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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2020

Leider ...

Celestial City - Akademie der Engel
2

Leider war das Buch nicht mein Fall!
Zunächst muss ich sagen, dass mich das Buch am Anfang total gepackt hat. Ich finde diese dystopische Welt mit Engeln und Dämonen und die damit einhergehenden Fähigkeiten ...

Leider war das Buch nicht mein Fall!
Zunächst muss ich sagen, dass mich das Buch am Anfang total gepackt hat. Ich finde diese dystopische Welt mit Engeln und Dämonen und die damit einhergehenden Fähigkeiten und Akademien wirklich sehr spannend und eine schöne Idee. Ich bin ein großer Angelfall-Fan und dieses Buch hat mich am Anfang daran erinnert.
Am Anfang ... Denn leider wird das Buch sehr bald, sehr teeniehaft. Besonders die Darstellung des schwulen James war ein No-Go für mich. In der heutigen Gesellschaft erwarte ich eine bessere Porträtierung von LGBTQ+ Charakteren. Auch ihre beste Freundin und der Love-Interest Lincoln sind sehr stereoypund haben meiner Meinung nach kaum Tiefe.
Die sehr taffe Bri zweifelt sehr schnell an ihren Fähigkeiten und daran, ob sie nicht "böse" ist. Statt das ordentlich zu reflektieren, weint sie nur herum.
Unterm Strich kann man sagen, dass das Buch nach einem spannenden Anfang sehr schnell der Klischeehaft wird und mich leider nur noch gelangweilt hat.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 09.03.2020

Sehr magisch, aber ...

Der Bär und die Nachtigall
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Die junge Wasja ist eine Halbwaise. Statt ihrer Mutter erzählt ihr eine alte Dienerin Märchen und Sagen aus dem nördlichsten Teil Russlands, in welchem auch Wasja aufwächst. Erst mit der Zeit wird Wasja ...

Die junge Wasja ist eine Halbwaise. Statt ihrer Mutter erzählt ihr eine alte Dienerin Märchen und Sagen aus dem nördlichsten Teil Russlands, in welchem auch Wasja aufwächst. Erst mit der Zeit wird Wasja bewusst, dass die alten Geschichten wahr sind und böse Geister und Dämonen Teil der Realität sind. Zur gleichen Zeit erwachen seltsame Kräfte in der jungen Frau ...


Ich habe von "Der Bär und die Nachtigall" schon sehr viel Positives vom englischen Büchermarkt gehört. Darum stand außer Frage, dass ich das Buch auch lesen will. Leider war das Buch überhaupt nicht meins ...

Schon auf den ersten Seiten habe ich gemerkt, dass der Schreibstil sehr zum Thema Märchen beitragen wird, aber mir fehlte irgendwie die Möglichkeit mich in die Charaktere einzufühlen. Dazu kommt, dass das Buch sich über fast zwei Jahrzehnte von Wasjas Leben erstreckt. Es gibt ein paar Zeitsprünge, die es mir deshalb noch schwerer gemacht haben, mich mit Wasja als Protagonistin anzufreunden.
Dazu kommt, dass die Geschichte sehr gestreckt ist. Alltägliche beziehungsweise unaufgeregte Geschehnisse, die nichts zur Handling beitragen, verhindern leider, dass Spannung aufkommt.

Man muss aber sagen, dass die Autorin das sehr christliche, aber auch sehr mystische Russland des 15. Jahrhunderts gut eingefangen hat.



Leider konnte mich das Buch einfach nicht abholen. Der Schreibstil war zwar sehr märchenhaft, hat den Charakteren allerdings die Tiefe geraubt. Die interessante Story konnte leider nicht darüber hinweg täuschen. Ich kann für den Trilogie-Auftakt nur 3 von 5 Sternen vergeben ...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

Liebe, Tod oder Freiheit?

Gladiatorin - Freiheit oder Tod
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Die junge Fallon hat nur ein Ziel: Ihre von den Römern getötete Schwester Sorcha zu rächen. Als sich ihr endlich die Möglichkeit bietet, wird sie auf dem Schlachtfeld gefangen genommen und als Gladiatorin ...

Die junge Fallon hat nur ein Ziel: Ihre von den Römern getötete Schwester Sorcha zu rächen. Als sich ihr endlich die Möglichkeit bietet, wird sie auf dem Schlachtfeld gefangen genommen und als Gladiatorin an eine Schule für Kriegerinnen verkauft. Am gefährlichsten sind aber nicht die Kämpfe um Leben oder Tod, sondern Fallons Gefühle für einen römischen Soldaten ...


Ich liebe Geschichte und Geschichten. Genau deshalb habe ich mich für ein Geschichte- und Deutschstudium entschieden. Die Antike liegt mir dabei sehr am Herzen. Ich fand diese Epoche schon immer interessant. Mein Herz schlägt für das Alte Ägypten, aber die Griechen und Römer sind natürlich auch interessant. Deshalb fand ich die Prämisse des Buches auch so cool: Fallon - die Tochter eines Kelten-Königs - wird gefangen genommen und an die Römer als Gladiatorin verkauft. Das klingt doch mega gut, oder? Die Kelten und die Römer haben unterschiedliche Kulturen und (Moral)Vorstellungen, die das ganze interessant machen. Man merkt auch, dass die Autorin sich da Gedanken gemacht hat, aber leider kam das ganze nicht ganz so rüber. Das Buch ist für ein sehr viel jüngeres Publikum ausgelegt und deshalb fielen ein paar Kulturunterschiede, welche Spannung zwischen den Charakteren erzeugt hätten, gleich mal unter dem Tisch. Stattdessen wurde in der zweiten Hälfte sehr viel Wert auf die Liebesgeschichte gelegt. Für eine Trilogie hätte es ruhig weniger sein dürfen - insbesondere da Fallon am Anfang noch Liebe (oder zumindest große Zuneigung) für einen anderen Mann empfindet.


Dieser erste Band hat sich wie ein langer Prolog angefühlt. Gang konnte mich die Geschichte um Fallon noch nicht abholen. Für Leser*innen ab 12, die sich für die römische Geschichte interessieren und sich nicht zu sehr an der oberflächlichen Romanze stören, sicherlich ein besonderes Leseerlebnis!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2020

Gute Idee - aber Storytelling ist zu bekannt ...

Im Schatten des Fuchses
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Die junge Yumeko ist kein normales Mädchen. Sie ist zur Hälfte ein Yokai, also ein japanisches Monster. Sie ist zur Hälfte eine Kitsune, eine schalkhafte Füchsin, die die Mönche, die sie praktisch adoptiert ...

Die junge Yumeko ist kein normales Mädchen. Sie ist zur Hälfte ein Yokai, also ein japanisches Monster. Sie ist zur Hälfte eine Kitsune, eine schalkhafte Füchsin, die die Mönche, die sie praktisch adoptiert hat, gerne Streiche spielt. Doch dann tauchen böse Dämonen - Oni - auf und wollen eine Schriftrolle stehlen, die im Kloster aufbewahrt wurde. Yumeko muss fliehen, um die Schriftrolle in Sicherheit zu bringen. Dabei wird sie von dem Dämonen-Krieger Tatsumi begleitet. Doch der Weg durch Gebiete voll mit Yokai und Onis ist sehr beschwerlich - und Tatsumi darf nicht erfahren, dass Yumeko nicht ganz menschlich ist ...


Ach, wie sehr habe ich mich auf das neue Buch von Julie Kagawa gefreut! Die Unsterblich-Reihe mit den Vampiren und dem gefährlich Virus ist eine meiner Lieblinge und Plötzlich Fee war eins meiner ersten YA-Romantasy-Bücher, die ich jahrelang verfolgt habe. „Im Schatten des Fuches“ sollte mir insbesondere gut gefallen, da es um Japan geht. JAPAN! Und tatsächlich fühlte ich mich durch die Beschreibungen an großartige Animes wie „Inu Yasha“ erinnert. Man merkt einfach, dass die Autorin schon ein alter Hase im Schreiben ist - und das ist leider das Problem ...

Aber es gibt ein „aber“: Das ist die vierte Reihe der Autorin und irgendwie laufen alle nach dem gleichen Handlungsschema ab (Reisen durchs ganze Land, um etwas bestimmtes zu finden beziehungsweise aufzuhalten) und die Charaktere erinnern mich auch sehr an andere Protagonisten aus vergangenen Reihen (das (manchmal nicht so) taffe Mädchen, der verschlossene Junge und der charismatische zweite junge Mann, der vielleicht Teil einer Dreiecksgeschichte wird). Besonders der Aspekt, dass Yumeko Tatsumi nicht verrät, dass sie ein Halb-Kitsune ist, hat mich an Allisons Vampir-Geheimnis aus der "Unsterblich"-Reihe erinnert.

Nichtsdestotrotz freue ich mich auf Band 2 der Reihe! Denn wie schon erwähnt, sind die Beschreibungen der Yokai klasse und das Ende ist richtig, richtig fies ...


"Im Schatten des Fuchses" ist ein tolles Buch, welches sich mal der japanischen Mythologie annimmt. Normalerweise sage ich an dieser Stelle auch, dass Fans der Autorin zuschlagen können, aber als jemand, der all ihre Bücher gelesen hat, fühlte ich mich tatsächlich von der Geschichte gelangweilt ...


Ich kann gerade einmal 3 von 5 Sternen vergeben und hoffe, dass es in Band 2 einfach etwas "anders" wird.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2020

Plot gut - Charaktere ...

Bloodleaf
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Prinzessin Aurelia ist als Hexe verschrien. Tagtäglich wird die junge Frau bedroht und muss fürchten, dass irgendwann ihre eigenen Leute sie wirklich wegen Hexerei auf den Scheiterhaufen verbrennen. Ihre ...

Prinzessin Aurelia ist als Hexe verschrien. Tagtäglich wird die junge Frau bedroht und muss fürchten, dass irgendwann ihre eigenen Leute sie wirklich wegen Hexerei auf den Scheiterhaufen verbrennen. Ihre Chance ihre Magie endlich ohne Angst ausüben zu kommen, kommt im Form eines Heiratsarrangements mit dem Prinzen des Nachbarlandes. Dort ist Hexerei nicht verboten. Doch noch bevor sie zu ihrem Verlobten aufbrechen kann, muss Aurelia Magie wirken. Nun ist sie auf der Flucht ...

So gern würde ich jetzt sagen, dass ich Bloodleaf geliebt habe: High-Fantasy mit Hexen? Das klingt doch total nach meinem Geschmack! Leider hat es hier an der Umsetzung etwas gehapert.

Aber mal von vorne: "Bloodleaf" ist der Auftakt einer Trilogie über Hexen und die Inquisition, Liebe und Revolution. Aurelia sollte eine starke Protagonistin sein, die trotz Todesdrohungen Magie verwendet, um die Welt zu verändern. Leider stellt sich Aurelia gleich zu Beginn ziemlich dumm und ungeschickt an, so dass sie mehr als nur ihr eigenes Leben riskiert. Ab ihrer Flucht hatte Aurelia keinen eigenen Charakter mehr, sondern war nur noch eine Spielfigur, die von anderen Parteien in der Geschichte herumgeschoben wurde.
Das größte Problem war einfach, dass kein Charakter mir irgendwie in Erinnerung geblieben ist. Wirklich schade, da die eigentliche Idee wirklich gut ist.
Das Ende war dann aber wiederum gut und hat schon mein Interesse an der Fortsetzung geweckt, aber ich kann heute noch nicht sagen, ob ich weiterlesen würde ...


Ich bin mir sicher, dass "Bloodleaf" vielen gefallen wird - für mich war es leider nur ein mittelmäßiges Leseerlebnis.

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