Champagne.

Diese Reihe besticht durch ganz viel Paris Flair und ich kann den Geruch von knusprigen Baguettes und buttrigen Croissants förmlich riechen.

Dieses Mal ist auch Genevieves kriminelle Familie von der Côte d'Azur nach Paris gekommen und auch wenn es die Vereinbarung gibt, dass diese keine Kunstdiebstähle in Paris verüben, muss sich Genevieve doch fragen, was ihre Großmutter Mamie wohl im Schilde führt. Die unkonventionelle alte Dame ist auch dieses Mal wieder ein Highlight in der Geschichte.

„Die mysteriöse Tote vom Montmartre“ hat mich bestens unterhalten und die Lust geweckt, mal wieder auf den Spuren von Genevieve durch Paris zu wandeln.

Ich vergebe 5 Sterne für die gesamte Reihe und hoffe, dass ich noch öfters gemeinsam mit Commissaire Morel ermitteln darf.

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