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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Kinder, Kinder

Lauf, Mama, lauf!
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Der Einstieg ist humorvoll. Wenn beispielsweise die Autorin sicherheitshalber noch einmal ihre Kinder nachzählt ( Spoiler: es sind zwei) merkt man, nicht alles ist ernst gemeint. Es folgen irrwitzige Geschichten ...

Der Einstieg ist humorvoll. Wenn beispielsweise die Autorin sicherheitshalber noch einmal ihre Kinder nachzählt ( Spoiler: es sind zwei) merkt man, nicht alles ist ernst gemeint. Es folgen irrwitzige Geschichten die für die, die sie lesen, total witzig sind. Für die beteiligte Mama eher weniger. Einiges kennt man aus Erfahrung selber, hat es nie so treffend formulieren können wie Mareike Barmeyer. Ich habe öfter gedacht: „Kenne ich“; „Möchte ich nicht selber erleben“; oder „Das ist neu.“ Amüsant, heiter, manchmal eklig, detailliert beschreibend und sorgfältig beobachtend - so sind die ersten Geschichten in diesem kleinen Büchlein. Auch der ganz normale Wahnsinn des Alltags wird augenzwinkernd beschrieben. Kann das alles wahr sein?
Unterhaltsam und erfrischend lenkt es ein wenig ab vom stressigen Alltag.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Der Hase an sich

Hase und ich
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Chloe Dalton schreibt einfach zauberhaft. Zunächst die Beschreibung der Umgebung im Winter, poetisch, detailliert. Dann das Finden des Hasenbabys, die Sorgen darum, erste Versuche, das Junge am Leben zu ...

Chloe Dalton schreibt einfach zauberhaft. Zunächst die Beschreibung der Umgebung im Winter, poetisch, detailliert. Dann das Finden des Hasenbabys, die Sorgen darum, erste Versuche, das Junge am Leben zu halten. Die Autorin will ihn also aufziehen, was erlebt sie dabei? Sehr gefühlvoll, fürsorglich schildert sie das Aneinandergewöhnen. Sie muss sich einschränken, Lärm vermeiden, regelmäßig das Hasenjunge füttern und mehr - all das tut sie gern. Sie nimmt die Veränderungen ihres Tagesablaufes in Kauf, genießt das Zusammenleben.
Es ist ein friedvolles Beisammensein, der Leser ist immer dabei. Genaue Beobachtungen und sorgfältige Pflege stehen im Vordergrund. Verständnis, Fürsorge, Verantwortung werden als selbstverständlich angesehen.
Chloe Dalton nimmt ihren Hasen nicht nur sensorisch wahr, sie forscht über Wesen, Lebensbedingungen, Ursprung, Verbreitung u.ä. akribisch nach und berichtet staunend über ihre wachsende Sensibilität bezüglich der Natur. Möglicherweise ein wenig zu ausführlich.
Entstanden ist interessantes Hasenbuch mit vielen Gefühlen und vielen Informationen.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Abenteuer einer Rasselbande

Die Magnolienkatzen
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Die Ich- Erzählerin Noriko ist über 50, unverheiratet, lebt bei ihrer Mutter und hat derzeit eine Schreibblockade. Drei, nein, fünf unerwartet in ihrem Garten zur Welt gekommene Kätzchen sind ihr lästig. ...

Die Ich- Erzählerin Noriko ist über 50, unverheiratet, lebt bei ihrer Mutter und hat derzeit eine Schreibblockade. Drei, nein, fünf unerwartet in ihrem Garten zur Welt gekommene Kätzchen sind ihr lästig. Zunächst.
Noriko Morishita schreibt wunderbar klar, zugleich poetisch. Sie beobachtet detailgetreu, nimmt unscheinbare Kleinigkeiten wahr und bezieht den Leser in ihre Gefühlswelt ein. Warmherzig, zunächst skeptisch und unsicher, begreift sie die Kätzchen als Bereicherung für sich und ihre Verwandten und Bekannten. Sie selbst verändert sich. Alle, wirklich alle, sind von den Tieren fasziniert. Ihr Wachsen, ihre Entwicklung, ihre unterschiedlichen Charaktere werden aufmerksam beobachtet, sie bekommen passende Namen. Aber wollte Noriko diese Katzen nicht weggeben?
Dieses herzerwärmende Buch ist der pure Seelenbalsam.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Ein neugieriger Engländer in Japan

Abroad in Japan
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Allein schon die Kapitelüberschriften wecken Neugier. Worum geht es?
Engländer Chris Broad nimmt einen Job als Hilfslehrer in der japanischen Provinz an.
Japanisch kann er nicht, als Lehrer hat er nie ...

Allein schon die Kapitelüberschriften wecken Neugier. Worum geht es?
Engländer Chris Broad nimmt einen Job als Hilfslehrer in der japanischen Provinz an.
Japanisch kann er nicht, als Lehrer hat er nie gearbeitet, die Kultur ist ihm fremd.
Aufregend, spannend und abwechslungsreich gestaltet sich dann der Alltag des Austauschlehrers. Dass Englisch in Japan nicht sehr beliebt ist, war neu für mich. Chris gibt sein Bestes, die Schüler zu motivieren, schließt Freundschaften mit einigen und lernt Sitten und Gebräuche besser kennen. Sogar Mobbing in dem sehr höflichen Land begegnet ihm. Der Autor schildert in lockerem Ton seine Fettnäpfchen-Fallen, Blamagen, Missgeschicke, aber natürlich auch Fortschritte und Erfolge. Selbstironisch, scharfsinnig und mit satirischen Überspitzungen verfasst er einen Japan-Report, der sich vergnüglich und trotzdem interessant liest.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Das Sternerestaurant

Ein Tisch am Fenster
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Sehr poetisch, mit blumigen Worten und schmückenden Beschreibungen gestaltet der Autor den Einstieg sowohl in sein Buch als auch in sein Restaurant in Köln. Er beschreibt, vergleicht, erklärt; es entsteht ...

Sehr poetisch, mit blumigen Worten und schmückenden Beschreibungen gestaltet der Autor den Einstieg sowohl in sein Buch als auch in sein Restaurant in Köln. Er beschreibt, vergleicht, erklärt; es entsteht der Eindruck eines straff organisierten Imperiums.
Leicht schwülstig, garniert mit französischen Einsprengseln ( klar, Moissonnier ist Franzose und in gehobener Küche ist das Usus) wird der Restaurantbetrieb erläutert.
Sachlicher wird dann der Weg zum erstrebten Ziel, dem Sternerestaurant, beschrieben. Hier geht er in die Tiefe, erzählt Anekdoten, auch einige seiner Gäste tragen zu spannenden Berichten bei. Diese Kapitel lesen sich bestens, sind unterhaltsam, auch wenn sich der Autor mitunter als Erzieher seiner Gäste sieht.
Alternierend geht es in die Küche. Extrem detailliert wird die Zubereitung einiger Speisen beschrieben. Interessant für Spezialisten.
Vincent Moissonnier ist charmant, berufsverliebt, kreiert Wortneuschöpfungen, weiß, was er will und ist ziemlich speziell.
Der Leser erfährt alles und mehr über das Restaurant, seine Mannschaft und seine Küche. So also geht Sterneküche!

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