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Veröffentlicht am 15.03.2026

Schade

Geheimnisvolle Bibliotheken
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Ohne Worte (Comic) - Stefanie Hammes

Ein kurzer Comic tatsächlich ohne Worte, denn sonst passiert was in der Bibliothek...



Im Anfang war das Wort - Christian Damerow

Seltsame Geschichte über einen ...

Ohne Worte (Comic) - Stefanie Hammes

Ein kurzer Comic tatsächlich ohne Worte, denn sonst passiert was in der Bibliothek...



Im Anfang war das Wort - Christian Damerow

Seltsame Geschichte über einen Mann, der seinen Job verrichtet, ohne Fragen zu stellen. Viele Fehler, einige Lücken.



Wissen ist Macht - Gregor Eder

Das Wissen der Welt wird in mobilen Bibliotheken aufbewahrt, die den Ort wechseln. Spannend, aber offenes Ende - ist das die Vorgeschichte zu einem Roman?

An dieser Stelle beschlossen wir, nur noch die Geschichten von Bekannten zu lesen.



Der Bibliothekar - Karsten Klein-Ihrler

Das besondere Buch - Thomas Lohwasser und Vanessa Kaiser

Ein Schatz von unermesslichem Wert - Susanne Haberland



Schöne Aussicht - Ju Honisch

Die Geschichte der tausend Wortwiederholungen - abgebrochen.



Das Herz des Theaters - Fabienne Siegmund

Über eine Frau, die ihr Erbe antreten muss - schön.



Der 31. September - Bettina Ferbus

Staub der Ewigkeit - Rainer Baumgärtel



Maledictus - Isa Theobald

Seltsame Vorkommnisse in finsteren Kellerräumen... mysteriös!



Bücher des Lebens - Karin Jacob

Von Staubquasten und Engerlingsschnüfflern - Serena Hirano

Schreiend (Comic) - Irene Bressel

Allein zwischen Regalen - Andrea Spille

Elly - Jan-Christoph Prüfer

Die Bibliothek des Drachen - Christian Endres

Der Bibliothekar - Charlotte Erpenbeck

Die älteste Schrift - Daniel Schenkel



Zwei Kisten Weisheit - Christian von Aster

Finale: Ein greiser Weiser möchte seine Bücher und sein Wissen einer sagenumwobenen Bibliothek vermachen.



Das letzte Pergament - Paul Sanker

Frater Anselm - Benjamin Nemeth

Die Bibliothek von Bärbel - Olaf Lahayne

Die siebte Bibliothek - Cornelia Röser

Bestandserhaltung - Carolin Gmyrek

Schweigend (Comic) - Gabriel deVue



Leider enthielt die Anthologie noch sehr viele Fehler sowohl von Lektorat als auch Korrektorat, das hat das Lesevergnügen sehr geschmälert. Schade, das Thema war ja genau mein Ding.

~ 14.03.2026

Veröffentlicht am 10.03.2026

Sprachlich schwierig

Real Americans
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~ Werbung, weil Rezensionsexemplar. Alle Meinungen meine eigenen. Danke an KiWi für die Bereitstellung auf NetGalley.~



Dieses Buch ist die Wahl unseres Buchclubs für April 2026. Das Besondere: Wir ...

~ Werbung, weil Rezensionsexemplar. Alle Meinungen meine eigenen. Danke an KiWi für die Bereitstellung auf NetGalley.~



Dieses Buch ist die Wahl unseres Buchclubs für April 2026. Das Besondere: Wir sind diesmal nicht die einzigen, denn KiWi veranstaltet künftig 2x jährlich "Deutschland liest ein Buch" und "Real Americans" ist der erste Titel.



Dies ist ein 500-seitiges chinesisch-amerikanisches Familienepos:

~ Teil 1 erzählt 1999 von Lily, die versucht, mit einem unbezahlten Praktikum in New York zu überleben. Als sie Matthew kennenlernt, der keine Geldprobleme zu kennen scheint, verändert sich ihr Leben. Ihre Eltern kamen aus China und da sie so amerikanisch wie möglich sein wollten, hat sie keine Verbindung zu ihrem Erbe, kann nicht mal Chinesisch.

~ Teil 2 erzählt 2021 von Nick, ihrem Sohn, der während Corona versucht, sich für eine Uni zu entscheiden - als ein DNA-Test enthüllt, wer sein Vater ist. Er wurde von seiner Mutter auf einer Insel großgezogen, weg von allem. Er hat ein Sprachtalent und kann Chinesisch.

~ Teil 3 spielt dann 2030, als Nick auf seine Großmutter May trifft und alle Familiengeheimnisse enthüllt werden.



Leider hat mir der Schreibstil so gar nicht zugesagt. Kennt ihr die Folge Brooklyn99, als der Captain etwas korrigiert und sagt "Hier müssen Sie nochmal ran, ich habe es mit ULF für Unbeholfen markiert"? Genau das hatte ich als Dauerschleife im Kopf während des Lesens. Ein paar Beispiele?

"Zweiundeinhalb Stunden später" (Wer redet denn so?)

"Ich stand im Dunkin Donuts (...) und überlegte, ob ich einen Krapfen kaufen sollte" (Was ist aus Donut geworden?)

Bei "Die Liebe legt dich bloß wie einen gekochten Fisch" war ich dann raus und habe eine Lesepause eingelegt.

Dass die Großmutter mal Mai, May und Mey heißt, spielte dann nur noch eine marginale Rolle. Oder dass sie "auf die Hamptons" statt in sie fahren.



Es gibt eigentlich kaum Handlung, die Familie lebt ihr Leben und wie in jeder guten Familie gibt es Probleme und Geheimnisse. Tatsächlich habe ich den dritten Teil nur noch quergelesen. Aber: Lily und Matthew haben die Fähigkeit, Zeit anzuhalten oder zu manipulieren - genau wird das nicht erklärt und dieser super spannende Aspekt wird auch nur sporadisch nebenher erwähnt, aber überhaupt nicht ergründet?? Ist das jetzt Urban Fantasy? Magischer Realismus? Spinnereien normaler belletristischer Figuren? Keine Ahnung. Einzig May gibt am Rande eine Erklärung.



Im Prinzip ist es ein großer Backstein über Menschen, die einfach nur dazugehören wollen. Lily gehört nicht dazu, weil sie chinesisch aussieht, aber kein Chinesisch kann. Nick gehört nicht dazu, weil er Sino-Amerikaner ist, aber nur amerikanisch aussieht.



Fazit: Ich werde wohl erst wieder bei "Deutschland liest ein Buch" mitmachen, wenn es mich wirklich interessiert. Was bei KiWi, die eher keine Fantasy veröffentlichen, vermutlich nicht sobald sein wird.



Falls euch das Buch gefallen hat: Die Autorin ist im Mai & Juni auf Deutschlandtour!



"Sich zu verlieben schien mir keine Entscheidung zu sein. Es war ein Orientierungsverlust."

~ 10.03.2026

Veröffentlicht am 06.03.2026

Putzig

Irgendwie Anders
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Das lustige Wesen, das ihr auf dem Cover seht, heißt tatsächlich "Irgendwie anders", denn so nennen es alle, weil es so ist. Es ist komische Sachen, es spielt komische Spiele, es ist ein Außenseiter. Als ...

Das lustige Wesen, das ihr auf dem Cover seht, heißt tatsächlich "Irgendwie anders", denn so nennen es alle, weil es so ist. Es ist komische Sachen, es spielt komische Spiele, es ist ein Außenseiter. Als eines Abends ein noch komischeres Wesen an seiner Tür klingelt, weist Irgendwie anders es allerdings ab... Vorhersehbar, aber putzig und Chris Riddell ist immer gut.

Veröffentlicht am 02.03.2026

Verrückt

The Stranger Times
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Hannah ist am Ende: Kein Mann, kein Haus, kein Job. Also nimmt sie das einzige Angebot an, das sich ihr bietet: Als Redakteurin bei "The Stranger Times", eine Wochenzeitung, die Artikel über UFO-Sichtungen, ...

Hannah ist am Ende: Kein Mann, kein Haus, kein Job. Also nimmt sie das einzige Angebot an, das sich ihr bietet: Als Redakteurin bei "The Stranger Times", eine Wochenzeitung, die Artikel über UFO-Sichtungen, Yeti-Ehemänner und besessene Pudel veröffentlicht.

Doch wie der Untertitel verrät: Was wäre, falls die verrückten Nachrichten wirklich wahr sind? Und, wie die Zwischenkapitel uns wissen lassen, ist diese These gar nicht so haltlos, wie sie scheint, denn in Manchester geschehen einige sehr seltsame Todesfälle...

Zwischen den Kapiteln erhalten wir zudem einige wertvolle Artikel aus der Zeitung, damit wir auch auf dem Laufenden bleiben.



Der letzte Titel aus dem weirden Februar hält, was er verspricht. Langsam lernen wir alle verrückten Mitarbeitenden der Times kennen, die verrückten Bewohnenden Manchesters und die verrückten Geschichten, die ihren Alltag gestalten. Ja, es gibt zwischen den Kapiteln über Hannah noch Kapitel über das Monster (wo man sich die Nebencharaktere merken muss) und dann noch Zeitungsartikel (die man sich nicht merken muss). Zwischendurch bisschen viel.



C.K.McDonnell ist das Pseudonym des irischen Komikers Caimh McDonnell und dementsprechend gibt es viele schöne abstruse Momente. Witzigerweise gibt es auch eine entsprechende Website für die Stranger Times, auf der man sich über neue spannende Meldungen informieren kann - und wenn man den Newsletter abonniert, bekommt man eine Kurzgeschichtensammlung dazu! Oh, und offenbar ist eine Verfilmung geplant!



Nicht so witzig fand ich allerdings die zahlreichen Fehler, die sich noch im Buch befanden - auf einer Seite hatte ein Polizist drei verschiedene Schreibweisen! Oder, dass um 6 Uhr die Lastwagen kommen sollen, dann kommen, die Zeitungen einladen, einige Gespräche geführt werden und 30 Seiten später ist es trotzdem erst halb 6. Seufz. Da ich mir auf Tauschticket eine Erstauflage (mit schwarzem Farbschnitt) erjagt hatte, hoffe ich mal, dass das in späteren Auflagen behoben wurde. Ich denke trotzdem, dass ich den zweiten Band lieber auf Englisch lesen werde.



"Publikation sucht verzweifelten Menschen mit der Fähigkeit, mittels der englischen Sprache Sätze zu bilden. Vollidioten, Optimisten oder Menschen, die Simon heißen, müssen sich nicht bewerben."

~ 01.03.2026

Veröffentlicht am 20.02.2026

Skeptisch

Bunny
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Samantha, ihres Zeichens eher etwas anti, ist als Stipendiatin an der renommierten Warren Schule für die Künste in ihrem vorletzten Jahr, als sie von den "Bunnies" zu einer Party eingeladen wird. Die vier ...

Samantha, ihres Zeichens eher etwas anti, ist als Stipendiatin an der renommierten Warren Schule für die Künste in ihrem vorletzten Jahr, als sie von den "Bunnies" zu einer Party eingeladen wird. Die vier Damen heißen so, weil sie sich untereinander genau so ansprechen: "I love you, bunny!" (Natürlich begleitet von mädchenhaftem Quietschen.) Sie wundert sich also, was sie da soll, da sie aber Kurse mit den Damen hat, geht sie hin. Und von da an wird es ziemlich schräg... Ich versuche mal, das ohne Spoiler zu rezensieren.



Im ersten Teil ist alles relativ normal. Eigenbrötlerische Schriftstellerin wird von quietschiger Clique eingeladen - "Mean Girls"-Vibes ahoi. Im zweiten Teil wird sie natürlich Teil der Bunnies, was ziemlich verstörend ist, weil die wirklich alle nur als Bunny voneinander denken und man nicht mehr weiß, wer was macht. Im dritten Teil geht dann in fragmentierten Gedanken schließlich alles an den A*. Wie erwartet.



Nachdem V. Schwab und Jenny Lawson begeistert davon waren, habe ich es im Auge gehabt, war aber skeptisch. Nachdem ich aber eine "Special Edition des Iconic Weird Girl Book" sah, habe ich mich breitschlagen lassen. Ich glaube, das ist mein erstes Buch, wo der Farbschnitt ein Foto und nicht gemalt ist, sehr cool. Und für den weirden Februar ist die Tagline doch perfekt.

Ich glaube, so ganz habe ich es immer noch nicht kapiert. Verwirrend waren die vielen Namen, obwohl es eigentlich nur 7 Charaktere gibt - doch es gibt für jede ihren richtigen Namen, ihren Bunny-Namen und den Namen, den Samantha ihnen heimlich gibt. Und so weird fand ich das jetzt auch nicht - eine Schriftstellerin an der Uni, eine Mädchenclique, ein paar echte Hasen. Okay, es ist sehr Horror-lastig. Ziemlich am Anfang sagt Samantha allerdings selbst, dass sie oft lügt, um Geschichten interessanter zu machen und seitdem war ich sehr skeptisch. Ich wusste auch gar nicht, als welches Genre das Buch einsortiert wird - Fantasy oder Entwicklungsroman? Letzten Endes war es wohl beides. Immerhin war es schnell zu lesen.



"She nods at the moon, who would never be stressed out by dumb things like school."

~ 20.02.2026