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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2019

Der erste Fall für Howthorne und Horowitz

Ein perfider Plan
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* Sehr unterhaltsam und spannend -- Howthorne und Horowitz haben das Zeug zu Kult-Ermittlern *

Anthony Horowitz hat bei diesem Buch genau meinen Geschmack getroffen. Cover und Klappentext haben einen ...

* Sehr unterhaltsam und spannend -- Howthorne und Horowitz haben das Zeug zu Kult-Ermittlern *

Anthony Horowitz hat bei diesem Buch genau meinen Geschmack getroffen. Cover und Klappentext haben einen klassischen britischen Krimi versprochen und das ist auch gut umgesetzt worden.

Es geht hauptsächlich darum, dass eine ältere Dame kurz nachdem sie ihre eigene Beerdigung geplant hat, in ihrem Haus ermordet wird. Der ehemalige Polizist Daniel Howthorne ermittelt abseits der Behörden und hat dabei eine geniale Geschäftsidee. Er heuert den erfolgreichen Autor Anthony Horowitz (!!) an, der ein Buch über ihn und die Ermittlungen schreiben soll. Herr Horowitz schreibt sich selber in die Handlung und begleitet den ruppigen Herrn Howthorne bei seinen Ermittlungen. Die Zusammenarbeit gestaltet sich schwierig, weil Howthorne ein Einzelgänger ist und sich nicht in die Karten schauen lässt. Der Autor hadert und zweifelt mehrmals an seiner Entscheidung und möchte immer wieder mal aus dem Projekt aussteigen. Mir hat das gut gefallen. Es lenkt immer wieder vom Kriminalfall ab und sorgt so auch für Ablenkung. Ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht jeder mag.

Was den Kriminalfall angeht, gab es einige Überraschungen für mich und mit der Auflösung war ich sehr zufrieden.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung mit diesem außergewöhnlichen Paar.

Veröffentlicht am 30.07.2019

Ich versteh das Buch nicht

Zornfried
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Bei diesem Buch haben mich Cover und Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Eine satirische Geschichte über die 'NeuRechte' Bewegung habe ich mir provokant und interessant vorgestellt. Die knapp 160 Seiten ...

Bei diesem Buch haben mich Cover und Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Eine satirische Geschichte über die 'NeuRechte' Bewegung habe ich mir provokant und interessant vorgestellt. Die knapp 160 Seiten sind flott gelesen, aber der Witz bzw. die Ironie des Buches hat mich nicht erreicht.

Es geht um den Journalisten Jan Brock, der für eine Home-Story in den Spessart fährt, zur Burg Zornfried. Dort lebt der Dichter Storm Linné, der Burgherr Schierling und einige Anhänger, die ständig exerzieren und marschieren. Alle zusammen sollen wohl die Speerspitze der intellektuellen Rechten sein.

Für mich war die Handlung ohne Biss und die Charaktere waren sehr platt. Wer tiefer mit der Materie vertraut ist, kann vielleicht Bezüge zu realen Personen und Gruppen herstellen und dadurch mit manchen Anspielungen auch mehr anfangen.

Veröffentlicht am 30.07.2019

Kunst, Glas und enttäuschte Liebe

Schneewittchensarg
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In ihrem 7. Fall haben es Ingrid Nyström und Stina Forss wie schon im Vorgängerband „Erzengel“ mit einem Cold Case zu tun. Bei einer Kunstausstellung wird ein Skelett in einem Glassarg präsentiert. Doch ...

In ihrem 7. Fall haben es Ingrid Nyström und Stina Forss wie schon im Vorgängerband „Erzengel“ mit einem Cold Case zu tun. Bei einer Kunstausstellung wird ein Skelett in einem Glassarg präsentiert. Doch statt gläsernen Knochen, liegt ein echtes Skelett, mit dem Brautkleid einer seit 47 Jahren vermissten Frau, in dem Glassarg. Damals ist die junge Braut Berit Thurstan / verheiratete Gunnarsson am Abend ihrer eigenen Hochzeit spurlos verschwunden.
Die Ermittlungen laufen stellenweise zäh und das Ermittlerteam sucht nach der Nadel im Heuhaufen. Viele der damaligen Zeugen / Beteiligten sind schon altersbedingt tot.
Diesmal bringen uns die Autoren das Schwedische Glasreich nahe und vermitteln ein Gefühl für Zeit Ende der 60er Jahre. Mir gefällt es sehr, dass wir neben der Krimihandlung in dieser Reihe viel über regionale Besonderheiten der schwedischen Kultur und Tradition erfahren.
Der Kriminalfall war für mich gut aber nicht überragend im Vergleich zu den Vorgängern. Ich habe vielmehr das Gefühl, dass die Autoren diesmal mehr Gewicht auf die Weiterentwicklung der Protagonisten gelegt haben. Das tut der Reihe gut und wir kommen endlich dem Geheimnis hinter Kyrell Forss nahe. War er wirklich in den spektakulärsten Mordfall Schwedens involviert?
Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und bin neugierig wie es mit Stina Forss weitergeht.

Veröffentlicht am 28.07.2019

Der 6. Fall für das erfolgreiche Ermittlerteam aus Vaxjö

Erzengel
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m 6. Fall dieser Reihe haben es Ingrid Nyström und Stina Forss mit einem alten Fall zu tun. Die Rechtsmedizinerin Ann-Vivika Kimsel stößt bei der Durchsicht alter Akten auf Unstimmigkeiten und bringt dadurch ...

m 6. Fall dieser Reihe haben es Ingrid Nyström und Stina Forss mit einem alten Fall zu tun. Die Rechtsmedizinerin Ann-Vivika Kimsel stößt bei der Durchsicht alter Akten auf Unstimmigkeiten und bringt dadurch einen eigentlich abgeschlossenen Fall wieder auf die Tagesordnung. Vor 25 Jahren wurden die Mitglieder einer Heavy-Metall Band ermordet, der vermeintliche Täter hat sich kurz darauf selbst getötet. Sehr schnell wird klar, dass damals sehr schlampig ermittelt wurde und alles ganz anders war. Die Ermittler haben es diesmal u.a. mit religiösem Fanatismus und der Subkultur des Heavy Metalls zu tun.

Die Autoren haben sich viel Mühe gegeben und wieder einige interessante Themen eingearbeitet. z.B.:

Das private Militär- und Sicherheitsunternehmen Blackwater/Academi -- Erdölförderung im Südsudan -- Entwicklungshilfe in Afrika -- der Unfalltod von Cliff Burton ( Metallica) -- Homosexualität

Im Vergleich zu den Vorgängerbänden fand ich den Kriminalfall nicht besonders spannend, aber dennoch interessant. Die Weiterentwicklung der Figuren ist den Autoren gut gelungen. Für mich sollte aber die Hintergrundgeschichte von Stina Forss und ihrem Vater im nächsten Band abgearbeitet werden. Es wird sonst zu langatmig.

Man kann dieses Buch zwar unabhängig von den Vorgängerbänden lesen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man dann den ganzen Hintergrund versteht. Es lohnt sich wirklich mit Band 1 zu beginnen.

Ich bin ein Fan dieser Reihe und freue mich jetzt auf den 7.Band

Veröffentlicht am 25.07.2019

Eine zerfressene Seele hinterlässt eine blutige Spur

Opfer
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Bo Svernström legt mit seinem Debüt die Messlatte schon sehr hoch an. Die Handlung ist intelligent und herausfordernd. Sein Schreibstil ist sehr detailliert und gut zu lesen. Ich habe die 587 Seiten in ...

Bo Svernström legt mit seinem Debüt die Messlatte schon sehr hoch an. Die Handlung ist intelligent und herausfordernd. Sein Schreibstil ist sehr detailliert und gut zu lesen. Ich habe die 587 Seiten in 4 Tagen gelesen und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.

Der Titel des Buches ist hervorragend gewählt. Die Hauptperson ist Täter und Opfer zugleich.

Im Teil 1 geht es um die brutalen Morde an Kriminellen im Großraum Stockholm. Das Ermittlerteam von Carl Edson hat alle Hände voll zu tun. Schnell stößt die Presse dazu und die Journalistin Alexandra Bengtsson führt ihre eigenen Recherchen.
Der 2.Teil im Buch handelt vom Mörder und dessen Vorgeschichte. Die Mordfälle sind schon grausam aber die Geschichte dieses Menschen ist voller Schmerz und man kann schon sagen, es geht Richtung Obsession.
Da man schon nach der Hälfte des Buches weiß, wer für die Morde verantwortlich ist, geht es am Ende im 3. Teil darum wie die Fäden zusammenlaufen und wie die Geschichte aufgelöst wird.

Die Gestaltung des Buches verdient Lob. Trotz der fast 600 Seiten ist das Buch handlich und leicht in der Hand.