Cover-Bild Bestie
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: pola
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 12.08.2025
  • ISBN: 9783759600400
Joana June

Bestie

Über eine Freundschaft zwischen Inszenierung und Selbstfindung – klug, modern und emotional

Als Influencerin Anouk eine neue Mitbewohnerin sucht, sieht die unscheinbare Delia darin die perfekte Gelegenheit für einen Neuanfang. Sie zieht als Lilly ein und will endlich die werden, die sie immer sein wollte: eine selbstbewusste Bühnenautorin. Anouk wiederum glaubt, Lilly für ihre eigenen Zwecke nutzen zu können, und lässt sie immer mehr in ihr Leben. Schnell entsteht zwischen den beiden eine Beziehung, die beide dazu bringt, ihre Vorstellungen von Erfolg und Selbstverwirklichung zu hinterfragen - und die vielleicht sogar zu einer echten Freundschaft werden kann.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

Lesen! Unbedingt!

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Eigentlich eine ganz alltägliche Situation. Eine junge Frau sucht eine Mitbewohnerin für ihre WG. Die Bewerberin scheint kompatibel, alles in bester Ordnung.

Noch nie ist mir eine Rezension so schwergefallen. ...

Eigentlich eine ganz alltägliche Situation. Eine junge Frau sucht eine Mitbewohnerin für ihre WG. Die Bewerberin scheint kompatibel, alles in bester Ordnung.

Noch nie ist mir eine Rezension so schwergefallen. Am liebsten hätte ich einfach geschrieben: „Geil! Lest dieses Buch“, doch das wird der phänomenalen Charakterentwicklung in diesem Roman in keinster Weise gerecht, in dem keine ist, wer sie anfangs scheint.

In der Eingangssequenz wird Influencerin Anouk in geradezu sphärischer Schönheit und Perfektion geschildert, während die unsichere Lilly das Gegenstück dazu bildet. Und damit beginnt der Tanz um Schein und Sein, denn Lilly heißt in Wahrheit Delia und schlüpft in eine andere Haut, um sich der von ihr so verehrten Influencerin nähern und in deren Glanz sonnen zu können. Bis dahin hätte aus der Story ein spannender Psychothriller werden können, aber Joana June hat anderes mit uns vor, nichts weniger als einen Seelenstriptease. Schicht um Schicht schält sie alle schützenden Hüllen von ihren beiden Protagonistinnen, und mit jeder abgezogenen Zwiebelhaut kommt nicht nur rohes Fleisch zu Tage, sondern kippt das Zünglein an der Freundschaftwaage zwischen den beiden. Verhältnisse kehren sich um und werden ad absurdum geführt.

Was ist inszeniert und was ist wahr?

Und wer ist hier die Bestie oder die Bestie?

Herrlich, dieses intelligente Spiel mit Doppeldeutigkeit und Symbolik. Ich möchte keine Rezension schreiben, sondern eine Lobeshymne, und spreche eine völlig begeisterte Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Tolles Buch

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Die ersten 100 Seiten des Buches konnten mich schon direkt abholen. Ich fand den Einstieg in die Geschichte interessant sehr interessant und vor allem spannend wie beide Protagonistinnen gewisse Themen ...

Die ersten 100 Seiten des Buches konnten mich schon direkt abholen. Ich fand den Einstieg in die Geschichte interessant sehr interessant und vor allem spannend wie beide Protagonistinnen gewisse Themen versuchen zu vertuschen und geheim zu halten. Es ist nichts so wie es scheint. Beide sind sehr unterschiedlich, aber das macht die Dynamik zwischen den beiden sehr gut aus. 
Mit hat das Buch richtig gut gefallen und ich hab es innerhalb von zwei Tagen eingeatmet. Ich mochte alles an der Geschichte, auch wenn ich ein anderes Ende im Kopf hatte. Ich möchte noch erwähnen, wie perfekt das Buch in unsere heutige Zeit passt. Themen wie Social Media, Podcasts und Influencer werden aufgegriffen und diese ganze Scheinwelt beleuchtet. Selbst wenn wir meinen wir kennen einen Menschen ganz gut oder auch wenn wir mit dieser Person befreundet sind, heißt das nicht, dass man sich wirklich zu 100 % kennt oder in die Seele der anderen Person blicken kann. Außerdem möchte ich noch erwähnen, dass ich es auch gut fand, wie die Autorin es rüber gebracht hat, wie es einem gehen kann, wenn man sich mit Menschen umgibt, die einem die eigene Energie ziehen und vor allem wie wir anderen Leuten gefallen wollen, uns nicht gut genug fühlen und alles versuchen gemocht zu werden. 

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Tolles Debüt

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Da ich hin und wieder auch mal gerne was anderes außerhalb meiner Lieblingsgenre lese und in der Nähe eine Lesung zum Debüt von Joana Junes Buch „Die Bestie“ stattfand, war klar, welches Buch ich mir als ...

Da ich hin und wieder auch mal gerne was anderes außerhalb meiner Lieblingsgenre lese und in der Nähe eine Lesung zum Debüt von Joana Junes Buch „Die Bestie“ stattfand, war klar, welches Buch ich mir als Nächstes nehmen werde.

Die beiden Hauptprotagonistinnen Anouk und Delia waren mir auf Anhieb sympathisch und sind mir beide auf ihre Art beim Lesen ans Herz gewachsen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Worum geht es?

Anouk sucht eine neue Mitbewohnerin. Die Influencerin Lilly, die eigentlich Delia heißt, bewirbt sich auf die Wohnung, da sie gerne ein ähnliches Leben wie Anouk hätte. Den diese ist schön, taff, erfolgreich und vieles mehr. Lilly möchte endlich als Bühnenautorin durchstarten. Nach dem Einzug werden diese nach und nach zu Freundinnen und dringen in das Leben des anderen ein. Auch Anouk hat Selbstzweifel und sieht die Chance, Lilly für ihre Ziele zu nutzen.

„Bestie“ das Wort das hier eine große Bedeutung hat. Es geht um die Bestie, die beste Freundin.

Die Figuren waren besonders gut gezeichnet und das Wechselspiel in der Freundschaft aus Nähe und Distanz fand ich besonders aufregend und spannend. Die Geschichte spielt das wahre Leben. Themen wie Social Media, Freundschaft, das eigene Ich finden sich in der Geschichte wieder. Man merkt, dass sich die Autorin beim Schreiben der Geschichte viele Gedanken gemacht hat, um es auch so real wie möglich zu zeichnen.
Mich hat das Buch richtig mitgenommen und begeistert, da es auch an keiner Stelle langweilig war. Die Geschichte war flüssig und unterhaltsam zu lesen. Ich gebe eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Eine Freundschaft im Schatten der Bestie

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Der Debütroman ''Bestie'' von Joana June, erschienen im Pola Verlag, erzählt die Geschichte zweier Frauen, die sich in ihrer Freundschaft verlieren. Einer Freundschaft, die von Anfang an auf einem fragilen ...

Der Debütroman ''Bestie'' von Joana June, erschienen im Pola Verlag, erzählt die Geschichte zweier Frauen, die sich in ihrer Freundschaft verlieren. Einer Freundschaft, die von Anfang an auf einem fragilen Fundament aus Lügen ruht.

Delia möchte so dringend mit ihrem alten Leben abschließen, dass sie eine neue, bessere Version von sich selbst erschafft: Lilly. Lilly soll all das sein, was Delia nicht ist: mutig, erfolgreich und vor allem die perfekte Mitbewohnerin für Anouk. Anouk, die bekannte Content Creatorin, die ebenfalls ihre Vorteile aus dieser neuen Mitbewohnerin ziehen will, lässt sich täuschen und stimmt dem Einzug zu. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich schnell eine intensive, enge und schließlich auch toxische Dynamik. Jede kämpft mit eigenen inneren Konflikten, versteckt sich hinter einer Maske und findet in der Bindung gleichermaßen Halt wie Überforderung.

Joana June schreibt so poetisch, so wortgewandt und künstlerisch, dass man aus dem Staunen nicht mehr rauskommt. Sie verleiht beiden Frauen einen so individuellen, tiefen Charakter, dass man das Gefühl hat, selbst anwesend zu sein. Die Geschichte ist geprägt von einer modernen, erfrischenden Erzählweise, die mal verträumt, mal präzise und deutlich ist. Immer wieder findet sie die richtigen Worte, das richtige Setting um die Geschichte voranzutreiben. Besonders spannend ist es, in die Köpfe der beiden Frauen blicken zu dürfen und mitzuerleben, wie Missverständnisse, Angst, Frust oder andere Gefühle entstehen und wie oft das Ungesagte der wahre Übeltäter ist.
Auch die Realität von Frauen im Patriarchat wird immer wieder thematisiert, was ich unglaublich wichtig finde. Feministische Themen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman.
Großartig gelungen ist zudem die Zweideutigkeit des Titels. Solche kreativen Details finden sich immer wieder im Buch und verleihen ihm einen ganz eigenen Charakter.
Ich bin durch und durch begeistert. Beim Lesen merkt man, mit wie viel Herzblut an diesem Projekt gearbeitet wurde. Bestie ist ein Debütroman, der Lust auf viele weitere Werke dieser Autorin macht!

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Jahreshighlight

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Es war mal eine unausgesprochen facettenreiche Geschichte über eine Freundschaft zwischen zwei verschiedenen Frauen. Am Ende waren sie gar nicht so verschieden.
In ihrem Debütroman erzählt uns Joana June ...

Es war mal eine unausgesprochen facettenreiche Geschichte über eine Freundschaft zwischen zwei verschiedenen Frauen. Am Ende waren sie gar nicht so verschieden.
In ihrem Debütroman erzählt uns Joana June über viel mehr als eine Freundschaft. Es geht um die Selbstfindung und Bestimmung, um komplexe Familienverhältnisse und Wünsche, um Selbstdarstellung in Social Media usw.
Mich konnte das Buch sofort von den ersten Seiten fesseln. Alleine von dem Schreibstil bin ich total begeistert. Außerdem fand ich den Aufbau der Story gut gelungen mit all ihren dramatischen Stellen.
Nach dem Roman bleibt so ein unvergesslicher Nachgeschmack, dass man ihn mit keinem mehr verwechseln könnte.
Ich kann „Bestie“ auf jeden Fall empfehlen. Für mich war es einer der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe.

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