Langsamer Einstieg, starkes Finale
Der Fluch von Ashburn HouseDas Buch hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Der Anfang zieht sich ziemlich, das Pacing ist sehr langsam und es dauert eine ganze Weile, bis wirklich Spannung aufkommt. Adrienne wirkt für mich oft zu ...
Das Buch hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Der Anfang zieht sich ziemlich, das Pacing ist sehr langsam und es dauert eine ganze Weile, bis wirklich Spannung aufkommt. Adrienne wirkt für mich oft zu passiv und flach, gerade weil man die ganze Zeit aus ihrer Perspektive liest und sich die meiste Zeit nur im Haus aufhält, hätte ich mir mehr Einblicke in sie gewünscht. Das Buch ist aus der dritten Person geschrieben, was ich grundsätzlich interessant finde, aber bei dem langsamen Tempo hätte es für mich mehr Tiefe gebraucht, um die Handlung fesselnder zu machen.
Die Atmosphäre ist auf jeden Fall düster und unheimlich, aber ich hätte mir noch mehr Beschreibungen gewünscht, die das Haus und die Umgebung richtig lebendig und bedrückend machen. Wolfgang, Adriennes Katze, mochte ich richtig gern, er bringt kleine Highlights zwischen all der Bedrohung und Unheimlichkeit.
Nach der Hälfte nimmt das Buch dann endlich Fahrt auf, und besonders das Ende hat mich richtig überrascht. Es ist spannend, gruselig und unheimlich, genau das, was ich mir von einem Horrorbuch erhoffe. Trotzdem reicht das tolle Finale für mich nicht aus, um den langsamen, zähen Anfang und die Mitte komplett auszugleichen.
Das Buch hat seine Stärken, aber auch seine Schwächen. Wer geduldig ist, wird am Ende mit Spannung und Horror belohnt, aber der langsame Einstieg und Adriennes passive Art machen es stellenweise schwer, dranzubleiben.