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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2025

Familiengeschichte

Frühjahrskollektion
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Lilo, erfolgreiche Chefin eines Modegeschäftes m Hessischen, gibt ein Interview über ihren Weg zum Erfolg. Natürlich nicht die ganze Wahrheit, es soll schließlich die Fernsehzuschauer beeindrucken und ...

Lilo, erfolgreiche Chefin eines Modegeschäftes m Hessischen, gibt ein Interview über ihren Weg zum Erfolg. Natürlich nicht die ganze Wahrheit, es soll schließlich die Fernsehzuschauer beeindrucken und gleichzeitig Werbung sein. Ihre Gedanken dazu schildert Christine Koschmieder klar und direkt. Genau wie die Gedanken ihres Ehemannes Harry, der Angehörige von im Krieg Gefallenen per Bus zu Kriegsgräbern fährt und betreut. Er versteht die Damen nicht unbedingt und muss sich gegen ihre Vertraulichkeiten zur Wehr setzen.
Dritte im Bunde, im Buch, ist Reni, die gemeinsame Tochter. In den Sechzigern ein erfolgreiches Mannequin ( so wurden Models früher genannt), metoo noch sehr weit entfernt.
Es ist interessant, aller Entwicklung zu beobachten. Allerdings verliert sich besonders Harrys Figur in vielen Details. Lilo verficht neue Ideen, kreiert moderne Bademoden.
Bis alle von der Vergangenheit eingeholt werden. Unbescholtene Leute? Die Autorin lässt ihre Protas sich erinnern …
Viel Zeitgeschichte ist einbezogen, viel erfährt man über die Mode der 60er Jahre. Auch über den Druck, unter dem die „Laufstegmädchen“ stehen. Da hat sich nicht so viel geändert. Allerdings versucht Leni, ihren eigenen Weg zu gehen.
Nicht der erhoffte Wohlfühlroman, eher eine Begegnung mit der Vergangenheit.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Die Gezeichneten

Dynasty of Hunters, Band 2 - Von dir gezeichnet
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Es ist so schlimm, es kommt noch schlimmer. Wie konnte Laelia sich so in Laurent getäuscht haben? Er zwingt sie zu allerschrecklichsten Dingen. Seine Schwester hilft tatkräftig.
Dramatisch geht es wieder ...

Es ist so schlimm, es kommt noch schlimmer. Wie konnte Laelia sich so in Laurent getäuscht haben? Er zwingt sie zu allerschrecklichsten Dingen. Seine Schwester hilft tatkräftig.
Dramatisch geht es wieder zu. Kurze Momente der Hoffnung werden sofort wieder zerstört. Immer und immer wieder.
Die Charaktere der handelnden Personen sind vielschichtig, teils in starren Verhaltensmustern gefangen, extrem opferbereit, teils wandlungsfähig. Das macht sie gut vorstellbar.
P.J. Ried hat vielfältige Twists eingearbeitet, packend, unheimlich, nervenzerfetzend.
Es fiel schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Handlung ist wahnsinnig spannend, man muss einfach immer weiter lesen!
Bestes Lesematerial von @ravensburgerbuecher.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Origineller Krimi

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Der Klüpfel diesmal allein also.
Sein Held Tomme ist offenbar ein Loser. Lebt im Wohnwagen seines Vaters, schleicht sich zur Übernachtung von Parkplatz zu Parkplatz und versucht sich als Thrillerautor. ...

Der Klüpfel diesmal allein also.
Sein Held Tomme ist offenbar ein Loser. Lebt im Wohnwagen seines Vaters, schleicht sich zur Übernachtung von Parkplatz zu Parkplatz und versucht sich als Thrillerautor. Seine „Putzfrau“ Svetlana aber ist genial. In originellem Deutsch äußert sie ihre Meinung und setzt diese meistens auch durch. Vor allem, als sie ein einsames Mädchen am Waldrand finden. Wohin gehört das stumme Mädchen? Tomme und Svetlana betätigten sich als Detektive. Das Gesetz wird kreativ „umgangen“. Leider erweist sich Tomme als leicht trottelig und unzuverlässig, wird von Volker Klüpfel nicht geschont. So allerdings kommt es zu bizarren Situationen.
Ernste Töne gibt es aber auch, wer wollte wirklich den Tod der Ukrainerin? Svetlanas Nachforschungen sind clever angelegt. Sie agiert zielstrebig, erzieht sich ihre Pappenheimer und kennt nicht nur viele ukrainische Sprichwörter, sondern mindestens genauso viele unorthodoxe Heilmittel (Wodka hilft so ziemlich immer). Tomme hingegen als Doktor Watschel ist eine passende Ergänzung, zumindest als Chauffeur.
Klüpfel kann es also auch solo. Unterhaltsam, spannend und mit überraschenden Twists legt er hier einen originellen Krimi vor, der sich bestens lesen lässt.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Gefährliches Wien

Internationale Zone
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Anfang der 50er Jahre geht es Boris Kostoff, Doktor der Veterinärmedizin, gar nicht mal so schlecht. Seinen Gefängnisaufenthalt hat er hinter sich, schlitzohrig begibt er sich auf die Jagd nach Wohlstand. ...

Anfang der 50er Jahre geht es Boris Kostoff, Doktor der Veterinärmedizin, gar nicht mal so schlecht. Seinen Gefängnisaufenthalt hat er hinter sich, schlitzohrig begibt er sich auf die Jagd nach Wohlstand. Früher Schwarzmarkthändler, jetzt skrupelloser Spekulant.
Zeitsprung zurück. Der Zigarettenschmuggel blüht. Und nicht nur der in einem Wien, in dem der größte Teil der Bevölkerung in Armut lebt, die politischen und sozialen Verhältnisse unklar sind.
Reinhard Federmann und Milo Dor geben Einblicke in die Besatzerzeit. Historische Ereignisse werden einbezogen. Menschenschmuggel, Entführungen, Zigarettenhandel und andere Verbrechen waren an der Tagesordnung. Schmutzige Geschäfte prägten den Alltag. Geheimdienste agierten hinterhältig. Verrat gegen Dollar war die Devise.
Die Autoren schreiben spannend, gut vorstellbar über diese Zeit. Aufstieg und Fall skrupelloser Figuren werden beschrieben.
Die Gedanken der Protas wirken authentisch, ihre Gefühle werden glaubhaft und lebendig geschildert.
Allerdings gibt es schwer nachvollziehbare Zeit- und Handlungssprünge, Charaktere werden mitten im Gespräch andere Personen, das ist verwirrend.
Dennoch: ein packender Roman über eine spannende Zeit, der den Leser in seinen Bann zieht und erhellende Fakten über eine unbekannte Epoche bietet.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Ein Drache in der Schule

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius geht in die Schule
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Kunterbunte Schuldinge schmücken die ersten Seiten. Autor Tobias Goldfarb hat einen superniedlichen Drachen als Helden auserkoren und lässt ihn erste Bekanntschaft mit der Schule machen. Er darf in eine ...

Kunterbunte Schuldinge schmücken die ersten Seiten. Autor Tobias Goldfarb hat einen superniedlichen Drachen als Helden auserkoren und lässt ihn erste Bekanntschaft mit der Schule machen. Er darf in eine große Schultüte krabbeln und am ersten Schultag dabei sein.
Der Drache benutzt Umlaute. Die werden kindgerecht erklärt, im Buch stösst man häufiger auf sie. Aber: Spekulatius aka Specki bleibt natürlich nicht in der Schultüte. Seine Spuren werden verfolgt … .
Spannend, bunt, erklärend geht es im Buch zu. Schade, dass man über Specki weiter nichts als seine besondere Aussprache erfährt. Das Ende ist abrupt.
Wenig Text in deutlicher Schrift passt sehr gut zu den niedlichen und klaren Illustrationen des Schneiderbuches.
Bis auf eine kleine Kritik ein ansprechendes Buch für die Zeit kurz vor Schulbeginn.

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