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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2019

Was ist im Leben wirklich wichtig? Emotional und berührend!

The Light in Us
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MEIN MEINUNG
Das Cover von "The Light In Us" hat mir auf dem ersten Blick sehr gut gefallen und der Klappentext hat eine emotionale Liebesgeschichte versprochen, wie die der All In-Reihe, welche mich schon ...

MEIN MEINUNG
Das Cover von "The Light In Us" hat mir auf dem ersten Blick sehr gut gefallen und der Klappentext hat eine emotionale Liebesgeschichte versprochen, wie die der All In-Reihe, welche mich schon stark begeistern konnte.

Charlotte hat seit Monaten ihre Geige nicht berührt. Obwohl sie eine der besten Konzertgeigerinnen war, doch nachdem ihr Leben zerbrach, fehlt ihr die Verbindung zu ihrem Instrument. Mit zahlreichen Nebenjobs schlägt sie sich durchs Leben, bis ihr der gut bezahlte Job als Assistentin angeboten wird. Aus Geldnot sagt sie zu und ist nun für den blinden jungen Mann, Noah, zuständig. Bei einem Unfall verlor er seine Sehkraft und damit auch jegliche Lebensfreude.

Geschrieben wurde der Roman in der Ich-Form, aus den wechselnden Perspektiven von Charlotte und Noah, wobei Charlotte deutlich mehr Kapitel zugewiesen bekommen hat. Der Schreibstil von Emma Scott hat mich schnell fesseln und in das Buch ziehen können, sodass ich einmal angefangen, kaum noch aufhören konnte. Zugleich berühren ihre Worte mich emotional sehr stark, wodurch schon schnell Tränen geflossen sind.

Charlotte hatte schon früh ein Talent fürs Geige spielen, weswegen sie es auch mit links auf die Julliard geschafft hat. Ihr größtes Ziel, in einem Konzertorchester in Wien zu spielen, wurde durch einen schweren Schicksalsschlag erschlagen.
Sie ist wahnsinnig taff, selbstbewusst, ehrgeizig, und schlägt sich durchs Leben. Obwohl sie eine harte Zeit hinter sich hat und eigentlich noch mitten in ihr drin steckt, verliert sie ihre Lebenslust nicht und versucht immer weiter zu kämpfen. Gleichzeitig ist sie sehr einfühlsam und ist immer für ihre Liebsten da.

Noah war "vorher" Extremsportler, stets auf der Suche nach dem nächsten Adrenalinrausch, nach dem nächsten waghalsigem Sprung ins Ungewisse. Damit konnte er als Journalist schließlich auch sein Geld verdienen, bis er einen schrecklichen Unfall hatte und blind wurde. Wie gesagt scheint es, als habe er damit jegliche Lebenslust verloren. Er zieht sich zurück, stößt Freunde und Familie von sich und sieht keinen Sinn mehr in seinem Weiterleben. Er schafft es kaum, sich an sein neues Leben zu gewöhnen und hält zwanghaft an dem alten Noah fest.

Beide Charaktere waren mir sehr sympathisch! Charlotte ist wie gesagt super empathisch, weswegen ich sie gleich gern haben musste. Sie hatte eine schwere Zeit, lässt sich aber nicht unterkriegen, was sie zu einem großen Vorbild macht. Natürlich braucht auch sie ihre Zeit, aber die kleinen Schritte, in denen sie sich immer weiter entwickelt hat, haben mir sehr gefallen.
Anfangs wusste ich kaum, was ich von Noah halten soll. In seinem früheren Leben schien er ein ziemlich arroganter Frauenheld gewesen zu sein, doch wir lernen eine ganz andere Seite des jungen Mannes kennen. Er ist verletzt, sein Leben wurde auf den Kopf gestellt und aus dem Extremsportler wurde ein Blinder Mann. Ich habe lange Mitleid mit ihm empfunden, obwohl er mir recht unsympathisch war. Doch auch er entwickelt sich immer weiter und hat sich nach und nach in mein Herz geschlichen. Er wird immer offener und lässt zu, dass man hinter seine Fassade sieht, was mir gefallen hat. Ebenfalls sehr schön fand ich das Tempo seiner Entwicklung, das erschien mir wahnsinnig angemessen.

Die Handlung ist mit seiner Thematik etwas von Grund auf Unbekanntes für mich. Ich kenne niemanden, der blind ist und hatte da auch in anderen Bereichen, wie Büchern, Filmen oder anderes, bisher keine Kontakte.
Ich kann und möchte mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, auf einmal blind zu sein. Aber soweit ich es beurteilen kann, hat die Autorin mir das sehr authentisch darstellen können. Es gibt Dinge am Blind-Sein, über die ich mir zuvor noch nie Gedanken gemacht habe und nun schon. Sei es "nur", dass man nie wüsste, welche Farbe der Himmel gerade hat. Das hat mir immer wieder sehr bewusst gemacht, wie glücklich ich mit meiner guten Sicht eigentlich sein kann.
Außerdem finde ich es wahnsinnig wichtig, sowie auch interessant, Menschen mit Handicap als Protagonisten zu sehen, da dies ja sonst eher selten ist.

Ich fand es auch sehr interessant einen Protagonisten zu haben, der erst mit seiner Blindheit zurecht kommen muss. Der zuvor sehen konnte und sich nun seinem veränderten Leben anpassen muss. Der merkt, worauf er nun verzichten muss. Der nun spürt, was wirklich wichtig im Leben ist und wer er eigentlich wirklich ist.
Das alles fand ich super spannend und wie bereits erwähnt war auch die Entwicklung von Noah sehr bewundernswert und interessant mit anzusehen.

Aber auch Charlotte war natürlich nicht unwichtig! Sie verarbeitet während des Buches einen schweren Schicksalsschlag, was ich ebenfalls sehr wichtig finde. Emma Scott zeigt hier eine Art, mit so etwas umzugehen und so etwas zu verarbeiten. Ebenso zeigt sie, wie man daraus wachsen kann und dass man den Schmerz auch wieder überwinden kann. Dass man seine Ziele erreichen kann, wenn man hart genug daran arbeitet und es auch zulässt.

Außerdem habe ich die gesamte Handlung als sehr angenehm zu lesen wahr genommen. An einigen Stellen tauchen kleine Klischees auf, die Romantik fehlt natürlich auch nicht, aber insgesamt war es keineswegs zu überladen oder unnatürlich. Die Szenen haben sich stets wunderbar gefügt, wodurch ein authentisches Gesamtbild entstanden ist.

Als einzige Kritik würde ich das schnell durchgelaufene Ende nennen, da mir das Erzähltempo plötzlich zu rasant wurde. Allerdings gibt es dafür ja noch die Novelle, die auf jeden Fall noch von mir gelesen wird.


FAZIT
Insgesamt war "The Light In Us" ein sehr emotionales Buch, das einem so viel sagen möchte. Ob es darum geht, Ziele und Träume zu verwirklichen, mit Schicksalsschlägen umzugehen oder die wichtigen Dinge im Leben zu finden und zu würdigen. Geleitet von zwei spannenden und bewundernswerte Protagonisten, sowie einem emotionalen und fesselnden Schreibstil, hat mich das Buch absolut begeistern können.

Veröffentlicht am 28.11.2019

Mit gemischten Gefühlen beendet...

Bring Down the Stars
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MEINE MEINUNG
Emma Scott hat sich nach der All In Reihe als Autorin in mein Herz schleichen können, also war für mich gleich klar, dass ich auch "Bring Down The Stars" lesen möchte.
Das Cover hat mich ...

MEINE MEINUNG
Emma Scott hat sich nach der All In Reihe als Autorin in mein Herz schleichen können, also war für mich gleich klar, dass ich auch "Bring Down The Stars" lesen möchte.
Das Cover hat mich gleich magisch angezogen und auch der Klappentext hat mir gleich eine emotionale und berührende Geschichte versprochen.

Zunächst lernen wir Weston kennen, der mit seinem Stipendium für eine Privatschule scheinbar endlich aus den armen Verhältnissen seiner Familie fliehen kann. Doch an dieser Schule fällt er schnell als Außenseiter auf - bis der kleine Connor ihn vor den Mobbern rettet und ihn in seine Familie integriert.
Jahre später sind die zwei beste Freunde, die kaum einen Schritt ohne den anderen gehen und auch das gleiche College besuchen. Dort lernen sie Autumn kennen und Weston hilft Connor, mit Gedichten die Aufmerksam der Schönheit auf sich zu ziehen.

Weston ist ein ruhiger, eher introvertierter junger Mann, der ein wahnsinnig guter Läufer, aber auch ein kleiner Poet ist. Auf Außenstehende macht er einen ziemlich grimmigen Eindruck und sein sensibles Innere zeigt er nur in seinen Gedichten. Er ist sehr ehrgeizig und würde alles für seine liebsten Mitmenschen machen.
Connor ist da etwas gestrickt. Er ist offen für alles und lebt eher im Jetzt, als sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Einzig seine Eltern schränken ihn mit ihren Vorstellungen vor ihn ein.
Autumn kommt wie Weston aus eher ärmlichen Verhältnissen und weiß wie es ist, sich Erfolg hart erarbeiten zu müssen. Auch sie mag schöne Worte und würde am liebsten die ganze Welt retten.

Alle Charaktere waren mir auf unterschiedliche Weise sympathisch. Über Autumn habe ich nach meinem Geschmack etwas zu wenig erfahren, aber sie scheint ein Herzensguter Mensch zu sein, der alles für jeden anderen tun würde. Auch Weston ist in dem Sinne eher selbstlos unterwegs und konnte sich vor allem mit seinen Gedichten schnell in mein Herz schleichen.
Connor ist da wie erwähnt ein ganz anderer Typ, der trotzdem mit seinem Charme punkten konnte. Er ist nicht so sensibel, wie Weston es ist, und lebt eher unüberlegt.

Der Roman ist in der Ich-Form, aus den wechselnden Perspektiven von Autumn und Weston verfass worden. Anfangs erhält der Leser einen kleinen Einblick in Westons und Connors Jugend, danach spielt ist es an einem Zeitstrang. Der Schreibstil hat mich schnell fesseln können, doch irgendwas fehlte mir, im Vergleich zur All In Reihe...

Die Handlung ist ganz anders, als ich erwartet habe und ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll.
Der Anfang hat mir sehr gut gefallen, ich wurde schnell gefesselt und habe ganz gespannt mit verfolgt, wie Connor und Weston sich immer weiter in dem selbst gebauten Lügennetz verstricken. Ich war gespannt, Autumn näher kennen zu lernen und bei jedem Gedicht jagte mir Gänsehaut über den ganzen Körper. Es war eine schöne Geschichte, die zwar locker und leicht zu lesen war, aber gleichzeitig auch einen gewissen Tiefgang aufweisen konnte - also die perfekte Mischung.

Das änderte sich jedoch schlagartig mit der im Klappentext angesprochenen "folgenschwere Entscheidung" von Connor. Da möchte ich nicht zu viel vorweg nehmen, doch ab dem Moment ist irgendwas in diesem Buch zerbrochen.
Die Atmosphäre ändert sich, das Erzähltempo wird rasend schnell und ich als Leserin wurde durch die letzten Kapitel einfach durchgeworfen. Es passiert einiges, das eher oberflächig angekratzt wird, als tiefgehender besprochen zu werden. Die Emotionen fehlten mir auf einmal und mir wurde der Erzählstil zu kühl.
Auch das Ende kam, zwar irgendwie auch vorhersehrbar, aber ziemlich abrupt, vor allem aber schockierend. Der Cliffhanger ist auf jeden Fall Grund genug, auch den 2. Teil zu lesen. Ich hoffe, der wird sich besser lesen.

Ich weiß kaum, wie ich das Buch bewerten soll, das so vielversprechend angefangen und so schockierend geendet hat.

FAZIT
Nach einem aufregenden und vielversprechenden Start hat mich das Buch noch lange fesseln können. Leider fehlten mir nach einer großen Wendung die Emotionen, die bei mir nicht mehr angekommen sind. Das Ende ist spannend und schockierend, weswegen ich den zweiten Teil auf jeden Fall noch lesen werde. Doch leider hat mich das letzte Viertel kaum noch begeistern können, obwohl der Anfang mir so gut gefallen hat.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Cover
  • Erzählstil
  • Gefühl/Erotik
Veröffentlicht am 28.11.2019

Lustig, emotional und wunderschön!

Immer wieder für immer
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MEINE MEINUNG
Der Titel hat mich gleich an "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" erinnert, was mir sehr gut gefallen hat. So war ich nun sehr gespannt, wie sich die Wiederholungsschleife ...

MEINE MEINUNG
Der Titel hat mich gleich an "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" erinnert, was mir sehr gut gefallen hat. So war ich nun sehr gespannt, wie sich die Wiederholungsschleife in dieser Geschichte auswirkt.

Wir treffen auf Jack King, dem ziemlich durchschnittlichen jungen Mann, der alle Dinge nur fast schafft. So beschreibt er sich zumindest, als nicht unbeliebter, aber auch nicht beliebter Schüler, der gute Noten schreibt, aber auch nicht herausragend ist, der noch nie eine Freundin hatte - immer nur fast.
Ich würde ihn als humorvoll, ziemlich ironisch und in gewissen Maße selbstbewusst beschreibt.
Seine beste Freunde Franny und Jillian sind sein Ein und Alles und seit längerer Zeit ein Paar. Obwohl Jack heimlich in Jillian verschossen ist gönnt er ihnen das Glück und ist immer für sie da. Bis er Kate trifft, die seine Welt auf den Kopf stellt.
Kate ist Studentin, teilt Jacks Humor und scheint der Art von Mensch zu sein, mit dem man stundenlang über Alles und Nichts quatschen kann.

Alle Charaktere waren mir unglaublich sympathisch, weil sie alle nicht perfekt und somit super authentisch waren. Ich habe Jacks ironische Art super gern gehabt, da musste ich öfter drüber schmunzeln. Aber auch die anderen haben sich still und heimlich in mein Herz geschlichen.

Der Roman ist aus Jacks Perspektive in der Ich-Form verfasst worden. Nach einiger Zeit beginnt die im Klappentext erwähnte Zeitschleife, sodass Jack und der Leser sich immer wieder dem ersten Satz des Buches entgegen stehen.
Den Schreibstil von Justin A. Reynolds hat mich wunderbar in die Geschichte eingeführt und dort auch nicht mehr los gelassen, er hat mir wahnsinnig gut gefallen.

Die Handlung ist einerseits, wie zuvor erwartet und andererseits auch so anders.
Jack durchlebt nun immer wieder das Kennenlernen mit Kate, bis sie stirbt und er wieder wieder beim Kennenlernen steht. Er versucht alles, Kates Tod aufzuhalten und schon durch kleine Entscheidungen verändert sich das große Ganze, was super spannend mit anzusehen war.
Es geht hierbei nicht nur darum, Kate vor dem Tod zu bewahren, sondern auch um Jacks Freundschaft, Familie und seinen Mut.

Im Mittelteil hat es sich etwas gezogen, weil mir die Unterschiede zwischen den einzelnen Zeitschleifen etwas zu gering waren. Nicht, dass Jack super ausgefallene Dinge hätte erledigen sollen. Aber einige Situationen wurden mir dann doch zu oft wiederholt, obwohl Jack seine Handlungen hätte überdenken und verbessern können.

Das Ende war sehr schön, auch wenn ich mit etwas anderem sehr fest gerechnet hatte. Vor allem eine konkrete Auflösung hatte mir da ein wenig gefehlt.

FAZIT
Ein sehr schönes Buch, das zeigt, wie anders das Leben sein könnte, wenn man sich in nur einem Moment für eine andere Kleinigkeit entscheidet. Es geht um Liebe, Freundschaft, Familie, Mut und der Frage, was eigentlich wirklich wichtig im Leben ist.

Veröffentlicht am 27.11.2019

Sehr schöne Geschichte!

The Chase – Gegensätze ziehen sich an
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Meine Meinung
Die Off Campus-Reihe von Elle Kennedy stand schon lange auf meiner Wunschliste, doch bin ich nie dazu gekommen, sie zu lesen. Der Spin-Off, die Briar U-Reihe hat mich aber genauso angesprochen, ...

Meine Meinung
Die Off Campus-Reihe von Elle Kennedy stand schon lange auf meiner Wunschliste, doch bin ich nie dazu gekommen, sie zu lesen. Der Spin-Off, die Briar U-Reihe hat mich aber genauso angesprochen, weswegen ich sehr gespannt auf den 1. Teil war.

Summer hat gerade auf die Briar University gewechselt und setzt dort ihr, an der Brown unterbrochenes, Studium in Modedesign fort. Als sie nicht zu ihrer ehemaligen Studenten-Verbindung zugelassen wird, steht sie ratlos vor einer langen Wohnungssuche. Bis ihr Bruder ihr eine Wohnung bei Freunden besorgt – doch ausgerechnet Colin Fitzgerald, Fitz genannt, wohnt in der WG. Und ausgerechnet er hat schon lange Summers Herz gestohlen.

Summer ist Tochter einer reichen und liebevollen Familie, weswegen ihr nie an etwas gefehlt hat. Sie ist besonders fürs Feiern bekannt und wird von vielen auch aufgrund ihres Studienganges als Oberflächig abgestempelt. Doch ist sie viel mehr das: sie liest gerne, ist immer für ihre Freunde da, setzt sich für ihre Mitmenschen ein und ist sehr fürsorglich und verletzbar.
Colin „Fitz“ ist begabter Eishockey-Spieler, der gleichzeitig seinen Traum vom Videospiele-Programmieren umsetzt. Innerlich ist er ein kleiner Nerd mit einem verletzten Herzen und einer introvertierten Art, weswegen er sich von allem Extrovertiertem fernhält- somit auch von Summer.

Bei beiden Charakteren musste ich meine Sympathie zunächst aufbauen. Ich muss zugeben, dass Summer für mich anfangs das kleine Party-Mäuschen dargestellt hat, doch diese Ansicht hat sich schnell geändert. Als ich das gemerkt habe, konnte ich sie schnell in mein Herz schließen. Besonders ihre Familie habe ich sehr gemocht. Denn obwohl sie reich sind, sind sie immer füreinander da und sehr herzlich zueinander, was ich noch nicht oft in solchen Büchern mit erlebt habe.
Fitz ist wie gesagt ein introvertierter Mensch, der eigentlich am liebsten Zeit verbringt. Er spricht nicht offen über seine Gefühle oder Gedanken und ist eher ein stiller Zuhörer, weswegen mir zunächst der Zugang zu ihm fehlte. Doch auch er ist sehr fürsorglich und unter seiner harten Schale ein sehr sensibler Charakter. Auch ihn habe ich nach und nach immer mehr mögen können.

Die Handlung ist eigentlich eine typische College-Geschichte, wie ich sie sehr liebe. Während Summer versucht, den verschlossenen Fitz zu öffnen und sein Herz für sich zu gewinnen, lernen wir auch den wunderbaren Freundeskreis immer besser kennen. Die Nebencharaktere waren nämlich sehr schön beschrieben und haben eine große Rolle in dem Leben von Summer und Fitz gespielt, was ich immer sehr schön finde.
Doch die zunächst eher oberflächig scheinende Geschichte, verbirgt wie ihre Protagonistin selbst, tiefgründigere Thematiken.

Wie bereits erwähnt lernen wir Summer zunächst als das Party-Girl kennen, doch gibt es so viel mehr, was sie ausmacht. Sie liest gerne, zeichnet, ist emotional und humorvoll, immer für ihre Freunde da und kümmert sich liebevoll um ihre Mitmenschen, gleichzeitig vertritt eine Krankheit, die (zumindest aus meinem Empfinden) nicht immer für Ernst genommen wird. Ebenso sieht man Fitz zunächst als grummeligen Sportler, doch er hat eine große Liebe zum Programmieren und ist eben nicht der „dumme“ Sportler, wie zunächst vermutet.
Dieses Buch lässt einen hinter die erste Fassade eines Menschen schauen und zeigt, was Menschen unter ihrer Oberfläche alles schönes verstecken können. Es geht darum, dass nicht immer der erste Eindruck auch der wahre sein muss und wir unser Schubladen-Denken etwas reduzieren sollten.

Gleichzeitig gibt es einige feministische Szenen, die unter anderem auch auf Slutshaming anspielen. Ebenso geht es um das „Runterspielen“ von sexuellem Missbrauch und darum, dass Frauen sich kleiden dürfen, wie sie wollen und sich auch nackt zeigen können, was immer noch keine Einladung für sexuelle Belästigungen darstellt. Ich fand diese kleinen Szenen wirklich schön und sehr sehr wichtig! Ich fand, sie waren schön inszeniert und passten auch sehr schön in die Handlung, ohne dass sie zu sehr nach „das Thema muss noch verbaut werden“ wirkten.

Allerdings muss ich noch zugeben, dass der Mittelteil sich etwas gezogen hat. Während das Drumherum mich schnell begeistern konnte, sind Fitz und Summer etwas zu lange auf der Stelle getreten.


Fazit
Das Buch habe ich als leichte College-Romanze begonnen und als ein gar nicht so oberflächiges Buch über Freundschaft, Liebe, Oberflächigkeit und weitere spannende Themen beendet. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und konnten mich schlussendlich sehr begeistern, die Handlung ist einerseits zwar etwas langatmig, andererseits aber fesselnd und aufregend. Ich freue mich schon sehr auf den 2. Teil!

Veröffentlicht am 19.11.2019

Mitreißend und emotional!

Everything I Didn't Say
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MEINE MEINUNG
Der Klappentext hat mich gleich an Cinder & Ella erinnert, was ich sehr geliebt habe, sodass ich sehr gespannt auf "Everything I didn't say" war.

Jamie und Carter lernen sich am Set einer ...

MEINE MEINUNG
Der Klappentext hat mich gleich an Cinder & Ella erinnert, was ich sehr geliebt habe, sodass ich sehr gespannt auf "Everything I didn't say" war.

Jamie und Carter lernen sich am Set einer TV-Serie kennen - sie als Dramaturgie-Praktikantin, er als Star der Show. Schnell knistert es zwischen den beiden, doch Carter darf als Frauenschwarm nicht mit einer Freundin gesehen werden und Jamie ist viel zu ehrgeizig, ums ich wirklich auf einen Schauspieler einzulassen. Als sie sich doch ihren Gefühlen hingeben, ändert es ihre Leben von einen Schlag auf den nächsten für immer.

Jamie ist eine junge Studentin mit großen Zielen im Leben. Sie ist ehrgeizig, arbeitet in mehreren Jobs und nimmt nun auch noch das unbezahlte Praktikum an. Statt am Wochenende feiern zu gehen, arbeitet sie in Nachtschichten oder lernt, um sich über die Runden halten zu können. Ihre Familie kann sie zwar kaum mit Geld unterstützen, aber dennoch sind sie immer für Jamie da.
Carter lebt fast das gegenteilige Leben. Er ist Star einer TV-Show und ist bei reichen Eltern aufgewachsen. Er geht gern feiern, reißt Frauen auf und genießt sein Leben, auch wenn es nicht das ist, was sein Vater sich für ihn vorstellt.

Jamie war mir schnell sympathisch. Sie arbeitet hart für das, was sie möchte und schuftet lieber selbst, als sich von jemandem helfen zu lassen. Gleichzeitig kann sie aber auch schlecht fremde Hilfe zulassen, was es an einigen Stellen schwierig gemacht hat.
Mit Carter hatte ich anfangs größere Probleme, da es mir schwer fiel, den Frauenheld richtig einzuschätzen. Im Nachhinein habe ich ihn aber absolut in mein Herz schließen können!

Aber auch die Nebencharaktere sind nicht ohne. Zum Beispiel Jamies' Bruder habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Und auch Carters bester Freund klingt sehr spannend, weswegen ich mich schon sehr auf den 2. Teil freue.

Der Roman ist in der Ich-Form, abwechselnd aus Jamies' und Cartes Perspektive, sowie im Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, verfasst worden. Den Schreibstil an sich mochte ich ganz gerne, es ließ sich gut und flüssig lesen und ich wurde emotional wirklich mitgerissen.

Die Handlung hat mir gut gefallen, besonders das letzte Drittel konnte ich absolut umhauen.
Den Start habe ich als etwas schwierig empfunden. Ich habe es zunächst kaum geschafft, mich wirklich in die Geschichte hinein zu finden und hatte auch kaum Lust, weiterzulesen. Besonders geschuldet war das vermutlich den Zeitsprüngen.
Wir erfahren nämlich direkt zu Beginn, dass zwischen Jamie und Carter etwas vorgefallen sein muss, weswegen sie nicht mehr miteinander reden. Doch bis zur Auflösung muss der Leser sich gedulden und im Wechsel immer wieder sehen, wie die zwei sich kennen lernen und annähern und dann zerstritten sind.
In dem Moment, in dem die Vergangenheit aufgeholt wurde und wir uns vollends in der Gegenwart befinden, hat mich die Handlung deutlich mehr fesseln können. Es wird richtig spannend und aufregend, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Es gibt einige Geheimnisse, die aufgedeckt werden müssen, Missverständnisse, Gefühle und Gedanken - eben Dinge, die sie noch nicht gesagt haben.
Diese Entwicklung der beiden fand ich aber unglaublich schön und angenehm mitzuerleben. Es ging nichts zu schnell, aber gleichzeitig war es nicht langweilig. Es gibt ein paar Höhepunkte, die zwar vorhersehbar waren, aber trotzdem nicht weniger aufregend.

Besonders zum Ende hin finden die Protagonisten zu einigen unheimlich berührenden Worten, bei denen mir glatt die Tränen von den Wangen liefen.

FAZIT
Eine unheimlich schöne, aufregende und emotionale Geschichte zweier Menschen, die endlich die unausgesprochenen Worte zwischen ihnen überwinden konnten. Nachdem der Start für mich etwas schwierig hat, hat der restliche Teil mich umso mehr überzeugen und begeistern können.
Und auch auf den 2. Teil bin ich schon sehr gespannt, da Dexter sehr vielversprechend klingt.