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Romana

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2020

Ich bin noch nicht müde, ich will noch nicht ins Bett

Das Kaninchen, die Dunkelheit und ein Trick
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"Es war einmal ein Kaninchen, das nicht ins Bett gehen wollte", so beginnt das Bilderbuch von Nicola O'Byrne. Nein, es will nicht ins Bett, das Kaninchen. Es ist noch gar nicht müde, aber die Dunkelheit ...

"Es war einmal ein Kaninchen, das nicht ins Bett gehen wollte", so beginnt das Bilderbuch von Nicola O'Byrne. Nein, es will nicht ins Bett, das Kaninchen. Es ist noch gar nicht müde, aber die Dunkelheit kommt, da muss ein Trick her. Und schwups, landet die Dunkelheit in der Keksdose.

Mit ihren Buntstiftzeichnungen gelingt es der Autorin erschafft die Autorin ein liebenswertes Kaninchen und gar keine begeisterten Tiere der Nacht. Kaninchen lernt, das viele Tiere und Pflanzen die Dunkelheit brauchen und Kaninchen entdeckt die Schönheit der Dunkelheit.

"Das Kaninchen, die Dunkelheit und ein Trick" ist ein herzerwärmendes Bilderbuch zum Schlafengehen, dass nicht nur Kindern Freude bereitet.

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Veröffentlicht am 25.10.2020

Auch Waldbewohner haben's schwer

Die Waldlinge
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Kinder haben Spielfiguren aus Zapfen, Holz, Kastanien und anderen Naturmaterialien gebastelt. Die ersten Skizzen dazu finden wir schon auf dem Vorsatzpapier und schon wird gebaut und gebastelt, damit die ...

Kinder haben Spielfiguren aus Zapfen, Holz, Kastanien und anderen Naturmaterialien gebastelt. Die ersten Skizzen dazu finden wir schon auf dem Vorsatzpapier und schon wird gebaut und gebastelt, damit die Waldlinge endlich in den Wald ziehen können.

Maria Stalder (Text und Bild) gelingt es mit zarten Buntstiftzeichnungen und Aquarell die Welt mit Kinderaugen zu sehen. Die Waldlinge brauchen Wohnungen, sie finden einzigartiges Baumaterial und streiten sich, wer es zuerst gesehen hat. Sie laufen weg, haben Angst und stellen fest, dass alles viel besser ist, wenn man einen Freund oder auch mehrere an der Seite hat.

Die Meinung der Kinder lässt sich ganz kurz zusammenfassen: "Wann bringst du endlich wieder dieses Buch mit den Waldlingen mit."

  • Cover
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Veröffentlicht am 25.10.2020

So schön kann pink

Bazilla - Fee wider Willen
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Oh, wie sie sich freut, endlich 10 Jahre alt zu werden und endlich Vampirin zu sein. Echte Vampirzähne bekommen und nicht mehr auf dem Rücken von Bruder oder den Vampireltern mitfliegen zu müssen. Bazilla ...

Oh, wie sie sich freut, endlich 10 Jahre alt zu werden und endlich Vampirin zu sein. Echte Vampirzähne bekommen und nicht mehr auf dem Rücken von Bruder oder den Vampireltern mitfliegen zu müssen. Bazilla freut sich sehr, dass endlich ihr Traum in Erfüllung geht und lädt - gemeinsam mit ihrem Freund dem Flederhamster Elvis - auch gleich alle Bewohnerinnen und Bewohner von Burg Morchelfels zur Feier ein.

Aber an ihrem Ehrentag geht "alles schief". Bazilla wachsen keine Vampirzähne, sondern durchsichtige Flügel auf dem Rücken und fliegen kann sie auch nicht, dafür bekommt sie eine Einladung zur Aufnahme in das Feen-Internat.

Also keine Vampirin, sondern Fee wider Willen. Also reist Bazilla mit ihren schwarzen lockigen Haaren, in ihrer geliebten schwarzen Latzhose und mit ihrem Schlafsarg in Begleitung ihrer Familie um Mitternacht zur Feen-Schule. Da ist sie nun die "Vampirin" in der pinken Feenwelt und ein ganz anderes Leben mit Höhen und Tiefen beginnt und Bazilla lernt, dass Akzeptanz und Vertrauen wichtig sind. Wichtig um Herausforderungen zu bestehen, neue Freundschaften aufzubauen und doch nicht die eigenen Wurzeln und die eigene Familie aufgeben zu müssen.

Eine wunderbare Geschichte von Heike Eva Schmidt und einer gelungenes Illustration von Angela Gstalter über eine Feempirin, eine starke Vampirin und eine starke Fee, die ganz und gar nicht kitschig rosa ist, sondern zeigt, dass es gut ist, so zu sein wie man ist und man alle Farben des Lebens und des Seins zeigen darf.

Und ja, der Umschlag ist sehr pink, aber er zeigt auch ein selbstbewusstes Vampirmädchen, das Dank seiner Familie gelernt hat, dass es gut ist, so wie man ist und so ist Bazilla auch, eine echt starke Feempirin.

Meine Lesekinder und ich freuen uns schon auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 25.10.2020

Reisende soll man nicht aufhalten

Strangeworlds - Öffne den Koffer und spring hinein!
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Das Reisebüro Strangeworlds ist anders, nicht nur weil es alt ist, sondern auch, weil es in ihm keine Prospekte mit bunten Bildern von Reisezielen gibt. Das überrascht auch die 12-jährige Flick, eigentlich ...

Das Reisebüro Strangeworlds ist anders, nicht nur weil es alt ist, sondern auch, weil es in ihm keine Prospekte mit bunten Bildern von Reisezielen gibt. Das überrascht auch die 12-jährige Flick, eigentlich Felicity, als sie in ihrer neuen Heimatstadt auf Entdeckungstour geht und dabei diesen eigenartigen Ort entdeckt. Uhren an den Wänden, jede Menge Koffer und ein junger Mann - Jonathan Mercador - der Hüter all dieser sonderbaren Dinge. Und er hat eine Lupe, durch die Flick - zur Überraschung von Jonathan - die Magie sehen kann, die sie umgibt. Flick ist anders und vielleicht werden besonders für Menschen, die anders sind, Träume wahr. Für Flick wird ihr Traum des Reisens nun wahr. Der Weg durch die verschiedenen Koffer führt Jonathan und sie in magische Welten und ist der Beginn eines großen gemeinsamen Abenteuers: die Suche nach dem verschollenen Vater von Johnathan.

Strangworlds von L. D. Lapinski ist eine spannende Abenteuerreise in verschiedene Welten. Zu Beginn sind dies nur Stippvisiten, kurze Entdeckungen, in denen Flick, sich an diese Art des Reisens gewöhnt. Und gerade diese Kurzabenteuer sind geeignet für die noch nicht so versierten Leserinnen und Leser, nach dem Motto "keep it short and simple" stimmen sie ein auf den Beginn des großen Abenteuers und dieses beginnt im letzten Drittel des Buches, indem sowohl Flick, als auch Jonathan lernen, wie wichtig Freundschaft ist und gegenseitiges Vertrauen eine wichtige Basis ist, die man sich erarbeiten muss.

Die gelungene Illustration von Pascal Nölder lädt ein zum Weiterreisen und Träumen. Der Einband ein Koffer mit Aufklebern von verschiedenen Reisezielen und die Buchseiten, ein altes geheimes Buch - vergilbt und leicht verschmutzt.

Meine Zusammenfassung: Gelungenes Buch, welches am Angang für Erwachsene etwas träge zu lesen ist. Meine junge Expertin (Marianelle, 12 Jahre und bei mir in der Lese- und Rechtschreibförderung meinte dazu: "Ich find, das Buch richtig toll. Am Anfang waren die Kapitel nicht so lange und wie ich dann drinnen war, da hab ich nicht mehr aufhören können.

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Veröffentlicht am 30.07.2020

Wie Sprache eine Gesellschaft verändert und verändern kann

Sprache und Sein
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"Wenn wir - die Angestellten im Museum der Sprache - aufhören zu sprechen, um uns begreiflich zu machen, sondern sprechen, um zu sein", erst dann werden wir frei sein können, so die Autorin Kübra Gümüşay. ...

"Wenn wir - die Angestellten im Museum der Sprache - aufhören zu sprechen, um uns begreiflich zu machen, sondern sprechen, um zu sein", erst dann werden wir frei sein können, so die Autorin Kübra Gümüşay.

Dieses Buch zeigt, wie wichtig es für ein gelingendes Miteinander aller Menschen ist, sich der Auswirkungen der eigenen Sprache bewusst zu sein. Wie wichtig es ist, Menschen nicht per se in benannte Gruppen einzuteilen, da dies zu Verallgemeinerungen führen kann. Sie schildert dies am Beispiel ihres eigenen Seins, als Frau und Muslimin, die oft auf diese Stereotype reduziert wird und was es heißt, nicht als Ich sondern als Gruppe wahrgenommen zu werden und diese verteidigen zu müssen und welche Stärke und welchen Mut es braucht Ich zu sein und nicht eine Gruppe, frei sprechen zu können ohne auf Äußerlichkeiten reduziert zu werden.

Es ist ein Buch gegen Rassismus und Diskriminierung und ich finde mich darin selbst wieder, wenn sie davon spricht, dass zwei Worte - gut und Mensch - plötzlich zusammengefasst zum Schimpfwort werden und wie die Menschen sich in verschiedene Gruppen aufzuspalten beginnen.

Ein persönliches Danke an Kübra für dieses Buch und den Mut frei zu sprechen für eine Gesellschaft in der Menschen Menschen sein dürfen und wollen.

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