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Veröffentlicht am 03.11.2024

wendungsreiche Geschichte

Ein Toter zur Bescherung
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In diesem Escape-Room-Adventskalender begeben wir uns mit Max zu einer einsamen Villa. Hier treffen verschiedenen Personen aufeinander, bei der nicht jeder seine Rolle gleich zu erkennen gibt. Ein gefährliches ...

In diesem Escape-Room-Adventskalender begeben wir uns mit Max zu einer einsamen Villa. Hier treffen verschiedenen Personen aufeinander, bei der nicht jeder seine Rolle gleich zu erkennen gibt. Ein gefährliches Spiel des Hausbesitzers zwingt Alle zur Teamarbeit, um Geheimnisse zu lüften und den Weg aus der Villa zu finden.

Pro Doppelseite gibt es ein neues Kapitel zu der Geschichte und ein neues Rätsel, das geknackt werden muss. Die richtige Antwort gibt auf den Hinweis auf die Seite, auf der es weitergeht. Diese Doppelseite muss dann geöffnet werden und dort geht es dann weiter.

Hier gibt es 24 sehr unterschiedliche Rätsel zu lösen, die richtige Lösung weist jeweils den Weg zum nächsten Türchen. Die Rätsel sind abwechslungsreich, manche leichter, andere schwerer, manche fand ich doppeldeutig, so dass man in die Irre gehen konnte. Die Erläuterungen zu den Rätseln nehmen einigen Raum ein. Sie wurden aber sehr gekonnt und den Text eingebaut und ließen einer spannenden wendungsreichen Geschichte rund um eine reiche Fabrikantenfamilie genügend Raum. Ich war tatsächlich immer sehr neugierig auf das nächste Türchen und selbst am letzten Tag kam es noch zu einer Wendung mit der ich nicht gerechnet hatte.

Die Anleitung für das Buch vorne ist kurz, knapp und sehr verständlich gehalten, so das man gleich loslegen kann. Hier findet sich auch ein QR-code, über den man zu Lösungshinweisen kommen soll, wenn der eigene Entdeckerblick nicht ausreicht. Leider führte er nur auf die Verlagsseite, das ist im Notfall natürlich nicht besonders hilfreich.

Über ein Lesebändchen hätte ich mich gefreut, denn wenn man das Buch einige Tage spielt, wird es mit den geschlossenen und den bereits geöffneten Doppelseiten immer unübersichtlicher.

Abgesehen von den kleinen Kritikpunkten hat mir dieser Kalender sehr viel Spaß gemacht und ich kann ihn empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Drei Freunde

Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer
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Dieses Buch ist der Auftaktband einer Dilogie, deren Handlung rund um die Jahrhundertwende in Karlsbad, Berlin, London und Paris spielt. Drei unterschiedliche junge Leute lernen sich 1871 in Karlsbad kennen. ...

Dieses Buch ist der Auftaktband einer Dilogie, deren Handlung rund um die Jahrhundertwende in Karlsbad, Berlin, London und Paris spielt. Drei unterschiedliche junge Leute lernen sich 1871 in Karlsbad kennen. Vicky, Tochter einer Londoner Industriellenfamilie, Paul, ein Berliner Ingenieur und Auguste, ein angehender Meisterkoch aus Paris. In dem Glauben, dass herrliche Zeiten anbrechen werden, wagen sie die ersten Schritte in ihr Leben. Dieser Band endet mit der Silvesterfeier 1900.

Das Personenverzeichnis am Ende ist hilfreich bei der Vielzahl der Figuren, hier sind auch die historisch verbürgten Personen gekennzeichnet. Sinnvollerweise sollte so ein Verzeichnis sich vorne im Buch befinden, damit man es während der Lektüre nutzen kann und nicht so wie hier erst im Nachgang entdeckt.

Peter Prange erzählt routiniert, leicht und unterhaltsam wie immer. Die sehr kurzen Kapitel erzählen abwechselnd von den drei Hauptfiguren. Die Kapitel enden jeweils mit kleinen Cliffhangern, die neugierig machen, wie es weitergeht.
Die gut recherchierte Zeitgeschichte ist gekonnt in die Handlung des Buches eingearbeitet und so erfährt man einiges über das Leben und die Zeit vor den Weltkriegen, die vom Aufbruch und von Veränderungen gekennzeichnet sind.

Die Figuren erschienen mir durchgehend etwas zu blass, ab und an entwickelten sich für meinen Geschmack dadurch Längen. Das kannte ich von vergangenen Werken des Autors nicht.
Trotz der kleinen Kritikpunkte habe ich das Buch gerne gelesen und kann es empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Cocos Familientradition

Coco kann!
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Das Bilderbuch "Coco kann" handelt von der kleinen Coco, die verschiedene Dinge nicht kann: Schleife binden, Angst vor Hunden, Uhr lesen, klettern und balancieren fallen ihr schwer und bei Nichtgelingen ...

Das Bilderbuch "Coco kann" handelt von der kleinen Coco, die verschiedene Dinge nicht kann: Schleife binden, Angst vor Hunden, Uhr lesen, klettern und balancieren fallen ihr schwer und bei Nichtgelingen regt sie sich sehr auf.
Ihr Vater "hilft" ihr über diese Situationen auf seine Art hinweg.
Mir gefiel diese Art leider gar nicht. Es gab immer einen Hinweis auf jemanden aus der Familie, der das besonders gut konnte und dann gelang es Coco nach etwas üben auch. Kinder müssen permanent etwas lernen, häufig fällt dies schwer, ebenso die Akzeptanz des Scheiterns. Einiges gelingt schneller, anderes dauert länger. Gerne hätte ich hier etwas zum wiederholten üben gelesen und Mutmacher zum Durchhalten gefunden. Die Litanei "Das lernst du schon" hören Kinder sicher öfter, das ist für mich aber eher ein Abstellgleis. Die Sache, die der Vater am Ende lernen muss, erscheint auf den ersten Blick witzig, ist es aber nicht wirklich. Kindern wird das aber gefallen: Coco dreht den Spieß um und schlägt den Vater mit den eigenen Argumenten.
Mir gefiel die Umsetzung leider nicht. Ich hätte mir eine Auseinandersetzung mit den Lernsituationen, dem Scheitern und Gelingen gewünscht. Kinder benötigen unterschiedliche Zeiten und unterschiedliche Wege. Eine konkrete Zuwendung zu dem Problem wäre zielführender gewesen.

Das Thema "Angst vor dem Hund" fügte sich nicht gut in den aufgeführten Lernkanon ein. Solchen Gefühlen sollte man ernst nehmen und die Annäherung an fremde Tiere durch Kinder ist ein spezielles Thema für sich, bei dem im Alltag viel falsch läuft.

Nach den vielen Kritikpunkten, möchte ich noch die Illustrationen positiv hervorheben. Diese gefielen mir sehr gut hinsichtlich der Farben, Gestaltung und Anordnung. Auch die unterschiedlichen Reime und Schriftarten fand ich gut. Hier lassen sich viele weitere Gesprächsanlässe finden. Dennoch war das ganze der Altersgruppe angemessen und nicht zu überladen.

Das Buch ist meiner Meinung nach nur eingeschränkt zu empfehlen, ich werde mit Unterbrechungen vorlesen und zwischendurch das Gespräch suchen.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

ausbaufähig

A Song to Drown Rivers
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Ann Liang greift in "A song to drown rivers" eine alte chinesische Legende auf und erweitert diese zu einem Roman. Die wunderschöne Xishi lebt mir ihren Eltern in einfachen Verhältnissen auf dem Land, ...

Ann Liang greift in "A song to drown rivers" eine alte chinesische Legende auf und erweitert diese zu einem Roman. Die wunderschöne Xishi lebt mir ihren Eltern in einfachen Verhältnissen auf dem Land, sie arbeiten hart und können nur von einer zur nächsten Mahlzeit planen. Das Land wird von dem Nachbarland unterjocht und das Leben ist gefährlich. Nach einem Vorfall fällt sie dem jungen Militärberater Fanli auf, der sie zur Spionin ausbildet. Sie wird am Königshaus des Nachbarreiches eingeschleust und soll die Gunst des Königs Fuchai gewinnen und ihn ausschalten. Ihre Liebe zu Fanli erschwert die Situation beträchtlich.
Der Erzählstil ist gut und leicht zu lesen, man kommt zügig durch das Buch. Der Geschichte fehlte es jedoch teilweise sehr an Tiefe. Es geht gleich recht rasant mit einer gefährlichen Situation los, die die beiden Hauptfiguren zusammenführt, aber danach gibt es immer wieder unnötige Längen. Die Liebe zwischen Xishi und Fanli erreichte mich emotional nicht.
Von dem Setting und der Grundidee hatte ich mir mehr erhofft, hier wurde leider Potential verschenkt. Das Ende konnte bei mir jedoch punkten, damit hatte ich nicht gerechnet.
Das Buch selbst ist wunderschön gestaltet, die Farben wirken super.
Von mir gibt es eine eingeschränkte Leseempfehlung und 3,5 Punkte.

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Veröffentlicht am 09.10.2024

origineller Thriller

Invictum
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Invictum ist der zweite Teil einer Reihe, ich konnte ohne Vorkenntnis des ersten Bandes problemlos folgen.
Das Buch ist auffallend schön gestaltet. Die silbernen Elemente schimmern edel und sind erhaben, ...

Invictum ist der zweite Teil einer Reihe, ich konnte ohne Vorkenntnis des ersten Bandes problemlos folgen.
Das Buch ist auffallend schön gestaltet. Die silbernen Elemente schimmern edel und sind erhaben, das Neonblau leichtet ebenfalls, die Farben finden sich auch auf dem Buchschnitt wieder. Die Gestaltung passt zum ersten Band, so dass ein Wiedererkennungseffekt gegeben ist.
Die Hauptfigur Mike Brink hat seit einem Unfall ein seltenes medizinisches Phänomen, durch eine neue Inselbegabung kann er recht problemlos Rätsel lösen. Gleich zu Beginn erhält Mike eine in Rätseln versteckte Einladung, um in Japan an einem besonderen Wettbewerb teilzunehmen. Die junge Japanerin, die ihm dies überbringt, wird ihn weiterhin begleiten. Eine spannende Hatz beginnt, ein Gegenspieler, KI, Japan mit seiner Geografie, Kultur und Geschichte spielen eine größere Rolle.
Mir gefiel der Erzählstil, es ging meistens recht spannungsgeladen von einem Geschehen zum nächsten, es gab kaum Längen. Ich konnte mir alles gut vorstellen und mit Mike mitfiebern. Die abgebildeten Rätsel habe ich mir im Nachgang gerne noch näher angesehen. Durch die Kombination Rätsel, Japan und Thriller ein interessantes Buch, das sicherlich viele Leser ansprechen wird. Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung.

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