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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2025

Schmackhaftes Essen für die ganze Familie

Baby Food Bibel
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Ratgeber und Kochbücher zum Thema Kinderernährung gibt es mittlerweile gefühlt wie Sand am Meer. Da fragt man sich wirklich, ob die Welt noch ein weiteres Buch zu diesem Thema braucht, noch dazu eines, ...

Ratgeber und Kochbücher zum Thema Kinderernährung gibt es mittlerweile gefühlt wie Sand am Meer. Da fragt man sich wirklich, ob die Welt noch ein weiteres Buch zu diesem Thema braucht, noch dazu eines, dass sich recht großspurig als Bibel bezeichnet. Die Antwort auf die Frage ist wahrscheinlich Nein, lesen musste ich das Buch aber trotzdem unbedingt. Und kurz gesagt: Ich habe es nicht bereut.
Die "Baby Food Bibel" ist ein wirklich schön gestaltetes und noch wichtiger äußerst informatives Buch zum Thema Ernährung von Babys und Kleinkindern. Neben einem sehr ansprechend gestalteten Rezeptteil gibt es auch noch einen spannenden und interessanten Theorieteil.
Besonders gut gefallen hat mir, dass in diesem Buch die Ernährung mit Formula Nahrung nicht verteufelt wird. Dies ist leider in der meisten Literatur der Fall. Es gibt eine Vielzahl an Gründen, warum sich Mütter gegen das Stillen entscheiden, und diesen muss man dann nicht die ganze Zeit versuchen ein schlechtes Gewissen einzureden.
Sowohl das Thema Nahrungsmittelallergien wird ausführlich thematisiert wie auch die Wichtigkeit von gesunder und ausgewogener Ernährung. Letzteres hat mich besonders begeistert da hier nicht nur eine gute Auflistung aller wichtiger Nährstoffe geboten wird, sondern auch in welchen Lebensmitteln diese Nährstoffe vorkommen und wie man sie am besten in den Speiseplan integriert.
Wie bereits erwähnt enthält das Buch auch einen sehr ausführlichen Rezeptteil. Die Gliederung der Rezepte ist wohl durchdacht, die Beschreibungen verständlich und die Fotos sehr ansprechend. Bei der Auswahl der Zutaten merkt man meiner Meinung nach allerdings, dass es sich bei den Autorinnen nicht um Europäerinnen handelt. Limabohnen zum Beispiel sind sowohl in den USA als auch Australien durchaus gängig, in Österreich aber eher seltener zu finden.
Einer meiner größten Kritikpunkte bei dem Buch sind die Maßangaben in den Rezepten. Anstatt wie in deutschsprachigen Kochbüchern üblich werden die Zutatenmengen nicht in Gramm angegeben, sondern in (metrischen) Tassen. Für mich persönlich sehr unpraktisch, da ich keinen eigenen Cups Messbecher besitze und daher ein wenig improvisieren muss. Dies hat leider schon zu dem einen oder anderen missglückten Backversuch geführt.
Abgesehen davon finde ich die Rezepte aber wirklich hervorragend, vor allem, weil sie sich wirklich für die ganze Familie eignen. Einige der Rezepte sind bei uns schon in das Standardrepertoire aufgenommen worden, da sie sowohl den zweijährigen als auch uns Erwachsene begeistert hat.
Das Buch ist wirklich perfekt geeignet für alle, die für die Ernährung von Babys und Kleinkindern zuständig sind.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Wechselnachtswünsche

Solupp 2: Winter auf Solupp
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Nachdem uns Autorin Annika Scheffel bereits den Sommer auf Solupp gezeigt hat, entführt sie uns nun im Winter auf die kleine Insel. Der erste Band hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, daher ...

Nachdem uns Autorin Annika Scheffel bereits den Sommer auf Solupp gezeigt hat, entführt sie uns nun im Winter auf die kleine Insel. Der erste Band hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, daher war ich gespannt auf die Fortsetzung der Reihe.
Annika Scheffel erspart sich in ihrem Buch das große Was bisher geschah und steigt gleich mitten in die Handlung ein. Die Erlebnisse des Sommers auf Solupp werden im Laufe des Buches immer wieder mal angesprochen, aber ohne Kenntnisse des ersten Bandes hätte dies alles nur bedingt Sinn ergeben. Ich empfehle daher jedem die Bücher unbedingt in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Meiner Meinung nach war bereits "Sommer auf Solupp" an vielen Stellen traurig und eher nachdenklich und düster gehalten. Dies verstärkt sich in diesem Buch noch durch die winterliche und kalte Landschaft. Die Solupp Bücher würde ich nicht unbedingt als leichte Kost bezeichnen, aber lesenswert sind sie auf jeden Fall.
Auch in diesem Buch sind die Geschwister Mari, Kurt und Bela wieder zusammen mit ihren Solupper Freunden Ema und Joon dabei die Rätsel der Insel und der Wechselnachtswünsche zu entschlüsseln.
Autorin Annika Scheffel hat mit Solupp eine zauberhafte kleine Insel erschaffen, die voller Magie und Geheimnisse steckt, aber trotzdem so realistisch wirkt, dass man am liebsten dorthin auf Urlaub fahren möchte. Die Charaktere sind detailliert beschrieben und fern ab von klischeehaften Kinderbuch Beschreibungen.
Das Abenteuer selbst dient wieder eher der Rahmengestaltung der Geschichte und hilft den Kindern dabei zu wachsen und viel über sich selbst zu lernen. Neben den klassischen Themen wie Freundschaft und Liebe werden hier auch noch Krankheit, Tod, Depressionen und die Suche nach der eigenen Identität behandelt.
Das empfohlene Lesealter wird mit ab 10 Jahren angegeben. Wie immer ist dies nur ein Richtwert und kann je nach Kind auch ein wenig nach oben oder unten abgeändert werden. Ich denke aber, dass in diesem Fall das Lesealter eher über- als unterschritten werden soll, da die einzelnen Themen teilweise doch ein wenig herausfordernd sein können. Dieses Buch ist aber meiner Meinung nach auch für Erwachsene durchaus lesenswert.
Eine wirklich gelungene Fortsetzung und ich freue mich bereits auf den Herbst und den Frühling auf Solupp.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Ich bin noch gar nicht müde

Ab ins Bett, Winnifrett!
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Der Tag neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit für die Nachtruh‘. In der Theorie klingt es leicht, das Kind abends ins Bett zu bringen. Die Praxis schaut öfter mal anders aus. Denn das Kind will so absolut ...

Der Tag neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit für die Nachtruh‘. In der Theorie klingt es leicht, das Kind abends ins Bett zu bringen. Die Praxis schaut öfter mal anders aus. Denn das Kind will so absolut nicht schlafen gehen und ist natürlich noch überhaupt nicht müde. Genauso geht es uns häufiger und auch den Eltern von Frettchen Winnifrett.
Die Illustrationen im Buch sind, wie auch bereits am Cover ersichtlich, in eher dunklen, warmen Farben gestaltet. Dies passt meiner Meinung nach perfekt zu einem Gute Nacht Buch. Die Farbzusammenstellung hat für mich etwas sehr Heimeliges und Kuschliges und wirkt beruhigend. Es macht viel Spaß die Zeichnungen zu betrachten und ich mag auch die vielen kleinen, wohldurchdachten Details.
Die kurzen Texte sind in Reimform gehalten, was perfekt für die Zielgruppe des Buches ist. Diese ist nämlich mit ab zwei Jahren angegeben. Die Reime lassen sich gut vorlesen und klingen nicht erzwungen oder holprig. Alle Bettvermeidungstaktiken die Winnifrett anwendet sind auch für zwei Jährige gut nachvollziehbar und es gibt wenig Erklärungsbedarf.
Besonders schön finde ich auch, dass es auf vielen Seiten kleine Mitmachaufgaben oder -fragen gibt. Somit wird dem Kind nicht nur stur eine Geschichte vorgelesen, sondern es kann sich auch selbst mit dem Schlafen gehen beschäftigen.
Ob das ins Bett gehen oder Einschlafen dank des Buches wirklich leichter gehen wird, kann ich noch nicht beurteilen. Dies wäre natürlich ein wundervoller Nebeneffekt. Aber auch wenn dies nicht der Fall ist, das Vorlesen und Anschauen des Buches macht viel Spaß und das ist doch eigentlich die Hauptsache.
Sowohl uns Eltern als auch dem knapp zweijährigen gefällt das Buch wirklich sehr gut und wir werden es sicher öfter in unsere Abendroutine einbauen.
Ein wirklich liebevoll gestaltetes Bilderbuch für alle kleinen Wirbelwinde die so gar nicht müde sind.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Nicht so großartig wie erhofft

Wieso? Weshalb? Warum? junior. Bohrer, Lampe, Spülmaschine
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Ich muss vorausschicken, dass wir eigentlich große Fans der „Wieso? Weshalb? Warum?“ Serie sind. Daher fällt mir diese Rezension auch besonders schwer, denn leider kann ich das Buch dieses Mal nicht so ...

Ich muss vorausschicken, dass wir eigentlich große Fans der „Wieso? Weshalb? Warum?“ Serie sind. Daher fällt mir diese Rezension auch besonders schwer, denn leider kann ich das Buch dieses Mal nicht so gut bewerten.

Gut hat mir gefallen, dass bei diesem Buch auf die gängigen Geschlechterrollen bzw. -klischees verzichtet wurde. So sieht man den Papa am Bügelbrett und Mama in der Werkstatt arbeiten. Auch auf Diversifikation wurde geachtet, was in der heutigen Zeit immer wichtiger ist.

Die Illustrationen sind prinzipiell in Ordnung, gefallen mir aber in anderen Büchern der Reihe deutlich besser. Auch finde ich schade, dass bei den Klappen ein klein wenig Potential verschenkt wurde. Ich hatte mir erwartet, dass man durch Öffnen der Klappen viel öfter in das Innenleben der jeweiligen Geräte schauen könnte. Leider ist dies nur selten der Fall. Wie im echten Leben sieht man, wenn man die Klappe des Geschirrspülers öffnet eben das eingeräumte Geschirr und nicht die Technik die im Inneren des Gerätes steckt.

Am wichtigsten ist aber natürlich die Meinung der Zielgruppe des Buches. Der knapp Zweijährige, für den das Buch gedacht ist, scheint auch nicht so angetan zu sein. Das Buch wurde zu Beginn zwar mehrmals durchgeblättert, aber dann verflog das Interesse an dem Buch, obwohl das Thema ansonsten noch immer hoch im Kurs ist.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Fantasy Geschichte oder Historienroman?

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Es gibt Cover, die sind so auffällig, dass sie einem sofort ins Auge stechen, nicht immer aus positiven Gründen. Das Cover von "What the river knows" gehört für mich eindeutig nicht in diese Kategorie. ...

Es gibt Cover, die sind so auffällig, dass sie einem sofort ins Auge stechen, nicht immer aus positiven Gründen. Das Cover von "What the river knows" gehört für mich eindeutig nicht in diese Kategorie. Es besticht hingegen mit einer gewissen schlichten Eleganz und ist trotzdem irgendwie auffällig. Auf jeden Fall hat es mich neugierig gemacht.
Ein Blick auf den Klappentext enthüllte dann das Geheimnis des Covers, ein Fantasyroman, der sich um das alte Ägypten dreht. Sofort sah ich Bilder aus dem Film "The Mummy" mit Brendan Fraser vor mir. Da ich den Film unzählige Male gesehen habe, war für mich sofort klar, dass ich diesen Roman unbedingt lesen muss. Noch besser fand ich, dass es sich nicht um einen Einzelroman, sondern um den ersten Band einer Serie handelte. Klang alles mal sehr vielversprechend. Wobei ich dann gleich mal feststellen musste, dass es keine Serie, sondern nur eine Dilogie ist.
Der Einstieg in das Buch ist mir relativ leichtgefallen, auch wenn ich mir über lange Strecken nicht sicher war, ob ich jetzt einen Historienroman oder ein Fantasy Buch vor mir habe. Denn für ersteres fand ich die historischen Daten ein wenig zu ungenau und für zweiteres fehlte mir ein wenig die magische Komponente. Auch wenn in den ersten Kapiteln Magie vorkommt, war dies doch für einen Fantasy Fan wie mich viel zu wenig. Mit der Zeit hatte ich eher das Gefühl, dass Autorin Isabel Ibañez versucht hat, Magie als etwas alltägliches darzustellen. So ganz warm geworden bin ich auf jeden Fall mit dem Magiekonzept nicht.
Auch Kleopatra wäre nicht meine erste Wahl gewesen, wenn ich mich für ein Pharaonengrab hätte entscheiden müssen. Wobei Kleopatra natürlich eine unglaublich faszinierende Persönlichkeit, trotzdem gibt es meiner Meinung nach spannendere Pharaonen. Meine Vermutung ist aber, dass die Autorin unbedingt die weibliche Komponente in den Vordergrund stellen wollte und da gibt es neben Kleopatra ja leider nicht besonders viel Auswahl. Eine weibliche Hauptperson, die erst lernt, unabhängig und erwachsen zu sein macht sich auf die Suche nach einer weiblichen Pharaonin. Somit kommt auch noch eine gehörige Portion Feminismus zum phantasiereichen Historienroman.
Inez Olivera, die weibliche Hauptperson, hat mich wahrscheinlich öfter genervt wie fasziniert. Diese Mischung aus tougher Frau, die einmal um die halbe Welt reist, um herauszufinden was mit ihren Eltern passiert ist und quengeliges Kleinkind, dem man sein Spielzeug weggenommen hat, war ein wenig anstrengend. Unter Berücksichtigung des Zeitalters, in dem das Buch spielt und dem damals vorherrschenden Frauenbild konnte ich ihre Handlungen aber zumindest nachvollziehen. Trotz allem ist sie mir persönlich eine Spur zu naiv, wenn ich auch eine gewisse Charakterentwicklung im Laufe des Buches festgestellt habe.
Die Geschichte selbst nimmt meiner Meinung nach nur langsam Fahrt auf, um dann im obligatorischen Cliffhanger zu enden. Die eine oder andere Wendung der Geschichte war ziemlich vorhersehbar, an anderer Stelle konnte die Autorin mich aber doch positiv überraschen.
Gesprochen wird das Hörbuch von Leonie Landa und Martin Valdeig. Wobei man von Martin Valdeig leider nur wenig zu hören bekommt, da der Großteil des Buches aus Sicht von Inez erzählt wird. Leonie Landas Stimme kannte ich bereits von einem anderen Hörbuch. Ihre Stimme an sich gefällt mir eigentlich recht gut, aber ich habe Probleme mit ihrer Art des Lesens. Ich habe bei ihr immer das Gefühl, dass sie furchtbar gelangweilt ist von dem Text, den sie gerade spricht. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber im Vergleich zu anderen Sprecherinnen schafft sie es nicht mich in ihren Bann zu ziehen.
Restlos überzeugt bin ich nicht von diesem Buch, aber Autorin Isabel Ibañez hat es geschafft mich so weit zu fesseln, dass ich unbedingt wissen muss, wie es mit Inez und Whit weitergeht. Ich kann also das Erscheinen des zweiten Buches kaum erwarten.

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