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Veröffentlicht am 24.08.2025

Unterschätze nie die Sandler

Frag Philomena Freud
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Unterschätze nie die Sandler

Philomena ist zwar ein Waisenmädchen, aber definitiv nicht auf den Mund gefallen. Gemeinsam mit ihrem Riesenschnauzer Kaiser Franz geht sie geschickt der Sprengelfürsorgerin ...

Unterschätze nie die Sandler

Philomena ist zwar ein Waisenmädchen, aber definitiv nicht auf den Mund gefallen. Gemeinsam mit ihrem Riesenschnauzer Kaiser Franz geht sie geschickt der Sprengelfürsorgerin aus dem Weg, sorgt für ihren Lebensunterhalt und löst nebenbei einen Mordfall.

Nicht nur das schöne Cover fügt sich gut in das Genre Jugendbuch ein, auch die große Schrift und die kurzen Kapitel sind optimal gewählt für jüngere Leser, die ihren ersten Kriminalroman lesen möchten. Trotzdem gelingt es der Autorin auch ernstere Themen darzustellen. Im historischen Setting zwischen Straßenkindern und der wohlhabenden Wiener Gesellschaft, den Zuständen
im Kinderheim und Krankenhaus wirkt Philomena stets sympathisch, gut gelaunt und stellt mit Leichtigkeit ihre Ermittlungen an.

Die Geschichte wirkt gut recherchiert, was wohl vor allem an der - aus heutiger Sicht - altmodisch anmutenden Sprache liegt. Hinten im Buch gibt es ein Glossar zur Wiener Sprache. Die meisten Begriffe haben sich mir zwar aus dem Kontext erschlossen, trotzdem finde ich es sehr hilfreich, da es auch Hintergrundwissen zu einigen Personen aus der Zeit enthält.

Für mich ein gelungener Einstieg für Kinder/Jugendliche in die Welt der Kriminalromane.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Zwischen Flucht und Liebe

We Burn Daylight
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Der Klappentext des Buches hat mich sofort angesprochen: Eine Liebesgeschichte, inspiriert von Romeo und Julia, vor dem Hintergrund einer Sekte. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass meine Stammbibliothek ...

Der Klappentext des Buches hat mich sofort angesprochen: Eine Liebesgeschichte, inspiriert von Romeo und Julia, vor dem Hintergrund einer Sekte. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass meine Stammbibliothek das Buch so schnell ins Sortiment aufgenommen hat.

Die Umsetzung der Erzählperspektiven hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird wechselseitig aus der Sicht der Jugendlichen dargestellt, unterbrochen durch Ausschnitte eines Podcasts 30 Jahre später. Bis zum Schluss war mir nicht klar, wer diesen Podcast ins Leben gerufen hat.
Leider hat mir hier durchweg der Spannungsbogen gefehlt. Das könnte an dem schlichten Schreibstil liegen oder auch an dem Umfang der Geschichte an sich. Die knapp 500 Seiten hätten im Lektorat sicherlich - ohne Inhaltsverlust - eine Kürzung vertragen können.

Der Autor gibt im Nachwort an, dass es hier nicht um den Sektenführer geht. Dafür nimmt dieser, schon allein durch die Sektenthematik an sich, in sämtlichen Erzählsträngen großen Raum ein. Wie viel von den Geschehnissen auf der Farm Fiktion ist, kann ich nicht sagen, da ich keine Vorkenntnisse zu den Ereignissen 1993 in Waco habe. Auffällig war hier, wie wenig sympathisch Lamb dargestellt wurde, was einen Widerspruch zum Ruf des charismatischen Sektenführer darstellt.

Insgesamt eine Empfehlung an alle Leser, die sich für Liebesgeschichten vor dem Sektenhintergrund interessiert. Ein Jahresfavorit war es für mich allerdings nicht.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Flieg für mich zu den Sternen

Atmosphere
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Joan Goodwin möchte die Sterne nicht nur erforschen, sondern auch zu ihnen fliegen. Als die NASA in den 80er Jahren auch weibliche Bewerberinnen zulässt, ergreift sie ihre Chance und wird - trotz Widerstand ...

Joan Goodwin möchte die Sterne nicht nur erforschen, sondern auch zu ihnen fliegen. Als die NASA in den 80er Jahren auch weibliche Bewerberinnen zulässt, ergreift sie ihre Chance und wird - trotz Widerstand in den eigenen Reihen - Astronautin. Die Erzählperspektive wechselt zwischen einer Mission im Jahr 1984 und der Zeit während der Ausbildung. Diese Aufteilung hat mir wirklich gut gefallen. Nach und nach konnte ich so die Charaktere kennen und verstehen lernen.
Man merkt beim Lesen, auch ohne große Vorkenntnisse über das Raumfahrtprogramm der NASA, wie viel Recherche die Autorin in diese Geschichte investiert haben muss. Außerdem kreiert sie auch in den Nebenhandlungen eine besondere Atmosphäre. Es geht um Feminismus, Freundschaft, Liebe und der Suche nach dem eigenen Ich.

Für mich bisher das beste Buch der Autorin.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Im Herzen der Flammen

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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Ich hatte mich sehr auf die Story gefreut, allerdings anfangs Schwierigkeiten in die Welt einzusteigen. Die ersten Kapitel haben sich für mich eher nach Info Dumping mit schottischer Mythologie angefühlt, ...

Ich hatte mich sehr auf die Story gefreut, allerdings anfangs Schwierigkeiten in die Welt einzusteigen. Die ersten Kapitel haben sich für mich eher nach Info Dumping mit schottischer Mythologie angefühlt, was möglichst schnell abgehandelt werden musste, um mit der eigentlichen Handlung loslegen zu können. Der Schreibstil ist einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen.

Aemyras hitzköpfige und impulsive Art hat mir gut gefallen und passt zu ihrer Rolle im Königreich. Im weiteren Verlauf ändert sich jedoch ihr Verhalten etwas und sie wirkte schon fast langweilig und austauschbar auf mich. Die Lovestory finde ich ok, für mich ein klassisches Enemies to lovers Konzept. Leider ist an dem atemberaubend schönen Prinzen ein Großteil ihres Charakters verloren gegangen.

Erwartungsgemäß endet das Buch mit einem Cliffhanger. Obwohl mich die Geschichte nicht vollständig überzeugen konnte, werde ich das zweite Buch sicherlich lesen.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Wie weit würdest du gehen für die Macht der Unsterblichkeit?

If We Were Gods
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Ich war mir erst unsicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Bereits der Klappentext hat mich total an die Charaktere der Atlas Six erinnert - inklusive Professor, der in die Machenschaften der Gruppe ...

Ich war mir erst unsicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Bereits der Klappentext hat mich total an die Charaktere der Atlas Six erinnert - inklusive Professor, der in die Machenschaften der Gruppe verstrickt ist und ggf. eine moralisch fragwürdige Beziehung zu einer Person unterhält. Auch hier befinden wir uns an einer elitären Universität, d.h. die Figuren sind Anfang 20. Auch hier wirken diese auf mich tatsächlich eher wie Jugendliche, sowohl im Verhalten als auch in ihren Liebesbeziehungen. Auch hier wird die Frage aufgeworfen, wie weit eine Person gehen würde, um die ultimative Macht über die Welt und sogar Unsterblichkeit zu erreichen. Sogar die Gruppendynamik untereinander ist erstaunlich ähnlich aufgebaut. Was die Geschichte für mich trotzdem so spannend gemacht hat, ist das World Building. Die Arkanen Ebenen und das Magiesystem der Schriftzeichen, wie diese genutzt werden können und zusammenwirken, war für mich so interessant, dass ich das Buch in kurzer Zeit ausgelesen habe.

Ist die Idee von Dark Academia, rich kids und der Frage nach der Moral auf der Sucht nach Macht neu? Nein. Sind die Charaktere originell und gut ausgearbeitet? Nein. Hat mich das Buch trotzdem gut unterhalten? Absolut ja.

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