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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2024

Höhen und Tiefen

Galway Girl: Ring of Love
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Die meisten Liebesromane laufen nach einem gewissen, wohlbekannten Schema ab, Galway Girl ist hierbei keine Ausnahme. Dies würde ich persönlich nicht als Nachteil sehen, sondern man weiß genau, worauf ...

Die meisten Liebesromane laufen nach einem gewissen, wohlbekannten Schema ab, Galway Girl ist hierbei keine Ausnahme. Dies würde ich persönlich nicht als Nachteil sehen, sondern man weiß genau, worauf man sich einlässt.
Die wichtigere Frage in diesem Zusammenhang ist dann, wie glaubhaft ist die Liebesbeziehung, wie sympathisch sind die Charaktere und wie gut ist das Setting der Geschichte.
Galway Girl hatte da für mich bereits einen großen Pluspunkt, indem die Geschichte zumindest teilweise in Irland spielt. Leider hat Autorin Nadine Gerber hier nicht das komplette Potenzial ausgeschöpft. Meiner Meinung nach hätte sie die Landschaft und die Umgebung noch intensiver beschreiben können. So ging ein wenig von dem Zauber Irlands verloren. Der Fokus der Autorin lag aber scheinbar weniger bei der Umgebung und mehr bei den Charakteren.
Diese sind ihr dafür gut gelungen, zumindest die beiden Hauptprotagonisten Mila und Ben. Die Nebencharaktere sind dafür ein wenig nebensächlich. Schade eigentlich, denn gerade Bens Familie fand ich sehr angenehm und hätte gerne noch ein paar Zeilen mehr über sie gelesen.
Der Erzählstil der Autorin war für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die Sätze hörten sich in meinem Kopf zu Beginn ein wenig abgehakt an. Dies liegt vor allem daran, dass Nadine Gerber sehr kurze Sätze verwendet. Mich hat die Schreibweise ein wenig an ein Tagebuch erinnert. Mit der Zeit konnte ich mich aber daran gewöhnen und es störte mich nicht mehr. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sich der Erzählstil im Laufe der Geschichte ein wenig geändert hat und ‚reifer‘ geworden ist, so wie auch die Charaktere reifen konnten.
Spannend fand ich auch die Perspektivenwechsel zwischen Mila und Ben. In vielen Büchern ist es mittlerweile üblich kapitelweise die Erzählersicht zu ändern und dies auch durch den Namen des Charakters zu kennzeichnen. Hier wählt die Autorin einen anderen Weg und ändert auch mal abschnittsweise und ohne Kennzeichnung die Sichtweise. Gewöhnungsbedürftig ja, aber auch spannend.
Da der Claddagh Ring eigentlich das zentrale Element des Buches ist, fand ich es sehr schön, dass die Autorin auch die Informationen zur (angeblichen) Entstehungsgeschichte des Ringes eingebaut hat.
Emotional konnte mich die Geschichte im Vergleich zu anderen Büchern des gleichen Genres nur bedingt abholen. Trotzdem für mich ein solides, aber ausbaufähiges Debüt von Nadine Gerber.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Mittelmäßige Geschichte mit sehr wichtigen Botschaften

Bonds and Curses- Flammengezeichnet
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Keltische Mythen, magische Wesen, Seelenverwandtschaft, überraschende Momente und funkensprühende Momente. Dies waren einige der Schlagwörter, mit denen das Buch angekündigt wurde. Klingt zu gut, um wahr ...

Keltische Mythen, magische Wesen, Seelenverwandtschaft, überraschende Momente und funkensprühende Momente. Dies waren einige der Schlagwörter, mit denen das Buch angekündigt wurde. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ist es in meinen Augen leider auch. Auch wenn einige der Dinge wirklich vorkommen, muss ich leider sagen, dass mich das Buch nicht wirklich restlos überzeugen konnte.
Der Erzählstil von Anne Oldach ist im Großen und Ganzen ganz angenehm, trotzdem gab es einige Passagen, die sich wirklich arg in die Länge gezogen haben. Mehrmals habe ich das Buch weggelegt und musste mich wirklich überwinden es wieder in die Hand zu nehmen. Die Grundgeschichte ist solide konstruiert, nur wollte der Funke bei mir einfach nicht überspringen.
Mit den Protagonisten bin ich nur bedingt warm geworden. Gerade Erin hat mich am Anfang sehr genervt und frustriert und es dauerte, bis ich ihr gegenüber Sympathie empfinden konnte. Der Autorin muss ich zugutehalten, dass sie die Charakterentwicklung wirklich gut umgesetzt hat und so wie Erin und Conor im Buch über sich hinausgewachsen sind, so wuchs auch mein Verständnis für die beiden.
Der Spannungsbogen des Buches erinnert mich an eine Sinuskurve, mal geht es mehr oder weniger steil bergauf und dann wieder steil bergab. An der einen Stelle überschlagen sich die Ereignisse und man würde sich ein wenig mehr Details wünschen, an der nächsten Stelle zieht sich die Geschichte wie alter Kaugummi. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Ausgleich gewünscht.
Besonders hervorheben möchte ich aber, dass Anne Oldach in ihrem Buch einige sehr wichtigen und wertvollen Botschaften vermittelt. Allen voran der Gedanke, dass man für sich selbst einstehen muss und sich selbst treu bleiben soll, auch wenn dies nicht immer ganz so einfach ist. Dies empfinde ich gerade in Bezug auf das empfohlene Lesealter als sehr wichtige Botschaft.
Des Weiteren geht die Autorin einen weiteren mutigen Schritt und macht den Klimawandel und die Umweltzerstörung zu dem eigentlichen Hauptthema des Buches. Gerade diesen Punkt hat sie wunderbar ansprechend umgesetzt und regt zum Nachdenken an.
Auf die Liebesgeschichte bzw. den Aspekt der Seelenverwandtschaft hätte man meiner Meinung nach komplett verzichten können. Diese passt für mich nicht richtig ins Bild und ein Funken sprühen habe ich auch nicht bemerken können.
Alles in allem hätte ich mir persönlich ein wenig mehr Spannung und Romantik erwartet; ich gehöre aber alterstechnisch auch nicht unbedingt in die Zielgruppe.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Die Magie Afrikas

Cape Town Kisses
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Der Klappentext versprach ein Auf und Ab der Gefühle und in der Beziehung wurde ich wirklich nicht enttäuscht. An vielen Stellen des Buches musste ich wirklich mit den Tränen kämpfen. Möglicherweise liegt ...

Der Klappentext versprach ein Auf und Ab der Gefühle und in der Beziehung wurde ich wirklich nicht enttäuscht. An vielen Stellen des Buches musste ich wirklich mit den Tränen kämpfen. Möglicherweise liegt es auch daran, dass ich selbst Mutter bin, weswegen mir Angelas Schicksal viel näher ging.
Wie es sich für einen mehr oder weniger seichten Liebesroman gehört, darf natürlich eine gehörige Portion Kitsch nicht fehlen. Auch in dieser Beziehung enttäuscht Lotte Römer ihre, wahrscheinlich vornehmlich weibliche, Leserschaft nicht. Das eine oder andere Klischee wird dabei auch noch ausgeschlachtet.
Südafrika zählt für mich eigentlich nicht zu meinen bevorzugten Reisedestinationen. Doch Lotte Römer schafft es das Land und vor allem die Flora und Fauna so eindrucksvoll zu beschreiben, dass ich am liebsten sofort eine Reise gebucht hätte. Die Beschreibungen von Kapstadt und vor allem von der Safari machen das Buch zu etwas besonderem.
Der Erzähl-bzw. Schreibstil der Autorin ist einfach und lässt sich leicht lesen. Die Seiten sind nur so an mir vorüber geflogen. Wie bei vielen anderen Büchern auch, wechselt die Erzählersicht immer wieder zwischen den beiden Protagonisten hin und her.
Einen erkennbaren Spannungsbogen gibt es in diesem Roman nicht. Der Fokus des Buches liegt eben nicht auf spannungsgeladenen Szenen, sondern bei den Gefühlen. Und wie anfangs erwähnt, hat Lotte Römer diesen Punkt sehr gut umgesetzt.

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Veröffentlicht am 10.10.2024

Vier chaotische Freundinnen

Ein fast perfekter Urlaub (Fast perfekt 3)
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Erst nach Abschluss des Buches habe ich festgestellt, dass es sich dabei um den dritten Band einer Reihe handelt. Dies erklärt für mich auch, warum ich beim Lesen immer wieder das Gefühl hatte, dass mir ...

Erst nach Abschluss des Buches habe ich festgestellt, dass es sich dabei um den dritten Band einer Reihe handelt. Dies erklärt für mich auch, warum ich beim Lesen immer wieder das Gefühl hatte, dass mir Informationen fehlen würden.
Das Buch ist als Einzelroman lesbar, aber ich denke, dass man das Buch besser genießen kann, wenn man die beiden anderen Teile der Reihe im Vorfeld liest. Wie bereits erwähnt, hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass mir genauere Informationen fehlen oder ich manche Dinge einfach nicht verstehen bzw. nachvollziehen kann.
Die eigentlichen Hauptcharaktere sind die vier Freundinnen Lucie, Alice, Mathilde und Éva. Dazu gesellen sich aber noch die Kinder, Ex-Männer und derzeitigen Partner. Alle und alles scheinen miteinander verschachtelt zu sein und oft habe ich den Überblick verloren, wer jetzt wer ist. Auch dieses Problem könnte wahrscheinlich durch das Lesen der anderen beiden Bände behoben werden.
Der Erzählstil war für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig. An manchen Stellen hätte ich mir detailliertere Beschreibungen und Informationen gewünscht, andere Stellen waren dafür langatmig und langatmig.
Die Protagonistinnen sind interessant und bis zu einem gewissen Grad konnte ich mich in die Damen auch gut hineinversetzen. Wirklich sympathisch war mir aber niemand.
Sehr überraschend waren die Themen, die im Laufe des Romans bearbeitet wurden, denn erwartet hatte ich eigentlich einen locker-leichten Urlaubsroman, davon ist das Buch aber weit entfernt.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Herzerwärmend und kurzweilig

Das kleine Café an der Mühle
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Es gibt Tage, da möchte man sich einfach nur entspannen, die Seele baumeln lassen und sich ein wenig berieseln lassen. Manche schalten dann den Fernseher ein, ich suche mir ein einfaches, aber doch unterhaltsames ...

Es gibt Tage, da möchte man sich einfach nur entspannen, die Seele baumeln lassen und sich ein wenig berieseln lassen. Manche schalten dann den Fernseher ein, ich suche mir ein einfaches, aber doch unterhaltsames Buch. Das kleine Cafe an der Mühle ist dafür optimal geeignet.
Die Charaktere sind liebenswert, teilweise ein wenig schrullig und wunderbar charmant beschrieben. Die Szenerie an der Mosel, an der der Großteil der Handlung stattfindet, lädt wunderbar zum Träumen ein und die Geschichte ist verhältnismäßig einfach gestrickt, aber keineswegs uninteressant oder langweilig.
Gerade die Protagonisten des Buches machen das Besondere der Geschichte aus. Die Verstrickungen und Verbindungen der Charaktere und die Schrulligkeit der Dorfbewohner sind wirklich amüsant zu lesen.
Besonders spannend finde ich, dass hinter dem Pseudonym Barbara Erlenkamp ein Autoren Ehepaar steckt. Hier würde mich wirklich interessieren wie die Entstehung und Entwicklung des Buches von statten gegangen ist.
Als kleiner Bonuspunkt des Buches gibt es am Ende auch noch einige Rezepte, so dass man sich das Café Gefühl auch noch auf andere Art ins Haus holen kann.

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