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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2026

Putzig

The Very Hungry Caterpillar - Die kleine Raupe Nimmersatt
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Ich weiß, ich bin spät dran mit diesem Klassiker, aber ich habe das Buch als Kind nie gelesen (so weit ich mich erinnere^^). Doch die Geschichte von einer hungrigen Raupe, die sich durch das ganze Buch ...

Ich weiß, ich bin spät dran mit diesem Klassiker, aber ich habe das Buch als Kind nie gelesen (so weit ich mich erinnere^^). Doch die Geschichte von einer hungrigen Raupe, die sich durch das ganze Buch frisst (und überall Löcher hinterlässt) und am Ende vom ganzen Fressen Bauchweh hat, ist wirklich äußerst sympathisch (wer nach einem Weihnachtsessen nie gestöhnt hat, werfe das nächste Tortenstück!). Ist euch mal aufgefallen, dass alle ausgestanzten Löcher im Vorsatzpapier wieder auftauchen? Ich mag ein stimmiges Gesamtkonzept.

Veröffentlicht am 05.02.2026

Unfassbar

Umarmst du mich mal?
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Ich glaube, ich habe das niedlichste Buch der Welt gefunden. Also, der kleine Igel ist deprimiert und braucht dringend eine Umarmung. Doch alle Tiere haben Ausreden, warum sie den stacheligen Gesellen ...

Ich glaube, ich habe das niedlichste Buch der Welt gefunden. Also, der kleine Igel ist deprimiert und braucht dringend eine Umarmung. Doch alle Tiere haben Ausreden, warum sie den stacheligen Gesellen nicht umarmen können. Der Igel wird immer deprimierter - bis er in der Mitte des Buches die Schildkröte findet, deren harter Panzer gegen die Stacheln schützt. Doch wieso hat das Buch noch so viele Seiten nach dem Happy Ending? Weil man das Buch umdrehen kann - auf der anderen Seite braucht die Schildkröte dringend eine Umarmung, aber ihr harter Panzer hält die anderen Tiere vom Kuscheln ab. Oh Götter, ist das unfassbar süß, wie es immer deprimierender wird und in der Mitte dann die Erlösung. Wundervoll.

Veröffentlicht am 02.02.2026

Lesenswert

Kurz vor Paris
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Eine große Geschichte über Freundschaft, Mut, Antifaschismus, dreckige Lieder und Found Family.

Eine große Geschichte über Freundschaft, Mut, Antifaschismus, dreckige Lieder und Found Family.

Veröffentlicht am 07.12.2025

Guter Mix

Kürbisgemetzel
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Die Münchner Schreiberlinge geben allerlei Anthologien heraus - dafür muss man manchmal nicht mal Münchner sein, denn auch ich durfte schone in Gedicht bei ihnen veröffentlichten. Das Schöne: Alle Einnahmen ...

Die Münchner Schreiberlinge geben allerlei Anthologien heraus - dafür muss man manchmal nicht mal Münchner sein, denn auch ich durfte schone in Gedicht bei ihnen veröffentlichten. Das Schöne: Alle Einnahmen werden für gute Zwecke gespendet.

Diese Anthologie beschäftigt sich offensichtlich mit der orangesten Jahreszeit: Halloween & Allerheiligen. Schauen wir mal, was wir zwischen dem Schleier - sorry, Buchdeckeln - erleben...



Dani Aquitane: „Nach Hause“

Eine erst ein Jahr lang tote Geisterfrau kehrt an Allerheiligen zu ihrem Geliebten zurück - doch ob das so läuft wie erwartet? Der sprechende Kürbis ist auch nicht gerade hilfreich... Sehr witzig und gut gelöst.



Lidia Kozlova-Benkard: „Die Geister-(U-)Bahn“

Schonmal in der U-Bahn eingeschlafen? Dieses Gefühl hat auch die Protagonistin dieser Geschichte, als ein Davy-Jones-Verschnitt ihr ein Angebot für ihr Leben macht... Spannend, aber vorhersehbar.



Kornelia Schmid: „Zwischen Ewigkeitssteinen“

Jemand begrüßt einen alten ... Bekannten und bringt ihn zu magischen Steinen, um seine Seele zu retten. Vorhersehbar und mit ein paar Logiklücken.



Saskia Dreßler: „Die gruseligste Nacht des Jahres“

Eine gruselige Müllwelt-Dystopie, in der ein kleines Mädchen einen Schatz findet - doch zu welchem Preis?



Roxane Bicker: „Jägerinnen“

Eine Polizistin muss einen Todesfall klären, bei dem der Verdächtige der Kürbis zu sein scheint...



Marie Mönkemeyer: „Des Landgrafen Soldat“

Der (kopflose) hessische Reiter kehrt zurück in die Heimat - mit einem sprechenden Kürbis!



Sarah Malhus: „Zahltag“

Die Drogenmafia der Sídhe drangsaliert einen jungen Faun. Als er seine Schulden bezahlen will, muss er die Kaution für seinen chaotischen Freund stellen - wie soll er sein Problem in einem Tag bewältigen?



Petra Ottkowski: „Preisgewinner“

Ein Junge wird drangsaliert - erst von Mitschülern, dann von Opas Riesenkürbis... schräg.



Matthias Sebastian Biehl: „Vekstholm Bockholl“

Geiler erster Satz und von da an wirds nur noch abgedrehter. Großartig.



Mae Ludwig: „Der Cache“

Geocacher verschwindet im Wald, Freundin folgt ihm ins Dickicht... offenes Ende.



Denise Yoko Berndt: „Widerworte“

Auftragskillerin diskutiert nachts im Park mit Kürbisfratze... schräg.



Marie Wilhemsen: „Cucu“

Kleinstadtfeindlichkeiten. Wegen des Schreibstils abgebrochen.



Katrin Biasi: „Totes Laub“

Japanisch inspirierte Geschichte über Mädchen, das Hitodama sieht. Seltsames Ende.



Peter Krall: „Zuccageddon“

Das war ein Meisterwerk aus Verschwörungstheorien, die gerade so plausibel waren, dass man unweigerlich an Christian von Aster denken musste. Großartiges Finale.



~ 05.12.2025

Veröffentlicht am 18.10.2025

Zu einfach

Spookily Yours
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Und noch ein Fall von Kürbisopfer. Willow ist eine Hexe und lebt in einem Dorf voller Hexen. Als sie eines Tages eine neue Katze adoptiert, ist sie also sehr verwirrt, festzustellen, dass das Tier in Wahrheit ...

Und noch ein Fall von Kürbisopfer. Willow ist eine Hexe und lebt in einem Dorf voller Hexen. Als sie eines Tages eine neue Katze adoptiert, ist sie also sehr verwirrt, festzustellen, dass das Tier in Wahrheit ein verzauberter Dämon ist.

Sie müssen also seinen Fluch aufheben, wobei der bösi-böse Dämon natürlich auch ein dunkles Geheimnis hat, das enthüllt werden muss.



Hui, das war etwas nervig. Dauernd reden sie davon, dass nur Seelenverwandte gegenseitig ihre Gedanken lesen können und blocken trotzdem dauernd ab, dass sie gerade halbe Konversationen ohne ein lautes Wort führen. Denn natürlich sind die beiden sofort Seelenverwandte nach nur einem Tag und unwiderstehlich voneinander angezogen.

Überhaupt geht das alles etwas zu einfach. Der Fluch wird direkt beim ersten Versuch aufgehoben, easypeasy, und der große Knall wird ebenfalls in einem Satz ausgehebelt und neutralisiert. Ähm, okay?

Zudem wird nie geklärt, wer Damien verflucht hat und wieso. Auch wird nie erklärt, wieso Hexen Dämonen überhaupt so hassen sollen.



Gut war die herbstliche und cozy Atmosphäre, das kleine Örtchen, die Halloween-Vorbereitungen und die Erwähnung zahlreicher leckerer Kuchen und Cupcakes, für die ich mal Rezepte raussuchen muss.



Insgesamt also nett, mit 250 Seiten schnell vorbei.

~ 18.10.2025