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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2020

Sehr magisch, aber ...

Der Bär und die Nachtigall
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Die junge Wasja ist eine Halbwaise. Statt ihrer Mutter erzählt ihr eine alte Dienerin Märchen und Sagen aus dem nördlichsten Teil Russlands, in welchem auch Wasja aufwächst. Erst mit der Zeit wird Wasja ...

Die junge Wasja ist eine Halbwaise. Statt ihrer Mutter erzählt ihr eine alte Dienerin Märchen und Sagen aus dem nördlichsten Teil Russlands, in welchem auch Wasja aufwächst. Erst mit der Zeit wird Wasja bewusst, dass die alten Geschichten wahr sind und böse Geister und Dämonen Teil der Realität sind. Zur gleichen Zeit erwachen seltsame Kräfte in der jungen Frau ...


Ich habe von "Der Bär und die Nachtigall" schon sehr viel Positives vom englischen Büchermarkt gehört. Darum stand außer Frage, dass ich das Buch auch lesen will. Leider war das Buch überhaupt nicht meins ...

Schon auf den ersten Seiten habe ich gemerkt, dass der Schreibstil sehr zum Thema Märchen beitragen wird, aber mir fehlte irgendwie die Möglichkeit mich in die Charaktere einzufühlen. Dazu kommt, dass das Buch sich über fast zwei Jahrzehnte von Wasjas Leben erstreckt. Es gibt ein paar Zeitsprünge, die es mir deshalb noch schwerer gemacht haben, mich mit Wasja als Protagonistin anzufreunden.
Dazu kommt, dass die Geschichte sehr gestreckt ist. Alltägliche beziehungsweise unaufgeregte Geschehnisse, die nichts zur Handling beitragen, verhindern leider, dass Spannung aufkommt.

Man muss aber sagen, dass die Autorin das sehr christliche, aber auch sehr mystische Russland des 15. Jahrhunderts gut eingefangen hat.



Leider konnte mich das Buch einfach nicht abholen. Der Schreibstil war zwar sehr märchenhaft, hat den Charakteren allerdings die Tiefe geraubt. Die interessante Story konnte leider nicht darüber hinweg täuschen. Ich kann für den Trilogie-Auftakt nur 3 von 5 Sternen vergeben ...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

Liebe, Tod oder Freiheit?

Gladiatorin - Freiheit oder Tod
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Die junge Fallon hat nur ein Ziel: Ihre von den Römern getötete Schwester Sorcha zu rächen. Als sich ihr endlich die Möglichkeit bietet, wird sie auf dem Schlachtfeld gefangen genommen und als Gladiatorin ...

Die junge Fallon hat nur ein Ziel: Ihre von den Römern getötete Schwester Sorcha zu rächen. Als sich ihr endlich die Möglichkeit bietet, wird sie auf dem Schlachtfeld gefangen genommen und als Gladiatorin an eine Schule für Kriegerinnen verkauft. Am gefährlichsten sind aber nicht die Kämpfe um Leben oder Tod, sondern Fallons Gefühle für einen römischen Soldaten ...


Ich liebe Geschichte und Geschichten. Genau deshalb habe ich mich für ein Geschichte- und Deutschstudium entschieden. Die Antike liegt mir dabei sehr am Herzen. Ich fand diese Epoche schon immer interessant. Mein Herz schlägt für das Alte Ägypten, aber die Griechen und Römer sind natürlich auch interessant. Deshalb fand ich die Prämisse des Buches auch so cool: Fallon - die Tochter eines Kelten-Königs - wird gefangen genommen und an die Römer als Gladiatorin verkauft. Das klingt doch mega gut, oder? Die Kelten und die Römer haben unterschiedliche Kulturen und (Moral)Vorstellungen, die das ganze interessant machen. Man merkt auch, dass die Autorin sich da Gedanken gemacht hat, aber leider kam das ganze nicht ganz so rüber. Das Buch ist für ein sehr viel jüngeres Publikum ausgelegt und deshalb fielen ein paar Kulturunterschiede, welche Spannung zwischen den Charakteren erzeugt hätten, gleich mal unter dem Tisch. Stattdessen wurde in der zweiten Hälfte sehr viel Wert auf die Liebesgeschichte gelegt. Für eine Trilogie hätte es ruhig weniger sein dürfen - insbesondere da Fallon am Anfang noch Liebe (oder zumindest große Zuneigung) für einen anderen Mann empfindet.


Dieser erste Band hat sich wie ein langer Prolog angefühlt. Gang konnte mich die Geschichte um Fallon noch nicht abholen. Für Leser*innen ab 12, die sich für die römische Geschichte interessieren und sich nicht zu sehr an der oberflächlichen Romanze stören, sicherlich ein besonderes Leseerlebnis!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2020

Gute Idee - aber Storytelling ist zu bekannt ...

Im Schatten des Fuchses
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Die junge Yumeko ist kein normales Mädchen. Sie ist zur Hälfte ein Yokai, also ein japanisches Monster. Sie ist zur Hälfte eine Kitsune, eine schalkhafte Füchsin, die die Mönche, die sie praktisch adoptiert ...

Die junge Yumeko ist kein normales Mädchen. Sie ist zur Hälfte ein Yokai, also ein japanisches Monster. Sie ist zur Hälfte eine Kitsune, eine schalkhafte Füchsin, die die Mönche, die sie praktisch adoptiert hat, gerne Streiche spielt. Doch dann tauchen böse Dämonen - Oni - auf und wollen eine Schriftrolle stehlen, die im Kloster aufbewahrt wurde. Yumeko muss fliehen, um die Schriftrolle in Sicherheit zu bringen. Dabei wird sie von dem Dämonen-Krieger Tatsumi begleitet. Doch der Weg durch Gebiete voll mit Yokai und Onis ist sehr beschwerlich - und Tatsumi darf nicht erfahren, dass Yumeko nicht ganz menschlich ist ...


Ach, wie sehr habe ich mich auf das neue Buch von Julie Kagawa gefreut! Die Unsterblich-Reihe mit den Vampiren und dem gefährlich Virus ist eine meiner Lieblinge und Plötzlich Fee war eins meiner ersten YA-Romantasy-Bücher, die ich jahrelang verfolgt habe. „Im Schatten des Fuches“ sollte mir insbesondere gut gefallen, da es um Japan geht. JAPAN! Und tatsächlich fühlte ich mich durch die Beschreibungen an großartige Animes wie „Inu Yasha“ erinnert. Man merkt einfach, dass die Autorin schon ein alter Hase im Schreiben ist - und das ist leider das Problem ...

Aber es gibt ein „aber“: Das ist die vierte Reihe der Autorin und irgendwie laufen alle nach dem gleichen Handlungsschema ab (Reisen durchs ganze Land, um etwas bestimmtes zu finden beziehungsweise aufzuhalten) und die Charaktere erinnern mich auch sehr an andere Protagonisten aus vergangenen Reihen (das (manchmal nicht so) taffe Mädchen, der verschlossene Junge und der charismatische zweite junge Mann, der vielleicht Teil einer Dreiecksgeschichte wird). Besonders der Aspekt, dass Yumeko Tatsumi nicht verrät, dass sie ein Halb-Kitsune ist, hat mich an Allisons Vampir-Geheimnis aus der "Unsterblich"-Reihe erinnert.

Nichtsdestotrotz freue ich mich auf Band 2 der Reihe! Denn wie schon erwähnt, sind die Beschreibungen der Yokai klasse und das Ende ist richtig, richtig fies ...


"Im Schatten des Fuchses" ist ein tolles Buch, welches sich mal der japanischen Mythologie annimmt. Normalerweise sage ich an dieser Stelle auch, dass Fans der Autorin zuschlagen können, aber als jemand, der all ihre Bücher gelesen hat, fühlte ich mich tatsächlich von der Geschichte gelangweilt ...


Ich kann gerade einmal 3 von 5 Sternen vergeben und hoffe, dass es in Band 2 einfach etwas "anders" wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2020

Plot gut - Charaktere ...

Bloodleaf
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Prinzessin Aurelia ist als Hexe verschrien. Tagtäglich wird die junge Frau bedroht und muss fürchten, dass irgendwann ihre eigenen Leute sie wirklich wegen Hexerei auf den Scheiterhaufen verbrennen. Ihre ...

Prinzessin Aurelia ist als Hexe verschrien. Tagtäglich wird die junge Frau bedroht und muss fürchten, dass irgendwann ihre eigenen Leute sie wirklich wegen Hexerei auf den Scheiterhaufen verbrennen. Ihre Chance ihre Magie endlich ohne Angst ausüben zu kommen, kommt im Form eines Heiratsarrangements mit dem Prinzen des Nachbarlandes. Dort ist Hexerei nicht verboten. Doch noch bevor sie zu ihrem Verlobten aufbrechen kann, muss Aurelia Magie wirken. Nun ist sie auf der Flucht ...

So gern würde ich jetzt sagen, dass ich Bloodleaf geliebt habe: High-Fantasy mit Hexen? Das klingt doch total nach meinem Geschmack! Leider hat es hier an der Umsetzung etwas gehapert.

Aber mal von vorne: "Bloodleaf" ist der Auftakt einer Trilogie über Hexen und die Inquisition, Liebe und Revolution. Aurelia sollte eine starke Protagonistin sein, die trotz Todesdrohungen Magie verwendet, um die Welt zu verändern. Leider stellt sich Aurelia gleich zu Beginn ziemlich dumm und ungeschickt an, so dass sie mehr als nur ihr eigenes Leben riskiert. Ab ihrer Flucht hatte Aurelia keinen eigenen Charakter mehr, sondern war nur noch eine Spielfigur, die von anderen Parteien in der Geschichte herumgeschoben wurde.
Das größte Problem war einfach, dass kein Charakter mir irgendwie in Erinnerung geblieben ist. Wirklich schade, da die eigentliche Idee wirklich gut ist.
Das Ende war dann aber wiederum gut und hat schon mein Interesse an der Fortsetzung geweckt, aber ich kann heute noch nicht sagen, ob ich weiterlesen würde ...


Ich bin mir sicher, dass "Bloodleaf" vielen gefallen wird - für mich war es leider nur ein mittelmäßiges Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 22.12.2019

Märchenhaft

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
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Lazlo steht so kurz davor die Geheimnisse der Stadt Weep zu erfahren. Doch ein neues Wunder hat sich ihm offenbart: In seinen Träumen sieht er eine wunderschöne blauhäutige Göttin.
Sarai besucht in ihrem ...

Lazlo steht so kurz davor die Geheimnisse der Stadt Weep zu erfahren. Doch ein neues Wunder hat sich ihm offenbart: In seinen Träumen sieht er eine wunderschöne blauhäutige Göttin.
Sarai besucht in ihrem Träumen immer öfters einen jungen Mann. Sie warnt ihn davor, dass er und seine Gefährten nicht nach Weep kommen dürfen. Sonst erwartet sie der Tod ...



Da "Strange the Dreamer" bei uns im Deutschen zweigeteilt ist, geht es in diesem Teil nahtlos weiter. Ich kann euch nur empfehlen, nach Teil 1 gleich hier weiterzulesen!

Wie gesagt: Es handelt sich hier um einen zweiten Teil und ich will versuchen euch nicht zu viel in Sachen Handlung zu spoilern: Die Geschichte dreht sich immer noch um die Stadt Weep und Lazlos weg dahin und Sarais Bemühen ihn davon abzuraten. Die fliegende Zitadelle ist die Heimat der letzten Götterkinder und Sarai will verhindern, dass Lazlos Gefährten ihren Freunden wehtuen. Dabei gerät die Beziehung der beiden - passend zum Untertitel - immer mehr in den Vordergrund.

Die Geschichtem von Laini Taylor sind seh märchenhaft - man merkt das auch deutlich daran, wie schnell die Charaktere sich verlieben. Das wirkt auf den Leser vielleicht überstürzt, passt aber zum Ton der Geschichte. Für meinen Geschmack war es aber ein bisschen zu schmalzig. Aber da ich die Autorin kenne - und nach dem Ende, bin ich mir fast sicher, dass Teil 3 und 4 actionreicher und mysteriöser werden.

Ansonsten wiederhole ich hier kurz alles, was Lainis Taylor Bücher ausmacht: Diese Welt! Diese Fantasie! Die Mythen! Oh Gott, ich bin immer noch baff, was die Autorin sich immer wieder ausdenkt.


Laini Taylor ist bei uns durch ihre "Daughter of Smoke and Bone"-Reihe bekannt geworden. Wenn ihr die Bücher mögt, ist "Strange the Dreamer" auch etwas für euch1


Trotz gaaaanz kleiner Mängel verleihe ich dem Buch 5 von 5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere