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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

Verrückt

The Stranger Times
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Hannah ist am Ende: Kein Mann, kein Haus, kein Job. Also nimmt sie das einzige Angebot an, das sich ihr bietet: Als Redakteurin bei "The Stranger Times", eine Wochenzeitung, die Artikel über UFO-Sichtungen, ...

Hannah ist am Ende: Kein Mann, kein Haus, kein Job. Also nimmt sie das einzige Angebot an, das sich ihr bietet: Als Redakteurin bei "The Stranger Times", eine Wochenzeitung, die Artikel über UFO-Sichtungen, Yeti-Ehemänner und besessene Pudel veröffentlicht.

Doch wie der Untertitel verrät: Was wäre, falls die verrückten Nachrichten wirklich wahr sind? Und, wie die Zwischenkapitel uns wissen lassen, ist diese These gar nicht so haltlos, wie sie scheint, denn in Manchester geschehen einige sehr seltsame Todesfälle...

Zwischen den Kapiteln erhalten wir zudem einige wertvolle Artikel aus der Zeitung, damit wir auch auf dem Laufenden bleiben.



Der letzte Titel aus dem weirden Februar hält, was er verspricht. Langsam lernen wir alle verrückten Mitarbeitenden der Times kennen, die verrückten Bewohnenden Manchesters und die verrückten Geschichten, die ihren Alltag gestalten. Ja, es gibt zwischen den Kapiteln über Hannah noch Kapitel über das Monster (wo man sich die Nebencharaktere merken muss) und dann noch Zeitungsartikel (die man sich nicht merken muss). Zwischendurch bisschen viel.



C.K.McDonnell ist das Pseudonym des irischen Komikers Caimh McDonnell und dementsprechend gibt es viele schöne abstruse Momente. Witzigerweise gibt es auch eine entsprechende Website für die Stranger Times, auf der man sich über neue spannende Meldungen informieren kann - und wenn man den Newsletter abonniert, bekommt man eine Kurzgeschichtensammlung dazu! Oh, und offenbar ist eine Verfilmung geplant!



Nicht so witzig fand ich allerdings die zahlreichen Fehler, die sich noch im Buch befanden - auf einer Seite hatte ein Polizist drei verschiedene Schreibweisen! Oder, dass um 6 Uhr die Lastwagen kommen sollen, dann kommen, die Zeitungen einladen, einige Gespräche geführt werden und 30 Seiten später ist es trotzdem erst halb 6. Seufz. Da ich mir auf Tauschticket eine Erstauflage (mit schwarzem Farbschnitt) erjagt hatte, hoffe ich mal, dass das in späteren Auflagen behoben wurde. Ich denke trotzdem, dass ich den zweiten Band lieber auf Englisch lesen werde.



"Publikation sucht verzweifelten Menschen mit der Fähigkeit, mittels der englischen Sprache Sätze zu bilden. Vollidioten, Optimisten oder Menschen, die Simon heißen, müssen sich nicht bewerben."

~ 01.03.2026

Veröffentlicht am 20.02.2026

Skeptisch

Bunny
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Samantha, ihres Zeichens eher etwas anti, ist als Stipendiatin an der renommierten Warren Schule für die Künste in ihrem vorletzten Jahr, als sie von den "Bunnies" zu einer Party eingeladen wird. Die vier ...

Samantha, ihres Zeichens eher etwas anti, ist als Stipendiatin an der renommierten Warren Schule für die Künste in ihrem vorletzten Jahr, als sie von den "Bunnies" zu einer Party eingeladen wird. Die vier Damen heißen so, weil sie sich untereinander genau so ansprechen: "I love you, bunny!" (Natürlich begleitet von mädchenhaftem Quietschen.) Sie wundert sich also, was sie da soll, da sie aber Kurse mit den Damen hat, geht sie hin. Und von da an wird es ziemlich schräg... Ich versuche mal, das ohne Spoiler zu rezensieren.



Im ersten Teil ist alles relativ normal. Eigenbrötlerische Schriftstellerin wird von quietschiger Clique eingeladen - "Mean Girls"-Vibes ahoi. Im zweiten Teil wird sie natürlich Teil der Bunnies, was ziemlich verstörend ist, weil die wirklich alle nur als Bunny voneinander denken und man nicht mehr weiß, wer was macht. Im dritten Teil geht dann in fragmentierten Gedanken schließlich alles an den A*. Wie erwartet.



Nachdem V. Schwab und Jenny Lawson begeistert davon waren, habe ich es im Auge gehabt, war aber skeptisch. Nachdem ich aber eine "Special Edition des Iconic Weird Girl Book" sah, habe ich mich breitschlagen lassen. Ich glaube, das ist mein erstes Buch, wo der Farbschnitt ein Foto und nicht gemalt ist, sehr cool. Und für den weirden Februar ist die Tagline doch perfekt.

Ich glaube, so ganz habe ich es immer noch nicht kapiert. Verwirrend waren die vielen Namen, obwohl es eigentlich nur 7 Charaktere gibt - doch es gibt für jede ihren richtigen Namen, ihren Bunny-Namen und den Namen, den Samantha ihnen heimlich gibt. Und so weird fand ich das jetzt auch nicht - eine Schriftstellerin an der Uni, eine Mädchenclique, ein paar echte Hasen. Okay, es ist sehr Horror-lastig. Ziemlich am Anfang sagt Samantha allerdings selbst, dass sie oft lügt, um Geschichten interessanter zu machen und seitdem war ich sehr skeptisch. Ich wusste auch gar nicht, als welches Genre das Buch einsortiert wird - Fantasy oder Entwicklungsroman? Letzten Endes war es wohl beides. Immerhin war es schnell zu lesen.



"She nods at the moon, who would never be stressed out by dumb things like school."

~ 20.02.2026

Veröffentlicht am 05.02.2026

Putzig

The Very Hungry Caterpillar - Die kleine Raupe Nimmersatt
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Ich weiß, ich bin spät dran mit diesem Klassiker, aber ich habe das Buch als Kind nie gelesen (so weit ich mich erinnere^^). Doch die Geschichte von einer hungrigen Raupe, die sich durch das ganze Buch ...

Ich weiß, ich bin spät dran mit diesem Klassiker, aber ich habe das Buch als Kind nie gelesen (so weit ich mich erinnere^^). Doch die Geschichte von einer hungrigen Raupe, die sich durch das ganze Buch frisst (und überall Löcher hinterlässt) und am Ende vom ganzen Fressen Bauchweh hat, ist wirklich äußerst sympathisch (wer nach einem Weihnachtsessen nie gestöhnt hat, werfe das nächste Tortenstück!). Ist euch mal aufgefallen, dass alle ausgestanzten Löcher im Vorsatzpapier wieder auftauchen? Ich mag ein stimmiges Gesamtkonzept.

Veröffentlicht am 05.02.2026

Unfassbar

Umarmst du mich mal?
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Ich glaube, ich habe das niedlichste Buch der Welt gefunden. Also, der kleine Igel ist deprimiert und braucht dringend eine Umarmung. Doch alle Tiere haben Ausreden, warum sie den stacheligen Gesellen ...

Ich glaube, ich habe das niedlichste Buch der Welt gefunden. Also, der kleine Igel ist deprimiert und braucht dringend eine Umarmung. Doch alle Tiere haben Ausreden, warum sie den stacheligen Gesellen nicht umarmen können. Der Igel wird immer deprimierter - bis er in der Mitte des Buches die Schildkröte findet, deren harter Panzer gegen die Stacheln schützt. Doch wieso hat das Buch noch so viele Seiten nach dem Happy Ending? Weil man das Buch umdrehen kann - auf der anderen Seite braucht die Schildkröte dringend eine Umarmung, aber ihr harter Panzer hält die anderen Tiere vom Kuscheln ab. Oh Götter, ist das unfassbar süß, wie es immer deprimierender wird und in der Mitte dann die Erlösung. Wundervoll.

Veröffentlicht am 02.02.2026

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Kurz vor Paris
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Eine große Geschichte über Freundschaft, Mut, Antifaschismus, dreckige Lieder und Found Family.

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