Profilbild von Fairylightbooks

Fairylightbooks

Lesejury Star
offline

Fairylightbooks ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Fairylightbooks über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2020

Nicht mein Favorit der Reihe, aber immer noch super spannend!

DARK Thrill GLOW
0

2 Show more
Review Teil 3 einer Reihe! Die Rezension enthält Spoiler für Teil 1 & 2!!

MEINE MEINUNG
Nach dem super spannenden Ende aus dem dem zweiten Teil, konnte ich es gar nicht abwarten, auch endlich ...

2 Show more
Review Teil 3 einer Reihe! Die Rezension enthält Spoiler für Teil 1 & 2!!

MEINE MEINUNG
Nach dem super spannenden Ende aus dem dem zweiten Teil, konnte ich es gar nicht abwarten, auch endlich den dritten in den Händen zu halten. Das Cover passt wieder perfekt zu den anderen Teilen. Dass die Farben immer dunkler werden passt natürlich auch perfekt zum Inhalt, der ebenfalls immer düsterer wird.

Nach dem ersten Kapitel aus der Perspektive von X knüpft die Handlung nahtlos an das Ende des zweiten Teils an. Es geht also direkt spannend weiter, aber dazu möchte ich gar nicht so verraten.

Der Roman ist wie die Vorgänger auch, in der Ich-Form, aus wechselnden Perspektiven der Protagonisten geschrieben worden. Die werden natürlich immer wieder von den Kapiteln in der Er-Form, aus der Perspektive von X unterbrochen, die ich immer noch sehr spannend finde. Vielleicht kam es mir nur so vor, aber ich hatte den Eindruck, als wären es in diesem Teil relativ wenige Kapitel aus Muriels Perspektive gewesen. Es wechselt sehr viel zwischen den Männern, besonders Álvaro kam hier häufiger zu Wort. Aber vielleicht war das auch nur ein Eindruck von mir und entspricht nicht der Wirklichkeit.

Muriel scheint mittlerweile immer mehr in die Gruppe der vier Männer anzukommen. Sie vertraut ihnen immer mehr und verlässt sich auch immer öfter auf ihre Sicherheit. An ihrer Stelle würde ich vermutlich ähnlich handeln, immerhin scheinen Álvaro, Eladen, Yeal und Darko mittlerweile die einzigen Menschen zu sein, die ihr vor X helfen können. Dass sie es alleine nicht schaffen kann, sieht sie mittlerweile auch immer mehr ein, was ich sehr gut fand. Gleichzeitig ist sie den Männern aber immer noch skeptisch gegenüber und vertraut ihnen nur stückchenweise immer mehr an. Sie hat sich noch nicht ganz fallen lassen und hat auch immer noch ihr starkes Selbstbewusst. Insgesamt mag ich ihre Art immer noch sehr, auch wenn sie ein wenig ihre Bissigkeit verliert und etwas sanfter wird. Außerdem erfahren wir immer noch neues über ihr früheres Leben mit Maxim, das wirklich noch einige Geheimnisse parat hält. Ich bin auf jeden Fall super gespannt, was da noch kommen wird.

Aber auch über Álvaro erfahren wir mittlerweile immer mehr. Auch er scheint Muriel immer mehr zu trauen und sie immer weiter in sein Herz zu lassen. Nach Außen zeigt er sich natürlich immer noch als kühl und distanziert, doch man merkt, dass Muriel ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen kann und er sehr viel aufs Spiel setzen würde, um ihr zu helfen. Aber auch seine Vergangenheit klart immer mehr auf und zeigt, dass er eigentlich ganz und gar nicht das arrogante Arschloch ist, als den ihn die ganze Stadt zu sehen scheint. Seine Entwicklung mag ich bisher auf jeden Fall am meisten und ich bin sehr neugierig, wie das mit ihm noch weitergeht.

Eladen, Yeal und Darko spielen natürlich immer noch eine große Rolle für die Handlung, doch sind sie eher ein wenig in den Hintergrund gerückt. Aufgrund der ganzen Vorfälle fallen die "Einzeldates" zwischen ihnen und Muriel immer wieder aus und generell scheint das getroffene Arrangement aus dem ersten Teil immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Aber das finde ich auch ganz gut so, da es so deutlich ungezwungener ist.
Dennoch fand ich es schade, so wenig von Yeal gesehen zu haben, er ist neben Álvaro immer noch mein großer Favorit!

Von wem wir allerdings immer mehr erfahren, ist X. Wir haben mittlerweile eine ganze Reihe an Informationen erhalten, auch wenn es uns noch nicht ganz zur Lösung führen konnte. Er scheint etwas nachlässiger zu werden, macht kleine Fehler und wird persönlicher also vorher, was allerdings super spannend ist. Er ist immer noch schonungslos und scheint sich vor keiner Straftat zu scheuen, aber wie gesagt wird er etwas unvorsichtiger.

Die Handlung ist natürlich mal wieder super spannend und aufregend. Allerdings muss ich sagen, dass ich im Mittelteil einen kleinen Durchhänger hatte. Ich kann es gar nicht genau beschreiben und länger als 50 Seiten war er definitiv nicht, aber ich hatte ihn. Der Start war spannend und packend, die zweite Hälfte war super aufregend und fesselnd, aber dazwischen gab es zwei, drei Kapitel, die sich etwas zogen. Vielleicht lag es daran, dass Yeal, Darko und Eladen so in den Hintergrund gerückt sind und die Spannung der wechselnden Persönlichkeiten etwas verblasste, aber ich kann es ehrlich nicht genau definieren. Ich hatte kurzzeitig das Gefühl, dieser Teil würde eventuell nur auf das große Finale vorbereiten und eher die Handlung für den nächsten Teil schon langsam aufbauen. Aber da spricht die zweite Hälfte gegen, da ja doch wieder super fesselnd und aufbrausend war.

Das Ende ist natürlich mal wieder super spannend und hinterlässt uns natürlich wieder mit einem riesigen Cliffhanger, der Spannung für den nächsten Teil aufbaut.
Zudem war es am Ende doch noch deutlich härter und gewalttätiger, als ich erwartet hatte. Man wurde zwar vorgewarnt und ich habe beim Lesen auch kein großes Problem damit, aber ich wollte es dennoch kurz anmerken.

FAZIT
Wie erwartet eine packend und spannende Fortsetzung, die es wirklich in sich hatte. Wir kommen den Geheimnissen immer mehr auf die Spur, die Handlung wird immer düsterer und ernster und ich bin sehr gespannt. Wegen einem kleinen Durchhänger im Mittelteil ist dieser Teil nicht mein Favorit, was aber nicht bedeutet, dass ich ihn nicht super gut fand. Ich kann es kaum abwarten, endlich auch den vierten Teil zu lesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2020

Super Unterhaltung für Zwischendurch

King of London
0

MEINE MEINUNG
Von der Autorin habe ich schon einige Bücher gesehen, die stets gelobt wurden, aber irgendwie hat mich bisher keins wirklich reizen können, sodass dieses hier das erste Buch von ihr ist, ...

MEINE MEINUNG
Von der Autorin habe ich schon einige Bücher gesehen, die stets gelobt wurden, aber irgendwie hat mich bisher keins wirklich reizen können, sodass dieses hier das erste Buch von ihr ist, das ich gelesen habe. Ich habe es bei der Lesejury gegen meine Bonuspunkte einlösen können, weswegen ich der Autorin gerne eine Chance geben wollte. Das Cover gefällt mir ganz gut, es fasst das Business-Mann-Thema auf jeden Fall schon mal sehr gut zusammen.

Avery Walkers arbeitet bereits seit Jahren auf Luxus-Jachten als Chef-Stewardess, doch ein Gast wie Hayden Wolf ist ihr bisher noch nie untergekommen. Alleine mietet er die riesige Jacht für 8 Wochen und hat keinerlei Anforderungen, außer die Privatsphäre zum Arbeiten. Avery, die jeden Gast wie ein König behandelt und versucht, jedem den Wunsch von den Lippen abzulesen, ist mit dem distanzierten Geschäftsmann etwas überfordert. Besonders, weil er ihr trotz seiner kühlen Art den Kopf verdreht. Aber eine Beziehung zwischen Gast und Personal ist strengstens untersagt!

Avery hat wie gesagt vor Jahren angefangen, auf Luxus-Jachten zu arbeiten und hat sich mittlerweile den Posten als Chef-Stewardess gesichert. Sie war nie auf dem College und arbeitet nicht so hart rund um die Uhr, weil sie den Job liebt, sondern weil sie dringend das Geld benötigt. Dennoch erledigt sie ihre Arbeiten gewissenhaft, ist stets freundlich, höflich und zuvorkommend und stellt jeden Gast auf das goldene Treppchen. Sie stellt ihre Träume schon seit Ewigkeiten hinten an und weiß mittlerweile selbst kaum noch, was eigentlich ihr großer Traum ist. Sie macht immer alles dafür, dass es den anderen gut geht, auch wenn sie dafür einstecken muss.
An Avery ist tatsächlich gar nichts schlecht, sie ist einfach ein guter Mensch, der niemals etwas böses tun könnte. Ich fand sie eigentlich ganz sympathisch und bin gut mit ihr zurecht gekommen, auch wenn ihr hin und wieder ein wenig spannendere Charaktereigenschaften gefehlt haben. Ihr Charakter ist auch nicht sonderlich tiefgründig ausgearbeitet, aber das war für mich in diesem Buch kein Problem.

Hayden Wolf hat sich durch jahrelange harte Arbeit ein eigenes Imperium aufgebaut und einer von Londons angesehensten Geschäftsmännern. Doch damit wird man auch schnell ein Ziel seiner Gegner. Da andere Unternehmer immer wieder seine Pläne durchkreuzen, hat er die Sorge, eine undichte Stelle in seinem Team zu haben, die Gegner mit Informationen versorgt. Um das zu verhindert, kapselt er sich für seine nächsten Geschäftsdeals ab und verbringt die Zeit alleine, abgekoppelt auf einer Luxus-Jacht. Er ist sehr arbeitsfokussiert, sieht sonst eher weniger Freude in seinem Leben und hat auch kaum Vorlieben für irgendetwas, wie Essen, Musik oder Freizeitaktivitäten. In seinem Leben dreht sich nur um das Eine. Und Sex hat natürlich auch gern, aber nur mit stets wechselnden Partnerinnen und niemals bei sich zu Hause. Gleichzeitig ist er aber kein typischer arroganter Geschäftsmann, der sich für etwas besseres hält. Im Gegenteil, er ist recht sympathisch und auch sehr bodenständig, was ich sehr mochte.
Irgendwas hatte Hayden an sich, sodass ich super schnell mit ihm als Charakter zurecht gekommen bin. Und das, obwohl auch er einen relativen Charakter hatte. Er ist reicher Geschäftsmann. Mehr ist da eigentlich tatsächlich nicht. Er hat keine besondere Vergangenheit, keine besonderen Pläne, kein gar nichts. Aber komischerweise hat mich all das beim Lesen überhaupt nicht gestört. Er hatte wie gesagt einfach irgendwas an sich, das mich so von ihm fesseln konnte.

Der Roman ist in der Ich-Form aus den wechselnden Perspektiven von Hayden und Avery verfasst worden. Der Schreibstil war an sich ganz okay und ich konnte das Buch auch wirklich schnell lesen, aber er war auch an einigen Stellen relativ plump. Es gibt einfach nicht sonderlich viel Feingefühl, das bestimmte Emotionen in mir hervorgerufen hätte.

Die Handlung ist auf jeden Fall ganz anders, als erwartet. Zunächst einmal spielt es an der Mittelmeerküste, was bei einer Jacht natürlich irgendwie sinnvoll ist, doch habe ich das Londoner Feeling vermisst. Hayden kommt zwar aus London und hat dort sein Imperium erbaut, doch der Titel "King of London" löst in mir andere Vorstellungen vom Handlungsort aus. Ich hatte mehr Szenen in der englischen Hauptstadt erwartet, weil der Titel das für mich einfach so versprochen hat.

Dennoch war das ganze Feeling natürlich trotzdem wunderschön, die sommerliche Atmosphäre hat gleich Fernweh in mir ausgelöst.
Aber gleichzeitig befinden wir uns natürlich beinahe dauerhaft auf der riesigen Jacht, die natürlich eine ganze eigene Welt für sich sind. Insgesamt passiert eigentlich gar nicht so großartig viel. Hayden verschanzt sich zum Arbeiten, bekommt hin und wieder mal Updates aus seinen Londoner Büros und Avery versucht, ihm den Aufenthalt so schön zu gestalten, wie nur möglich. Dabei kommen die beiden sich immer näher und das Knistern zwischen ihnen wird immer größer. Also insgesamt nichts sonderlich aufregendes, aber gleichzeitig war es nie wirklich langweilig.

Ein bisschen Spannung durfte es dann aber doch noch sein. Denn Haydens Gegner gehen immer dreister gegen ihn vor und für sie ist Avery natürlich ein gefundenes Fressen. Ich verrate mal nicht zu viel, aber es wird noch einmal ein wenig spannend und es gibt eine kleine Portion Drama, die sich insgesamt aber sehr im Rahmen hält.

FAZIT
Eine wunderbare Geschichte für Zwischendurch, die vermutlich nicht lange im Kopf bleiben wird, aber sehr nett zu lesen war. Weder Charaktere, noch die Handlung sind wahnsinnig tiefgründig ausgearbeitet, doch hat mich das in diesem Roman kaum gestört. Denn trotz der ganzen Kritikpunkte, fand ich das Buch wirklich gut! Ich wurde auf jeden Fall positiv überrascht und werde vermutlich auch noch zu den weiteren Teilen der Reihe greifen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2020

Konnte mit dem ersten Teil leider nicht mithalten!

Prince of Passion – Henry
0

MEINE MEINUNG
Nachdem der erste Teil mich so unglaublich positiv überraschen konnte, habe ich auch direkt den zweiten Teil bestellt. Obwohl es leider über ein Jahr in meinem Regal stand und auf mich gewartet ...

MEINE MEINUNG
Nachdem der erste Teil mich so unglaublich positiv überraschen konnte, habe ich auch direkt den zweiten Teil bestellt. Obwohl es leider über ein Jahr in meinem Regal stand und auf mich gewartet hat, war ich nun super gespannt, was Henrys Geschichte sein wird.

Nachdem Prinz Nicholas den Thron aufgegeben hat und mit seiner bürgerlichen, amerikanischen Freundin zusammen gekommen ist, ist es nun Henrys Aufgabe, den Posten als Kronprinzen zu übernehmen. Nur ist er dafür weder wirklich gut ausgebildet worden, noch ist er bereit dafür. Nach einem Skandal, der das Fass zum Überlaufen bringt, wird Henry in ein großes Anwesen auf dem Land verbannt, wo er lernen soll, Verantwortung zu übernehmen. Doch er hat ganz andere Pläne und schon bald bringen Kamera-Teams und royale Frauen das Leben von Henry durcheinander...

Henry ist zwar schon sein Leben lang ein Prinz, doch erst seit kurzem ein Kronprinz, was sein Leben komplett auf den Kopf stellt. Er war immer der Lockere, der Entspannte, der Party-Löwe der zwei Brüder, doch langsam versteht er, warum Nicholas stets so ernst und zurückhaltend gehandelt hat. Jedes Wort kann einem im Mund verdreht werden und Henry muss über mehr politische Angelegenheiten Bescheid wissen, als er sich im Traum vorstellen könnte. Die Situation überfordert ihn und besonders, dass selbst seine Großmutter, die aktuelle Queen, nicht komplett an ihn glaubt, macht ihm zu schaffen. Er kann mit der Verantwortung nicht umgehen, ist unbedarft und besonders kann er keine Anweisungen befolgen. Mit dem neuen Druck auf seinen Schultern verzapft er noch mehr Mist als zuvor schon, besonders, weil er sich nur dadurch eine kleine Pause von seinem neuen Leben kann.
Eigentlich war Henry mir sehr sympathisch. Ich habe gerne Zeit mit ihm verbracht, vor allem, weil er einem automatisch gute Laune gemacht hat. Aber gleichzeitig fand ich ihn auch sehr anstrengend. Eigentlich ist sein Verhalten zu unreif für sein Alter und die rebellische Phase zieht sich anscheinend auch schon seit Jahren durch sein Leben. Dass er nicht mal in wichtigen Momenten ruhig sein kann und sich wirklich jeder, also echt jeder, Anweisung widersetzen muss, war auf Dauer etwas nervig.

Sarah ist das absolute Gegenteil von Henry. Sie hat auch eine royale Familie, doch längst keine so angesehene, wie die Königsfamilie. Sie lebt auch in keinem Palast und lässt sich von zahlreichen Angestellten bedienen und bewachen, im Gegenteil. Sie lebt alleine in einer kleinen Wohnung und arbeitet in der Bibliothek der Stadt, um ihrer großen Liebe zu Büchern nachgehen zu können. Sie ist sehr introvertiert, kann nicht vor vielen Menschen sprechen und geht nicht gerne aus. Dennoch ist sie sehr herzlich, möchte es stets jeden Recht machen und würde besonders für ihre Schwester vermutlich alles machen.
Sarah war mir relativ sympathisch, wenn man es so nennen kann. Denn einen wirklichen Draht konnte ich einfach aufbauen. Warum nicht, kann ich ehrlich gesagt gar nicht genauer definieren. Eigentlich passt alles, sie liebt Bücher, wie ich und sie ist introvertiert, wie ich. Eigentlich sollte ich mich wunderbar mit ihr identifizieren können, war aber einfach nicht der Fall.

Der Roman wurde in der Ich-Form aus dern Perspektiven von Henry und Sarah geschrieben, wobei die Perspektiven nicht regelmäßig wechseln. Der Schreibstil ist angenehm und schnell zu lesen und auch wenn er mich nicht vollends begeistern konnte, bin ich sehr zufrieden.

Die Handlung ist etwas ganz anderes, als ich es mir nach dem ersten Teil vorgestellt habe. Das royale Flair fehlt ein wenig und stattdessen bekommen wir eine Mischung aus Bachelor-Tv-Show und Selection, aber auf ganz komische Art und Weise. Dass Henry ein Prinz ist kommt kaum noch durch, was ich super schade finde, denn genau deswegen mochte ich den ersten Teil. Hin und wieder wird natürlich aufgegriffen, wie überfordert Henry sich in seiner Rolle fühlt, aber viel mitbekommen hat man davon nicht. Da Henry hier in eine Art Zwangsurlaub geschickt wird, lernen wir den royalen Alltag nicht kennen, was ich echt schade fand. Wie gesagt haben wir hier stattdessen eine royale Casting-Show bekommen, die besonders durch zähe Dates und langweilige Dreh-Tage geprägt war.

Während Henry sich also mit den royalen Damen herumschlagen darf, trifft er auf Sarah, die nur als Begleitperson mit auf den Landsitz gekommen ist, aber natürlich erweckt ausgerechnet sie die Aufmerksamkeit des Prinzens.

Zugegebenermaßen fand ich ihr Treffen und auch ihr näheres Kennenlernen sehr süß und eigentlich ganz passend. Die beiden fallen nicht urplötzlich übereinander her, sondern entwickelt zunächst wie eine Art Verbundenheit. Man merkt wirklich, wie wohl Henry sich in ihrer Gegenwart fühlt und dass er bei ihr wirklich abschalten kann. Aber auch Sarah blüht mit ihm immer mehr auf, was ich wirklich gerne mit verfolgt habe.

Also habe ich doch die ersten zwei Drittel des Buches sehr fasziniert gelesen, obwohl das royale Feeling fehlte und die Casting-Show zugegebenermaßen sehr lachhaft war. Trotzdem habe ich Henry und Sarah einfach gerne verfolgt. Zumindest bis zum letzten Drittel, welches echt einiges kaputt gemacht hat. Es passiert nicht mehr viel, es gibt einige Sprünge, etwas übertriebenes Drama, insgesamt war es recht vorhersehbar und lief zu glatt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2020

Ein absolutes Herzensbuch!

Wie die Ruhe vor dem Sturm
0

MEINE MEINUNG
Aktuell lese ich mich quer durch Brittainy C. Cherrys Bücher, die mich immer mehr begeistern. Besonders von diesem hat man beinahe nur positives gehört, weswegen meine Neugierde, sowie auch ...

MEINE MEINUNG
Aktuell lese ich mich quer durch Brittainy C. Cherrys Bücher, die mich immer mehr begeistern. Besonders von diesem hat man beinahe nur positives gehört, weswegen meine Neugierde, sowie auch meine Erwartungen, sehr hoch waren. Das Cover finde ich wunderschön, die Farben sind so stimmig zusammen, aber gleichzeitig sehr ruhig. Zudem verstecken sich einige Libellen zwischen den Mustern, was hervorragend zum Inhalt passt.

Es geht um Eleanor und Grey, die sich in der High School kennen lernen.. Eigentlich sind sie von Grund auf verschieden, dennoch finden die beiden zueinander und merken, dass sie beim jeweils anderen immer sie selbst sein können, wodurch eine tiefe Verbindung entsteht. Doch das Leben möchte es so nicht und die beiden werden getrennt, woraufhin der Kontakt langsam immer mehr abbricht. Bis Eleanor Jahre später vor Greys Haustür steht und sich auf den freien Posten als Nanny bei ihm bewirbt. Dass es sich bei ihrem neuen Arbeitgeber um ihre fast vergessene Jugendliebe handelt, hätte sie nie gedacht...

Der Roman ist in zwei Teile geteilt, der erste Teil spielt zur High School-Zeit der Protagonisten und begleitet ihr erstes Kennenlernen und ihre gemeinsame Jugend. Nach einem Zeitsprung von etwa 15 Jahren beginnt schließlich der zweite Teil, der im Klappentext bereits angesprochen wird. Eleanor und Grey sind nun erwachsen und treffen nach dem langen Kontaktabbruch wieder aufeinander. In beiden Teilen wird jeweils in der Ich-Form, abwechselnd aus Greys und Eleanors Perspektive, geschrieben. Den Schreibstil der Autorin kenne und liebe ich ja bereits aus ihren anderen Büchern und auch hier hat er mich wieder vollends begeistern können. Trotz der Schwere der Themen und der großen Emotionalität lässt sich das Buch so wunderbar leicht und locker lesen, was mir sehr gut gefällt.

Auch die Charaktere haben mir unendlich gut gefallen. Eleanor ist ein zurückhaltendes junges Mädchen, das viel Zeit mit ihrer herzlichen Familie verbringt und ungerne auf Partys geht. Sie liest lieber, Harry Potter ist ihr Favorit, und trägt immer Strickjacken - auch wenn sie dafür den ein oder anderen dummen Spruch abbekommt. Und obwohl sie so zurückhaltend lebt, interessiert sie sich nicht großartig für die Meinungen anderer. Sie ist zudem einfach ein herzensguter Mensch, der andere wunderbar aufmuntern kann und immer wieder für eine schöne Stimmung sorgen kann, auch wenn sie selbst vielleicht gar nicht so glücklich ist. Gleichzeitig muss ich allerdings auch sagen, dass ich bei ihr eine Entwicklung etwas vermisst habe. Obwohl sie im zweiten Teil etwa 30 Jahre alt sein müsste, verhält sie sich viel wie eine junge Erwachsene, die gerade erst in ihr Leben startet. Sie wirkt häufig noch etwas unbedarft und zu unerfahren dafür, dass sie den Job als Nanny schon seit ihrer Jugend ausführt. Zudem nimmt sie sich in einigen Situationen etwas zu viel heraus, sieht sich selbst zu sehr als Retterin, was ich an einigen Stellen seltsam fand.

Aber auch Grey ist nicht ohne. Im Gegensatz zu Ellie ist er in der Schule sehr beliebt, besonders bei den Mädchen. Doch das interessiert ihn nicht, denn die wollen alle immer nur seinen Status teilen, wie es ihm wirklich geht, scheint kaum jemanden zu interessieren. Er ist nämlich ganz und gar nicht so glücklich, wie es zunächst scheint. Aber er ist ebenso herzensgut wie Ellie. Er ist wirklich süß, bemüht sich stets und kann in Ellies Gegenwart auch ganz schön nervös werden. Auch er kann trotz seiner eigenen Probleme für eine schöne Stimmung sorgen, was mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat. Das ändert sich allerdings komplett im zweiten Teil, in dem er uns als kühler und distanzierter Mann gegenüber steht, den das Leben gezeichnet hat.

Beide Protagonisten wurden hier wirklich schön gezeichnet und so lebhaft dargestellt, dass es mich absolut begeistert hat. Sie sind authentisch, mit Fehlern, mit Emotionen und einfach allem, was dazu gehört.
Es gibt natürlich auch einige Nebencharaktere, die mal mehr, mal weniger Platz einnehmen, aber insgesamt ebenfalls sehr schon dargestellt waren. Auch sie haben alle eigene Geschichten, die sich immer wieder mit der von Ellie und Grey vermischen, ohne dass sie ihnen den Raum stehen. Es wird vieles angedeutet, was vermutlich in den nächsten Teilen über Landon und Shay weitergeführt wird.

Die Handlung verbirgt so viel mehr, als der einfache Klappentext verspricht. Im ersten Teil lernen wir die zwei zuckersüßen Charaktere kennen, die trotz Schicksalsschlägen eine wunderbar positive Energie versprühen, die mich immer warm, herzlich und liebevoll umarmt hat. Gleichzeitig war es schon ab den ersten Seiten sehr emotional, weswegen eine Taschentuch-Packung nicht mal annähernd ausgereicht hat. Dennoch habe ich mich in diesem ersten Teil einfach wohl gefühlt. Ich habe mir so viele Passagen markiert und angestrichen, wie schon sehr lange in keinem Buch mehr.

Aber dann wechselt es in den zweiten Teil. Hier möchte ich nicht zu viel verraten, damit jeder, der meine Rezension liest, das gleiche Leseerlebnis haben wird, wie ich es hatte.

Die ganze Atmosphäre, in der ich mich im ersten Teil so wohl gefühlt habe, ist einer kalten und distanzierten Stimmung gewichen. Während wir im ersten Teil oft in Ellies Elternhaus waren, das ich mir klein, aber schnuckelig vorgestellt habe, die Wände voll mit Zeichnungen, das Sofa voll mit Kissen und Decken und alle Räume voller Liebe, sind wir nun größtenteils in Greys Haus.
Und das habe ich riesig und leer vorgestellt. In meiner Vorstellung ist es farblos, verblasst, ohne Zeichnungen oder Bilder, kein Kissen liegt im falschen Winkel auf dem Sofa und Unordnung herrscht auf keinen Fall! Und genau das spiegelt die Atmosphäre des zweiten Teils vermutlich am besten wider. Grey ist wie ausgewechselt, der süße Junge ist weg und stattdessen haben wir einen überarbeiteten, emotional distanzierten und kühlen Mann, der seit Monaten kein Lächeln über seine Lippen hat kommen lassen.
Das schöne Wohlfühl-Gefühl ist weg und ich habe keine einzige Stelle, die mich besonders berührt oder begeistert hat, mehr markiert.

Themen, die im gesamten Buch, im ersten Teil und im zweiten Teil, im Vordergrund stehen, sind vor allem Verlust und Trauer. Dieses Buch schafft es allerdings, die gleichen Gefühle auf zwei unterschiedlichste Art und Weisen darzustellen, sodass es einem beim Lesen nur das Herz zerreißen kann. Obwohl es die gleiche Emotion ist, wird sie von den Charakteren unglaublich unterschiedlich verarbeitet, was die Autorin wirklich wahnsinnig realistisch dargestellt hat.

Die gesamte Handlung verläuft in einem sehr authentischen Tempo, das an keiner Stelle zu überstürzt ist, aber auch nie langatmig wird. Es gibt hier nicht das größte Drama nach dem anderen und es ist nicht voller Action, aber dennoch ist die Handlung sehr aufregend und spannend. Was sie allerdings in meinen Augen ausgemacht hat, ist ihre Authentizität. Es ist nicht immer einfach, alle Charaktere müssen Rückschläge wegstecken, aber gleichzeitig lernen sie auch langsam, mit ihrer Trauer umzugehen und das Glück wieder in ihr Leben zu lassen.

FAZIT
Insgesamt war es ein sehr gefühlvolles und emotionales Buch, dessen Atmosphäre zwischen warm und kühl wechselt. Gepaart mit wunderbaren Charakteren, die nicht perfekt sind und immer mehr ihre Fehler akzeptieren und dem wunderschönen Schreibstil der Autorin wurde hier definitiv ein neues Lieblingsbuch geschaffen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2020

Konnte mich nicht überzeugen

Finding Back to Us
0

MEINE MEINUNG
Als Callie in den Semesterferien nach Hause fährt, hätte sie nicht damit gerechnet, asugerechnet Keith gegenüber zu stehen. Seit 7 Jahren haben die beiden Stiefgeschwister sich nicht gesehen ...

MEINE MEINUNG
Als Callie in den Semesterferien nach Hause fährt, hätte sie nicht damit gerechnet, asugerechnet Keith gegenüber zu stehen. Seit 7 Jahren haben die beiden Stiefgeschwister sich nicht gesehen und seit 7 Jahren gibt Callie Keith die Schuld an dem Tod ihres Vaters. Sie ist unglaublich wütend auf ihn und kann kaum in seiner Nähe sein, ohne dass der Hass auflodert. Doch gleichzeitig hat Keith sich ganz schön verändert und löst mittlerweile noch ganz andere Gefühle in Callie aus.

Callie studiert Medizin, obwohl das gar nicht ihr großer Traum ist, weswegen sie sich eher durchquält. Trotzdem ist sie ehrgeizig und zieht ihr Vorhaben eisern durch, ohne sich davon abhalten zu lassen. Seit sie ihren Vater verloren hat, kämpft sie immer wieder mit gedanklichen Rückblicken und ihrer tiefen Trauer, die sie einfach nicht überwinden kann.

Keith ist der Sohn der neuen Frau von Callies Vaters und somit Callies Stiefbruder. Ihm wird die Schuld an dem Tod des Vaters gegeben, weswegen er vor 7 Jahren die Stadt verlassen hat, um zu vergessen. Auch er musste den Tod und vor allem die Schuldgefühle verarbeiten, was er auf eine Art gemacht hat, als Callie.

Wie man merkt, kann ich nicht allzu viel zu den Charakteren sagen. Denn abgesehen von dem Hass zwischen ihnen, definiert sie nicht sonderlich viel. Sie sind sehr austauschbar und haben nicht genügend Tiefe, um als eigenständige Charaktere zu stehen. Callies Charakter lebt nur von der Trauer um ihren Vater und den Hass auf Keith. Und Keiths Charakter besteht eigentlich ebenfalls nur daraus. Natürlich gibt es an der ein oder anderen Stelle noch mehr Charakterzüge, wie dass Callie nicht gerne Pop hört und dass Keith handwerklich begabt ist, aber sie waren beide einfach nichts Ganzes.

Der gesamte Roman ist in der Ich-Form aus Callies Perspektive geschrieben worden und verläuft, bis auf kleine Rückblicke aus Callies Perspektive, chronologisch. Den Schreibstil der Autorin kenne ich nur aus neueren Büchern von ihr und ich muss zugeben, dass man schon einen kleinen Unterschied merkt. Es lässt sich zwar schnell und flüssig lesen, aber mir fehlte hier das Gefühl.

Was ich von der Handlung halten soll, weiß ich nicht wirklich.
Eigentlich stehe ich nicht besonders auf Stiefgeschwister-Geschichten, aber weil ich super gespannt auf den 2. Teil der Reihe bin, musste ich auch einfach den 1. zuerst lesen. Leider finde ich das Zusammenspiel hier noch seltsamer, als in anderen Geschichten dieser Art, da Keith und Callie tatsächlich miteinander aufgewachsen sind, also noch näher am echten Geschwister-Sein sind. Häufig in solchen Geschichten lernt das Stiefgeschwister-Paar sich erst im jungen Erwachsenen-Alter kennen, wenn die Eltern sich im späteren Alter ineinander verlieben. Aber hier kennen die beiden sich wirklich seit ihrer Kindheit, die sie gemeinsam, als Geschwister verbracht haben. Das war irgendwie komisch.

Zudem passiert in dem Roman an sich nicht wirklich viel. Es steht immer wieder im Vordergrund, dass Callie Keith hasst und ihm nicht verzeihen kann. Dann merkt sie, wie heiß er geworden ist und wie er mit ihr flirtet. Aber dann merkt sie wieder, dass sie ihn ja hasst. Währenddessen wird die Vergangenheit stückchenweise aufgearbeitet, sodass auch der Leser langsam erfährt, was denn damals geschehen ist.
Drumherum geschieht allerdings nicht viel... Die Charaktere drehen sich viel im Kreis, die Handlung kommt nicht voran und natürlich weiß man schon ab der ersten Seite, dass Keith und Callie sich der Leidenschaft hingeben werden. Dadurch hat sich die Handlung sehr gezogen und wurde schnell langweilig.

Es hat mich einfach nicht so sehr begeistern können, wie die anderen Romane der Autorin es immer tun. Es war zwar insgesamt nicht unbedingt schlecht und es ließ sich auch recht schnell lesen, aber es hat mich nicht umgehauen.

FAZIT
Leider eine kleine Enttäuschung. Es ließ sich zwar sehr gut lesen, aber leider waren die Charaktere zu austauschbar und die Handlung etwas langweilig. Nicht so gut, wie erwartet. Den zweiten Teil werde ich dennoch lesen, auf den habe ich mich sowieso mehr gefreut!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere