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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2024

Facettenreich

Lupus
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Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, dem angekündigten Themenmix konnte ich nicht widerstehen.
Das Buch liest sich gut und wartet mit zahlreichen Themen auf, die die Handlung aber leicht überfrachten. ...

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, dem angekündigten Themenmix konnte ich nicht widerstehen.
Das Buch liest sich gut und wartet mit zahlreichen Themen auf, die die Handlung aber leicht überfrachten.

Ein Jäger verschwindet spurlos, ein anderer wird tot unter einem Hochsitz aufgefunden. Wölfe werden immer aggressiver, ein Staatsanwalt und eine Amtstierärztin sind in die aktuellen Fälle verwickelt. Ihre Familien sind zudem in vertuschte Vorkommnisse der Vergangenheit verstrickt, die in die Nazizeit zurück reichen, sich in der DDR fortsetzen und nun ans Tageslicht drängen. Die tragischen Geschichten aus der Vergangenheit konnten nicht ganz begraben werden. Eine Liebesgeschichte als Topping gibt es auch noch.

Durch die kurzen Kapitel und den Schreibstil kann man das Buch flott lesen. Rückblenden sorgen für die nötige Neugierde, aber auch Erkenntnisse. Durch die vielen Themen: Jäger, Wölfe, KI, Nazi-Zeit mit ihren Rückzüchtungsversuchen, DDR, aktuelle Wolfsproblematik, Tierschutz, Familiengeschichten, Liebesbeziehung war es etwas überfrachtet, aber letztendlich rutschte alles an den rechten Fleck. Nicht alles erschien mir ganz nachvollziehbar, aber das tat der Spannung bis auf ein paar kleine Längen eigentlich keinen Abbruch. Das Thema KI fand ich sehr gelungen umgesetzt, die Probleme in der Firma und den Umgang damit fand ich realistisch.

Die ungewöhnliche Geschichte hat mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Klassiker als Graphic Novel

Agatha Christie Classics: Hercule Poirots Weihnachten
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Die Vorlage zu diesem Graphic Novel ist der 24. Kriminalroman von Agatha Christie, der unter demselben Titel veröffentlicht wurde.
Diese Umsetzung ist sehr gut gelungen.

1937 feiert Simeon Lee mit seiner ...

Die Vorlage zu diesem Graphic Novel ist der 24. Kriminalroman von Agatha Christie, der unter demselben Titel veröffentlicht wurde.
Diese Umsetzung ist sehr gut gelungen.

1937 feiert Simeon Lee mit seiner Familie und Gästen in Gorston Hall Weihnachten. Für den garstigen Alten endet dieses Fest tödlich. Hercule Poirot ist in der Nähe, da er einen Freund besucht. Er bietet seine Hilfe an und ermittelt in gewohnter Weise drauf los. An Verdächtigen mangelt es nicht. Simeon hat sich zu Lebzeiten viele Feinde gemacht.

Die Bilder geben die Zeit und die unterschiedlichen Personen mit ihren Emotionen gekonnt wieder, kleine Eigenheiten sind prägnant herausgearbeitet und der Wiedererkennungseffekt hilft bei der Vielzahl der Personen.
Der Graphic Novel beschränkt sich auf das Wesentliche und ist sehr unterhaltsam und spannend zu lesen und anzuschauen. Die winterliche Atmosphäre und der Tatzeitpunkt passen super in die Vorweihnachtszeit.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Farben und Wirklichkeit

BiBiBiber hat da mal 'ne Frage. Welche Farben hat der Regenbogen?
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Wie schon in den Vorgängerbänden sind die informationsreichenTexte mit tollen Dialogen und liebevollen Illustrationen gekonnt angereichert, so dass man einerseits Spaß beim Betrachten hat, aber den Inhalt ...

Wie schon in den Vorgängerbänden sind die informationsreichenTexte mit tollen Dialogen und liebevollen Illustrationen gekonnt angereichert, so dass man einerseits Spaß beim Betrachten hat, aber den Inhalt auch besser versteht, weil die Bilder den Text so genial unterstützen. Bananen und Regenbogen betrachte ich nun staunend völlig anders ;)

Nach den Erklärungen rund um die Farben, deren Wahrnehmung und der Verarbeitung im Gehirn gibt es einen Schwenk zu Emotionen, vor allem Liebe und Depressionen. Diese werden auch im Kopf wahrgenommen und können nicht einfach abgeschaltet werden. Wie immer schaffen es die Autorinnen Diversität gut darzustellen und Toleranz zu vermitteln. Diese Themen sind wichtig und mir gefällt, wie es ihnen immer wieder gelingt, sie beiläufig einzubinden.

Insgesamt mag ich diese Reihe sehr, aber dieser Band hatte es auf einigen Seiten in sich. Kinder benötigen schon etwas Hilfe beim Lesen und Verstehen, alleine sollte man sie nicht mit diesem Buch lassen. Am Besten genießt man es in vielen kleineren Häppchen. Auch Erwachsene können hier noch eine Menge lernen. Schön fand ich die vielen Gesprächsanlässe, die sich aus den Texten ergeben haben.

Wir mögen diese Reihe sehr und hoffen auf eine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Kochen mit Sepp

Sepp, was machst du?:
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Sepp Schellhorn kocht gerne österreichisch, bodenständig und lecker. Er präsentiert in diesem Buch 90 Rezepte aus seinem Kanal. Die Tipps und Zubereitungsschritte sind einfach erklärt, der Ton ist für ...

Sepp Schellhorn kocht gerne österreichisch, bodenständig und lecker. Er präsentiert in diesem Buch 90 Rezepte aus seinem Kanal. Die Tipps und Zubereitungsschritte sind einfach erklärt, der Ton ist für den Autor typisch und sympathisch.

Viele der Rezepte sind eher Klassiker, bei mir wurden teils Kindheitserinnerungen wach, der Retro Look tut hier sein übriges. Das wirkt zwar gut, aber ab und an hätte ich mir eine moderene Ausrichtung und Präsentation des Gerichtes gewünscht und insgesamt mehr Vegetarisches.

Eingeteilt sind die Rezepte in die Kapitel Suppen & Kleinigkeiten, Knödel, Pasta & Co, Gemüse satt, Klassiker, Süßspeisen, Meine Basic-ReSEPPte, ein Register am Ende rundet das Buch ab.

Die Beschreibungen sind aber teils etwas ungenau, Zeitangaben fehlen teils. Das die Rezepte jeweils für 4 Personen sind steht nur vorne. Nährwertangaben und Allergene werden nicht ausgewiesen.

Mir gefiel insbesondere das zweite Kapitel, denn bei Knödeln kann ich nur schwer widerstehen. Die Rote-Rüben-Knödel und die Spinatknödel waren super. Die Marillenknödel aus dem Süßspeisenkapitel sind ebenfalls traumhaft. Dafür hat sich das Buch schon mehr als gelohnt.

Für erfahrene Köche gibt es hier Inspiration für altbewährte Originale und Küchenneulinge können sich damit an beliebte Klassiker wagen. Mir gefiel das Buch gut, auch wenn die Fotos teils etwas an Qualität vermissen ließen, appetitlich sah doch alles aus.

Trotz der kleinen Kritikpunkte möchte ich das Buch empfehlen, wer österreichische Küche liebt und es gerne deftig und anschließend süß mag ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 06.11.2024

Sehr inspirierend

Einfach mal Wild
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Wir testen dies Buch seit einigen Wochen und sind restlos begeistert. Es enthält rund 70 Rezepte für diverse Wildfleischsorten. Die meisten Rezepte sind recht leicht umzusetzen und auch für Ungeübte deutlich ...

Wir testen dies Buch seit einigen Wochen und sind restlos begeistert. Es enthält rund 70 Rezepte für diverse Wildfleischsorten. Die meisten Rezepte sind recht leicht umzusetzen und auch für Ungeübte deutlich unter einer Stunde effektive Arbeitszeit machbar. Die Ideen sind weit ab von dem klassischen Braten, sondern punkten mit frischen modernen internationalen Inspirationen.

Das Buch vermittelt einleitend kurz die wichtigsten Besonderheiten, die es zu berücksichtigen gilt, wenn man mit Wildfleisch arbeitet. Den Kapiteln vorangestellt ist ein Extra mit Grundrezepten, die sich zu vielen Gelegenheiten einsetzen lassen, zum Beispiel Marinaden, Panierungen, Krusten, Saucen, kreative Resteverwertung u.v.m.. Die folgenden Kapitel widmen sich jeweils einer Wildfleischsorte: Reh, Rot- und Damwild, Schwarzwild, Hase und Kaninchen, Ente und Gans, Taube und Fasan, sowie Hackfleisch, Schinken und Co.

Wir haben aus einigen Bereichen etwas nachgekocht, jedes Mal hat es sehr gut geklappt und super geschmeckt. Die Zutatenliste gliedert sich jeweils in den Bereiche „für die Beilage“ und „für das Fleisch“, so kann man gezielt auch nur die Beilage oder das Fleisch zubereiten oder die Arbeitsgänge für gemeinsames Kochen aufteilen. Gelegentlich gibt es ein kleine Info zu verwendeten Zutaten. Die Zubereitungslisten sind übersichtlich und nachvollziehbar beschrieben. Uns gefällt vor allen Dingen die kreative Umsetzung. Das Rehfilet mit Dukkah- Kruste und die Rehsteak-Sandwiches mit Avocadocreme wirken modern und konnten auch bei unseren Kindern punkten. Der persische Eintopf mit Auberginen und Kaninchen hat uns überzeugt.
Da wir gar nicht so viel Fleisch essen, gefällt mir an dem Buch besonders, dass die vielen unterschiedlichen Beilagen so sehr unseren Geschmack getroffen haben. Das Erbsenhummus mit Petersiliesauce, die Blätterteigecken mit Hokkaidokürbis, Linsensalat mit Joghurtsauce. Orangen-Meerrettich oder auch Pastinakenpüree konnten wir auch ohne Fleisch in unserem Alltag unterbringen. So bereichert dieses Buch unsere Küche mehr als andere Kochbücher, die wir in der Vergangenheit angeschafft haben. Die tolle Umsetzung ist sehr inspirierend Die Rezepte sind gelingsicher, einfach und lecker. Super!

Von uns gibt es absolute Empfehlung.

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