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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2024

Die grausamen Spiele der Götter

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Lyra hat wirklich Pech. Zeus hat sie verflucht und als Diebin arbeitet sie die Schulden ihrer Eltern ab. Dann trifft sie ausgerechnet auf den Gott der Unterwelt, der sie als seine Championesse für die ...

Lyra hat wirklich Pech. Zeus hat sie verflucht und als Diebin arbeitet sie die Schulden ihrer Eltern ab. Dann trifft sie ausgerechnet auf den Gott der Unterwelt, der sie als seine Championesse für die Cruicible-Spiele auswählt. Hier ist nicht nur ihr Leben in Gefahr, sondern auch ihr Herz.

Ich habe bereits mehrere Bücher über griechische Götter, auch in der modernen Welt, gelesen. An der Love Story habe ich daher nichts auszusetzen. Wer bereits andere Reihen im gleichen Genre gelesen hat weiß: Hades ist sehr mächtig, alle haben Angst vor ihm, aber vor allem ist er wahnsinnig heiß und man muss sich einfach in ihn verlieben.

Zu Lyra konnte ich leider keine Beziehung aufbauen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass sie mich den größten Teil des Buches ziemlich genervt hat. Dafür dass sie von klein auf unter Dieben aufgewachsen ist und um ihr Überleben kämpfen musste, hat sie so unfassbar wenig Selbstbewusstsein und Selbsterhaltungstrieb. Die sich immer wiederholenden inneren Monologe hätten aus meiner Sicht gekürzt werden können. Insgesamt wirkte sie durch ihr Verhalten naiv und viel jünger. Boone und Zai konnten mich da eher überzeugen.
Die einzelnen Herausforderungen waren gut beschrieben und spannend. Die Kapitel sind kurz, was den Lesefluss erleichtert.

Insgesamt eine Story mit viel Potenzial, die mich mit mehr Worldbuilding und einer anderen Protagonistin hätte überzeugen können. Für Einsteiger im Genre Romantasy jedoch durchaus zu empfehlen. Einen Stern extra gibt es für Cerberus und den Twist am Ende. Vielleicht muss ich den zweiten Teil doch lesen.

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Veröffentlicht am 02.11.2024

Schon wieder ein Mord in Marlow

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bürgermeister
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Gleich zu Beginn der Stadtratssitzung stirbt der allseits beliebte Bürgermeister. Was für ein Glück, dass Suzie vor Ort war und sie, Judith und Becks gleich loslegen können die ersten Verdächtigungen anzustellen. ...

Gleich zu Beginn der Stadtratssitzung stirbt der allseits beliebte Bürgermeister. Was für ein Glück, dass Suzie vor Ort war und sie, Judith und Becks gleich loslegen können die ersten Verdächtigungen anzustellen. Aber auch privat gibt es allerlei Dinge zu tun: Businesspläne werden geschmiedet, es gilt eine Schwiegermutter und einen Verehrer loszuwerden.

Schade, dass die Freundinnen dieses Mal direkt von Beginn an offiziell zu den Ermittlungen hinzugezogen wurden. Damit war die Heimlichkeit bei ihren Nachforschungen nicht mehr gegeben, was doch leider etwas die Spannung genommen hat. Trotzdem gab es auch in diesem Band wieder zahlreiche Verhöre mit charmanten Dialogen. Ob man einen Mord wirklich im Alleingang mit dem
Wissen aus Kreuzworträtseln lösen kann, sei mal dahingestellt. Unterhaltsam ist es auf jeden Fall.
Judith hat in diesem Band eine echte Entwicklung durchgemacht, was mich total überrascht hat. Wenn Suzie das im nächsten Band auch noch schaffen würde, gibt es von mir definitiv Pluspunkte. So ganz warm geworden bin ich mit ihr noch nicht.

Eine Empfehlung an alle, die gern Cozy Crime lesen.

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Dunkle Geheimnisse eines Winters

Das Haus der Bücher und Schatten
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Die Geschichte spielt in den Jahren 1913 und 1933. Die Lektorin Paula und ihr Verlobter Jonathan reisen kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs ins Baltikum, um das neueste Werk des Autors Aschenbrand abzuholen. ...

Die Geschichte spielt in den Jahren 1913 und 1933. Die Lektorin Paula und ihr Verlobter Jonathan reisen kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs ins Baltikum, um das neueste Werk des Autors Aschenbrand abzuholen. Dieser Schriftsteller verbirgt in dem düsteren Herrenhaus allerdings weitaus mehr als nur sein Manuskript. Zwanzig Jahre später ermittelt Kommissar Frey in der Bücherstadt Leipzig in einem Mordfall und stößt auf weitere Geheimnisse und Verbindungen zu den Geschehnissen im Baltikum.

Ich mag die detaillierte Schreibweise des Autors sehr gern und wurde auch hier nicht enttäuscht. Meyer schafft - im Gegensatz zu den Büchern, die ich bisher von ihm gelesen habe - eine absolut düstere, geheimnisvolle Atmosphäre. Liebhaber von Geistergeschichten, Okkultismus und Freimaurerlogen kommen beim Miträtseln voll auf ihre Kosten. Beide Zeitstränge haben mir gut gefallen und durch die zunehmende Verstrickung weiter die Spannung erhöht. Die Erkundung
des Hauses Hundsheide möchte ich schon fast in das Genre Horror einordnen, was ich anhand des Klappentextes nicht erwartet habe, mich aber umso mehr gefreut hat. Die Verstrickungen der Mordermittlung im Jahr 1933 verbreiten ebenfalls eine andere Art des Horrors beim Lesen.

Eine Mischung aus Kriminalroman mit vielen historischen Details und Elementen des Okkulten, die ich absolut weiterempfehlen kann. Vielen Dank an den Knaur Verlag, der mir in Kooperation mit Vorablesen ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Veröffentlicht am 22.10.2024

Leider enttäuschend

Kingdom of Lies
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Ich war zu Beginn der Handlung tatsächlich stark irritiert, weil mich die Geschichte doch sehr an eine andere bekannte Fantasy-Reihe erinnert. Doch dann plätscherte die Handlung so vor sich hin, trieb ...

Ich war zu Beginn der Handlung tatsächlich stark irritiert, weil mich die Geschichte doch sehr an eine andere bekannte Fantasy-Reihe erinnert. Doch dann plätscherte die Handlung so vor sich hin, trieb mal schneller und mal langsamer voran. Zum Ende hin ging dann alles ganz schnell, hier hätte ich mir einen durchgängig aufgebauten Spannungsbogen gewünscht.
Die Grundidee, auch wenn sie mir nicht neu war, ist gut - ein Königreich, was seinem Volk die Magie unter einem Vorwand wegnimmt und der Adel davon profitiert. Und dann mischen auch noch die Fae mit. Klingt doch großartig oder? Wäre da nicht die schwache Umsetzung des Worldbuildings. Viel Potenzial, das aus meiner Sicht für einen Roman von 500 Seiten wenig genutzt wurde.

Auch der große Plan der Rebellen erschien mir zu sehr konstruiert, zufällig kommen immer wieder Handlungsalternativen auf und alles löst sich ohne größere Probleme von selbst. Gibt es doch mal Probleme ist selbstverständlich ein Heiler direkt um die Ecke, um zu helfen.

Die Charaktere blieben größtenteils flach, ebenso die Lovestory. Bis auf eine starke körperliche Anziehung konnte ich nur wenige Gefühle zwischen beiden Hauptcharakteren wahrnehmen. Zum Spitznamen "Wildkatze" möchte ich lieber gar nichts sagen.
Pluspunkte hätte es von mir für den großen Plottwist am Ende rund um Lorian gegeben, leider kam der für mich wenig überraschend. Ob ich den zweiten Teil lesen werde, wird sich zeigen.

Vielen Dank an die Verlagsgruppe HarperCollins, die mir in Kooperation mit Vorablesen ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Jeder hat Geheimnisse

Letzte Lügen
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Das gilt besonders für die Bewohner der McAlpine Lodge. Sara und Will wollen ihre Flitterwochen in den Bergen verbringen, doch daraus wird wohl nichts, als sie am See eine Leiche finden. Tief in Familiengeheimnisse ...

Das gilt besonders für die Bewohner der McAlpine Lodge. Sara und Will wollen ihre Flitterwochen in den Bergen verbringen, doch daraus wird wohl nichts, als sie am See eine Leiche finden. Tief in Familiengeheimnisse und die Ermittlungen verstrickt, tauchen immer mehr Lügen und Motive auf.

Es ist mein erstes Buch in dieser Reihe, was mir vor dem Lesen auch bewusst war. Auch ohne die anderen Bände zu kennen, habe ich nicht das Gefühl etwas durch fehlende Vorkenntnisse verpasst zu haben. Der Fokus liegt hier auf den Ermittlungen und nicht so sehr auf den Hauptcharakteren, sodass ich tatsächlich sagen würde, man kann es auch ohne Hintergrundgeschichte zu Sara und Will lesen. Beide Figuren waren mir von Beginn an sympathisch. Ich werde sicherlich noch die Reihe starten - dieses Mal auch bei Band eins.

Mit über 500 Seiten ist dieses Buch für einen Thriller sehr lang, was gerade in diesem Genre so seine Längen mit sich bringen kann. Umso mehr hat mich die Autorin beeindruckt. Für mich war der Spannungsbogen konstant hoch. Sie hat wirklich ein Netz aus Lügen erschaffen und eine einfach unfassbar desaströse Familiengeschichte. Ich habe das Ende überhaupt nicht kommen sehen. Von mir eine absolute Empfehlung an alle Thriller-Fans!

Einen Stern Abzug gibt es für die nicht vorhandene Triggerwarnung. Es werden hier explizite Handlungen beschrieben, die definitiv nachwirken können.

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