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Veröffentlicht am 10.04.2023

Schatten und Rauch über Malibu

Malibu Rising
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"Denn wie es in der Natur von Malibu liegt, zu brennen, so lag es in der Natur einer gewissen Person, Feuer zu legen und zu verschwinden."

Die Autorin nimmt uns mit nach Malibu in das Jahr 1983, wo sich ...

"Denn wie es in der Natur von Malibu liegt, zu brennen, so lag es in der Natur einer gewissen Person, Feuer zu legen und zu verschwinden."

Die Autorin nimmt uns mit nach Malibu in das Jahr 1983, wo sich das Model Nina Riva und ihre Geschwister auf die Sommerparty des Jahres vorbereiten. Stars und Sternchen Hollywoods und solche, die es mal werden wollen, gehen zur berüchtigtsten Party in LA. Doch in diesem Jahr gerät alles vollkommen außer Kontrolle.

Denn auch in Malibu ist nicht alles Gold was glänzt. Das wissen auch die Riva-Kinder. Vom berühmten Star Mick Riva allein gelassen mit der Mutter und einem mehr schlecht als recht laufenden Restaurant, mussten sich die vier Geschwister durch den Alltag kämpfen. Ihre Liebe zueinander und zum Surfen hat sie dabei stets vereint.

Die Geschichte spielt zwischen den Vorbereitungen der Party, der Vergangenheit rund um das Kennenlernen und Ehe der Eltern sowie Leben und Karrieren der Riva-Geschwister. Der Autorin gelingt es mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil die Handlungsstränge so gut zu verknüpfen, dass man in einigen Momenten tatsächlich überlegen könnte, ob es sich hier um reine Fiktion handelt oder es reale Vorbilder in Hollywood gab.
Unterhaltsame Lektüre für laue Sommerabende oder den perfekten Tag am Strand.

Vielen Dank an das Team von Vorablesen, die mir in Kooperation mit dem Ullstein Verlag ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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Veröffentlicht am 31.03.2023

Düstere Stimmung auf einer einsamen Insel

Stranded - Die Insel
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"Ich wusste, wie man überlebt und wie man heilt. Also wusste ich auch, wie man tötet."

Maddy bekommt die Chance an einem TV-Experiment teilzunehmen: Acht Menschen werden ein Jahr ohne Außenkontakt auf ...

"Ich wusste, wie man überlebt und wie man heilt. Also wusste ich auch, wie man tötet."

Maddy bekommt die Chance an einem TV-Experiment teilzunehmen: Acht Menschen werden ein Jahr ohne Außenkontakt auf einer schottischen Insel nur mit minimaler Ausrüstung überleben müssen. 18 Monate später ist Maddy die einzige Überlebende.

Die Autorin hat es geschafft, eine durchweg bedrückende Stimmung zu beschreiben. Die sich immer weiter entwickelnde Gruppendynamik, Ausgrenzung und der Hass unter den Charakteren ist authentisch dargestellt. Da die Handlung ausschließlich aus Sicht von Maddy geschildert wird, stellte sich mir immer wieder die Frage, ob diese Darstellung wirklich der Wahrheit entspricht. Die Rückblicke aus ihrer Vergangenheit und Andeutungen aus der Zukunft nach Rückkehr von der Insel haben das noch bestärkt. Dies hat zusätzlich die Spannung erhöht. Interessant für mich war hier auch, dass mir wirklich keiner der Charaktere sympathisch war.

Leider hatte die Story für mich auch einige Lücken, insbesondere die Schilderungen rund um die TV-Produktion waren unglaubwürdig. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Hier hätte ich mir einen echten Plottwist gewünscht. Wer über einige unlogische Situationen hinwegsehen kann, wird trotzdem Freude an diesem spannenden Survival-Thriller haben.

Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag, der mir in Kooperation mit Lovelybooks ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Veröffentlicht am 12.03.2023

Ein ganz besonderer New Yorker Sommer

Es war einmal in Brooklyn
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"Sich in sich selbst zu verlieben, ist der Schlüssel zum Glück."

Der Sommer 1977 stellt New York vor besondere Herausforderungen. Die Temperaturen brechen Rekorde, die Polizei jagt einen Serienmörder, ...

"Sich in sich selbst zu verlieben, ist der Schlüssel zum Glück."

Der Sommer 1977 stellt New York vor besondere Herausforderungen. Die Temperaturen brechen Rekorde, die Polizei jagt einen Serienmörder, der später als "Son of Sam" bekannt werden sollte. Auch für die 17 Jahre alten besten Freunde Juliette und David wird sich das Leben für immer verändern. Der krebskranke David begreift, dass er seine beste Freundin liebt. Doch wie viel Zeit bleibt ihm noch?

Der Roman beschreibt in eindringlicher Weise die Stimmung im New Yorker Hitzesommer 1977. Nicht nur die Temperaturen steigen, sondern auch die Angst der Menschen vor einem Serienkiller. Die Autorin schafft es wirklich gut, die Handlung in diese Stimmung einzubetten. Der Schreibstil lässt sich angenehm und schnell lesen. Sowohl Juliette als auch David sind nahbare und sympathische Charaktere, die versuchen herauszufinden wo die Zukunft sie hinführen wird. Die Entwicklung und Unsicherheiten der Teenager wird authentisch dargestellt. Auch die Krebserkrankung von David wird empfindsam abgebildet. Eine absolute Leseempfehlung für Fans von stimmungsvollen Romanen.

Vielen Dank an den Kindler Verlag, der mir in Kooperation mit Vorablesen ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

The beautiful people - oder etwa nicht?

Equilon
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"Hätte ich Flügel, ich hätte ein Leben. So bleibt mir nur die Nacht."

Die Erde ist zerstört und nur noch in Teilen bewohnbar. Die Menschen in den Grenzländern kämpfen ums Überleben mit einer Hoffnung: ...

"Hätte ich Flügel, ich hätte ein Leben. So bleibt mir nur die Nacht."

Die Erde ist zerstört und nur noch in Teilen bewohnbar. Die Menschen in den Grenzländern kämpfen ums Überleben mit einer Hoffnung: New Valley. Der Algorithmus EQUILON entscheidet, wer zu den wenigen Auserwählten gehört und ein neues Leben beginnt. Jenna hat hart dafür gekämpft und wurde auserwählt. Im Gegensatz zu Dorian, dessen Score immer weiter sinkt.

Die Autorin hat eine dystopische Welt erschaffen, die durch Korruption und Macht, Bedrohung durch den Klimawandel, Überwachung und künstliche Intelligenz manchmal gar nicht so weit weg erscheint. Ist ein IT-gestütztes System wirklich in der Lage zu entscheiden wer privilegiert ist, wenn dieses System durch Menschen erschaffen und weiterentwickelt wird?

Der Schreibstil ist bildhaft, liest sich gut und konnte mich direkt zu Beginn in die Geschichte ziehen. Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Jenna und Dorian erzählt. Beide Charaktere waren mir sofort sympathisch. Ich hätte mir von Jenna etwas mehr Skepsis gegenüber dem System und den Menschen in New Valley gewünscht. Auch einen tieferen Einblicke in die Welt der Rebellen wäre schön gewesen. Das Ende kam sehr plötzlich, obwohl ich glaube die Welt um New Valley hätte durchaus Potenzial für eine Fortsetzung. Für Fans von dystopischen Romanen absolut empfehlenswert.

Vielen Dank an den dtv Verlag, der mir in Kooperation mit Vorablesen ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Veröffentlicht am 12.02.2023

Das Verschwinden von Agatha Christie aus einer ganz anderen Perspektive

Die Affäre Agatha Christie
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"Auch geteiltes Leid kann unerwartete Wärme hervorbringen, selbst wenn es die Ruinen unserer Welt gleichzeitig mit grellem Licht ausleuchtet."

1926 verschwindet die bekannte Autorin Agatha Christie, halb ...

"Auch geteiltes Leid kann unerwartete Wärme hervorbringen, selbst wenn es die Ruinen unserer Welt gleichzeitig mit grellem Licht ausleuchtet."

1926 verschwindet die bekannte Autorin Agatha Christie, halb England sucht nach ihr. Ich habe erwartet, diese elf Tage aus Sicht von Agatha zu erleben. Der Roman wird jedoch aus Sicht von Nan, der Affäre von Agathas Ehemann Archie erzählt. Agatha ist hier eher ein Nebencharakter.

Nan tritt oftmals als allwissende Erzählerin in Situationen auf, in denen sie nicht anwesend war und gar nicht wissen konnte was passiert ist. Auch beschreibt sie bereits Situationen aus der Zukunft und nimmt somit in Teilen das Ende vorweg. Diese
Form des Schreibstils habe ich bisher noch nicht gelesen. Zu Beginn hat mich das etwas irritiert, ich konnte mich aber daran gewöhnen. Nan war mir anfangs sehr unsympathisch und erscheint berechnend. Im Laufe der Geschichte wird Nans Vergangenheit ausführlich dargestellt, was ihre Beweggründe erklärt. Archie ist für mich ein unfassbar egoistischer und wankelmütiger Charakter.

Es handelt sich hier um Historical Fiction und keinesfalls um eine Beschreibung der wahren Geschehnisse. Dies im Hinterkopf und davon abgesehen, dass Agatha hier nicht die Hauptfigur ist, hat mich das Buch wirklich gut unterhalten. Als Hommage an Agatha Christie gibt es außerdem einen Mordfall zu lösen.

Vielen Dank an den Insel Verlag, der mir in Kooperation mit Lovelybooks ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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