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Veröffentlicht am 13.01.2020

Nach 400 Seiten folgte viel Blabla...

Die Erbin
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Ich habe bereits einen historischen Liebesroman von Simona Ahrnstedt gelesen, der mir ziemlich gut gefallen hat. Nun habe ich mich einem New Adult Roman von ihr gewidmet. „Die Erbin“ ist Band Nummer eins ...

Ich habe bereits einen historischen Liebesroman von Simona Ahrnstedt gelesen, der mir ziemlich gut gefallen hat. Nun habe ich mich einem New Adult Roman von ihr gewidmet. „Die Erbin“ ist Band Nummer eins der „Only One Night“ Reihe. Darauf folgen „Ein einziges Geheimnis“ und „Alles oder nichts“.
Die ersten 400 Seiten haben mir noch ausgesprochen gut gefallen. Ich war im Lesefluss und habe selbst nach jeder Lesepause wieder gut zurück ins Buch zurückgefunden. Danach wurde es dann aber wirklich unangenehm. Die Geschichte hätte längst zu Ende erzählt sein können, stattdessen folgte viel Blabla. Einige Seiten habe ich schließlich nur noch überflogen. Dabei hatte ich nicht das Gefühl, etwas Wesentliches verpasst zu haben.
Zusätzlich ist es mir bis zum Schluss schwer gefallen, eine Verbindung zu den beiden Protagonisten herzustellen. Natalia und David wirkten die gesamte Zeit sehr fremd auf mich. Vielleicht, weil ich mich in keiner Weise mit ihnen identifizieren konnte.

Ansonsten mochte ich den Schreibstil von Simona Ahrnstedt aber wieder sehr gerne. Leicht verständlich und auf den Punkt gebracht, ohne lange Sätze. Ich habe noch drei weitere Bücher von Simona Ahrnstedt in meinem Bücherregal und möchte diese unbedingt lesen. Ihre Bücher lassen sich gut lesen; man kann sich etwas berieseln lassen ohne viel nachdenken zu müssen. Ideal für zwischendurch und/oder als Ausgleich zu einem Thriller.

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Veröffentlicht am 08.01.2020

Selten regt ein Buch so sehr zum Nachdenken an.

No & ich
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Das beste Buch, das ich seit langer Zeit gelesen habe!!! Delphine de Vigan hat es geschafft, mich als ein Teil der Geschichte fühlen zu lassen. Ich war nicht nur Leserin, sondern auch stille Beobachterin. ...

Das beste Buch, das ich seit langer Zeit gelesen habe!!! Delphine de Vigan hat es geschafft, mich als ein Teil der Geschichte fühlen zu lassen. Ich war nicht nur Leserin, sondern auch stille Beobachterin. Es hat mich zutiefst berührt. "No & ich" wurde absolut zu Recht mit dem französischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet. Selten regt ein Buch so sehr zum Nachdenken an. Selten berührt mich ein Buch noch lange nachdem ich es bereits zugeklappt habe…. Delphine de Vigan hat sich einen festen Platz auf der Liste meiner liebsten Autorinnen gesichert. Ich frage mich ernsthaft, warum wir das Buch damals nicht im Schulunterricht besprochen haben.

Mehr möchte ich meiner Rezension gar nicht hinzufügen. Ich war nach dem Beenden des Buches sehr in mich gekehrt, total in Gedanken und kaum ansprechbar – wow! Jeder Mensch sollte „No & ich“ lesen. Es gibt nichts, das dagegen spricht.

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Veröffentlicht am 07.01.2020

einzigartig, einfühlsam und mitreißend, mit schöner Kulisse!

Show me the Stars
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Die Rezensionen, die ich zu "Show Me The Stars" gelesen, gehört und gesehen habe, waren insgesamt sehr durchwachsen. Eine letzte Rezension, die sehr positiv war, konnte mich letztendlich überzeugen, das ...

Die Rezensionen, die ich zu "Show Me The Stars" gelesen, gehört und gesehen habe, waren insgesamt sehr durchwachsen. Eine letzte Rezension, die sehr positiv war, konnte mich letztendlich überzeugen, das Buch in die Hand zu nehmen. Stand es doch schon viel zu lange unangetastet in meinem Bücherregal. Ich habe "Show Me The Stars" letztendlich innerhalb eines Tages gelesen. Der Schreibstil der Autorin hat es mir leicht gemacht, den Geschehnissen zu folgen und einen Eindruck von all den Emotionen und Geschehnissen zu bekommen, die den Protagonisten widerfahren.

Liv und Kjer haben dabei einen sehr reifen Eindruck auf mich gedacht. Niemals hätte ich Liv auf 22 Jahre geschätzt. Ich konnte mich, wie wohl viele andere junge Frauen auch, gut mit ihr identifizieren. Es gab keinen Moment, in dem ich mich nicht in sie hineinversetzen konnte. Das macht ihren Charakter sehr authentisch und sympathisch. Gleiches gilt für Kjer, mit dem ich beinahe etwas Mitleid hatte, bei den negativen Dingen, die über ihn gesagt wurden.
Der Verlauf der Geschichte war für mich nicht gänzlich hervorsehbar, was das Interview mit Kristina Atkins betrifft allerdings schon. Das fand ich in Bezug auf den weiteren Verlauf jedoch nicht schlimm oder störend.

Insgesamt war es aber vor allem der Ort an der Irischen Küste, der das Buch zu dem macht, was es ist: einzigartig, einfühlsam und mitreißend. Es unterscheidet sich dadurch von vielen anderen New Adult Büchern. "Show Me The Stars" hatte durch seine wunderbare Kulisse etwas sehr sehr Beruhigendes. Man möchte sich beim Lesen mit einer Tasse Tee oder einem Kakao am liebsten ins Bett murmeln.

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Veröffentlicht am 01.01.2020

Endlich mal wieder ein Buch, das mich ohne Wenn und Aber überzeugen, mitreißen und mitdenken lassen konnte.

Das Geschenk
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Ich bin ein absoluter Fan von Sebastian Fitzek, auch wenn mir der Einstieg in seine Bücher irgendwie jedes Mal wieder echt schwer fällt. Es dauert seine Zeit, bis ich mit dem Schreibstil und den Protagonisten ...

Ich bin ein absoluter Fan von Sebastian Fitzek, auch wenn mir der Einstieg in seine Bücher irgendwie jedes Mal wieder echt schwer fällt. Es dauert seine Zeit, bis ich mit dem Schreibstil und den Protagonisten vertraut bin. Die letzten Werke, die ich von Fitzek gelesen habe, waren "gut", aber nicht unbedingt "sehr gut". Es blieb immer ein wenig Luft nach oben. Teilweise waren die Zusammenhänge zu sehr verstrickt, als dass ich noch einen Überblick behalten könnte. Ich war deswegen wohl verhältnismäßig weniger euphorisch, was "Das Geschenk" betrifft. Ich bekam das Buch von meinem Freund an Nikolaus geschenkt und habe ohne große Erwartung wenig später mit dem Lesen begonnen. Nach etwa 90 Seiten nahm die Spannung zu. Ich wurde zunehmend interessierter, aufmerksamer und neugieriger und war schließlich schon bald vollends begeistert.

Milan ist ein unheimlich spannender Charakter. Er ist Analphabet. Als Leser hinterfragt man das erst einmal nicht sonderlich. Fitzek wäre aber nicht Fitzek, wenn er sich bei der Geschichte nicht etwas gedacht hätte. Weil ich dem Inhalt nichts vorweg nehmen möchte, bleibt mir an dieser Stelle wohl kaum etwas anderes zu sagen, als: Leseempfehlung! "Das Geschenk" ist nach längerer Durststrecke endlich mal wieder ein Buch, das mich ohne Wenn und Aber überzeugen, mitreißen und mitdenken lassen konnte. Chapeau!

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Ich wurde letztendlich doch noch überzeugt...

Ich treffe dich zwischen den Zeilen
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„Ich treffe Dich zwischen den Zeilen“ hat mich letztendlich doch noch überzeugt – Ach, was ich da?! Verzaubert hat es mich! - gleichwohl ich einige Kritikpunkte loswerden möchte.

Ich habe tatsächlich ...

„Ich treffe Dich zwischen den Zeilen“ hat mich letztendlich doch noch überzeugt – Ach, was ich da?! Verzaubert hat es mich! - gleichwohl ich einige Kritikpunkte loswerden möchte.

Ich habe tatsächlich drei Anläufe gebraucht, das Buch zu lesen. Es gab zuvor immer mal wieder ein paar Versuche, mich der Geschichte von Loveday hinzugeben. Ich scheiterte jedoch nach nur wenigen Seiten kläglich, was mich irgendwie traurig machte. Wahrscheinlich musste ich erst einmal mit dem Schreibstil der Autorin warm werden, der gerade zu Beginn doch irgendwie schwer und poetisch ist. Dazu kommt, dass Loveday teilweise sehr deprimiert und „düster“ wirkte, was das Lesen für mich zusätzlich schwerfälliger gemacht hat. Vor allem zu Beginn der Geschichte spielt die Handlung überwiegend in Archies Buchhandlung und/oder im Elternhaus von Loveday, was ich stellenweise als etwas langweilig empfunden habe. Erst durch Nathan Poetry Slams und durch die Treffen mit Rob „erweiterte“ sich das räumliche Umfeld im Buch.

Warm mich „Ich treffe dich zwischen den Zeilen“ doch noch überzeugt hat?

Loveday ist eine unheimlich zarte und doch sehr starke Person. Im Laufe der Geschichte erfährt man von ihrem Schicksal und ihrer Zerbrechlichkeit. Ich war teilweise ziemlich erschüttert und erschrocken. Es stimmte mich traurig, dass viel von dem, was Loveday widerfahren ist, wohl auch anderen Menschen widerfährt. Archie habe ich ebenso wie Nathan sofort ins Herz geschlossen. Archie ist die gute Seele der Geschichte, wohingegen mich Nathans Art sofort gefangen hat. Der Autorin ist es ohne Frage gelungen, mit Loveday und Nathan zwei sehr interessante Personen zu schaffen, die den Leser sofort in ihren Bann ziehen. Rob mochte ich dagegen von Grund auf nicht und Melodie war irgendwie nervig. Vielleicht habe ich Melodie aber auch nur nervig empfunden, weil Loveday von ihr genervt war.



Nachdem ich mit der ersten Hälfte des Buches eher schleppend vorangekommen bin, habe ich die zweite Hälfte von „Ich treffe dich zwischen den Zeilen“ innerhalb von vier Stunden förmlich verschlungen. Ich war total im Lesefluss und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich war gerührt und fassungslos, kämpfte mit den Tränen und habe das Ausmaß der Geschichte nicht kommen sehen.


Wie bewertet man ein Buch nach solch einer Rezension? Ich habe mich für 4 von 5 Sternen entschieden. Der Geschichte wegen. Aber auch, weil die Protagonisten allesamt sehr gelungen und dank ihrer Charaktereigenschaften sehr vielfältig sind.

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