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Veröffentlicht am 05.01.2021

Weder weihnachtliche noch romantische Stimmung ist aufgekommen...

Take A Chance On Me. Adventskalender zum Verlieben
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MEINE MEINUNG
Um auch dieses Jahr in eine schöne Weihnachtsstimmung zu kommen, habe ich einige Weihnachts-Romane gelesen und besonders die Idee eines Buch-Adventskalenders konnte mich schnell begeistern. ...

MEINE MEINUNG
Um auch dieses Jahr in eine schöne Weihnachtsstimmung zu kommen, habe ich einige Weihnachts-Romane gelesen und besonders die Idee eines Buch-Adventskalenders konnte mich schnell begeistern. Der Klappentext klang ganz witzig, weswegen ich mir ein recht unterhaltsames Buch erhofft habe.

Als Alex' beste Freundin ihn dazu drängt, ihre selbst entworfene Dating-App auszuprobieren und ihre damit bei einem Uni-Projekt zu helfen, ist er wenig begeistert. Er hat gerade erst eine Beziehung beendet und eigentlich hat eine keine Lust auf das Ganze. Nach stundenlanger Nerverei lässt er sich schließlich dazu breit schlagen und füllt den Fragebogen aus. Als er dann am 01.12. den Namen von seinem Date erfährt, ist er schockiert: der Algorithmus hat ihm einen Mann zugeordnet! Dabei steht Alex doch nur auf Frauen ... oder?

Das Buch ist in 24 Kapitel aufgeteilt und eignet sich damit perfekt als Adventskalender, der einen bestimmt in eine weihnachtliche Stimmung versetzen könnte. Das hat bei mir leider nicht sonderlich gut funktioniert. Schon nach den ersten Seiten hatte ich kaum einen Anreiz weiterlesen zu wollen. Der Schreibstil hat mich leider nicht angesprochen, auch wenn ich nicht genau definieren kann, woran genau das gelegen hat. Der gesamte Roman ist in der Er-Form aus Alex' Perspektive geschrieben worden und wie gesagt hat mich daran irgendwas gestört. Es könnte an der Er-Form liegen, aber auch an der Art von Humor, den die Autorin hier einfließen lässt, der mich leider nicht abholen konnte - ich weiß es nicht.

Leider haben die Charaktere es mir da auch nicht leichter gemacht.
Alex selbst stellt sich mir gegenüber als überheblich und irgendwie arrogant dar, sodass ich ihn wirklich kaum sympathisch fand. Vielleicht liegt es an seiner Wortwahl oder daran, über was er den lieben langen Tag so nachdenkt, doch leider war er kein sonderlicher Sympathie-Träger.

Auch Cash, das Love Interest in diesem Buch, hat mich nicht mehr begeistern können. Auch er tritt als arrogant und zudem unnahbar und mürrisch auf. Auch er nimmt nicht freiwillig an dem Projekt teil, was seine schlechte Laune dem ganzen gegenüber ein wenig erklären konnte. Gleichzeitig erfahren wir im Laufe des Buches überhaupt nichts über ihn, was ihn zu einem etwas greifbareren Charaktere hätte machen können...

Und auch die eigentlich so witzig klingende Handlung hat hier nicht mehr viel retten können. Relativ schnell haben sich einige Fragenzeichen in meinem Kopf bilden können, die zum größten Teil auch nach der letzten Seite nicht verschwunden waren. Und obwohl das Buch nicht sonderlich dick war, gab es immer wieder ein paar Szenen, dessen Notwendigkeit sich mir einfach nicht erschließen wollte.
Zum Beispiel fährt Alex relativ zu Beginn nach Hause zu seinen Eltern, um den 21. Geburtstags seiner Schwester mitfeiern zu können. Das ganze dauert vielleicht etwa 3 oder 4 Seiten an, eine wirkliche Party erleben wir auch gar nicht mit, und Alex fährt wieder zurück zur Uni. Ein paar Kapitel später sinniert Alex eine ganze Seite lang über seine Kaffeemaschine? Einfach komische Szenen, die bei einem Roman mit nur 280 Seiten wichtigere Szenen den Platz genommen haben. So hätte ich in den Seiten lieber die Protagonisten näher kennen lernen wollen oder ein paar humorvolle, emotionale oder aufregende Szenen mit beiden erleben wollen.

Aber auch das ganze Dating-Projekt konnte mich einfach nicht abholen.
Als eine große Hauptaufgabe der großen Aktion sollten täglich mehrere Nachrichten zwischen den beiden Partnern ausgetauscht werden, woran Alex sich natürlich auch direkt hält. Anstatt allerdings interessante, gefühlvolle oder auch lustige Nachrichten zu verschicken, schreibt er dem armen Cash stets absolut kitschig, überzogene Texte, bei denen sich sämtliche meiner Nackenhaare aufgestellt haben. Das war wohl wieder der Punkt des Humors der Autorin, den ich leider nicht geteilt habe. Als Cash auf eine der "romantischen" Nachrichten allerdings mit einem schlichten "Stirb!" (S. 60) reagiert, war auch der Love Interest bei mir unten durch.

Insgesamt verlief die Entwicklung zwischen Cash und Alex ziemlich seltsam und relativ ohne Leidenschaft. Mir fehlte das Knistern zwischen den beiden, die Gefühle - einfach irgendwas.

Was mir allerdings am meisten fehlte, war die Weihnachtstimmung! Die Handlung spielt schließlich zur Adventszeit und im Untertitel heißt es schließlich auch "Adventskalender zum Verlieben". Aber leider hatte die Handlung abgesehen von der zeitlichen Einordnung nicht viel mit Weihnachten zutun.

FAZIT
Leider eine große Enttäuschung für mich, die mich nicht abholen konnte. Die Charaktere waren mir zu flach, mit dem Humor der Autorin konnte ich nicht viel anfangen und die Handlung hat mehr Fragen aufgeworfen, als dass sie mich begeistern konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2021

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Dein Leuchten
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MEINE MEINUNG
Schon seit Jahren lag dieses Buch auf meinem SuB, ich habe sogar schon einmal rein gelesen, doch irgendwie hat es mich nie sonderlich gereizt, es zu beenden. Dieses Jahr wollte ich es aber ...

MEINE MEINUNG
Schon seit Jahren lag dieses Buch auf meinem SuB, ich habe sogar schon einmal rein gelesen, doch irgendwie hat es mich nie sonderlich gereizt, es zu beenden. Dieses Jahr wollte ich es aber doch endlich mal erlösen und habe noch einmal von vorne begonnen.

Sierra hat zwei Leben: einmal ihr "normales" und einmal das, als Tochter eines Weihnachtsbaum-Farmers. Jedes Jahr packt ihre Familie alle Sachen und zieht für die Saison nach Kalifornien, wo sie die Bäume an Familien der Stadt verkaufen. Sie liebt diese Weihnachts-Welt und als sie dieses Jahr auf Caleb trifft, scheint es perfekt. Doch Caleb verbirgt ein großes Geheimnis und auch Sierras Eltern sind nicht begeistert...

Ich kann ehrlich gesagt nicht sonderlich viel über die Charaktere sagen, was vermutlich gleichzeitig das meiste aussagt. Sierra war mir zwar nicht unsympathisch, aber insgesamt war mir ihr Charakter einfach zu oberflächig. Sie war ganz süß und ich fand ihre Handlungen und Aktionen auch absolut nachvollziehbar und für ihr Alter recht reif (ist ja häufig eher das Gegenteil), aber mir fehlte noch etwas. Und so ging es mir auch mit Caleb. Er hütet ein offenes Geheimnis, von dem eigentlich die ganze Stadt irgendwelche Gerüchte kennt und ihn deswegen verstoßt. Er macht sich nicht viel daraus, was die Leute sagen und ist in Wahrheit ein ganz lieber Kerl, der Tannenbäume an Familien in Not spendet. Aber auch bei ihm fehlte mir einfach etwas ausschlaggebendes. Bis auf sein Geheimnis macht ihn leider nicht sonderlich viel weiteres aus.

Und auch die Handlung konnte mich einfach nicht soo packen, wie ich es mir erhofft hatte.
Besonders am Anfang zieht es sich zu sehr, wodurch ich nicht wirklich in die Story finden konnte. Es passiert nicht sonderlich viel und insgesamt hat mich eher weniger dazu reizen können, weiter zu lesen.

Mit der Zeit hebt sich das zum Glück etwas auf, etwa zu dem Zeitpunkt, zu dem Caleb und Sierra wirklich anfangen, Zeit miteinander zu verbringen. Dadurch kommt etwas mehr Handlung rein, auch wenn es mir insgesamt doch etwas zu oberflächig blieb.
Auch weiß ich nicht wirklich, was ich von Calebs Geheimnis halten soll. Einerseits bin ich der Meinung, dass alle etwas übertreiben, andererseits kann man seine Handlungen auch nicht einfach ignorieren. Und irgendwie weiß ich auch nicht so ganz, warum ihm ausgerechnet das Geheimnis gegeben wurde, fand ich irgendwie etwas seltsam.

Trotzdem habe ich die Geschichte ab dem Mittelteil ganz gerne gelesen, denn besonders die weihnachtliche Atmosphäre hat mir wirklich gefallen. Die Idee der Weihnachtsbaum-Farm fand ich auch total süß und auch die Einblicke in die Arbeit auf solch einer fand ich wirklich klasse. Es wurde ein so schönes, familiäres, warmes Gefühl vermittelt, das mir dann doch ein wenig Spaß beim Lesen bereitet hat.

FAZIT
Eine süße, weihnachtliche Geschichte, die leider auch nicht mehr ist. Die Charaktere waren mir zu blasse und die Handlung zu oberflächig. Ich habe nicht alle Entscheidungen des Autors verstanden und insgesamt hat es mich leider einfach nicht begeistern können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2021

Super spannend und noch düsterer!

DARK Feelings GLOW
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5. Teil einer Reihe, Spoiler zu vorherigen Teilen tauchen auf!

MEINE MEINUNG
Nach dem wahnsinnigen Cliffhanger aus dem vorherigen Teil konnte ich mal wieder den nächsten Band kaum abwarten! Das Cover ...

5. Teil einer Reihe, Spoiler zu vorherigen Teilen tauchen auf!

MEINE MEINUNG
Nach dem wahnsinnigen Cliffhanger aus dem vorherigen Teil konnte ich mal wieder den nächsten Band kaum abwarten! Das Cover sticht mit seiner anderen Farbgebung aus der Reihe heraus, passt aber trotzdem perfekt dazu.

Àlvaro ist verschwunden und Muriel wird von Maxim überrascht, der plötzlich wieder lebendig vor ihr steht. Doch er erinnert nur noch an den jungen Mann, den Muriel über alles geliebt hat und offenbart ihr eine ganz andere Seiten von sich. Doch bevor sie sich entscheiden kann, macht X ihr wieder einen Strich durch die Rechnungen ...

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und fesselnd geschrieben, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich liebe den angenehmen und gleichzeitig spannenden Schreibstil absolut und kann mich immer wieder in ihren Worten verlieren. Wie auch in den Vorgängern erleben wir die Geschichte aus sämtlichen Perspektiven, was mir immer noch sehr gut gefällt.

Die Handlung setzt gleich an den Schluss der Vorgängers an und somit befinden wir uns direkt wieder mitten im Geschehen.
Während Àlvaro verschwunden ist, werden die anderen von Maxims plötzlichen Auftauchen abgelenkt, welches zahlreiche Fragen aufwirft. Besonders Muriel tut es sich schwer damit, Maxim entgegen zu treten und hat nicht das Gefühl, dass die große Liebe ihres Lebens vor ihr steht. Er ist ganz anders und irgendwie kann sie ihm auch nicht wirklich vertrauen, denn er scheint etwas großes vor ihr zu verstecken. Und auch X wird immer skrupelloser und gefährlicher.

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber wenn ich gedacht habe, die Kloster-Szenen seien schon schrecklich und absolut grausam gewesen, weiß ich nicht, wie ich die Szenen in diesem Teil betiteln soll.
Denn dieser Teil ist weitaus der härteste und extremste der Reihe, der selbst mich, als Dark Romance-Liebhaberin, an einigen Stellen schlucken lassen musste. Natürlich gibt es zu Beginn jedes Teils eine Warnung an die Leserschaft und mit den anderen Büchern der Autorin hatte ich schließlich auch nie Probleme, aber hier wird es wirklich schrecklich. Der Plan von X ist wirklich grausam und seine Taten sind noch schrecklicher, sodass ich an einigen Stellen ein paar Sätze bloß überflogen habe.

Es fehlte ein wenig die Leidenschaft der vorherigen Teile, besonders weil Muriel und Àlvaro so lange getrennt voneinander sind. Das fand ich ein wenig schade, weil ich die Dynamik zwischen den beiden so liebe und die Szenen mit den beiden sehr genossen habe.
Stattdessen spielen hier Misstrauen, Verrat und Schmerzen eine viel größere Rolle der Handlung, wodurch sie um so düsterer wurde.

Ich war beim Lesen auf jeden Fall dauerhaft schockiert und sprachlos. Es hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen, doch gleichzeitig wusste ich kaum, was ich denken soll.

FAZIT
Eine spannende und noch düstere Fortsetzung, die mich dieses Mal wirklich absolut schockiert zurückgelassen hat. Mit einem angenehmen, aber flotten Tempo geschehen wirklich unglaubliche Dinge, die mich fassungslos zurück gelassen haben und meine Neugierde auf den nächsten Teil unglaublich gefördert haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2021

Kurzweilig, aber ganz schön!

Nordlichtglanz und Rentierglück
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MEINE MEINUNG
Durch die etwas komische Stimmung dieses Jahr fehlt mir ein wenig der Weihnachtszauber, weswegen ich mich quer durch Weihnachtsromane lese. Deswegen ist mir auch gleich das wunderschöne, ...

MEINE MEINUNG
Durch die etwas komische Stimmung dieses Jahr fehlt mir ein wenig der Weihnachtszauber, weswegen ich mich quer durch Weihnachtsromane lese. Deswegen ist mir auch gleich das wunderschöne, zauberhafte Cover dieses Buchs aufgefallen und der Klappentext konnte mich schnell begeistern.

Zoey ist genervt: im Zuge eines Zeugenschutzprogramms muss sie ihre geliebte Heimat in New York verlassen und wird ins kalte Lappland geschickt. Wäre das nicht genug, muss sie sich nun auch noch die Finger schmutzig machen und auf der Rentier-Farm ihrer neuen Familie helfen. Und dann ist da auch noch Shane, der sie immer wieder auf die Palme bringt, aber auch ihr Herz schneller klopfen lässt ...

Zoey ist ein typisches, verwöhntes Mädchen mit reichen Eltern und einem riesigen Freundeskreis. Sie liebt Partys und Luxus und ihr Auftreten nach Außen ist ihr super wichtig. Sie ist es gewohnt, das zu bekommen, was sie fordert, weswegen sie schnell zickig und wütend wird, wenn etwas mal nicht nach ihrem Plan läuft. Und gleichzeitig kennt sie kaum das wohlige Gefühl des "zu Hause seins" und obwohl ihr Freundeskreis riesig ist, kann sie mit Fürsorge und Zwischenmenschlichkeit eher wenig anfangen.

Shanes Familie stammt zwar auch aus Amerika, doch das finnische Leben hat es ihnen so angetan, dass sie ausgewandert sind. So haben sie die Rentierfarm eröffnet, nicht um sie etwa zu schlachten, sondern um sie wie Haustiere zu halten, mit ihnen zu kuscheln und spielen. Außerdem ist Shane preisgekrönter Rentier-Jockey und geht im Zusammenspielt mit den Tieren absolut auf.

Mit Zoey hatte ich anfängliche Schwierigkeiten, einfach weil ihre uneinsichtige Art mich wirklich genervt hat. Aber das war ja schließlich im Sinne der Handlung so vorgesehen, weswegen ich mich nicht groß daran aufgehangen habe. Ihre Entwicklung im Laufe des Buches verläuft zwar sehr schnell, doch ich habe diese Änderung wirklich sehr genossen, da sie dadurch deutlich sympathischer war. Authentischer wäre eine langsame, stückchenweise Entwicklung allerdings schon gewesen. Mit Shane bin ich auch erst mit der Zeit warm geworden, doch im Großen und Ganzen mochte ich ihn eigentlich. Und obwohl Zoey ihn anfänglich als total ätzenden Kerl darstellt, fand ich ihn eigentlich die ganze Zeit über recht sympathisch.

Aber auch mit dem Schreibstil habe ich mich etwas schwer getan. Insgesamt ließ es sich zwar relativ schnell lesen, doch bin ich an einigen Stellen über so manche Formulierungen gestolpert. Die Autorin hat eine ganz bestimmte Art sich auszudrücken, die ich gar nicht so recht beschreiben kann. Es war für mich eher gewöhnungsbedürftig und hat mich wie gesagt häufiger zum Stocken gebracht. Zudem waren die Kapitel wirklich unglaublich kurz, wovon ich ehrlich gesagt kein großer Fan bin.

Die Handlung ist zunächst genau das, was ich erwartet habe und besonders die geschaffene Atmosphäre möchte ich hier ganz unbedingt loben. Die Autorin hat nämlich genau das geschafft, was ich mir gewünscht hatte und hat mich ganz leicht in das frostige Lappland geschickt und mir einige fast magische Winter-Momente geschenkt. Die Szenerie wurde wunderbar beschrieben und ich habe mich gleich so gefühlt, als würde auch ich mich auf der Rentier-Farm befinden.

Insgesamt schreitet die Handlung hier in zügigen Schritten voran, was vermutlich der recht geringen Seitenzahl geschuldet ist. Genauso wie Zoey sich anfangs unglaublich plötzlich weiter entwickelt hat, verläuft auch der Rest sehr plötzlich und flott. Es gibt viele Sprünge und vieles geschieht unglaublich schnell.
So nähern sich Zoey und Shane relativ plötzlich sehr stark an, wobei mir ein wenig das Knistern zwischen ihnen auf der Strecke blieb. Es gibt ein paar sehr schöne, stimmige Szenen zwischen ihnen, die wieder wunderbar die schöne Atmosphäre aufgreifen, doch es ging mir etwas zu schnell bei den beiden.

Zum Ende hin wird es auch noch mal richtig spannend, etwas anderes hatte ich nach dem Klappentext auch nicht erwartet. Wie der Rest des Buches löst sich das alles allerdings wieder sehr schnell auf, was ich ein wenig schade fand. Etwas mehr Nervenkitzel und Dramatik hätte die Handlung da schon noch vertragen können.

Und obwohl ich hier sehr viel Kritik abgegeben habe, habe ich die Geschichte aber echt gerne gelesen. Besonders die schöne Stimmung und Atmosphäre haben mich absolut einnehmen können und auch wenn die Charaktere nicht meine liebsten sind, fand ich sie sehr stimmig für die Geschichte.

FAZIT
Ein kurzweiliges, aber schönes Winter-Buch, das mir ganz viel Fernweh für Lappland bereiten konnte. Die Charaktere sind etwas oberflächiger und die Handlung verläuft sehr schnell, aber insgesamt war es ein schönes Lesevergügen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2021

Unglaublich emotional und absolut herzzerreißend!

Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch
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Meine Meinung
Wenn ich schon dachte, Teil 1 sei schrecklich emotional und absolut herzzerreißend gewesen, weiß ich nicht, was Teil 2 dann sein soll.

Nach dem offenen Ende vom ersten Teil, war ich froh, ...

Meine Meinung
Wenn ich schon dachte, Teil 1 sei schrecklich emotional und absolut herzzerreißend gewesen, weiß ich nicht, was Teil 2 dann sein soll.

Nach dem offenen Ende vom ersten Teil, war ich froh, den zweiten Teil direkt zur Hand zu haben, auch wenn ich noch nicht wollte, dass die Geschichte von Landon und Shay so schnell wieder vorbei ist. Also habe ich ein paar Tage gewartet, bevor ich mich mit neuen Taschentuch-Packungen und einem frischen Paket an Post Its an diesen Teil gewagt habe.

Landon ist fort gegangen, um sich um seine eigenen Gesundheit zu kümmern und um als „besserer“ Landon zu Shay zurückkehren zu können. Dennoch bricht der Kontakt nicht ab und die beiden schreiben sich immer noch regelmäßig Briefe, in denen sie ihre Gefühle dem jeweils anderen absolut offenbaren. Doch das hält nicht lange an und auf einmal ist Landon verschwunden. Na ja, nicht ganz verschwunden, aber er taucht nicht mehr in Shays Leben auf. Stattdessen kommt seine Karriere als Schauspieler richtig in Schwung und Shay wird ständig von ihm auf Kino-Leinwänden, Werbe-Plakaten oder auf Covern von Klatsch-Magazinen konfrontiert, was sie kaum noch ertragen kann. Und auch wenn Landons neues Leben nach Außen beinahe perfekt wird, schlummert immer noch der verletzte Junge in ihm… Können die beiden wieder zueinander finden?

Als ich in dieser Nacht die Augen schloss, wusste ich, wenn ich von zu Hause träumte, dann träumte ich von seinem Herzschlag.

Seite 70
Zunächst knüpft die Handlung relativ zeitnah an das Ende des ersten Teils an, es ist nämlich nicht allzu viel Zeit vergangen. Im Laufe der Kapitel gibt es allerdings immer wieder Zeitsprünge, manche größer, manche kleiner und insgesamt erleben wir gemeinsam mit Landon und Shay 14 Jahre.

Wie bereits gesagt knüpft der Beginn relativ nah ans Ende des Vorgängers an und wo ich anfangs noch sehr optimistisch in Landons und Shays Zukunft geblickt habe, legt das Leben den beiden immer wieder einige Steine in den Weg.

Landon befindet sich zu Beginn mit seiner Mutter in Kalifornien, wo er seine Beziehung zu ihr immer weiter bessert und gemeinsam mit Hilfe auch an sich und seiner Depression arbeitet. Er scheint langsam Wege zu finden, wie er sich besser fühlen kann und wie er an sich arbeiten kann. Doch leider lässt sich eine Depression nicht von einem Tag auf den anderen heilen und er rutscht immer wieder in schlechte Phasen, die ihn immer wieder aufs Neue kalt erwischen und aus dem Leben reißen. Hinzu kommen Schicksalsschläge und schon trifft er Entscheidungen, die ihn und Shay auseinander treiben.
Ohne jetzt zu viel vorweg zu nehmen, kann ich auf jeden Fall sagen, dass er eine wirklich beachtliche Entwicklung im Laufe des Buches durchmacht. Er lernst sich selbst und seine Krankheit immer mehr kennen und durchlebt Phasen, die ihn sehr prägen. Ich kann seine Krankheit und die Darstellung dieser zwar zum Glück nur aus Laien-Augen beurteilen, doch machte es insgesamt einen sehr authentischen Eindruck auf mich. Besonders die Tatsache, dass es sich nie wirklich heilen lässt und man nur daran arbeiten kann, damit umzugehen, macht diese Authentizität in meinen Augen aus. Aber obwohl er ganz klar einen festen Platz in meinem Herzen hat, macht er hier definitiv nicht alles richtig. Besonders im Mittelteil hat er mir immer wieder das Herz gebrochen und ich wollte ihn so oft einfach nur rütteln, damit er den Mund aufmacht, um von Shay gehört zu werden.

Aber auch Shay macht im Laufe der Handlung einiges durch. Sie ist schwer in Landon verliebt und wünscht sich natürlich nur das beste für ihn – an erster Stelle natürlich, dass er selbst lernt, glücklich zu werden. Doch gleichzeitig macht sie sich emotional unglaublich abhängig von ihm, sodass sie selbst kaum in ihre eigene Zukunft blicken kann. Auch in ihrer Familie läuft immer noch nicht wieder alles rund und auch mit ihrer eigentlich besten Freundin kriselt es immer wieder. Und dass Landon als bekannter Schauspieler plötzlich überall in den Medien auftaucht, macht es natürlich auch nicht besser. Sie muss einiges einstecken und vergisst dabei ihr eigenes Glück immer wieder. Und wie bei Landon muss ich sagen, dass ich sie sooo oft einfach schütteln wollte, weil sie besonders in den letzten Kapitel viel zu vorschnell handelt, was eigentlich gar nicht zu ihre passte.

Wen ich hier aber auch noch gerne erwähnen möchte, sind die Nebenfiguren. In meiner Rezension zum ersten Teil habe ich bereits erwähnt, dass auch die Nebenfiguren allesamt ihre eigenen Geschichten mit sich herum tragen und das war hier wieder genauso und es hat mir hier wieder genauso gut gefallen.

Ja, aber manchmal muss man eine Weile durch die Dunkelheit wandern, bevor man das Licht erreicht.

Seite 335
Aber kommen wir endlich auf den Inhalt zu sprechen. Wie schon im ersten Teil stehen die Figuren mit ihren Gefühlswelten und Beziehungen zueinander so viel mehr im Vordergrund, als eine aufregende und überraschende Handlung. Gleichzeitig passiert hier dennoch deutlich mehr als im ersten Teil, was mir aber sehr gefallen hat.
Ich möchte natürlich nichts vorweg nehmen, aber besonders Landons neues Leben bietet natürlich ganz neues Potential für mehr Handlung. Die Mischung aus Gefühlen und Geschehen ist hier aber perfekt gelungen. Wir bekommen einerseits gefühlvolle und emotionale Momente, die mir regelmäßig die Tränen in die Augen treiben konnten. Andererseits haben wir aber auch etwas aufregendere Szenen, wie zum Beispiel die Whiskey-Party, die schon in „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ ein paar Szenen erhalten hat. Es war hier einfach die Mischung aus beiden, die es zu etwas perfekten gemacht hat.

Fazit
Ich bin einfach sprachlos. Die Geschichte von Brittainy C. Cherry hat mich und mein Herz absolut einnehmen können, sodass es mir zunächst das Herz gebrochen hat und es schließlich wieder geheilt hat. Es gibt kaum eine Emotion, die ich beim Lesen nicht verspürt habe und ich wünschte, ich hätte Landon und Shay noch nicht loslassen müssen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere