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Veröffentlicht am 03.01.2022

Ein absolutes Herzensbuch und Jahreshiglight für mich

Like water in your hands
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Meine Meinung
Als ich das Buch in der LYX Vorschau entdeckt habe, hat es mich gleich mit seinem wunderschönen Cover begeistern können. Dazu noch der Klappentext, der mir eine wunderschöne, traurige Geschichte ...

Meine Meinung
Als ich das Buch in der LYX Vorschau entdeckt habe, hat es mich gleich mit seinem wunderschönen Cover begeistern können. Dazu noch der Klappentext, der mir eine wunderschöne, traurige Geschichte verspricht und ich war gleich hin und weg.

Arwa ist gerade erst nach Wien gezogen, um in der österreichischen Hauptstadt Physik zu studieren. Doch der Start in ihr neues Leben fällt ihr nicht so leicht, wie erhofft. Sie verschließt sich und verliert sich immer mehr in ihrem Hobby, dem Malen – bis sie auf Tariq trifft, der sie gleich fasziniert. Er lockt Arwa immer mehr aus ihrem Schneckenhaus und zeigt ihr, wie schön das Leben sein kein. Doch gleichzeitig kämpft er immer wieder mit sich selbst und den Traditionen seiner Familie, die ihn von seinen Träumen abhalten. Also fangen sie an, sich gegenseitig zu helfen …

Arwa habe ich von der allerersten Seite an absolut geliebt und in mein Herz geschlossen. Sie ist sehr verschlossen, zurückhaltend und ängstlich in Bezug auf andere Menschen. Es wird sogar immer schlimmer, womit Arwa sich allerdings einfach nicht auseinander setzen möchte. Ihre Eltern hatten immer zu viele eigene Probleme, als dass sie sich noch groß um Arwa kümmern konnten und deswegen hat sie früh gelernt, alleine mit sich zurecht zu kommen. Nicht, dass das sonderlich gut funktioniert. Es fällt ihr schwer, einzusehen dass sie Hilfe benötigen würde und hat Angst davor, sich ihren Problemen zu stellen. Stattdessen verliert sie sich in ihren Kunstwerken und Filmen, die ihr romantisches Herz schneller schlagen lassen. Ich habe wahnsinnig viel von mir selbst in Arwa gesehen, sodass es teilweise schmerzlich war, ihre Geschichte zu verfolgen. Es ist fast gruselig, wie die Autorin scheinbar meine eigenen Gedanken und Gefühle aufs Papier bringen und ihnen durch Arwa eine Stimme geben konnte. Deutlich mehr als ein Mal habe ich mir Stellen in diesem Buch markiert, weil sie meine Ängste und Gedanken so gut in Worte gefasst hat. Und es hat unglaublich gut getan, zu sehen, dass ich nicht alleine mit diesen Sorgen bin, dass es nicht komisch ist und ich nicht sonderbar bin. Dass ist nicht übertreibe und mich nur anstelle, sondern dass es auch andere mit diesen Gefühlen gibt und dafür danke ich der Autorin von Herzen.

Aber auch Tariq hat mein Herz gestohlen. Er ist Teil einer pakistanischen Großfamilie und trägt als ältestes Kind große Verantwortung. Er studiert ganz vorbildhaft, schließt es bald ab und hat bereits gute Jobangebote erhalten. Doch obwohl er seine Familie über alles liebt und alles für sie tun würde, sehnt er sich nach Freiheit, nach etwas Ruhe und nach etwas Zeit einfach nur für sich. Er stellt sich selbst immer hinten an, kümmert sich stets zunächst um andere und findet für alle die richtigen Worte, nur für sich selbst nicht. Man sieht es ihm nicht sofort an, doch auch in ihm ruhen böse Dämonen, die seine Gedanken einnehmen und ihn von innen heraus auffressen. Er hat sich mit seiner liebevollen und fürsorglichen Art sofort in mein Herz geschlichen und hat den Platz dort auch nicht mehr verlassen. Er ist ein so wunderschöner Charakter, der mich einfach wahnsinnig fasziniert hat.

Und auch die Nebencharaktere waren nicht ohne. Wir lernen auch Arwas Tante kennen, bei der sie in Wien lebt, sowie Tariqs Familie, die wirklich nicht ohne ist. Jeder Charakter erzählt eine ganz eigene Geschichte, was mir sehr gefallen hat. Vor allem Arwas Tante und Tariqs Schwester haben es mir echt angetan, die beiden sind wirklich fantastisch. Was ebenfalls durch die Nebencharaktere sehr schön erzählt wird, ist die pakistanische Kultur. Ich kenne mich absolut gar nicht mit dieser Kultur aus, fand es aber wunderschön, immer wieder ein wenig neues darüber zu lernen. Denn obwohl all das zwar zur Handlung gehört, geschieht nichts davon auf eine aufdringliche Art. Wir lernen einfach immer wieder ein bisschen was und werden langsam an die Kultur herangeführt, was mir sehr gefallen hat. Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr gelernt, habe mich aber bereits nach Beenden des Buchs noch ein wenig weiter informiert, weil ich das alles wirklich sehr interessant fand.

Aber kommen wir mal auf die Handlung zu sprechen. Diese ist sehr ruhig, wird langsam aufgebaut und entwickelt sich einem sehr angenehmen, ruhigen Tempo. Der Schreibstil von Mehwish Sohail ist dabei ebenso ruhig und angenehm, weswegen er sich wunderbar mit der Handlung ergänzt. Es geht hier weniger um eine wahnsinnig aufregende und spannende Geschichte und mehr um die Charaktere, ihre Gedanken und Gefühle und das echte Leben um sie herum. Es gibt viele innere Monologe, besonders weil Arwa so viel mit ihren Gedanken zu kämpfen hat, was eigentlich nicht so wirklich mein Fall ist, aber hier passte es einfach perfekt. Es war an keiner Stelle langweilig zu lesen, ganz im Gegenteil, Arwa hat mich absolut in ihren Bann ziehen können.

Die Handlung ist wie gesagt sehr emotional, aber nicht weil die Charaktere ein großes Drama erleben, sondern weil die Geschichte sich absolut auf ihre Gefühle, Ängste, Sorgen und Emotionen konzentriert. Es geht darum, ein neues Leben anzufangen, zu sich selbst zu finden und seine Träume zu verfolgen. Aber auch darum, dass es okay ist, sich mal nicht gut zu fühlen oder seine Ziele während des Weges noch einmal zu ändern. Es geht darum, dass man nicht alleine ist, obwohl man sich vielleicht so fühlt und darum, für sich einzustehen. Es geht um Familie und Herkunft, aber auch um Freundschaften und die Liebe. Es geht darum, sich nicht für eine Lieblingsfarbe entscheiden zu können, weil man noch nicht alle Farben gesehen hat und um das Leben von all seinen Seiten, weswegen ich das Buch absolut geliebt habe. Die Autorin konnte mich mit ihren Worten und Emotionen absolut abholen und ich wollte nicht, dass die Geschichte von Arwa und Tariq jemals endet.

Zum Schluss muss ich noch einmal kurz die liebevolle Aufmachung des Buchs erwähnen. Angefangen bei der wunderschönen Goldprägung im Cover, über die Illustrationen in den Buchklappen bis hin zu den kleinen Bildchen, die jeden Kapitelbeginn schmücken. Es steckt so viel Liebe in diesem Buch und das sieht man.

Fazit
Ein Buch, das mit wahnsinnig viel Liebe verschiedenste Themen wie Herkunft, Familie, Mental Health und Träume aufgreift. Die Autorin hat mich schon auf den ersten Seiten mit ihrem Schreibstil überzeugen können, doch es waren die Protagonisten, die mich letztendlich an das Buch gefesselt haben. Ich habe alles an diesem Buch geliebt und wünschte, ich könnte es noch einmal zum ersten Mal lesen.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Hat mich positiv überrascht!

New York Dreams
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Ich bin ohne große Erwartungen an das buch gegangen und es konnte mich absolut positiv überraschen!
Die Handlung ist eine ganz andere, als gedacht. Man bekommt nicht die typische CEO-Geschichte, mit der ...

Ich bin ohne große Erwartungen an das buch gegangen und es konnte mich absolut positiv überraschen!
Die Handlung ist eine ganz andere, als gedacht. Man bekommt nicht die typische CEO-Geschichte, mit der ich zunächst gerechnet hatte. Aber so hat es mir deutlich besser gefallen! Gemischt mit der New Yorker-Armosphäre eine große Empfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Kurzweilig aber unterhaltend!

Glass Castle Prince
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Insgesamt eine eher kurzweilige Geschichte, die mich aber sehr unterhalten konnte. Die Idee einer Castle-Keeperin und dem Prinzen fand ich super witzig und der erste Teil hat mich auch sehr begeistert. ...

Insgesamt eine eher kurzweilige Geschichte, die mich aber sehr unterhalten konnte. Die Idee einer Castle-Keeperin und dem Prinzen fand ich super witzig und der erste Teil hat mich auch sehr begeistert. Zum Ende wurde es mir einfach ein wenig zu viel, zu unrealistisch und zu abgedreht.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Eine tolle Fortsetzung!

Midnight Chronicles - Dunkelsplitter
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Meine Meinung
Nach dem Ende der Vorgänger konnte ich den dritten Teil kaum abwarten, denn endlich geht es mit Roxy und Shaw weiter – in die beiden habe ich mich ja absolut verliebt. Und auch das Cover ...

Meine Meinung
Nach dem Ende der Vorgänger konnte ich den dritten Teil kaum abwarten, denn endlich geht es mit Roxy und Shaw weiter – in die beiden habe ich mich ja absolut verliebt. Und auch das Cover liebe ich wieder absolut, es fügt sich perfekt in die Reihe ein und ich liebe es, wie die Farbgebung einen größeren Kontrast zu den Vorgängern bildet.

Mittlerweile bleiben Roxy nur noch 93 Tage, um all die freigelassenen Seele aus der Unterwelt wieder dorthin zurückzuschicken. Dank Wardens Ghostvision kann sie mittlerweile immerhin herausfinden, wo sich die nächste Seele befindet und so begibt sie sich mit Shaw und der Ghosthuntress Ella auf einen Geister-Road-Trip quer durch Europa. Und obwohl sie Shaw eigentlich aus dem Weg gehen wollte, kommen die beiden sich immer näher …

Wie auch in den Vorgängern mochte ich auch beide Protagonisten wieder sehr gerne. Auch wenn Roxy mir mit ihrer sturen Art manchmal auf die Nerven gegangen ist, habe ich sie einfach in mein Herz geschlossen. Zu den uns bekannten Figuren lernen wir hier auch zahlreiche neue Nebenfiguren kennen, was ich sehr mochte. Da Roxy, Shaw und Ella sich wie gesagt auf einem Trip quer durch Europa befinden und sich dabei in verschiedenen Hunter-Quartieren einnisten, lernen wir auch die Hunter und Huntress der anderen Länder kennen. Ich mochte diese Mischung aus Geisterjagd und Road Trip total gerne, weil dadurch eine wirklich schöne Abwechslung in die Handlung gekommen ist.

Generell muss ich aber zugeben, dass ich von der Handlung noch etwas mehr erwartet hatte. Zu Beginn verfolgt Roxy eine Spur in Tschechien, wo sich die Figuren dann auch relativ lange aufhalten, um eine der entflohenen Seelen einzufangen. Das gestaltet sich etwas schwieriger, da das Wesen gemeine Tricks auf Lager hat und Roxy richtig in Schacht hält. Die Idee dahinter fand ich super interessant und auch echt spannend, insgesamt hat mir das ganze aber etwas zu lange gedauert. Ich habe zwar im Gefühl, dass die Geschehnisse in den nächsten Teilen noch eine wichtige Rolle spielen könnten, aber hier hat es sich einfach ein wenig zu sehr gezogen. Dieser Handlungsstrang nimmt immerhin über die Hälfte des Buchs ein und ich habe da einfach etwas anderes erwartet.

Besonders weil ich ganz gespannt darauf gewartet habe, was im Klappentext bereits erwähnt wird. Shaw erfährt endlich wer er ist und wo er her kommt?? Dafür, dass wir ja eigentlich schon wissen, dass er es auf jeden Fall in diesem Teil erfahren wird, passiert es mir fast schon etwas zu spät. Ich habe die ganze Zeit nur darauf gewartet, wodurch sich der Mittelteil – so spannend und interessant er auch war – einfach gezogen hat.

Und als die Bombe dann endlich geplatzt ist, hat es mich aber zum Glück absolut ergreifen und packen können. Ich hatte eine klitzekleine eigene Vermutung, die aber nicht gestimmt hat und so hat es mich echt unvorbereitet getroffen. Die Idee dahinter finde ich super interessant, aber man hat einfach zu wenig Details erfahren, als dass ich mir da ein richtiges Bild machen könnte. Ich bin auf jeden Fall super gespannt, wie es in der Hinsicht noch weitergehen wird! Besonders der Cliffhanger war da natürlich wieder super gemein.

Was mir aber wieder super gut gefallen hat, ist die Atmosphäre in diesem Buch. Ich liebe dieses Road-Trip-Feeling, auch wenn wir nicht so viele Ziele ansteuern, wie ich zunächst erwartet hatte. Trotzdem fand ich es super schön und auch abwechslungsreich, einen kleinen Einblick in die andere Länder zu erhalten, hat mir richtig gut gefallen.

Ansonsten muss ich noch lobend erwähnen, dass auf den ersten zwei, drei Seiten der Inhalt der vorherigen Teile kurz zusammengefasst wurde. Weil die anderen Teile ja doch wieder ein paar Monate zurücklegen und ich mir Handlungen nicht sonderlich gut merken kann, fand ich das einfach super. Ich bin dafür, dass das für alle fortlaufende Reihen eingeführt wird, so muss ich mir nicht in den ersten Kapitel alles wieder zusammenreimen und aus den letzten Gehirnecken kramen, fand ich echt klasse.

Fazit
Eine tolle Fortsetzung, die aber leider nicht an die vorherigen Teile heran kommt. Denn obwohl einige spannende und auch mitreißende Dinge geschehen, hatte ich das Gefühl, dass die Haupt-Handlung ein wenig auf der Stelle steht. Der Klappentext hat bei mir einfach eine andere Erwartungshaltung hervorgerufen, wodurch sich der Mittelteil ziemlich gezogen hat. Aber das Feeling und die Atmosphäre waren wieder super und das Ende hat mich auch wieder absolut umgehauen, ich bin super gespannt auf die folgenden Teile.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Eine ganz große Empfehlung!

Like Snow We Fall
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Meine Meinung
Jetzt wo es wieder kälter ist und früher dunkel wird, bin ich absolut in Winter-Weihnachts-Stimmung, weswegen die passenden Bücher natürlich auch nicht fehlen dürfen. Dabei ist mir gleich ...

Meine Meinung
Jetzt wo es wieder kälter ist und früher dunkel wird, bin ich absolut in Winter-Weihnachts-Stimmung, weswegen die passenden Bücher natürlich auch nicht fehlen dürfen. Dabei ist mir gleich „Like Snow We Fall“ aufgefallen, besonders weil ich das Cover absolut liebe und es schon genau die Stimmung widerspiegelt, die ich mir wünsche. Und auch der Klappentext klang sehr vielversprechend, weswegen ich sehr gespannt darauf war.

Auf der Flucht vor ihrem alten Leben landet Paisley in Aspen, der Traumstadt für jeden Schneesport-Fan. Dass sie einen Platz an der iSkate, einer renommierten Schule für Eiskunstläufer:innen erhalten hat, ist für sie immer noch wie ein Traum, der sich nun endlich erfüllen wird. Auf der Suche nach einem Job landet sie im örtlichen Ferien-Resort, in dem sie von nun an Touristen betreuen soll. Also alles perfekt – wäre da nicht der Sohn des Besitzers, der beliebte und arrogante Snowboarder Knox, der ihr von Anfang an das Gefühl gibt, nicht willkommen zu sein. Doch immer wieder zeigt er sich von einer ganz anderen Seite, die Paisley den Kopf verdreht.

Paisley ist eine sehr schöne Protagonistin, die stärker ist, als sie sich jemals eingestehen könnte. Sie hatte es schon seit ihrer Kindheit in den Trailer-Parks nicht leicht und auch in den letzten Monaten hat das Leben es nicht gut mit ihr gemeint. Also flieht sie nach Aspen und erfährt das erste Mal das Gefühl von zwischenmenschlicher Nettigkeit und Hilfsbereitschaft. Sie macht sich selbst oft schlechter als sie ist und lässt sich schnell verunsichern, doch auf dem Eis ist sie das genaue Gegenteil. Als Eiskunstläuferin hat sie das Selbstbewusstsein, das ihr sonst fehlt und sie weiß ganz genau, wie gut sie ist. Ich habe ihren Charakter sehr geliebt, sie ist super interessant und wie gesagt viel stärker, als man zunächst vermutet. Mit der Zeit hat sie sich auch wunderschön weiter entwickelt, wodurch ich sie nur noch mehr mochte.

Knox ist ein typischer selbstverliebter Sportler, der nichts als Partys und Sex im Kopf hat und sich niemals vor irgendwelchen Konsequenten fürchtet. Er scheint das Leben nicht sonderlich ernst zu nehmen und einfach zu genießen, doch relativ schnell wird klar, dass all das nur eine Fassade ist. In Wahrheit ist er ganz und gar nicht glücklich, ertränkt seine Trauer in Partys und wünscht sich ein ganz anderes Leben. Obwohl er Paisley gegenüber sehr abweisend ist, zeigt er auch immer wieder seine liebevolle und unsichere Seite, die ich sehr geliebt habe. Auch er entwickelt sich im Laufe der Geschichte immer weiter, was ich sehr geliebt habe.

Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben, wobei sich Paisleys und Knox‘ Perspektiven abwechseln. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht und locker zu lesen, weswegen ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin.

Die Handlung hat mir unheimlich gut gefallen. Während Paisley ihr neues Leben erstmal sortieren muss, lernen wir Aspen und seine Einwohner kennen. Aspen ist ein kleines, verträumtes Städtchen, das vor allem durch den Winter-Sport viele Touristen anlockt. Es ist verschneit, kalt, aber wunderschön und genauso toll war auch die Atmosphäre beim Lesen. Ich habe mir so sehr gewünscht, in einer verschneiten Ski-Hütte vor dem Kamin zu sitzen, Kakao zu trinken und dieses Buch zu lesen – das wäre wirklich perfekt gewesen.

Und auch die ganzen Nebencharaktere, also Bewohner von Aspen, haben mir sehr gefallen. Jeder hat seine eigene Geschichte, die immer mal wieder ein wenig angerissen wird, wodurch jeder Charakter noch mehr Tiefe erhalten hat. Sie sind nicht einfach Nebenfiguren in Paisleys und Knox‘ Geschichte, sondern haben eine ganz eigene.

Aber jetzt kommen wir mal zu Paisley und Knox, denn um die beiden geht es ja hier hauptsächlich. Beide haben ihre Päckchen, die sich mit sich umher tragen und von denen wir nach und nach immer mehr erfahren. Wir erfahren, wovor Paisley fliehen musste und welche Trauer Knox so sehr erstickt, und begleiten dann beide dabei, sich immer näher zu kommen. Denn obwohl Knox zunächst sehr abweisend auf Paisley reagiert, kann keiner von beiden das Knistern zwischen ihnen leugnen. Doch sie lassen sich Zeit, bis etwas passiert, was ich immer sehr liebe, sie schleichen umeinander herum und keiner wagt so recht den ersten Schritt. Doch sobald sie sich trauen, geschieht alles mit einer riesigen Leidenschaft und voller Gefühle. Ich habe einfach alles an den beiden geliebt!

Zugegebenermaßen hat es sich allerdings immer mal wieder ein wenig gezogen. Denn auch wenn ich ein Fan von Slow-Burn-Geschichten bin, fehlte mir vor allem zu Beginn ein bisschen was. Und auch zwischendurch gab es immer mal wieder kleine Durchhänger, die ich zwar nicht schlimm fand, aber trotzdem noch erwähnen wollte. Und im Gegensatz dazu war mir das Ende ein kleines bisschen zu schnell abgehandelt. Es gibt natürlich noch einmal ein großes Drama, aber das wurde mir ein wenig zu schnell und zu perfekt gelöst.

Fazit
Eine absolute Empfehlung für jeden, der sich aktuell in den Schnee wünscht. Ich habe die Atmosphäre des Buches absolut geliebt und auch die Protagonisten konnten sich sehr schnell in mein Herz schleichen. Die Handlung ist einfach wunderschön winterlich und stimmig und auch wenn es zwischendurch ein paar Durchhänger gab, bin ich sehr verliebt in das Buch.

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