Profilbild von Seitenhain

Seitenhain

Lesejury Profi
offline

Seitenhain ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Seitenhain über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2026

Perspektivwechsel

Der Berg
0

Erinnert ihr euch an "Der Wortschatz"? Heute habe ich "Der Berg" für euch, erneut ein Buch, das wunderbar mit Perspektive spielt. Denn der Bär sagt, der Wald ist voller Bäume - und wie die kunterbunt illustrierte ...

Erinnert ihr euch an "Der Wortschatz"? Heute habe ich "Der Berg" für euch, erneut ein Buch, das wunderbar mit Perspektive spielt. Denn der Bär sagt, der Wald ist voller Bäume - und wie die kunterbunt illustrierte Doppelseite zeigt, hat er recht! Aber der Oktopus sagt, es gibt lauter Fische und alles ist blau? Und auch er hat recht. So geht es weiter, bis Streit ausbricht. Erst, als alle zusammen den Berg erklimmen und ihre Heimat von oben betrachten, stellen sie natürlich fest, dass alle recht hatten. Schön und bunt.

Veröffentlicht am 23.04.2026

Toller Mix

Popofisch
0

Der Popofisch wird immer gehänselt, weil er - naja - aussieht wie ein Hintern. Um davon abzulenken, macht er lustige Furzgeräusche und alle lachen mit ihm, aber so ganz wohl fühlt er sich trotzdem nicht. ...

Der Popofisch wird immer gehänselt, weil er - naja - aussieht wie ein Hintern. Um davon abzulenken, macht er lustige Furzgeräusche und alle lachen mit ihm, aber so ganz wohl fühlt er sich trotzdem nicht. Also taucht er in die Tiefe des Meeres ab, bis er irgendwann einen Käsefisch findet und sie freunden sich an. Am Ende (Spoileralarm^^) realisiert er, dass ein Popo nur ein umgedrehtes Herz ist. Und jetzt alle: Awwww! Abstrus, bunt, herzig - was will man mehr?

Veröffentlicht am 15.03.2026

Schade

Geheimnisvolle Bibliotheken
0

Ohne Worte (Comic) - Stefanie Hammes

Ein kurzer Comic tatsächlich ohne Worte, denn sonst passiert was in der Bibliothek...



Im Anfang war das Wort - Christian Damerow

Seltsame Geschichte über einen ...

Ohne Worte (Comic) - Stefanie Hammes

Ein kurzer Comic tatsächlich ohne Worte, denn sonst passiert was in der Bibliothek...



Im Anfang war das Wort - Christian Damerow

Seltsame Geschichte über einen Mann, der seinen Job verrichtet, ohne Fragen zu stellen. Viele Fehler, einige Lücken.



Wissen ist Macht - Gregor Eder

Das Wissen der Welt wird in mobilen Bibliotheken aufbewahrt, die den Ort wechseln. Spannend, aber offenes Ende - ist das die Vorgeschichte zu einem Roman?

An dieser Stelle beschlossen wir, nur noch die Geschichten von Bekannten zu lesen.



Der Bibliothekar - Karsten Klein-Ihrler

Das besondere Buch - Thomas Lohwasser und Vanessa Kaiser

Ein Schatz von unermesslichem Wert - Susanne Haberland



Schöne Aussicht - Ju Honisch

Die Geschichte der tausend Wortwiederholungen - abgebrochen.



Das Herz des Theaters - Fabienne Siegmund

Über eine Frau, die ihr Erbe antreten muss - schön.



Der 31. September - Bettina Ferbus

Staub der Ewigkeit - Rainer Baumgärtel



Maledictus - Isa Theobald

Seltsame Vorkommnisse in finsteren Kellerräumen... mysteriös!



Bücher des Lebens - Karin Jacob

Von Staubquasten und Engerlingsschnüfflern - Serena Hirano

Schreiend (Comic) - Irene Bressel

Allein zwischen Regalen - Andrea Spille

Elly - Jan-Christoph Prüfer

Die Bibliothek des Drachen - Christian Endres

Der Bibliothekar - Charlotte Erpenbeck

Die älteste Schrift - Daniel Schenkel



Zwei Kisten Weisheit - Christian von Aster

Finale: Ein greiser Weiser möchte seine Bücher und sein Wissen einer sagenumwobenen Bibliothek vermachen.



Das letzte Pergament - Paul Sanker

Frater Anselm - Benjamin Nemeth

Die Bibliothek von Bärbel - Olaf Lahayne

Die siebte Bibliothek - Cornelia Röser

Bestandserhaltung - Carolin Gmyrek

Schweigend (Comic) - Gabriel deVue



Leider enthielt die Anthologie noch sehr viele Fehler sowohl von Lektorat als auch Korrektorat, das hat das Lesevergnügen sehr geschmälert. Schade, das Thema war ja genau mein Ding.

~ 14.03.2026

Veröffentlicht am 10.03.2026

Sprachlich schwierig

Real Americans
0

~ Werbung, weil Rezensionsexemplar. Alle Meinungen meine eigenen. Danke an KiWi für die Bereitstellung auf NetGalley.~



Dieses Buch ist die Wahl unseres Buchclubs für April 2026. Das Besondere: Wir ...

~ Werbung, weil Rezensionsexemplar. Alle Meinungen meine eigenen. Danke an KiWi für die Bereitstellung auf NetGalley.~



Dieses Buch ist die Wahl unseres Buchclubs für April 2026. Das Besondere: Wir sind diesmal nicht die einzigen, denn KiWi veranstaltet künftig 2x jährlich "Deutschland liest ein Buch" und "Real Americans" ist der erste Titel.



Dies ist ein 500-seitiges chinesisch-amerikanisches Familienepos:

~ Teil 1 erzählt 1999 von Lily, die versucht, mit einem unbezahlten Praktikum in New York zu überleben. Als sie Matthew kennenlernt, der keine Geldprobleme zu kennen scheint, verändert sich ihr Leben. Ihre Eltern kamen aus China und da sie so amerikanisch wie möglich sein wollten, hat sie keine Verbindung zu ihrem Erbe, kann nicht mal Chinesisch.

~ Teil 2 erzählt 2021 von Nick, ihrem Sohn, der während Corona versucht, sich für eine Uni zu entscheiden - als ein DNA-Test enthüllt, wer sein Vater ist. Er wurde von seiner Mutter auf einer Insel großgezogen, weg von allem. Er hat ein Sprachtalent und kann Chinesisch.

~ Teil 3 spielt dann 2030, als Nick auf seine Großmutter May trifft und alle Familiengeheimnisse enthüllt werden.



Leider hat mir der Schreibstil so gar nicht zugesagt. Kennt ihr die Folge Brooklyn99, als der Captain etwas korrigiert und sagt "Hier müssen Sie nochmal ran, ich habe es mit ULF für Unbeholfen markiert"? Genau das hatte ich als Dauerschleife im Kopf während des Lesens. Ein paar Beispiele?

"Zweiundeinhalb Stunden später" (Wer redet denn so?)

"Ich stand im Dunkin Donuts (...) und überlegte, ob ich einen Krapfen kaufen sollte" (Was ist aus Donut geworden?)

Bei "Die Liebe legt dich bloß wie einen gekochten Fisch" war ich dann raus und habe eine Lesepause eingelegt.

Dass die Großmutter mal Mai, May und Mey heißt, spielte dann nur noch eine marginale Rolle. Oder dass sie "auf die Hamptons" statt in sie fahren.



Es gibt eigentlich kaum Handlung, die Familie lebt ihr Leben und wie in jeder guten Familie gibt es Probleme und Geheimnisse. Tatsächlich habe ich den dritten Teil nur noch quergelesen. Aber: Lily und Matthew haben die Fähigkeit, Zeit anzuhalten oder zu manipulieren - genau wird das nicht erklärt und dieser super spannende Aspekt wird auch nur sporadisch nebenher erwähnt, aber überhaupt nicht ergründet?? Ist das jetzt Urban Fantasy? Magischer Realismus? Spinnereien normaler belletristischer Figuren? Keine Ahnung. Einzig May gibt am Rande eine Erklärung.



Im Prinzip ist es ein großer Backstein über Menschen, die einfach nur dazugehören wollen. Lily gehört nicht dazu, weil sie chinesisch aussieht, aber kein Chinesisch kann. Nick gehört nicht dazu, weil er Sino-Amerikaner ist, aber nur amerikanisch aussieht.



Fazit: Ich werde wohl erst wieder bei "Deutschland liest ein Buch" mitmachen, wenn es mich wirklich interessiert. Was bei KiWi, die eher keine Fantasy veröffentlichen, vermutlich nicht sobald sein wird.



Falls euch das Buch gefallen hat: Die Autorin ist im Mai & Juni auf Deutschlandtour!



"Sich zu verlieben schien mir keine Entscheidung zu sein. Es war ein Orientierungsverlust."

~ 10.03.2026

Veröffentlicht am 06.03.2026

Putzig

Irgendwie Anders
0

Das lustige Wesen, das ihr auf dem Cover seht, heißt tatsächlich "Irgendwie anders", denn so nennen es alle, weil es so ist. Es ist komische Sachen, es spielt komische Spiele, es ist ein Außenseiter. Als ...

Das lustige Wesen, das ihr auf dem Cover seht, heißt tatsächlich "Irgendwie anders", denn so nennen es alle, weil es so ist. Es ist komische Sachen, es spielt komische Spiele, es ist ein Außenseiter. Als eines Abends ein noch komischeres Wesen an seiner Tür klingelt, weist Irgendwie anders es allerdings ab... Vorhersehbar, aber putzig und Chris Riddell ist immer gut.