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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2025

Ein guter Anstoß

QUID+ Aber warum?
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Ich war sehr gespannt auf das Buch, da es gerade in meinen Lebensalltag passt.
In 27 Geschichten werden Warum-Fragen geklärt. Dazu gibt es erst die Frage, dann eine Geschichte, eine Erklärung, dazu ein ...


Ich war sehr gespannt auf das Buch, da es gerade in meinen Lebensalltag passt.
In 27 Geschichten werden Warum-Fragen geklärt. Dazu gibt es erst die Frage, dann eine Geschichte, eine Erklärung, dazu ein Beispiel in Form eines Vergleichs und eine Seite für die Vorlesende, die bei weiteren Gesprächen hilfreich ist.

Es ist kein Buch, das man hintereinander vorlesen kann. Es gibt viele Fragen (Warum hat die Frau eine tiefe Stimme? Warum habe ich Angst, wenn ich nachts aufwache? Warum gibt es Kriege? etc.), die ich nicht ohne Not beantworten würde. Sollte ein Kind aber dazu Fragen haben, würde ich das Buch zur Hand nehmen, und die Geschichte zum Anlass nehmen, die Frage zu beantworten. Dafür ist das Buch dann sehr geeignet.

Am Ende gibt es noch Tipps für Erwachsenen, die Neugier und Entwicklung von Kindern erklären. Der Tipp: Ihr Kind muss nicht mehr wissen als es gefragt hat,
bestätigt das oben Geschriebene.

Fazit: Ich sollte wissen, welche 27 Fragen in dem Buch behandelt werden, und diese erst erklären, wenn das Kind danach fragt oder die Situation gegeben erscheint. Dann ist es auf jeden Fall hilfreich.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Enttäuschend

In sieben Koffern um die Welt
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Das Buch mit seinem gelben Cover und den bunten Koffern ist sehr auffällig.
Allerdings sind die Bilder im Buch eher einfach, teilweise plakativ.
In der Gepäckaufbewahrung von Herrn Walis, der gar nicht ...

Das Buch mit seinem gelben Cover und den bunten Koffern ist sehr auffällig.
Allerdings sind die Bilder im Buch eher einfach, teilweise plakativ.
In der Gepäckaufbewahrung von Herrn Walis, der gar nicht alt aussieht, befinden sich 7 Koffer von sehr unterschiedlichen Menschen. Die Inhalte der Koffer werden hier bildlich mit ein paar Erklärungen vorgestellt.

Die Geschichten sind merkwürdig, skurril, albern und ernst. Allein der Koffer von dem Flüchtlingskind Dani hat mich beeindruckt und auch die Kinder zum Nachdenken angeregt. Die Erinnerungsstücke von Herrn Walis laden dazu ein, sich über Vergangenes, Bewahrenswertes und Familie zu unterhalten. Die anderen Geschichten, egal ob Bonbonagent, Nema, Geheimagentin (können 5jährige damit etwas anfangen?) oder vermeintlich Außerirdischer fand ich eher konstruiert und wenig kindgerecht.

Mein Fazit: kann individuell passen - ich empfehle es nicht!

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Veröffentlicht am 05.08.2025

1. Teil

Gerächt sein sollst du
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Die Journalistin Eevi Manner lebt mit ihrem Freund, einem Künstler, in ihrer Heimatstadt Kristinestad. Als sie zu einem Leichenfund geschickt wird, trifft sie auf ihre Jugendliebe Mats Bergholm, der Ermittler ...


Die Journalistin Eevi Manner lebt mit ihrem Freund, einem Künstler, in ihrer Heimatstadt Kristinestad. Als sie zu einem Leichenfund geschickt wird, trifft sie auf ihre Jugendliebe Mats Bergholm, der Ermittler in Vaasa ist und den Fall übernimmt. Der Tote wird als der 17jährige Jonas identifiziert, ein eher zurückhaltender Jugendlicher, der sich in letzter Zeit sehr verändert haben soll.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Das Bild einer finnischen Hütte mit Spiegelbild in typischer Landschaft wird in Buchschnitt und Rückseite fortgeführt. Hinter der Rückenklappe befindet sich die Abbildung des 2. Teils, der im Juli 2026 erscheinen soll.

Die Geschichte ist gut in kurzen Kapiteln mit wechselnden Handlungsorten erzählt . Zwischendurch gibt es Tagebucheinträge, die ich erst am Ende zuordnen konnte.
Spannender als den Kriminalfall fand ich das Verhältnis von Eevi und Mats. Daher hat es mich auch nicht gestört, dass einiges konstruiert, anderes unglaubwürdig auf mich wirkte. Vieles, was negativ über das Opfer zum Vorschein kam, war nicht glaubhaft. Ich habe mich gefragt, wann endlich jemand darauf kommt, dass das nicht Jonas freiem Willen zuzuschreiben war.
Auch der zweite Todesfall ist nach meinem Empfinden unrealistisch.

Aber, wie schon erwähnt, ist die Geschichte gut geschrieben. Ich konnte mich gut in Eevi rein versetzen, mochte ihre lockere und zugewandte Art, durch die sie mehr ermitteln konnte als die Polizei.
Auch Mats wird der Leserin näher gebracht. Ich freue mich auf ein Wiedersehen der beiden und hoffe nebenbei auf einen besseren Krimi.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Tiefgründig und emotional

Himmel ohne Ende
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Charlotte, die Charlie genannt werden möchte, wird 15 Jahre alt und ihre Welt verändert sich komplett. Ihr Vater verlässt die Familie und ihre beste Freundin wendet sich von ihr ab. Sie selbst ist ein ...

Charlotte, die Charlie genannt werden möchte, wird 15 Jahre alt und ihre Welt verändert sich komplett. Ihr Vater verlässt die Familie und ihre beste Freundin wendet sich von ihr ab. Sie selbst ist ein unsicherer Teenager, der sich über alles zu viele Gedanken macht. Da tritt Kornelius/Pommes in ihr Leben. Er hat selbst mit vielen Problemen zu kämpfen, wirkt aber nach Außen selbstsicher und zugänglich. Zwischen den beiden entsteht eine wunderbare, tiefe Freundschaft.

Wir begleiten Charlie ein Jahr lang durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Vor allem nehmen wir teil an ihren Gedanken, die sich viele Teenager in dieser Phase ihres Lebens machen. Ich habe gewankt zwischen Verständnis und Wiedererkennen. Und auch wenn Charlie sich sehr, sehr viele Gedanken macht, ist sie am Ende doch ein ganz normaler Mensch in der Entwicklung.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Es ist gut geschrieben, die Leserin war schnell mit Charlies Gedankenwelt vertraut. Nichts anderes habe ich allerdings auch von großartigen Poetry-Slammerin erwartet.

Mein Schlüsselsatz befindet sich auf Seite 302: „Du schaust so viel in den Spiegel, dass du vergisst, in die Welt zu schauen.“ Das sagt Pommes zu der sehr introvertierten Charlie. Und er hat recht damit. Natürlich muss und soll sich jeder auch mit sich selbst beschäftigen. Aber bei all dem Nachdenken darf die Welt nicht aus den Augen verloren werden.
Ich halte das Buch für eine großartige Schullektüre, spreche gleichzeitig eine Leseempfehlung für jedes Lesealter ab Pubertät aus.

Danke Julia Engelmann, gern mehr davon!

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Enttäuschend

Die feindliche Zeugin
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Die junge Anwältin Mercedes Rosa Higgins übernimmt die Verteidigung eines Mordverdächtigen vor dem Old Bailey. Ein weißer Pflegehelfer wurde in einen tödlichen Kampf mit drei schwarzen Jugendlichen verwickelt. ...


Die junge Anwältin Mercedes Rosa Higgins übernimmt die Verteidigung eines Mordverdächtigen vor dem Old Bailey. Ein weißer Pflegehelfer wurde in einen tödlichen Kampf mit drei schwarzen Jugendlichen verwickelt. Der am Tatort verbliebene und dem Verletzten helfende Emmett wird von zwei Zeugen als Täter ausgemacht. Rosa glaubt an seine Unschuld, obwohl alles auf ihn als Täter hinweist.

Das Cover hat mich gar nicht angesprochen. Beim Lesen des Klappentextes fühlte mich sofort an „Die Jury“ erinnert, weil auch hier ganz klar rassistische Hintergründe eine Rolle spielen. Nur leider heute in Europa,
Rosa ermittelt auf eigene Faust und das nicht immer zum Vorteil ihres Mandanten. Ihre private Situation wird sehr in den Vordergrund geschoben, was ich jetzt nicht schlimm sondern eher unterhaltsam fand. Allerdings wurde es dadurch zu einer Justizgeschichte und nicht zu einem Thriller. Insgesamt fehlte auch die Spannung bzw. war das eigentlich spannende, was mit Rosas Nana passiert.
Beim Warten auf das Urteil hatte ich mehr Mitleid mit Rosa als mit ihrem Mandanten. Und auch Craig, ihr Solicitor, bleibt eher farblos.
Die Aufklärung der Geschichte passiert am Ende so nebenbei und reißt die Leserin nicht mehr mit.

Abgesehen davon, dass ich mich erst mit dem Englischen Justizsystem vertraut machen musste, war das ein guter Einblick. Rosa ist eine sehr sympathische Hauptfigur, während Emmett hauptsächlich bemitleidenswert ist. Seine Lügen und Aussageverweigerungen ergeben für mich nicht immer Sinn und interessieren am Ende auch nicht.

Eine unterhaltsame Justizgeschichte für Interessierte des englischen Rechts, definitiv kein Thriller!

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