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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Spannender Krimi aus der Steiermark

Steirerzwist
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Bereits der 15. Steirerkrimi um Sandra Mohr vom LKA Graz und ich frage mich, wie mir diese Reihe bisher entgehen konnte.

Gleich um zwei Todesfälle mit durchtrennter Kehle muss sich die Mittvierzigerin ...

Bereits der 15. Steirerkrimi um Sandra Mohr vom LKA Graz und ich frage mich, wie mir diese Reihe bisher entgehen konnte.

Gleich um zwei Todesfälle mit durchtrennter Kehle muss sich die Mittvierzigerin nach ihrem Urlaub kümmern und auch in ihrem Privatleben läuft nicht alles rund. Mir gefällt, dass Sandra Mohr nicht perfekt ist, sondern ein Mensch wie du und ich. Die Eifersüchteleien und Revierkämpfe bei der Arbeit belasten, wie gut ist´s da, einen Partner an der Seite zu haben, der einen unterstützt und versteht.

Mir gefällt, dass die Autorin ihre Protagonisten sprechen lässt, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und ich kenne jetzt ein paar österreichische Begriffe, insbesondere Schimpfwörter mehr 🤣.

Steirerzwist hat mich gut unterhalten und neugierig gemacht auf die Vorgängerbände.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Ein Pageturner aus Ostfriesland

Ostfriesenerbe
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Wieder warten über 500 Seiten Hochspannung auf mich und ich muss mal wieder um das Dreiergespann aus Ann Kathrin Klaasen, ihrem Mann Frank Weller und dem Obermacho Rupert bangen. Wobei eigentlich ist es ...

Wieder warten über 500 Seiten Hochspannung auf mich und ich muss mal wieder um das Dreiergespann aus Ann Kathrin Klaasen, ihrem Mann Frank Weller und dem Obermacho Rupert bangen. Wobei eigentlich ist es inzwischen ein Quartett geworden, denn auch die junge Polizistin Jessi wird in den inneren Kreis aufgenommen, etwas worauf Polizeidirektorin Elisabeth Schwarz vergeblich wartet. „Es war schwer, Chefin dieser verschworenen Bande zu sein.“

Zwei Morde halten die ostfriesische Polizei auf Trab und auf Ann Kathrin Klaasen wartet eine ganz besondere Herausforderung. Ein sehr spezielles Erbe bringt sie in Lebensgefahr und hier zeigt sich die besondere Stärke der Ostfriesen. Besser als Polizeischutz sind die lieben Nachbarn und Freunde.

Auch im zwanzigsten Fall ist den Protagonisten noch keine Müdigkeit anzusehen, auch wenn manches Mal zu befürchten ist, dass Ann und Frank den Dienst quittieren und eine Fischbude eröffnen, wenn mal wieder die Unterstützung von oben fehlt. Aber Ann ist Polizistin mit Leib und Seele und so können wir Leser bestimmt noch auf viele weitere Fälle hoffen.

Es gibt einen kleinen Auftritt von Dr. Sommerfeldt, dem Serienmörder, der mir unglaublicher Weise immer sympathischer wird und ehe ich es mich versehe, habe ich Ostfriesenerbe auch schon wieder inhaliert, was war das wieder spannend.

Wieder einmal ist es Klaus-Peter Wolf gelungen, mich auf falsche Fährten zu jagen und ich vergebe begeisterte 5 Sterne für den 20. Band und eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Lachmuskeltraining in Brunngries

Prost, auf die Fischer
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Betriebsausflug für die Polizeidienststelle in Brunngries und ich fühle mich ein wenig an einen Kindergarten erinnert 😜. Die arme Luise, die gute Seele bei der Brunngrieser Polizei, hat es im inzwischen ...

Betriebsausflug für die Polizeidienststelle in Brunngries und ich fühle mich ein wenig an einen Kindergarten erinnert 😜. Die arme Luise, die gute Seele bei der Brunngrieser Polizei, hat es im inzwischen 12. Band der Reihe dieses Mal wahrlich nicht leicht. Erst muss sie den Betriebsausflug organisieren, dann findet sie eine Leiche und zur Krönung des Ganzen gibt es auch noch einen Lieferengpaß beim Herzhaften von Brunello. Aber Luise ist nicht kleinzukriegen und erfreut weiterhin die Dienststelle mit ihren mütterlichen Ratschlägen.

„Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“, diesen Satz hat Harald Lorenz gerne verwendet und nun ist er selbst tot. Meine Lieblingsermittler finden jede Menge Verdächtige, das Opfer war kein Heiliger und ich tauche ein in die verschworene Gemeinschaft der Fischer vom Chiemsee.

Es gibt wieder jede Menge Gefrotzel unter den Kollegen und ich erfahre, warum Felix Fink früh gelernt hat, sich zu wehren: „In meinem Janker stand ich damals wie ein Leuchtturm auf dem Pausenhof und hab die Deppen förmlich angezogen wie die Motten das Licht.“ Ich kann mir den kleinen Felix richtig vorstellen, wie er trotzig auf dem Schulhof steht, denn dies ist die große Stärke von Friedrich Kalpenstein. Seine Figuren werden lebendig und ich vergesse, dass die Protagonisten nur der Fantasie des Autors entspringen.

Ich bekomme Appetit auf Leberkässemmeln und Butterbrezen, schwelge im Brunngrieser Kosmos und möchte diesen Ort noch lange nicht verlassen. Aber natürlich gelingt es mit der TUF-Methode wieder einmal den Fall zu lösen und so muss ich leider wieder Abschied nehmen von Resi, der Spusi und Polizeioberrat Schwenk. Aber ich freue mich schon auf ein Wiedersehen im Krause bei hoffentlich korianderfreiem Essen und bin gespannt auf wen das nächste Mal geprostet wird.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Champagner, Mord und viel französisches Flair

Ein Toter im Weinberg
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Modejournalistin Sophie zieht mit ihren beiden Kindern in die Champagne und natürlich wird bei ihren konspirativen Treffen mit ihrer Freundin Madeleine das ein oder andere Tröpfchen geleert. Die Friseurin ...

Modejournalistin Sophie zieht mit ihren beiden Kindern in die Champagne und natürlich wird bei ihren konspirativen Treffen mit ihrer Freundin Madeleine das ein oder andere Tröpfchen geleert. Die Friseurin sitzt was Klatsch und Tratsch anbelangt definitiv an der Quelle und das ist auch dringend nötig, denn die beiden Freundinnen stürzen sich in eine Mordermittlung.

Immerhin gilt es den sympathischen Nachbarn zu entlasten, der als Tatverdächtiger verhaftet wird. Das Opfer scheint niemand wirklich zu betrauern, ein alter Winzer, der sich im Laufe seines Lebens viele Feinde geschaffen hatte.

Der ermittelnde Kommissar ist kein verlebter Typ Marke Colombo, sondern ein attraktiver Mann, auf den Sophie dann auch gleich ein Auge wirft 🤣.

Dieses Buch darf man nicht hungrig lesen 😉. Ich bin ohnehin Fan der französischen Küche und bei den ganzen Köstlichkeiten, die die Autorin in ihrem Buch beschreibt, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Glücklicherweise befindet sich am Ende des Buches dann auch der Hinweis, dass einige tolle Rezepte auf der Homepage der Autorin zu finden sind.

Mir gefällt die Familienkonstellation mit den jungen Leuten, die zeigen, dass sie etwas auf die Beine stellen können, wenn sie wollen und ich möchte unbedingt Jerome adoptieren und mich von ihm mit leckerstem Essen verwöhnen lassen.

Interessant finde ich auch die Hintergründe des Romans, über die Probleme der Weinbauern und die Diskussionen über den Einsatz von Glyphosat bei der Unkrautbekämpfung.

Sympathische Protagonisten, savoir-vivre und ein spannender Fall haben mich bestens unterhalten und ich freue mich schon auf neue Fälle in der Champagne, Cheers 😍

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Witzig, spritzig, gefühlvoll

Gibt's das auch mit Liebe?
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Die bucklige Verwandtschaft kann man sich nicht aussuchen und Laura und ihre Schwester Vivi sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Dass Laura ausgerechnet auf dem Biohof ihrer Schwester eine Auszeit nehmen ...

Die bucklige Verwandtschaft kann man sich nicht aussuchen und Laura und ihre Schwester Vivi sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Dass Laura ausgerechnet auf dem Biohof ihrer Schwester eine Auszeit nehmen soll passt der Redakteurin überhaupt nicht, aber ihr Chef setzt ihr die Pistole auf die Brust.

Kaum jemand schafft es so wunderbar über die alltäglichen Probleme so herrlich witzig zu schreiben wie Ellen Berg. Sie hält den Influencern, die jede Minute ihres Lebens mit der Öffentlichkeit teilen müssen und das möglichst auch noch geschönt, den Spiegel vor und es dauert eine Weile, bis Laura erkennt: „Mittlerweile denke ich, dass man in den wirklich schönen Momenten kein Handy zückt. Da ist man einfach nur glücklich.“

Aber trotzdem fühlt sich Laura ohne Internet teilweise aufgeschmissen. Ohne Internet hat sie „Auf alles verzichtet, was mein Leben lebenswert macht – E-Mails, Instagram, niedliche Katzenvideos“ 🤣 und ich denke darüber nach, wieviel Lebenszeit ich schon mit Katzenvideos verschwendet habe 😉, die sind aber auch süß.

Bei Lauras Recherche darüber, was andere als romantisch empfinden, kommen die seltsamsten Dinge heraus und ich schmeiß mich weg vor Lachen bei der Vorstellung, wie sie daraus einen Artikel zaubert. Ich persönlich finde, dass es dabei darum geht, seinen Partner mit etwas zu überraschen, worüber dieser sich freut. Blumen wären das bei mir übrigens definitiv nicht 😉.

Natürlich geht es auch um Liebe und da schafft die Autorin ganz exzellent den Törn vom Humorvollen zum Gefühlvollen. Kann ich mir einen Mann backen, in dem ich Kriterien festlege, die dieser unbedingt erfüllen muss oder hat das Herz dann doch seinen ganz eigenen Kopf?

Ich hatte wieder viel Spaß, auch etwas für mich selbst aus der Geschichte mitgenommen und bin schon gespannt, womit uns die Autorin als Nächstes überraschen wird.

Von mir gibt es auf jeden Fall begeisterte 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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