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Veröffentlicht am 05.08.2025

Tolles Debüt!

Bestie
2

In Joanas Debüt-Roman "BESTIE" verfolgen wir das Leben von Delia und Anouk. Delia braucht einen Neuanfang und zieht als "Lilly" zu Anouk - einer Frau, die sie bereits von Social Media kennt und die perfekt ...

In Joanas Debüt-Roman "BESTIE" verfolgen wir das Leben von Delia und Anouk. Delia braucht einen Neuanfang und zieht als "Lilly" zu Anouk - einer Frau, die sie bereits von Social Media kennt und die perfekt zu sein scheint. Beide Frauen haben mit unterschiedlichen Themen zu kämpfen, doch statt sich einander zu öffnen, nutzen sie ihre Verbindung jeweils zum eigenen Vorteil.
In „BESTIE“ geht es um die Suche nach sich selbst, um unerfüllte Träume, die Last der Vergangenheit – und darum, was Freundschaft wirklich bedeutet.

Ich verfolge Joana schon lange und bin daher mit hohen Erwartungen an das Buch gegangen - und wurde nicht enttäuscht. Auch wenn Delia und Anouk nicht unbedingt sympathisch sind, wirken die beiden sehr authentisch und zeigen Zweifel und Unsicherheiten, die auch mir und anderen Frauen in meinem Umfeld täglich begegnen. Besonders gut gefällt mir auch Joanas Schreibstil: Sie schafft es, Stimmungen, Situationen und Umgebungen sehr bildhaft und mit vielen Details zu beschreiben, ohne dass es zu viel wird.

Ich muss zugeben, dass ich beim Titel zunächst skeptisch war – ich hatte die Sorge, dass die Themen für meinen Geschmack zu girly oder oberflächlich sein könnten (sorry, blöde Vorurteile). Aber nach dem Lesen finde ich den Titel absolut passend, da er die Story mit ihren vielfältigen Facetten wirklich gut beschreibt. Auch das Cover passt wirklich gut zum Vibe des Romans.

Ich freue mich sehr für Joana über dieses tolle Debut und kann das Buch wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Weird girl fiction

Bunny
0

In dem Buch begleiten wir Samantha, Außenseiterin an ihrer Uni, die in den Bann einer geheimnisvollen Gruppe von Frauen gezogen wird – den „Bunnies“. Was zunächst nur nach einer etwas seltsamen Clique ...

In dem Buch begleiten wir Samantha, Außenseiterin an ihrer Uni, die in den Bann einer geheimnisvollen Gruppe von Frauen gezogen wird – den „Bunnies“. Was zunächst nur nach einer etwas seltsamen Clique klingt, entwickelt sich schnell zu einer Arte Sekte mit verstörenden Ritualen. In dem Buch geht es um Themen wie Zugehörigkeit, Kreativität, toxische Freundschaften und die Grenzen der Realität.

Ich habe schon viel Gutes zu „Bunny“ gehört und hatte dementsprechend hohe Erwartungen. Mir war bewusst, dass es in die Kategorie der weird girl fiction fällt, aber ich war nicht darauf vorbereitet, wie crazy die Geschichte wirklich ist. Da ich normalerweise eher realistische Romane lese, musste ich mich erst an den surrealen Stil gewöhnen und wusste lange nicht, in welche Richtung sich die Story entwickeln würde. Auch das Prinzip der unzuverlässigen Erzählerin war neu für mich und hat mich teilweise auch etwas verwirrt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich alle Aspekte der Geschichte zu 100% verstanden habe, aber das macht es auch irgendwie spannend. Meiner Meinung nach ist das Buch ein Mix aus „The Secret History“, „Mean Girls“ und Horror.

Der Schreibstil hat mir echt gut gefallen. Mona Awad nutzt eine kreative und teilweise verstörende Erzählweise, die in meinen Augen sehr besonders ist.

Insgesamt war das Buch anders als ich es erwartet hatte, aber trotzdem eine faszinierende Erfahrung. „Bunny“ ist definitiv ein Roman, der mich noch länger beschäftigen wird. Ich möchte auf jeden Fall noch „Rouge“, das neue Buch der Autorin lesen und bin gespannt, ob das auch so weird sein wird.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Realitätsnah

No Hard Feelings
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Genau wie eigentlich alle Bücher von Pola hat mich auch „No hard feelings“ sehr angesprochen. Das Cover gefällt mir wirklich gut und auch der Inhalt klang sehr vielversprechend.

In dem Buch begleiten ...

Genau wie eigentlich alle Bücher von Pola hat mich auch „No hard feelings“ sehr angesprochen. Das Cover gefällt mir wirklich gut und auch der Inhalt klang sehr vielversprechend.

In dem Buch begleiten wir Penny, die unzufrieden mit ihrem Job und ihrer Situationship ist. Während ihre Freundinnen Karriere machen und sich verloben, fühlt sie sich lost und sucht sich Hilfe bei einer Therapeutin.

Auch wenn ich in den letzten Wochen kaum Zeit zum Lesen hatte, habe ich immer gerne zu dem Buch gegriffen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und man fliegt nur so durch die Seiten. Was mir besonders aufgefallen ist, ist dass man als Leser:in mit einbezogen und immer wieder angesprochen wurde („Habt ihr mitgekriegt…“, „Nur damit ihr Bescheid wisst“). Das kannte ich so bisher noch gar nicht, hat die Story aber sehr gut abgerundet.

Die Geschichte war sehr authentisch und unverblümt. Ich konnte mich vor allem zu Beginn des Buches in einigen Punkten mit Penny und ihrer Lebenssituation identifizieren. Viele der Themen und Gedanken, die sie beschäftigen, sind auch in meinem Leben aktuell präsent und ich habe mich beim Lesen sehr gesehen gefühlt. Gut gefallen hat mir, dass sowohl Penny, aber auch andere Charaktere nicht direkt alles aufgeben, sondern bereit sind, an ihren Beziehungen zu arbeiten.

Zwischendurch war ich auch mal etwas von Penny genervt, da sie die gleichen Fehler immer und immer wieder macht, teilweise Andeutungen ihrer Freundinnen ignoriert und gar nicht richtig mitbekommt, was in ihrem Umfeld passiert. Schlussendlich haben diese Momente die Protagonistin aber auch nur noch menschlicher wirken lassen.

Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen. Es war eine nette, realitätsnahe Story, zu der ich einen sehr persönlichen Bezug gefunden habe.

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