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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2025

Düster und sexy, aber nicht in einer Dark Romance Richtung

House of Rayne
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Das Cover hatte zuerst gar nicht richtig erkannt. Erst nach dem zweiten Blick ist mit der Skelettkopf aufgefallen, was schonmal auf den Horroraspekt hindeutet, der sich in dem Buch wiederfindet. Auch die ...

Das Cover hatte zuerst gar nicht richtig erkannt. Erst nach dem zweiten Blick ist mit der Skelettkopf aufgefallen, was schonmal auf den Horroraspekt hindeutet, der sich in dem Buch wiederfindet. Auch die Schrift deutet mit seinen dunklen Stellen darauf hin.

In diesem Buch geht es um Salem, welche am Altar sitzen gelassen wurde und sich eine Auszeit auf einer abgelegenen Insel nimmt, um ihr Leben neu zu ordnen. Dort trifft sie auf Rayne, die Besitzerin des B&B, die sie magisch anzieht und dies scheint definitiv auf Gegenseitigkeit zu beruhen.

Die Autorin schafft hier etwas ganz besonderes. Sie schafft es, diesen erotischen Teil so zu gestalten, dass sich die Spannung vor allem im ersten Teil des Buches immer wieder durchzieht, ebenso wie explizite Szenen, dies aber nicht den Rest des Buches beeinträchtigt. Zudem wirkt der Verlauf nicht so gekünstelt, wie es in anderen Büchern teilweise der Fall ist. Sollten spicy Szenen nicht so der Fall für einen sein, lassen sich die Seiten gut überblättern, da sie recht kompakt sind.

Nun zum anderen Teil des Buches. Ich bin eigentlich nicht jemand, der so viel von Horror hält, daher war ich mir nicht sicher, wie ich dieses Buch finden würde. Auch in dieser Hinsicht hat mich das Buch positiv überrascht. Auch wenn der Horroranteil im zweiten Teil des Buches steigt, war er gut handelbar. Nur nachts beim Lesen war es mir dann nicht mehr ganz so geheuer. Ich werde nicht auf den Inhalt eingehen, aber ich würde sagen, dass es sich wirklich nur um Horrorelemente handelt, die auch für Anfänger geeignet sind.

Sehr gefreut hat mich in diesem Buch auch, dass es sich um eine queere Beziehung handelt und um zwei starke weibliche Charaktere, deren Charakterentwicklungen auch sehr feinfühlig nachgezeichnet wurden. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Insgesamt kann ich dieses Buch einfach nur empfehlen und hoffe, dass sie Autorin noch weitere Bücher in dieser Richtung schreibt, da es mir doch sehr anders erscheint als die bisherigen Bücher von ihr. Mein Freund fand die Effekte des Buches übrigens auch empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Sehr wertvolles Jugendbuch

Dreamslinger – Der Ruf des Drachen
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Dieses Buch dreht sich um die 14-jährige Aria, die mit einer besonderen Genmutation geboren wurde. Aufgrund eines tragischen Vorfalls werden in ihrem Land Menschen mit dieser Mutation als Gefahr angesehen. ...

Dieses Buch dreht sich um die 14-jährige Aria, die mit einer besonderen Genmutation geboren wurde. Aufgrund eines tragischen Vorfalls werden in ihrem Land Menschen mit dieser Mutation als Gefahr angesehen. Da Personen mit dieser Genmutation nun der Zugang zum Königreich Hanguk geöffnet wurde, wird sie als Spionin dorthin entsandt, um herauszufinden, welchen Plan sie verfolgen. Soll nochmal so ein Unglück herbeigeführt werden? Oder ist das Königreich und seine Absichten gar nicht so böse, wie ihr Glauben gemacht wird?

Mir hat der Aufbau der Geschichte sehr gut gefallen. Zuerst lernt man kurz Arias Hintergrund kennen und ihre aktuellen Lebensumstände. Kurz darauf wird sie schon in eine komplett andere Welt katapultiert. Hier lernt man eine komplett neue Sichtweise auf ihre Genmutation kennen und man fühlt mit Aria mit, wie sie gar nicht anders kann, als gewisse Dinge langsam in Frage zu stellen. Teilweise merkt man natürlich etwas, dass die Zielgruppe eigentlich etwas jünger ist, denn über manche Sichtweisen oder Handlungen konnte ich nur den Kopf schütteln. Auch hätte ich mir gewünscht, dass sich für die Interaktion mit ihren Freunden oder einzelne Handlungen etwas mehr Zeit genommen wurde, aber das liegt vermutlich auch am eigentlichen Zielpublikum.
Was für mich das Buch auch nochmal besonders macht ist, dass Themen wie Inklusion, verschiedene Herkünfte, Freundschaft und Familie in einer ganz unaufgeregten Art behandelt wurden, die diese Themen dennoch ernst genommen hat. Das hat mein Pädagogenherz höher schlagen lassen.

Insgesamt warte ich nun sehnlichst auf Band 2 und möchte ganz dringend einen Traumgefährten. :)

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Schön spannender Krimi

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Zuerst mal zum Äußeren des Buches. Das finde ich sehr gelungen. Die Goldfolie verleiht dem Schriftzug etwas edles, passend zu der Einladung. (Man sollte das Buch nur niemals in eine Tasche stecken. Das ...

Zuerst mal zum Äußeren des Buches. Das finde ich sehr gelungen. Die Goldfolie verleiht dem Schriftzug etwas edles, passend zu der Einladung. (Man sollte das Buch nur niemals in eine Tasche stecken. Das überlebt der Schriftzug leider nicht. Sehr schade…) Und auch der Untertitel in Lack passt hierzu. Sehr positiv fand ich auch, dass alle Figuren auf den Klappeninnenseiten abgebildet sind, sodass man sich vor allem am Anfang besser orientieren kann, auch wenn die Altersangabe und das Bild bei manchen Figuren nicht so ganz passen.

Nun zum Inhalt: Mimi und ihre Enkelin folgen der Einladung zu einer 20er Jahre Party, auf der eine Auktion stattfindet, bei welcher Mimi teilnehmen soll. Kurz darauf wird die Gastgeberin tot aufgefunden. Die Escape-Room Atmosphäre kombiniert mit der Tatsache, dass sich keiner zu kennen scheint und jeder ein Mordmotiv haben könnte, bringt sehr schnell Spannung in den Krimi rein und als Leser ist man sofort mit dabei und versucht zu ergründen, wer der Täter sein könnte. Durch immer neue Verwicklungen und neue Geschehnisse gepaart mit dem angenehmen Schreibstil fliegt man quasi nur so durch das Buch, durch welches man von dem sehr ungleichen Ermittlerduo geführt wird. Gefallen hat mir hierbei auch die Entwicklung der beiden Hauptpersonen.

Schade fand ich allerdings, dass es meiner Meinung nach nicht möglich war, das Rätsel selbstständig zu lösen. Selbst bei der Aufklärung habe ich kleine Teile nicht verstanden. Dafür, dass auf dem Cover der Dackel doch recht schnell ins Auge fällt fand ich es sehr schade, dass er im Krimi eigentlich gar keine Bewandtnis hat. Wenn er schon auf dem Cover auftaucht, sollte er auch etwas mehr Auftritte im Buch haben..

Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, dass einen bis zum Ende rätseln lässt mit nur ein paar kleinen Schönheitsfehlern. Aber wenn man den Einband nicht zerlegen will, sollte man es nur zu Hause lesen…

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Die Tiefe, die in die Songs interpretiert wird, fehlt der Handlung

Deep Cuts
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Ich konnte mit dem Buch leider nicht so viel anfangen. Dies beginnt leider schon beim Cover, dass mir zu überfrachtet wirkt. Die Idee, dass das Buch eine Playlist hat, fand ich prinzipiell gut und ich ...

Ich konnte mit dem Buch leider nicht so viel anfangen. Dies beginnt leider schon beim Cover, dass mir zu überfrachtet wirkt. Die Idee, dass das Buch eine Playlist hat, fand ich prinzipiell gut und ich habe mir zu Beginn auch die Arbeit gemacht, jeden Song zur passenden Zeit rauszusuchen (Für Leute mit Spotify wurde das schon erledigt). Nach einer Weile hab ich das dann aber sein lassen, da mir die Lieder absolut nichts gesagt haben und ich sie jetzt auch nicht so brilliant fand wie das Buch sie darstellt. (Vielleicht bin ich dafür aber auch zu jung.)

Insgesamt hat mir bei der Handlung des Buches einfach der rote Faden gefehlt. Es wirkt auf mich mehr wie eine Aneinanderreihung verschiedener Ereignisse mit zwei Zeitsprüngen als wie eine durchgehende Handlung. Auch die Liebesgeschichte (?) hat mich nicht wirklich abgeholt. Dafür, dass Percy Anfang 20 ist, verhält sie (und auch er) sich ziemlich infantil, was mir vor allem in der Mitte des Buches stark auf die Nerven ging. Gefallen hat mir stattdessen die Beziehung zwischen Zoe und Percy.

Gegen Ende des Buches fand ich auch, dass man sehr deutlich merkte, dass die Autorin teilweise ein Buch über sich selbst geschrieben hat, was an sich ja auch nichts negatives ist, in diesem Fall meiner Meinung nach aber nicht so gut gelungen ist.

Insgesamt kann ich dieses Buch daher leider nicht empfehlen, auch wenn der Schreibstil der Autorin echt gut ist und man sehr flüssig durch das Buch kommt.. Für absolute Musikfans ist es vielleicht was, aber mich konnte das Buch leider nicht abholen.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Erfrischend anderer Jugendkrimi mit toller junger Ermittlerin

Frag Philomena Freud
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Philomena ist ein Waisenkind, dass sich ihren Lebensunterhalt mit Schuhe putzen vor der Praxis des berühmten Doktor Freud verdient. Hierbei lernt sie allerlei hoch angesehene Leute kennen und erfährt einige ...

Philomena ist ein Waisenkind, dass sich ihren Lebensunterhalt mit Schuhe putzen vor der Praxis des berühmten Doktor Freud verdient. Hierbei lernt sie allerlei hoch angesehene Leute kennen und erfährt einige Informationen, die sie stark an der Schuld der Verdächtigen eines Mordes zweifeln lässt. Um dieses Unrecht aufzuklären begibt sich Philomena auf Spurensuche und steckt mit ihrem Hund Kaiser Franz bald tief in dem Fall.

Die Hauptperson Philomena ist wundervoll geschrieben. Sie hat eine sehr positive Grundstimmung, obwohl ihre Lebensumstände nicht unbedingt leicht sind und trägt diese Fröhlichkeit auch nach außen. Trotz ihres jungen Alters finde ich sie auch für ältere Leser super nachvollziehbar und man geht einfach sehr gerne mit ihr durch diesen Fall und lernt mit ihr, auch selbst die Welt ein bisschen anders zu sehen und die kleinen Dinge wertzuschätzen. In der Stadt ist Philomena gut vernetzt und hat einige Freunde, die immer wieder in der Geschichte auftauchen und dem Buch eine gemütliche und warme Atmosphäre bereiten, auch wenn sie selbst aufgrund der Kürze nicht viel Tiefe erhalten. Durch ihre offene Art gewinnt sie im Verlauf der Geschichte einige neue Bekannte, die aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten stammen, was mir auch sehr gut gefallen hat. So lernt man die verschiedensten Persönlichkeiten kennen, bei denen auch nicht von vorne herein klar ist, ob sie nun gut oder böse sind. Auf mich wartete da durchaus die ein oder andere Überraschung. Auch die gesellschaftlichen Schichten werden hier sanft hinterfragt und ich fand es sehr erfrischend, dass dies auch aus den verschiedensten Schichten geschah.

Ein großes Lob gebührt der Autorin auch für die Gestaltung des Settings. Alles ist sehr anschaulich beschrieben und man hat das Gefühl mit Philomena zusammen durch die Straßen Wiens zu laufen. Nun gibt es eine weitere Stadt, die ich besichtigen möchte. :)

Es hat zwar nichts mit dem Inhalt zu tun, aber trotzdem muss ich hier auch kurz auf das Cover des Buches eingehen, denn es begeistert mich jedes Mal wieder, wenn ich es in der Hand halte. Die glänzenden Elemente verleihen dem Buch nochmal einen edlen Touch und sind auch haptisch spürbar, was das Buch für mich nochmal besonders macht.

Nun warte ich sehr ungeduldig auf den nächsten Teil, denn im Verlauf und vor allem am Ende habe ich ein paar Hinweise gefunden, auf deren Weiterentwicklung ich sehr gespannt bin.

Definitiv eine dicke Leseempfehlung, auch oberhalb des Zielgruppenalters wird man mit diesem Buch sehr gut unterhalten.

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