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Veröffentlicht am 23.10.2020

Blut, Feuer und Rauch verdichten sich.

Adular (Band 2): Rauch und Feuer
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Meinung:

In „Adular: (Band 2): Rauch und Feuer“ von Jamie L. Farley überschlagen sich die Ereignisse. Die Stimmung wird noch feindseliger und das Adrenalin erklimmt neue unbekannte Höhen. Schuld sind ...

Meinung:

In „Adular: (Band 2): Rauch und Feuer“ von Jamie L. Farley überschlagen sich die Ereignisse. Die Stimmung wird noch feindseliger und das Adrenalin erklimmt neue unbekannte Höhen. Schuld sind wahrscheinlich die letzten Ereignisse aus Band 1, die sich nun hier fortsetzen.

Die Rebellen ziehen eine Schneise aus Blut durch Adular. Sie machen weder vor Männern, Frauen noch Kindern halt. Hinter ihnen liegen tote Körper in ihr eigenes Blut getränkt. Grenzen werden überschritten und die verbale Ausdrucksweise erhöht sich mit der hochgeschaukelnden Stimmung des Volkes.

Elanor weiß, dass ihr nur zwei Möglichkeiten bleiben. Entweder sie kommt in den Flammen der Rebellion ums Leben, oder sie nutzt ihr aufkeimendens Licht der Hoffnung, egal wie gering dieses zu sein scheint, um einen Weg aus der allumfassenden Dunkelheit zu finden.

Elanors Kampf ist noch lange nicht vorüber. Ihre Zukunft ist ungewiss, und nun muss sie noch um ihre ungeborenen Kinder bangen. Feuer umschließt sie, von vielen Seiten scheint Gefahr zu drohen. Gibt es überhaupt noch so etwas wie Sicherheit, oder ist diese trügerisch wie die stillen Schatten? Ich bewundere ihren Mut und ihren Kämpfergeist, auch wenn die Verzweiflung stetig ihre gierigen Finger nach ihr auszustrecken versucht.

Andere Charaktere treten stärker mit Elanor in den Handlungsmittelpunkt. Zum einen wäre da Valion mit seiner spitzen, vorlauten Zunge, der einfach mit seiner Anwesenheit schon für Probleme sorgt.

Der Schreibstil ist flüssig und trägt die dunkle, kalte und blutige Stimmungslage an den Leser hautnah heran. Es ist, als würde man auf einem Kampfplatz stehen im peitschenden Regen mit dem Geruch von Feuer und Blut in der Nase. Der Autor spielt auch gekonnt mit dem Leser innerhalb der Geschichte, und es ist nicht immer klar, wer Feind und wer Freund ist. Die Fronten sind oftmals unscharf. Als Leser ist man erpicht darauf herauszufinden, wo sie sich verlieren. Zweifel in Worte gefasst können genauso tief schneiden wie ein scharfes Messer. Doch welche Einblicke wir dieses Mal in Adular bekommen, lässt mein Herz wahrhaftig erstarren.

Fazit:

Blut, Feuer und Rauch verdichten sich. Die Handlung wird noch einmal Gewaltbereiter, rauer und auch brutaler als im Band davor. Selbst der Leser ist mittlerweile in der Lage, die neue Stimmungslage in seinen Adern wahrzunehmen. Wer auf eine ausgiebige Verschnaufpause gehofft hat, könnte enttäuscht sein. Ich persönlich mochte den schnellen Handlungsverlauf, auch wenn er durch die vielen Gefühlsregungen hin und wieder leicht an Fahrtwind verlor. Dennoch tat das der aufreibenden und gefahrerfüllten Stimmung keinen Abbruch. Empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 09.10.2020

Nicht nur Ada macht diese Geschichte zu einem besonderen Häppchen!

Ada (Band 2): Die vergessenen Orte
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Meinung:

„Ada: Die vergessenen Orte“ von Miriam Rademacher ist eine gelungene Fortsetzung die an die Geschehnisse des ersten Bandes anknüpfen. So manch eine Frage blieb nach Band 1 offen. Abhilfe schafft ...

Meinung:

„Ada: Die vergessenen Orte“ von Miriam Rademacher ist eine gelungene Fortsetzung die an die Geschehnisse des ersten Bandes anknüpfen. So manch eine Frage blieb nach Band 1 offen. Abhilfe schafft nun Band 2 der Reihe. Wir steigen tiefer in die Geheimnisse der mysteriösen Kreaturen ein. Ein Professor dem jedes Risiko recht ist. Studenten die das große Ganze zu spät erfassen. Konsequenzen, die so weitreichend sind, dass sie bis in die Zukunft nachhallen werden.

Ada Lippnik ist das rüstige Kindermädchen mit dem gewissen Etwas. Ihr Name ist den meisten ein Begriff. Einige verbinden ihn mit positiven Erfahrungen, andere haben sie sicher des öfteren schon verflucht. Am liebsten spielt sie Golf, wobei sie den Schläger auch einmal anderweitig einsetzt. Ich mag Ada sehr gerne, besonders, weil es sich eben mal um eine etwas ältere Protagonistin handelt, und sie dennoch ihren Biss behalten hat.

Nicht nur Ada macht diese Geschichte zu einem besonderen Häppchen, sondern auch ihre außergewöhnlichen Schützlinge und Freunde, die ihr auch hier nicht von der Seite weichen. Ein Wiedersehen mit Valerie und Teddy sowie weiteren Charakteren ist euch gewiss.

Eigentlich hatte ich vermutet, dass die Geschichte ganz anders verläuft und wir gewisse Wesen hinter uns gelassen haben, dem ist aber nicht so! Es gilt noch etliche Gegebenheiten und Geheimnisse herauszufinden, um an den Kern der Geschehnisse und Ereignissen zu gelangen!

Der Schreibstil von Miriam Rademacher ist einfach herrlich! Bereits nach den ersten Seiten wollte ich den neuen, tiefer liegenden Geheimnissen auf die Spur kommen. Das Buch ist wiederholt für meinen Geschmack viel zu schnell zu Ende gewesen.

Fazit:

Ich mochte den spannenden Handlungsverlauf und den Nervenkitzel, der mich während des Lesens förmlich befallen hat. Euch erwartet ein mitreißendes Abenteuer, das an die Anfänge des Ganzen zu führen scheint und das Ausmaß des Chaos, das angerichtet wurde, vor Augen führt. Wer ist Opfer? Wer ist Täter? Oder gibt es in dieser Geschichte nur Geiseln ihres Schicksals? Am Ende bleibt und ist Ada allerdings meine unausgesprochene Heldin mit ihren wunderbaren Freunden und Schützlingen an ihrer Seite! Doch was hält das Schicksal für sie bereit? Ich will es auf jeden Fall in Band 3 herausfinden und kann dessen Erscheinen kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 09.10.2020

Diese bezaubernde Schmuckausgabe lässt nicht nur Kinderaugen strahlen..

Die Abenteuer des Pinocchio
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Meinung:

Die Schmuckausgabe „Die Abenteuer des Pinocchio“ von Carlo Collodi aus dem Coppenrath Verlag lädt Klein und Groß erneut in das fantastische Abenteuer rund um Pinocchio ein.

Die Geschichte um ...

Meinung:

Die Schmuckausgabe „Die Abenteuer des Pinocchio“ von Carlo Collodi aus dem Coppenrath Verlag lädt Klein und Groß erneut in das fantastische Abenteuer rund um Pinocchio ein.

Die Geschichte um Pinocchio vermittelt die altbekannten Werte über Zusammenhalt, Freundschaft, Vertrauen und Fleiß. Pinocchio zeigt, dass man bereit sein kann, durch Erfahrungen zu wachsen, und dass man seine Fehler einsehen und bereuen kann. Authentisch ist diese kleine Holzpuppe allemal. Ich mag besonders aber auch die blaue Fee und Geppetto, die immer an ihn glauben und ihn niemals aufgeben.

Die Aufmachung allerdings ist eine andere, sie ist unglaublich überzeugend. Sieben interaktive Illustrationen von MinaLima warten darauf entdeckt und erkundet zu werden. Neben den sieben interaktiven Illustrationen sind auch einige andere sehr ansprechende Zeichnungen im Buch zu finden. Einladende Kapitelanfänge leiten in die jeweiligen Szenerien ein. Die Schmuckausgabe macht einen hochwertigen Eindruck. Das wunderschöne Cover könnte eventuell für meinen Geschmack leicht anfällig für Makel sein.

Allerdings sollten das Kinder nicht allzu jung sein, wenn sie die Geschichte alleine lesen. Schließlich ist dies nicht die Disney-Version dieser Geschichte, sondern der alte Klassiker. Auch die Sprache ist in der damaliger Zeit ansässig. Durch einige Ausdrücke wird dies deutlich sichtbar. Der Coppenrath Verlag sieht ein Lesealter ab 12 Jahren vor. Ansonsten gilt es für Erwachsene die Geschichte etwas für die Kleinsten beim Lesen abzuwandeln. So haben auch die Kleinsten sehr viel Freude an der Geschichte und auch an den interaktiven Illustrationen.

Fazit:

Diese bezaubernde Schmuckausgabe lässt nicht nur Kinderaugen strahlen, sondern versetzt auch Erwachsene in ihre Kindheit zurück. Ein Kindheitsklassiker, der einfach unverzichtbar ist und so viele wichtige Werte vermittelt.
„Die Abenteuer des Pinocchio“ werden von vielen unterschätzt, aber ich bin sicher, nach dieser Schmuckausgabe schleicht er sich auch noch gekonnt in die Herzen der letzten Zweifler hinein. Bei mir hat es diese Schmuckausgabe des Pinocchio jedenfalls geschafft.

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Veröffentlicht am 25.09.2020

Für schwache Nerven ist Adular sicher nichts..

Adular (Band 1): Schutt und Asche
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Meinung:
„Adular: Schutt und Asche“ von Jamie L. Farley präsentiert sich in einer rauen und kühlen Umgebung. Einzig die Charaktere, die Dûhirion als seine Freunde zählen könnte spenden gezielt Wärme im ...

Meinung:
„Adular: Schutt und Asche“ von Jamie L. Farley präsentiert sich in einer rauen und kühlen Umgebung. Einzig die Charaktere, die Dûhirion als seine Freunde zählen könnte spenden gezielt Wärme im Leserherz. Die Aufstände bedrohen nicht nur die ganzen Bewohner von Adular, sondern auch unterschwellig alle Menschen, Elfen und Co. die Dûhirion unbewusst in sein Herz gelassen hat. Letztlich wird er, ob er will oder nicht, eine Seite wählen müssen, auf der er kämpfen wird. Oder sind seine Hände durch Umbra gebunden, und er doch nur ein stiller Beobachter? Als Besitz der Gilde hat er jahrelang als „Werkzeug“ gelebt! Doch wird die Gefahr ihn dazu bringen, diese nicht sichtbaren Fesseln durch die Liebe zu Elanor zu brechen?

Dûhirion gehört den Dunkelelfen an. Er ist Assassine. Gefühle haben eigentlich keinen Platz in seinem Leben. Schließlich hat man ihm dies in seiner Ausbildung immer wieder eindrucksvoll durch Folter und Ähnliches eingebläut. Außerdem ist seine Stellung als Dunkelelf zu Füßen aller anderen. Doch nichts davon hilft, als seine Fassade im Angesicht von Elanor nach und nach zu bröckeln beginnt. Als Leser konnte man Dûhirions Gefühlswelt immer deutlicher wahrnehmen.


Elanor gehört den Waldelfen an. Sie hat also eigt. allein dadurch eine gute Lebensqualität zu erwarten. Dennoch gibt sie sich nicht damit zufrieden. Ihr Herz schlägt für die Ärmsten, die Unterdrückung und Sklaverei leiden müssen. Dadurch macht sie des öfteren einen Gewissenskonflikt mit, da sie jedes Mal überlegen muss, sollte sie eingreifen, welche Konsequenzen es für sie und ihre Freunde haben könnte. Ich mochte ihr gutes Herz, das immer wieder deutlich machte, dass sie die Umstände nicht gut findet.


Packend und düster erschließt sich dem Leser die Grässlichkeiten, die besonders den Dunkelelfen widerfahren. Aufstände bahnen sich an. Assassinen erheben sich und sind ebenfalls dafür bekannt, nicht zimperlich mit ihren Opfern umzugehen. Ein Umbruch kündigt sich an und der Ausgang für alle Seiten ist ungewiss. Besonders leicht in diese Geschehnisse einzutauchen macht es dabei der tragende Schreibstil des Autors. Die Atmosphäre war erdrückend und als Leser kann man die Asche auf der Zunge schmecken. Eine raue Wortwahl wurde hin und wieder angeschlagen, aber es hielt sich in Grenzen und passte zu dem Charakter und den unschönen Ereignissen, die mich als Leser hin und wieder bitter schlucken ließen.

Fazit:

Grausame Abgründe werden dem Leser vor Augen geführt und nicht zuletzt mit gnadenloser Brutalität. Für schwache Nerven ist Adular sicher nichts. Allerdings komme ich nicht umhin weiter erfahren zu wollen, ob es nicht doch noch irgendwo ein Fünkchen Hoffnung gibt, das bereit ist aufzulodern. Und dieses Fünkchen meine ich besonders in zwei Charakteren entdeckt zuhaben ... Nach dem Ende brennt allerdings die Frage, ob es dieses Fünkchen überhaupt noch gibt, und mich interessiert es brennend, wie es weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 24.09.2020

Andrew und ich wurden einfach nicht miteinander warm.

Andrew im Wunderland (Band 1): Ludens City
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Meinung:
„Andrew im Wunderland (Bd.1): Ludens City“ von Fanny Bechert. Dieser Titel zog beim mir große Erwartungen nach sich, und ich war ganz gespannt, wie sich diese Märchenadaption gestalten würde.

Die ...

Meinung:
„Andrew im Wunderland (Bd.1): Ludens City“ von Fanny Bechert. Dieser Titel zog beim mir große Erwartungen nach sich, und ich war ganz gespannt, wie sich diese Märchenadaption gestalten würde.

Die Welt hatte ich mir persönlich schrill und bunt wie bei „Alice“ oder gar wie bei „Roger Rabbit“ in schwarz/weiß vorgestellt. Weder das Eine noch das Andere bekam ich. Es gab also vom ,Worldbuilding´ für mich persönlich nichts was mich umgehauen hätte. Eine düstere Atmosphäre, die in einer Stadt mit Fabrikflair und unerträglichem Gestank aufwartet, ist wohl für mich nicht gerade verlockend. Später gab es dann zwar allerdings ein paar abwechslungsreiche Wendungen bzgl. der Umgebung, aber mich einnehmen konnte die Atmosphäre dennoch nicht.

Andrew als Protagonist und möglicher Held dieser Geschichte konnte mich leider auch irgendwie nicht erwärmen. Gut möglich, dass es mitunter an seiner Ausdrucksweise lag. Bisher hatte kein Protagonist eine so unglückliche und anstößige Wortwahl in Büchern, die ich bis zum jetzigen Zeitpunkt gelesen habe, wie Andrew. Ich persönlich würde dieses Buch nicht an junge Leser empfehlen, da die Wortwahl eines Hauptcharakters, wie ich finde, allgemein doch etwas mehr beispielhaft sein sollte. Haltet mich für spießig, aber allein eines dieser anstößigen Worte kam gefühlte 60x im Buch vor.

Die anderen Charaktere fand ich durchaus spannend. Lola und auch Ginger sind an die Charaktere von „Alice im Wunderland“ angelehnt und doch bedeutend unterschiedlicher, denn hier existiert Migwicks. Die Idee der Autorin, mit den Migwicks eine Minderheit zu schaffen, die durch ihre einzigartige Art unterdrückt, getötet und bedroht wird und daher einen Helden braucht, fand ich toll. Leider konnte mich die Umsetzung hingegen nicht wirklich überzeugen, was ich als sehr schade empfunden habe. Erst ab 55 %, ganz kurz bevor ich versucht war, es abzubrechen schaffte es das Buch, mich beim Lesen zu halten, ganz kurz bevor ich versucht war, es abzubrechen. Ab dem Punkt wurde es erst richtig spannend, und man erfuhr mehr über die Gegebenheiten.

Fazit:
Leider konnte „Andrew im Wunderland (Bd.1): Ludens City“ mich persönlich nicht vollkommen für sich einnehmen. Wir wurden einfach nicht miteinander warm. Da hilft auch kein Fläschchen mit einem Zaubertrank mehr. Andrew ist definitiv also nicht mein Lieblingsbuchcharakter. Die Welt bzw. der Ort des gesehenes hielt noch einige Überraschungen bereit, aber das Gefühl von Wärme blieb aus. Die Handlung allerdings gewann mit der Zeit an Farbe und konnte mich dazu bewegen, der Geschichte eine Chance zugeben. Das Buch traf also leider nicht meinen persönlichen Geschmack, um mich ganz für sich zu erobern. Ich empfehle dieses Buch also jenen, die kein Problem mit anstößiger Ausdrucksweise, düsterem Setting, und kalten Spelunken haben.

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