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Veröffentlicht am 12.04.2026

Neues Lieblingsbuch

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Seit ich zum ersten Mal von „Statt aus dem Fenster zu schauen“ gehört habe, wusste ich, dass ich es lesen will und dass ich es mögen werde.

Sophie ist unzufrieden mit ihrem Praktikum und ihrem aktuellen ...

Seit ich zum ersten Mal von „Statt aus dem Fenster zu schauen“ gehört habe, wusste ich, dass ich es lesen will und dass ich es mögen werde.

Sophie ist unzufrieden mit ihrem Praktikum und ihrem aktuellen Alltag - mit einem Klick kauft sie sich für 3000€ ein Haus. Sie bricht ihr Praktikum ab, verlässt ihre WG und macht sich auf den Weg irgendwo ins nirgendwo nach Ostdeutschland. Dort warten eine Ruine, jede Menge Arbeit & Probleme auf sie, aber auch eine große Portion Entschleunigung und Ruhe.

Anna-Katharina Scheidemantel schreibt wirklich schön, sehr bildlich und authentisch, mit einem kleinen Funken Humor. Mit Sophie hat sie eine Protagonistin erschaffen, mit der ich mich in vielen Punkten sehr identifizieren konnte.

Der Roman ist sehr entschleunigend und die Story hat mir echt gut gefallen. Sie mag etwas vorhersehbar sein, aber das hat mich gar nicht gestört. Viel mehr hat mich die Stimmung in den Bann genommen: Frühling & Sommer auf dem Land, Ruhe & Natur, Kreativität & Handwerk, aus der Comfort Zone rauskommen & sich weiterentwickeln, das Ganze versehen mit Wilde-Hühner-Vibes 🐓

Das Buch war genau das, was ich gerade gebraucht habe. Ich freue mich auch, Ende des Monats auf einer Lesung von sein zu dürfen.

Für mich ein echtes Highlight, dass ich gerne weiterempfehle!

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Kurzweilig

Einatmen. Ausatmen.
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Marlene bekommt nach ihrem gradlinigen Karriereweg die Chance, CEO des Unternehmens zu werden. Da es ihr aber noch etwas an Empathie und Menschlichkeit fehlt, soll sie zunächst ein Achtsamkeitsseminar ...

Marlene bekommt nach ihrem gradlinigen Karriereweg die Chance, CEO des Unternehmens zu werden. Da es ihr aber noch etwas an Empathie und Menschlichkeit fehlt, soll sie zunächst ein Achtsamkeitsseminar belegen. In „Einatmen. Ausatmen.“ begleiten wir sowohl sie als Teilnehmerin als auch Alex, den Eigentümer der Achtsamkeitsfirma, der seine eigenen Probleme mitbringt.

Ich hatte eine wirklich gute Zeit mit dem Buch. Es ist kurzweilig und unterhaltsam und somit fliegt man nur durch die Seiten. Gleichzeitig gibt es immer wieder wichtige Erkenntnisse und Entwicklungen der Charaktere, die zum Nachdenken anregen.

Leider hatte ich jedoch das Gefühl, dass der Autor versucht hat, so viele Klischees zum Thema Achtsamkeit und Gesellschaft wie möglich unterzubringen. Mir war das an manchen Stellen einfach zu viel. Es ging oft ums Extreme, um schwarz oder weiß, und mir fehlten die Zwischenstufen.

Insgesamt trotzdem eine tolle Message. Wer Achtsamkeit spannend findet und etwas überspitzte Geschichten mag, wird auch dieses Buch mögen.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Besondere Aufmachung

Der Sommer, der uns blieb
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Wie schön ist dieses Buch bitte? Der Buchdeckel unter dem Schutzumschlag, der Farbschnitt, das transparente Inlay im Buch - der VANI-Verlag hat echt alles richtig gemacht, um ein ästhetisches Buch und ...

Wie schön ist dieses Buch bitte? Der Buchdeckel unter dem Schutzumschlag, der Farbschnitt, das transparente Inlay im Buch - der VANI-Verlag hat echt alles richtig gemacht, um ein ästhetisches Buch und somit ein schönes Leseerlebnis zu schaffen. Ich freue mich auf weitere solcher Ausgaben.

In dem Buch begleiten wir Pia, Britta und Martin, die ihre Kindheit zusammen verbracht haben und nach zwanzig Jahren wieder zusammentreffen - zwischen ihnen steht die Vergangenheit.

Der Schreibstil ist schön und melancholisch und passt sich dem Äußeren des Buchs an. In dem Buch werden auch schwierige Themen behandelt, jedoch hat es mir trotzdem etwas an Tiefgang gefehlt. Inhaltlich konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen, so ganz kann ich aber nicht beschreiben, woran das lag.

Insgesamt ein schönes Sommerbuch, aber nicht ganz das was ich erwartet habe.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Tolles Debüt!

Bestie
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In Joanas Debüt-Roman "BESTIE" verfolgen wir das Leben von Delia und Anouk. Delia braucht einen Neuanfang und zieht als "Lilly" zu Anouk - einer Frau, die sie bereits von Social Media kennt und die perfekt ...

In Joanas Debüt-Roman "BESTIE" verfolgen wir das Leben von Delia und Anouk. Delia braucht einen Neuanfang und zieht als "Lilly" zu Anouk - einer Frau, die sie bereits von Social Media kennt und die perfekt zu sein scheint. Beide Frauen haben mit unterschiedlichen Themen zu kämpfen, doch statt sich einander zu öffnen, nutzen sie ihre Verbindung jeweils zum eigenen Vorteil.
In „BESTIE“ geht es um die Suche nach sich selbst, um unerfüllte Träume, die Last der Vergangenheit – und darum, was Freundschaft wirklich bedeutet.

Ich verfolge Joana schon lange und bin daher mit hohen Erwartungen an das Buch gegangen - und wurde nicht enttäuscht. Auch wenn Delia und Anouk nicht unbedingt sympathisch sind, wirken die beiden sehr authentisch und zeigen Zweifel und Unsicherheiten, die auch mir und anderen Frauen in meinem Umfeld täglich begegnen. Besonders gut gefällt mir auch Joanas Schreibstil: Sie schafft es, Stimmungen, Situationen und Umgebungen sehr bildhaft und mit vielen Details zu beschreiben, ohne dass es zu viel wird.

Ich muss zugeben, dass ich beim Titel zunächst skeptisch war – ich hatte die Sorge, dass die Themen für meinen Geschmack zu girly oder oberflächlich sein könnten (sorry, blöde Vorurteile). Aber nach dem Lesen finde ich den Titel absolut passend, da er die Story mit ihren vielfältigen Facetten wirklich gut beschreibt. Auch das Cover passt wirklich gut zum Vibe des Romans.

Ich freue mich sehr für Joana über dieses tolle Debut und kann das Buch wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Weird girl fiction

Bunny
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In dem Buch begleiten wir Samantha, Außenseiterin an ihrer Uni, die in den Bann einer geheimnisvollen Gruppe von Frauen gezogen wird – den „Bunnies“. Was zunächst nur nach einer etwas seltsamen Clique ...

In dem Buch begleiten wir Samantha, Außenseiterin an ihrer Uni, die in den Bann einer geheimnisvollen Gruppe von Frauen gezogen wird – den „Bunnies“. Was zunächst nur nach einer etwas seltsamen Clique klingt, entwickelt sich schnell zu einer Arte Sekte mit verstörenden Ritualen. In dem Buch geht es um Themen wie Zugehörigkeit, Kreativität, toxische Freundschaften und die Grenzen der Realität.

Ich habe schon viel Gutes zu „Bunny“ gehört und hatte dementsprechend hohe Erwartungen. Mir war bewusst, dass es in die Kategorie der weird girl fiction fällt, aber ich war nicht darauf vorbereitet, wie crazy die Geschichte wirklich ist. Da ich normalerweise eher realistische Romane lese, musste ich mich erst an den surrealen Stil gewöhnen und wusste lange nicht, in welche Richtung sich die Story entwickeln würde. Auch das Prinzip der unzuverlässigen Erzählerin war neu für mich und hat mich teilweise auch etwas verwirrt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich alle Aspekte der Geschichte zu 100% verstanden habe, aber das macht es auch irgendwie spannend. Meiner Meinung nach ist das Buch ein Mix aus „The Secret History“, „Mean Girls“ und Horror.

Der Schreibstil hat mir echt gut gefallen. Mona Awad nutzt eine kreative und teilweise verstörende Erzählweise, die in meinen Augen sehr besonders ist.

Insgesamt war das Buch anders als ich es erwartet hatte, aber trotzdem eine faszinierende Erfahrung. „Bunny“ ist definitiv ein Roman, der mich noch länger beschäftigen wird. Ich möchte auf jeden Fall noch „Rouge“, das neue Buch der Autorin lesen und bin gespannt, ob das auch so weird sein wird.

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