Cover-Bild Bunny
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 15.01.2025
  • ISBN: 9783442775484
Mona Awad

Bunny

Roman - Bestseller und Kultbuch: TikTok made me buy it!
Elena Helfrecht (Übersetzer)

»O Bunny, du bist sooo genial!« Margaret Atwood

Sie flechten sich Zöpfe, sind nur als Gruppe unterwegs und nennen sich gegenseitig Bunny : An Samanthas Literatur-College ist die Clique der Bunnys, bestehend aus unerträglich reichen und hübschen jungen Frauen, sehr begehrt. Samantha hingegen ist eine Außenseiterin, ihre einzige Freundin Ava hat für die Bunnys nur Verachtung übrig. Doch eines Tages erhält sie eine Einladung zum sagenumwobenen Schundsalon, einer Mischung aus Party und künstlerischer Performance, bei der die Bunnys Erstaunliches hervorbringen. Während Samantha immer tiefer in die unheimliche, aber zuckersüße Welt des Bunny-Kults eintaucht, beginnen die Grenzen zwischen Realität und Wahn zu verschwimmen, und schon bald muss sie sich entscheiden, was Freundschaft für sie bedeutet.

Bunny ist ein satirischer, verrückter und kluger Roman über Freundschaften zwischen Frauen und die Macht von Kunst und Fantasie, der stilbildend für Dark Academia und Weird Girl Fiction wurde.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2024

Eins meiner Lieblinge

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Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, war ich verwirrt! Positiv verwirrt - habe das Internet 10 Stunden nach Theorien und Meinungen durchforstet.

Die Geschichte gibt sehr viel Academia und Girlhood-Vibes, ...

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, war ich verwirrt! Positiv verwirrt - habe das Internet 10 Stunden nach Theorien und Meinungen durchforstet.

Die Geschichte gibt sehr viel Academia und Girlhood-Vibes, aber auf eine sehr verstrickte Weise.
Man weiß nie, was passiert, wie es passiert, auf die Erzählfigur ist kein Verlass. das ist super interessant.
Der Stil ist der Hammer! Man kann es nicht weglegen.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Satire, Wahn und Einsamkeit

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Ich glaube, dass das ein Buch ist, das man entweder hasst oder liebt. Ich habe es geliebt, auch wenn ich ein bisschen gebraucht habe, um in die Geschichte reinzufinden. Satire liest sich eben anders als ...

Ich glaube, dass das ein Buch ist, das man entweder hasst oder liebt. Ich habe es geliebt, auch wenn ich ein bisschen gebraucht habe, um in die Geschichte reinzufinden. Satire liest sich eben anders als das, was ich sonst lese.

Im Mittelpunkt steht Samantha, die Protagonistin, eine junge Frau, die sich in ihrem elitären Schreibprogramm an einer Uni vollkommen fehl am Platz fühlt. Ihre Kommilitoninnen, die sogenannten Bunnies, sind eine sehr enge, fast sektenhafte Gruppe, die sich gegenseitig Bunny nennen, ständig kichern und wirken, als wären sie aus einem pastellfarbenen Albtraum entsprungen. Anfangs beobachtet Samantha das Ganze mit Zynismus und Abstand, bis sie eines Tages selbst eine Einladung erhält.

Ab da wird alles zunehmend merkwürdig. Samantha verliert den Kontakt zu ihrer einzigen Freundin Ava, gerät immer tiefer in die Welt der Bunnies, und Realität und Wahnsinn beginnen sich zu vermischen. Kaninchen explodieren, Männer tauchen auf, als hätte man sie herbeigeschrieben, und das Schreiben, das eigentlich ihr Anker ist, wird zum Auslöser für etwas Dunkles. Je weiter die Geschichte geht, desto mehr stellt sich die Frage: Was ist Fantasie, was ist Wahn, was ist Trauma? Und ist Ava überhaupt real?

Ich mochte das Buch sehr, obwohl ich zwischendurch öfter dachte: Was lese ich hier gerade? Es ist schräg, blutig, manchmal kitschig, oft poetisch und voll von genau diesen Momenten, in denen man als Leserin laut WTF denken muss. Überraschenderweise habe ich es dennoch geliebt. Gleichzeitig musste ich auch sehr oft mit dem Kopf schütteln.

Die Kritik an akademischem Schreiben, an elitären Schreibzirkeln, an falscher Freundschaft und Gruppenzwang ist clever verpackt, oft witzig und gleichzeitig fies. Der Schreibstil ist sehr bildhaft, teilweise fast schon überladen, aber genau das passt zur fiebrigen, surrealen Stimmung des Buches.

Was mich besonders überzeugt hat, war dieses ständige Spiel mit weiblicher Einsamkeit, Identität und der Sehnsucht, irgendwo dazuzugehören. Die Bunnies sind so überzeichnet, dass sie wieder real wirken – wie eine Mischung aus Barbie, Hexenzirkel und Albtraum aus der Mittelstufe. Und Samantha ist keine einfache Erzählerin. Sie ist verwirrt, wütend, unsicher, anstrengend, und manchmal distanziert, dass man selbst nicht mehr weiß, was man ihr glauben kann. Aber genau das macht sie und die Geschichte auch so spannend.

Das Buch ist seltsam, surreal, verstörend und gleichzeitig faszinierend. Wer mit TikTok-Büchern wenig anfangen kann und Lust auf ein Buch hat, das einen völlig aus der Bahn wirft, sollte diesem Roman definitiv eine Chance geben. Es ist nicht für jeden, aber genau das macht das Buch besonders. Für mich war es ein Leseerlebnis mit viel schwarzem Humor, das mich so schnell nicht loslässt. Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich einlasse, als ich Bunny aufgeschlagen habe und jetzt, ein paar Tage später, denke ich immer noch darüber nach. Selten hat mich ein Buch so verwirrt und begeistert zurückgelassen. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Oh Bunny!

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Samantha hält nicht viel von den Bunnys. Also von den Frauen in ihrem Schreibkurs, die sich gegenseitig "Bunny" rufen und vor allem Pink tragen.
Doch dann bekommt sie eine private Einladung von den schönen ...

Samantha hält nicht viel von den Bunnys. Also von den Frauen in ihrem Schreibkurs, die sich gegenseitig "Bunny" rufen und vor allem Pink tragen.
Doch dann bekommt sie eine private Einladung von den schönen und reichen Frauen - und schon bald wird ihr Leben ganz schön Pink.
Und grauenvoll.


"Bunny" ist ein Buch bei dem ich jeden verstehen kann, der sagt, dass er es nicht mag. So wie ich jeden verstehen kann, der es liebt. Es ist experimentell, manchmal extrem übertrieben - nur um dann eine brutale Szene so nüchtern zu beschreiben, dass man nur darüber lachen kann.

Es fällt mir übrigens extrem schwer die Handlung zu schildern ohne viel vom Plot zu verraten. Der Plot ist geradlinig, das darum herum, allerdings verworren und unter Kitsch, Glitzer und ... Blut, Begierde, Macht: Ein zentrales Element ähnelt dem modernen Prometheus oder Frankenstein, aber wie gesagt: Alles, was man über den Inhalt erzählt, spoilert schon leicht!

Mich hat das Buch vor allem angesprochen, da ich Filme wie "Der Hexenclub" und "Tamara" liebe.
Das Buch balanciert auf einen schmalen Grat von "cringe pur" und "satirischer Gesellschaftskritik". Es hat einen Hauch von Bubblegum-Horror, eine sehr eigene Form des Horrors, der oft belächelt wird, weil es vor allem um Frauen geht - aber ich mochte es! Meine einzige Kritik ist, dass die "Bunnys" kaum Charakter besaßen. Das soll sich in einem zweiten Teil ändern, aber ich muss auch gestehen, dass ich ANgst habe, dass ein Teil 2 einiges vom Flair dieses Buches zerstört ...



Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sterne und blicke eher skeptisch auf den zweiten Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Ein surrealer Albtraum zwischen Horror, Satire und Wahnsinn

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Meine Meinung und Inhalt


"Das gesamte letzte Jahr betete ich im Stillen dafür, dass die nächste Umarmung endlich in der ersehnten Implosion gipfelt, dass sie einander so fest in die Arme schließen, ...

Meine Meinung und Inhalt


"Das gesamte letzte Jahr betete ich im Stillen dafür, dass die nächste Umarmung endlich in der ersehnten Implosion gipfelt, dass sie einander so fest in die Arme schließen, bis die Fleischmasse wie gehaltloser Zuckerguss aus den Ärmeln, Ausschnitten und Rocksäumen ihrer A-Linien-Kleider quillt." (ZITAT)


Mona Awads Roman "Bunny" entführt die Leser in die exzentrische Welt der Protagonistin Samantha Heather Mackey, einer Außenseiterin, welche Mitglied der Warren University ist.

Samantha, die Stipendiatin mit einer Vorliebe für düstere Fantasien, steht im starken Kontrast zu einer Clique wohlhabender Kommilitoninnen, die sich gegenseitig liebevoll "Bunny" nennen und eine fast unheimliche Einheit bilden.

"Wir nennen sie die Bunnys, weil sie einander selbst so nennen." (ZITAT)

Die Erzählung beginnt mit einer satirischen Darstellung akademischer Eliten und entfaltet sich zu einer bizarren Mischung aus schwarzem Humor, Horror und surrealen Elementen. Samanthas anfängliche Abscheu gegenüber den "Bunnies" weicht einer morbiden Faszination, als sie eine Einladung zu deren geheimnisvollem Treffen erhält. Dort wird sie in wirklikch super skurrile Praktiken verwickelt, die die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen lassen.

Ein zentrales Thema des Romans ist die Erforschung von Einsamkeit und dem Verlangen nach Zugehörigkeit.

„Ich sollte abhauen, ich sollte abhauen, ich sollte abhauen. Aber ich bleibe an Ort und Stelle stehen.“ (ZITAT)

Samanthas Beziehung zu ihrer einzigen Freundin Ava wird auf die Probe gestellt, während sie tiefer in die Welt der "Bunnies" eintaucht. Die Dynamik zwischen den Charakteren spiegelt die Spannungen zwischen Individualität und Konformität wider.

Die Geschichte wirkte auf mich wie eine traumähnliche Atmosphäre.

Zusammenfassend ist "Bunny" ein provokanter vulgärer, unverblümter Roman, der Genre-Grenzen sprengt und den Leser herausfordert, über die Natur von Freundschaft, Kreativität und Identität nachzudenken. Es ist eine Geschichte, die gleichermaßen fasziniert und verstört und sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlässt.




Über die Autorin:

Mona Awad, geboren in Montreal, studierte Kreatives Schreiben und Englische Literatur. Sie ist die Autorin von Bunny und drei weiteren Romanen, zuletzt erschien ihr Roman Rouge. Bunny entwickelte sich zur TikTok-Sensation und wurde u.a. für den New England Book Award und einen Goodreads Choice Award nominiert. Für ihren ersten Roman, 13 Ways of Looking at a Fat Girl, erhielt Mona Awad den Colorado Book Award und den Amazon Canada First Novel Award. In einem Artikel im New York Times Style Magazine bezeichnete Margaret Atwood sie als ihre literarische Erbin. Awad lebt in Boston und unterrichtet an der Syracuse University Kreatives Schreiben.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Weird girl fiction

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In dem Buch begleiten wir Samantha, Außenseiterin an ihrer Uni, die in den Bann einer geheimnisvollen Gruppe von Frauen gezogen wird – den „Bunnies“. Was zunächst nur nach einer etwas seltsamen Clique ...

In dem Buch begleiten wir Samantha, Außenseiterin an ihrer Uni, die in den Bann einer geheimnisvollen Gruppe von Frauen gezogen wird – den „Bunnies“. Was zunächst nur nach einer etwas seltsamen Clique klingt, entwickelt sich schnell zu einer Arte Sekte mit verstörenden Ritualen. In dem Buch geht es um Themen wie Zugehörigkeit, Kreativität, toxische Freundschaften und die Grenzen der Realität.

Ich habe schon viel Gutes zu „Bunny“ gehört und hatte dementsprechend hohe Erwartungen. Mir war bewusst, dass es in die Kategorie der weird girl fiction fällt, aber ich war nicht darauf vorbereitet, wie crazy die Geschichte wirklich ist. Da ich normalerweise eher realistische Romane lese, musste ich mich erst an den surrealen Stil gewöhnen und wusste lange nicht, in welche Richtung sich die Story entwickeln würde. Auch das Prinzip der unzuverlässigen Erzählerin war neu für mich und hat mich teilweise auch etwas verwirrt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich alle Aspekte der Geschichte zu 100% verstanden habe, aber das macht es auch irgendwie spannend. Meiner Meinung nach ist das Buch ein Mix aus „The Secret History“, „Mean Girls“ und Horror.

Der Schreibstil hat mir echt gut gefallen. Mona Awad nutzt eine kreative und teilweise verstörende Erzählweise, die in meinen Augen sehr besonders ist.

Insgesamt war das Buch anders als ich es erwartet hatte, aber trotzdem eine faszinierende Erfahrung. „Bunny“ ist definitiv ein Roman, der mich noch länger beschäftigen wird. Ich möchte auf jeden Fall noch „Rouge“, das neue Buch der Autorin lesen und bin gespannt, ob das auch so weird sein wird.

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