Das Ende hat mich leider nicht überzeugt, zu wirr und unnachvollziehbar ...
VoxVox ist eine ausgezeichnete Dystopie, die schon beinahe irgendwie an der heutigen Wirklichkeit dran ist. So lesen sich zwei Drittel des Romans auch sehr gut. Was passiert, wenn bestimmte Menschen an die ...
Vox ist eine ausgezeichnete Dystopie, die schon beinahe irgendwie an der heutigen Wirklichkeit dran ist. So lesen sich zwei Drittel des Romans auch sehr gut. Was passiert, wenn bestimmte Menschen an die Macht kommen? Wie entwickelt sich die Frauenfeindlichkeit?
Die Sprache als Herrschaftsmittel. Wer die Sprache diktieren kann, bestimmt auch das Denken der Menschen. Und Menschen mit weniger Wert soll gar nicht erst zugehört werden. Am besten schweigen sie. Für immer.
Christina Dalcher gelingt zunächst eine präzise Beschreibung dessen, was möglich wäre. Alles ist durchdacht. Umso trauriger ist es, dass dieser so wichtige Roman zum Ende so dermaßen abflacht. Da passt plötzlich gar nichts mehr. Die Stereotype, die im Roman immer wieder auftauchen, konnten eine Zeitlang als literarische Verdichtung durchgehen, am Ende jedoch wirkt es nur noch absurd. Mehrere Male hatte ich das Gefühl, ich hätte etwas überlesen.. Aber nein. Es ist, wie es ist, und gleichzeitig denke ich, es ist einfach nicht mehr stimmig, nur noch wirr und unnachvollziehbar. Das Ende kann ich nur als misslungen bezeichnen. Wirklich schade, ist der Roman doch ansonsten eine klare Empfehlung.