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Veröffentlicht am 20.06.2017

Ein Comic wie ein Best of der witzigsten DW Folgen.

Doctor Who - Die vier Doctoren
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Es gibt Konstellationen, in denen es möglich ist, dass sich die Zeitströme verschiedener Inkarnationen des Doctors kreuzen. Das sollte aber besser nicht passieren, denn wenn es passiert, bedeutet es meist ...


Es gibt Konstellationen, in denen es möglich ist, dass sich die Zeitströme verschiedener Inkarnationen des Doctors kreuzen. Das sollte aber besser nicht passieren, denn wenn es passiert, bedeutet es meist nichts Gutes … Auch in diesem Fall, als sich der Zehnte, Elfte und Zwölfte Doctor und ihre Begleiter Gabby, Alice und Clara begegnen, hat es mit kaum weniger als dem Ende von ALLEM zu tun, einer Comic-Lieferung ... und einem geheimnisvollen vierten Mitspieler im Hintergrund …



Die vier Doctoren ist, wie eigentlich alle DW Comics, ein Muss für Whovians. Besonder für diejenigen, die mit dem 10. und 11. Reinkarnationen die Serie begonnen haben.

Eins gleich vorweg: Die Story ist mau. Das kann man nicht schön reden. Aber - das macht in diesem Fall nichts aus. Die Eigenschaften der drei Doctoren gleicht das wieder aus. Dieser Band ist wie ein Best of der witzigsten Folgen vom Zehnten, Elften und Zwölften Doctor.

Clara, die momentane Begleiterin des 12th Doctors findet ein Foto, worauf alle drei Herren abgebildet sind. Natürlich ist ihr sofort klar, dass das nur ein Paradoxon ergeben kann, sollte das wirklich passieren. Also ruft sie alle (Comic) Begleiterinnen der anderen Doctoren zusammen und berichtet ihr Vorhaben. Das Treffen verläuft aber nicht wie geplant und schon stürzen nacheinander die Doctoren herein und jeder weiß alles besser. Eine hitzige Diskussion ist im Gange und das alleine, lohnt sich schon zu lesen. Die Anspielungen, auch auf anderen Rollen der Schauspieler (zb Tennant als Barty Crouch Jr) fand ich super. Schön geekig!

Schnell ist den Doctoren klar - es kann sich nur um eine Falle handeln. Und was tut der Doctor dann immer? Hinein tappen! Das Chaos kann also beginnen...

Das Zeitparadoxon kommt dem DW Zuschauer aus einer Folge mit Rose und dem 9. Doctor bekannt vor. Ob sich diesmal der Verlauf ändern lässt und weshalb der 9. Doctor nicht auch mit von der Partie ist, wird am Ende geklärt.

Erwähnenswert ist auch, dass der Panini Verlag das Cover noch kurz vor Veröffentlichung geändert hat. Zuvor waren nämlich nur Tennant, Smith und Capaldi zu sehen. Um den verstorbenen Schauspieler John Hurt feierlich zu gedenken, wurde das Cover ausgetauscht und eine Abbildung gewählt, auf derer man den War Doctor mit seinen Kollegen sehen kann. Eine wirklich schöne Geste.

Veröffentlicht am 08.05.2017

Hat hier jemand Fischstäbchen mit Vanille Sauce gesagt?

Doctor Who - Der elfte Doctor
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Die Tardis hat ein Signal aufgefangen, das von der Berliner Mauer im Jahre 1976 bis ins antike Rom reicht. Der Doctor, Alice, Jones und Arche stoßen auf ein uraltes Geheimnis, das den Lauf der Geschichte ...


Die Tardis hat ein Signal aufgefangen, das von der Berliner Mauer im Jahre 1976 bis ins antike Rom reicht. Der Doctor, Alice, Jones und Arche stoßen auf ein uraltes Geheimnis, das den Lauf der Geschichte verändern wird. Für Jonas stellt sich dabei das Leben in der Tardis als immer schwieriger dar. Ist das seine letzte Reise durch Zeit und Raum?



Von all den Comic Doctoren hat der elfte die witzigsten Companions verpasst bekommen. Jones, der sein Aussehen ständig ändert und somit allein damit schon einen Schmunzler rauslockt und Arche, der mehr über sich und seine geheimnisvolle Herkunft erfahren will. Dazu noch weibliche Unterstützung von Alice, die von der grauen Maus Bibliothekarin zur selbstbewussten und mutigen Heldin mutiert ist.

Die Hauptgeschichte nimmt zwei große Kapitel ein, danach fängt der erste Teil für den kommenden Band an. Die ersten Geschichten stammen aus der Feder von Warren Fleece, sein Stil hat definitiv Ecken und Kanten. Der letzte Part wurde von Simon Fraser übernommen, was mir insgesamt ein Tick besser gefallen hat, da es auf mich runder wirkt.

Im ersten Part der Geschichte verfolgt die Tardis ein Signal bis ins antike Rom. Bevor sich jetzt schon jemand auf Rory freut, gebe ich hier Entwarnung. Dort treffen sie auf altbekannte Feinde und typisch elfter Doctor, wird es erstmal ordentlich chaotisch bevor sich alles wieder entwirrt. Am Ende wird es sogar emotional, als die Tardis dem Doctor den Zutritt verwehrt und dieser sich erstmal das Vertrauen wieder erlangen muss. Arche erfährt endlich seinen Hintergrund und auch Jones großer Wunsch scheint in Erfüllung zu gehen. Während die drei Begleiter über sich hinauswachsen, muss der Doctor sich einige Fehler eingestehen.

Bislang der beste Band der Reihe um den elften Doctor. Hier ist alles dabei, was dabei sein sollte. Humor, Action, ganz großes Wibbly Wobbly und Emotionen.

Veröffentlicht am 01.05.2017

Dieses Buch ist anders, komisch, tragisch, verworren und doch gradlinig. Es ist eben ganz Eleanor Oliphant.

Ich, Eleanor Oliphant
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Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand...




Eigentlich fällt Ich, Eleanor Oliphant nicht in mein Leseschema. Realistische Belletristik ist normalerweise nicht mein bevorzugtes ...


Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand...




Eigentlich fällt Ich, Eleanor Oliphant nicht in mein Leseschema. Realistische Belletristik ist normalerweise nicht mein bevorzugtes Genre. Aber mich hat der Klappentext neugierig gemacht und ich habe keine Sekunde bereut mich auf diese Geschichte einzulassen.

Miss Eleanor Oliphant ist ein ehrlicher Mensch, eine direkte aber auch sarkastische junge Frau Anfang dreißig. Ab und zu blitzt Sheldon Cooper in ihr durch, was Eleanor aber nicht merken würde, da sie kein TV Gerät hat. Dafür hört sie gerne Radio, und mag es, sich strikt an ihren Alltag zu halten. Präzise genau sind ihre Tage geplant, das fängt schon morgens an, bis zu ihrer Mittagspause und dem darauf folgenden immer gleichen Tagesabschluss. Ja sogar all ihre Wochenenden haben den selben Rhythmus. Allerdings beinhaltet letzterer sehr viel Alkohol. Und obwohl Eleanor klug ist, übersieht sie so manches Manko in ihrem Leben.

Das ändert sich als sie sich zum ersten Mal verliebt. Liebe auf den ersten Blick - etwas, womit Eleanor niemals gerechnet hat aber sie erkennt ihre Chance und bereitet sich vor. Sie will ihrem Auserwählten eine verlässliche Partnerin werden und krempelt daraufhin ihr bisheriges Leben um. Sie kauft sich ein Smart Phone und ein Laptop um ihren Liebsten auf Twitter und Co zu verfolgen. Eleanor muss schließlich auf dem Laufenden bleiben. Denn immer wieder bekommt sie Anrufe von ihrer Mutter, die sie drängt die Initiative zu übernehmen nur um sie danach zu beleidigen.

Genau hier wird dem Leser bewusst, dass es keine leichte Kost wird. Denn man hat sofort das Gefühl als würde hier so einiges nicht stimmen. Allzu oft wird ihre Mutter erwähnt und eine Tat aus der Vergangenheit verschwiegen. Ich war so gebannt von der Geschichte und der Erzählweise, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte.

Die Autorin hat eine sehr schwierige Protagonistin kreiert, die man entweder ins Herz schließt oder sofort Vorurteile ihr gegenüber aufbaut. Um ehrlich zu sein konnte ich mich desöfteren mit Eleanor identifizieren. Sie kann dem üblichen Firmeninternen Tratsch nichts abgewinnen und bleibt gerne für sich alleine. Ich finde introvertierte Menschen werden leider oft fälschlicherweise als arrogant bezeichnet, doch ich empfand Eleanor als ehrlichen und direkten Menschen. Vieles fiel ihr schwer, was eigentlich Alltäglich ist. Aber sie ist auch in vielen Dingen ihren Mitmenschen voraus.

Will man beliebt sein und Freunde haben, muss man bisweilen über Dinge lachen, die man nicht witzig findet, Dinge tun, auf die man eigentlich keine Lust hat, oder sich mit Leuten abgeben, die einen im Grunde langweilen. - Zitat Seite 321

Die Autorin versuchte auch wahrscheinlich genau dies zu kommunizieren, was es bedeutet zu sich selbst zu stehen. Aber davor muss Eleanor sich erstmal gegen die Dämonen ihrer Vergangenheit stellen.

Ich möchte mich von Ihnen nicht auf einen Drink einladen lassen, den dann müsste ich Ihnen im Gegenzug auch eine Runde spendieren, und ich fürchte, ich bin einfach nicht daran interessiert, die auf zwei Getränke entfallene Zeitspanne mit Ihnen zu verbringen. - Zitat Seite 272

Dieses Buch ist anders, komisch, tragisch, verworren und doch gradlinig. Es ist eben ganz Eleanor Oliphant.

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Veröffentlicht am 14.04.2017

Der bisher stärkste Band der Reihe

Die flammende Welt
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Spoiler im Klappentext für den dritten Band der Reihe "Die Bibliothekare".
Meine Rezension habe ich allerdings spoilerfrei gehalten.




Irene und ihr Assistent Kai sind Agenten der unsichtbaren Bibliothek, ...

Spoiler im Klappentext für den dritten Band der Reihe "Die Bibliothekare".
Meine Rezension habe ich allerdings spoilerfrei gehalten.




Irene und ihr Assistent Kai sind Agenten der unsichtbaren Bibliothek, in der es Zugänge zu den unterschiedlichsten Welten - und damit auch zu den seltensten Büchern - gibt. Ihr neuester Fall führt sie in ein alternatives Frankreich zu Revolutionszeiten. Ein gefährlicher Ort, um Bücher zu stehlen. Besonders, wenn plötzlich der magische Rückweg in die Bibliothek versperrt ist.

Was erst wie ein Zufall erscheint, stellt sich als heimtückischer Angriff heraus. Ein Angriff, der die ganze Bibliothek zerstören könnte ... - via Klappentext


"Flammende Welt" ist der dritte Band um Irene und ihren Assistenten Kai, die gemeinsam für eine unsichtbare Bibliothek arbeiten. Eben jene ist nämlich der Hauptsitz von wo aus man in die unterschiedlichen Welten gelangen kann. Irene und Kai sind Agenten und untersuchen Fälle, in denen besondere Bücher eine große Rolle spielen. Bibliothekar zu sein in einer magischen Bibliothek voller geheimnisvoller Bücher = Abenteuer satt.

Gleich vorne weg: Dies ist der dritte Band und ich empfehle immer vom ersten Teil weg zu lesen. Da ich das Buch in einer Leserunde besprechen konnte, wurde schnell klar, dass diejenigen die mit dem dritten Band begonnen haben viele Wissenslücken hatten. Auch wenn die Autorin zumindest das Wichtigste wiederholt, geht doch viel Insider Wissen verloren. Ich kann die Reihe für Fantasy Fans, und alle die es werden möchten, absolut empfehlen.

Das besondere an dieser Reihe ist wohl Irene und ihre wortgewandten Auseinandersetzung mit so ziemlich jedem. Irene hat einen interessanten Sinn für Humor. ;) Die Autorin ist sehr detailverliebt und somit kann man sich von den Welten und den dazugehörigen Abenteuern ein sehr gutes Bild machen.

Da Irene momentan noch auf Bewährung ist wird sie strafversetzt. Als sie sich zu ihrer neuen Aufgabe aufmacht, bleibt ihr der Rückweg erstmal versperrt. So verschlägt es sie und Kai von Frankreich nach Russland und dort treffen sie auf alte Bekannte und Verbündete. Dadurch dass die unsichtbare Bibliothek wie eine Zeitmaschine funktioniert, weiß man als Leser nie ganz genau was einen erwartet. Zeit, Land, Rassen - alles kann, nichts muss. Das macht auch den Reiz der Reihe aus. Die Welt und all ihre Möglichkeiten sind hier sehr komplex dargestellt, hier leistet die Autorin wirklich hervorragende Arbeit.

Aber leider war nicht alles rund, auch wenn ich den dritten Teil als bisher stärksten empfinde. Irene hat sich zu oft in ihrer Gedankenspirale verloren und wiederholt. Relativ viele Fragen blieben offen, mehr als man gewohnt ist.

Nichtsdestotrotz ist "Die Bibliothekare" Reihe einfach fulminant. Im englischen erscheint der vierte Band Ende November und ich bin mir sicher, dass die Übersetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt.

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Veröffentlicht am 11.04.2017

Ooga Chaka

Star-Lord: Zu den Sternen
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I can't stop this feeling
Deep inside of me
Star-Lord, you just don't realize
What you do to me...





Wer zu den Comics von Star-Lord greift, weiß sicherlich aus dem Film wie seine Vorgeschichte abläuft. ...

I can't stop this feeling
Deep inside of me
Star-Lord, you just don't realize
What you do to me...





Wer zu den Comics von Star-Lord greift, weiß sicherlich aus dem Film wie seine Vorgeschichte abläuft. Allerdings ist dies gar nicht die original Handlung und daher kann man in "Zu den Sternen" erfahren, wie es wirklich ablief. Der erste Teil beantwortet daher die Frage, wie aus Peter Quill Star Lord wurde und wie er den Ravagers begegnete und Weltraum Pirat wurde. Auch wenn großteils einiges anders als in den Filmen dargestellt ist, erkennt man wo die Verbindungen aufgebaut bzw übernommen worden sind.

Peters Mutter ist von Aliens ermordet worden und seitdem ist er verrückt danach in den Weltraum zu fliegen und versucht sich als Astronaut bei der NASA. Er versucht es zumindest, denn eigentlich ist er nur Mechaniker. In Rückblenden wird hier Peters Geschichte erzählt, während es sich dramatisch zuspitzt.

Der zweite Part geht schon mehr in Richtung "Hauptsache Lacher" und spielt sich schon eher im Filmbereich ein. Hier wird jeder aufs Korn genommen und die zwei Hauptakteure am meisten. Die Guardians Crew will Kitty Pride und Star Lord wieder zusammen bringen und veranstalten dabei einige fragwürdige Methoden. Die besten Ideen hat natürlich Groot, er bringt es immer wieder auf den Punkt. ;)

Zu dem Artwork muss ich ja nicht viel erwähnen, ein Blick auf Autoren und Zeichner genügt und man weiß, dass man hier nicht enttäuscht werden kann. Ich kann beim besten Willen hier keine Kritikpunkte finden. Wer Guardians of the Galaxy mag und mehr über die ursprüngliche Geschichte von Peter Quill aka Star-Lord erfahren will, ist mit diesem Band auf der sicheren Seite.