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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.09.2025

Vertraue auf dein Bauchgefühl

Eine von uns
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Der Schreibstil ist flüssig und dem Genre entsprechend einfach gehalten und lässt sich daher schnell lesen. Die Rückblenden in die Vergangenheit haben mir gut gefallen, da so Spannung aufgebaut wurde.

Schockierend ...

Der Schreibstil ist flüssig und dem Genre entsprechend einfach gehalten und lässt sich daher schnell lesen. Die Rückblenden in die Vergangenheit haben mir gut gefallen, da so Spannung aufgebaut wurde.

Schockierend ist hier vor allem die Verhaltensweise der Frauen, die sicherlich vielen Frauen durch die Gesellschaft aufgezeigt wird: Sei freundlich, sei nett und ignoriere deine Zweifel und Unsicherheiten. Warum lässt Gina einen ihr unbekannten Menschen ins Haus, obwohl sie Zweifel hat, ob die Geschichte stimmt? Warum sieht sie über seltsame Verhaltensweisen hinweg und versucht den normalen Alltag aufrechtzuerhalten? Ich habe zunächst gezweifelt, ob es wirklich Menschen gibt, die sich permanent gut zureden und die Realität so verdrehen, dass alles sicherlich in Ordnung ist und nur im Kopf passiert. Und dann wurde mir klar: Genau das wird oft von Frauen erwartet.

Insgesamt ein solider Thriller, der für mich jedoch an Spannung verloren hat, da ich das Ende voraussehen konnte. Lediglich der Epilog hat mich doch überrascht.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Wer ist der Mörder?

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Der Hauptplot dreht sich natürlich um die Aufklärung des Mordes an der Gastgeberin Jane. Nebenbei erfahren wir beim Lesen noch etwas mehr über die Beziehung zwischen Mimi und Addie. Diese Nebenhandlung ...

Der Hauptplot dreht sich natürlich um die Aufklärung des Mordes an der Gastgeberin Jane. Nebenbei erfahren wir beim Lesen noch etwas mehr über die Beziehung zwischen Mimi und Addie. Diese Nebenhandlung hat mir wirklich gut gefallen und bedeutend zur gemütlichen Stimmung des Buches beigetragen.

Neben dem gut gelungenen Cover enthält das Buch schöne Illustrationen der Charaktere, hier wurde sich bei der Gestaltung wirklich Mühe gegeben. Der Schreibstil ist einfach und lässt sich flüssig lesen. Die Kapitel sind dem Genre entsprechend kurz.
Das Miträtseln hat wirklich Spaß gemacht, da natürlich alle Personen ein Motiv haben und so immer neue Verdächtigungen aufkommen. Für mich wurde der Spannungsbogen konstant gehalten. Das Ende hätte noch etwas runder sein können.

Eine absolute Empfehlung an alle Fans von Cozy-Crime.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Familie sucht man sich nicht aus

Love, Mom
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Familiengeheimnisse sind immer spannend und diese Familie hat davon definitiv so einige. Nach dem Tod ihrer Mutter, einer sehr erfolgreichen Thrillerautorin, erhält Mackenzie Auszüge aus deren Tagebuch. ...

Familiengeheimnisse sind immer spannend und diese Familie hat davon definitiv so einige. Nach dem Tod ihrer Mutter, einer sehr erfolgreichen Thrillerautorin, erhält Mackenzie Auszüge aus deren Tagebuch. Schon vorher war ihre Beziehung eher kühl, doch nun stellt Kenz alles was sie über ihre Eltern zu wissen glaubte infrage.

Die Charaktere sind erstaunlich gut dargestellt. Als Leser entscheidet man sich sehr schnell, wer hier sympathisch erscheint und wer nicht. Kenz wirkt fast wie der Prototyp eines amerikanischen Teenagers, diese Art von schlechter Laune ist immer wieder unterhaltsam.
Der Schreibstil ist dem Genre entsprechend schlicht gehalten und lässt sich flüssig lesen. Die Kapitel sind relativ kurz. Die Unterbrechung der Handlung durch Einschub der Briefe schafft einen konstanten Spannungsbogen. Den Plot Twist habe ich zwar kommen sehen, trotzdem hat sich für mich an der Spannung nicht viel verändert und ich wollte wissen wie die Geschichte endet. Eine Empfehlung an alle Thriller-Fans.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Unterschätze nie die Sandler

Frag Philomena Freud
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Unterschätze nie die Sandler

Philomena ist zwar ein Waisenmädchen, aber definitiv nicht auf den Mund gefallen. Gemeinsam mit ihrem Riesenschnauzer Kaiser Franz geht sie geschickt der Sprengelfürsorgerin ...

Unterschätze nie die Sandler

Philomena ist zwar ein Waisenmädchen, aber definitiv nicht auf den Mund gefallen. Gemeinsam mit ihrem Riesenschnauzer Kaiser Franz geht sie geschickt der Sprengelfürsorgerin aus dem Weg, sorgt für ihren Lebensunterhalt und löst nebenbei einen Mordfall.

Nicht nur das schöne Cover fügt sich gut in das Genre Jugendbuch ein, auch die große Schrift und die kurzen Kapitel sind optimal gewählt für jüngere Leser, die ihren ersten Kriminalroman lesen möchten. Trotzdem gelingt es der Autorin auch ernstere Themen darzustellen. Im historischen Setting zwischen Straßenkindern und der wohlhabenden Wiener Gesellschaft, den Zuständen
im Kinderheim und Krankenhaus wirkt Philomena stets sympathisch, gut gelaunt und stellt mit Leichtigkeit ihre Ermittlungen an.

Die Geschichte wirkt gut recherchiert, was wohl vor allem an der - aus heutiger Sicht - altmodisch anmutenden Sprache liegt. Hinten im Buch gibt es ein Glossar zur Wiener Sprache. Die meisten Begriffe haben sich mir zwar aus dem Kontext erschlossen, trotzdem finde ich es sehr hilfreich, da es auch Hintergrundwissen zu einigen Personen aus der Zeit enthält.

Für mich ein gelungener Einstieg für Kinder/Jugendliche in die Welt der Kriminalromane.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Zwischen Flucht und Liebe

We Burn Daylight
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Der Klappentext des Buches hat mich sofort angesprochen: Eine Liebesgeschichte, inspiriert von Romeo und Julia, vor dem Hintergrund einer Sekte. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass meine Stammbibliothek ...

Der Klappentext des Buches hat mich sofort angesprochen: Eine Liebesgeschichte, inspiriert von Romeo und Julia, vor dem Hintergrund einer Sekte. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass meine Stammbibliothek das Buch so schnell ins Sortiment aufgenommen hat.

Die Umsetzung der Erzählperspektiven hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird wechselseitig aus der Sicht der Jugendlichen dargestellt, unterbrochen durch Ausschnitte eines Podcasts 30 Jahre später. Bis zum Schluss war mir nicht klar, wer diesen Podcast ins Leben gerufen hat.
Leider hat mir hier durchweg der Spannungsbogen gefehlt. Das könnte an dem schlichten Schreibstil liegen oder auch an dem Umfang der Geschichte an sich. Die knapp 500 Seiten hätten im Lektorat sicherlich - ohne Inhaltsverlust - eine Kürzung vertragen können.

Der Autor gibt im Nachwort an, dass es hier nicht um den Sektenführer geht. Dafür nimmt dieser, schon allein durch die Sektenthematik an sich, in sämtlichen Erzählsträngen großen Raum ein. Wie viel von den Geschehnissen auf der Farm Fiktion ist, kann ich nicht sagen, da ich keine Vorkenntnisse zu den Ereignissen 1993 in Waco habe. Auffällig war hier, wie wenig sympathisch Lamb dargestellt wurde, was einen Widerspruch zum Ruf des charismatischen Sektenführer darstellt.

Insgesamt eine Empfehlung an alle Leser, die sich für Liebesgeschichten vor dem Sektenhintergrund interessiert. Ein Jahresfavorit war es für mich allerdings nicht.

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