Cover-Bild Bestie
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6,99
inkl. MwSt
  • Verlag: pola
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 12.08.2025
  • ISBN: 9783759600394
Joana June

Bestie

Über eine Freundschaft zwischen Inszenierung und Selbstfindung – klug, modern und emotional

Als Influencerin Anouk eine neue Mitbewohnerin sucht, sieht die unscheinbare Delia darin die perfekte Gelegenheit für einen Neuanfang. Sie zieht als Lilly ein und will endlich die werden, die sie immer sein wollte: eine selbstbewusste Bühnenautorin. Anouk wiederum glaubt, Lilly für ihre eigenen Zwecke nutzen zu können, und lässt sie immer mehr in ihr Leben. Schnell entsteht zwischen den beiden eine Beziehung, die beide dazu bringt, ihre Vorstellungen von Erfolg und Selbstverwirklichung zu hinterfragen - und die vielleicht sogar zu einer echten Freundschaft werden kann.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2025

Ein meisterhaftes Debüt über den Weg zur eigenen Identität und Selbstverwirklichung

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Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

Bestie erzählt auf beeindruckende Weise die Geschichte der beiden jungen Frauen Delia und Anouk, die sich in einer Welt geprägt von Selbstinszenierung, ...

Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

Bestie erzählt auf beeindruckende Weise die Geschichte der beiden jungen Frauen Delia und Anouk, die sich in einer Welt geprägt von Selbstinszenierung, Erwartungen und stetigem Leistungsdruck selbst finden wollen. Besonders beeindruckt hat mich der Schreibstil: poetisch, bildhaft und doch flüssig zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, musste allerdings auch immer wieder innehalten, um die intensiven Themen zu verarbeiten. Bestie ist keiner dieser Romane, die ich nebenbei lese und dann beiseite lege. Vielmehr ist es eine Geschichte, die nachwirkt und mich nachdenklich gestimmt hat. Als Person, die Theater liebt, hat mich der Theaterkontext fasziniert. Das Aufgreifen der Rollen und damit die Bearbeitung der Identität – wow!

Ich konnte rasch eine Verbindung zu Delia aufbauen. Ihr Charakter, eine Mischung aus Verletzlichkeit und innerer Zerrissenheit, war authentisch dargestellt – dennoch war sie unfassbar stark.

Was ich aber am allerbesten fand: ENDLICH! mal keine klassische Liebesgeschichte, sondern eine, die den Weg zur Selbstliebe beschreibt. Eigentlich ist es die bedeutendste Liebe, die jeder erfahren sollte. Oder nicht? Die Bedeutung der Freundschaft hat mich berührt. Ich kann es jedem nur ans Herz legen.

Dieses intensive, emotionale nachwirkende Debüt ist ganz eindeutig ein Highlight.

Die Rezension beruht auf einem Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch in keiner Weise beeinflusst.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Bestie

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Meinung:
Das Buch ist auch zwei Perspektiven geschrieben, sodass man sich in die beiden Protagonisten und deren Gefühlswelt ab der ersten Seite einfinden kann. Die Themen, der Schreibstil und die Handlung, ...

Meinung:
Das Buch ist auch zwei Perspektiven geschrieben, sodass man sich in die beiden Protagonisten und deren Gefühlswelt ab der ersten Seite einfinden kann. Die Themen, der Schreibstil und die Handlung, die zwischenzeitlich keinen roten Faden beinhalten, spiegeln für mich das Durcheinander wieder, welches im Kopf eines Mittzwanzigers eben herrscht. Gerade durch dieses Gewusel, ohne klare Strukturen, ist mir zwischenzeitlich wirklich schwergefallen, das Buch nicht in einem Happs zu beenden, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht 🤭

Für mich ist BESTIE definitiv jetzt schon ein Jahreshighlight und wohlverdient ein Bestseller!

Bewertung:
Alles andere als 5 ⭐️ wäre ungerechtfertigt für dieses Meisterwerk! 💖

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Tolles Debüt

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Da ich hin und wieder auch mal gerne was anderes außerhalb meiner Lieblingsgenre lese und in der Nähe eine Lesung zum Debüt von Joana Junes Buch „Die Bestie“ stattfand, war klar, welches Buch ich mir als ...

Da ich hin und wieder auch mal gerne was anderes außerhalb meiner Lieblingsgenre lese und in der Nähe eine Lesung zum Debüt von Joana Junes Buch „Die Bestie“ stattfand, war klar, welches Buch ich mir als Nächstes nehmen werde.

Die beiden Hauptprotagonistinnen Anouk und Delia waren mir auf Anhieb sympathisch und sind mir beide auf ihre Art beim Lesen ans Herz gewachsen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Worum geht es?

Anouk sucht eine neue Mitbewohnerin. Die Influencerin Lilly, die eigentlich Delia heißt, bewirbt sich auf die Wohnung, da sie gerne ein ähnliches Leben wie Anouk hätte. Den diese ist schön, taff, erfolgreich und vieles mehr. Lilly möchte endlich als Bühnenautorin durchstarten. Nach dem Einzug werden diese nach und nach zu Freundinnen und dringen in das Leben des anderen ein. Auch Anouk hat Selbstzweifel und sieht die Chance, Lilly für ihre Ziele zu nutzen.

„Bestie“ das Wort das hier eine große Bedeutung hat. Es geht um die Bestie, die beste Freundin.

Die Figuren waren besonders gut gezeichnet und das Wechselspiel in der Freundschaft aus Nähe und Distanz fand ich besonders aufregend und spannend. Die Geschichte spielt das wahre Leben. Themen wie Social Media, Freundschaft, das eigene Ich finden sich in der Geschichte wieder. Man merkt, dass sich die Autorin beim Schreiben der Geschichte viele Gedanken gemacht hat, um es auch so real wie möglich zu zeichnen.
Mich hat das Buch richtig mitgenommen und begeistert, da es auch an keiner Stelle langweilig war. Die Geschichte war flüssig und unterhaltsam zu lesen. Ich gebe eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Poetisch, klug und so besonders ✨

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Als Influencerin Anouk eine neue Mitbewohnerin sucht, sieht Delia darin die Chance für einen Neuanfang. Unter dem Namen Lilly zieht sie bei Anouk ein – und will endlich die selbstbewusste Bühnenautorin ...

Als Influencerin Anouk eine neue Mitbewohnerin sucht, sieht Delia darin die Chance für einen Neuanfang. Unter dem Namen Lilly zieht sie bei Anouk ein – und will endlich die selbstbewusste Bühnenautorin werden, die sie immer sein wollte. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich
eine komplexe, faszinierende Beziehung, die sie dazu bringt, ihre Vorstellungen von Freundschaft, Erfolg, Selbstverwirklichung und Identität zu hinterfragen.

Ich war von der ersten Seite an komplett drin. Joana Junes Schreibstil ist wunderschön, einnehmend und wahnsinnig klug – viele Textstellen haben mich tief berührt. Besonders spannend fand ich auch den Aufbau: teilweise wie ein Theaterstück inszeniert, was der Geschichte eine ganz eigene Atmosphäre gibt.

Bestie regt zum Nachdenken an: Wie sehr prägt Social Media unsere Wahrnehmung von uns selbst? Wie leicht lassen wir uns von dem Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit beeinflussen? Und wo verläuft die Grenze zwischen dem Bild, das wir nach außen zeigen, und dem Menschen, der wir wirklich sind?

Neben all diesen großen Themen schwingt auch immer die Liebe zur Kunst, zur Literatur und zum Theater mit.

Und weil die Geschichte in Hamburg spielt, habe ich mich besonders gefreut, so viele bekannte Orte wiederzuerkennen – das hat das Lesen für mich noch lebendiger gemacht.

Bestie ist Joana Junes Debüt – und was für eins! Poetisch, klug und so intensiv. Ich freue mich schon sehr darauf, mehr von ihr zu lesen.

Veröffentlicht am 14.09.2025

Perfekt unperfekt: Warum Joana Junes Bestie so beeindruckt

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In Bestie begleiten wir zwei Frauen durch ihren Alltag. Doch wäre es nur das, wäre dieser Roman nicht so eine Wucht.
Anouk ist Influencerin, Delia ihre Mitbewohnerin. Als Delia bei ihrem Einzug zu „Lilly“ ...

In Bestie begleiten wir zwei Frauen durch ihren Alltag. Doch wäre es nur das, wäre dieser Roman nicht so eine Wucht.
Anouk ist Influencerin, Delia ihre Mitbewohnerin. Als Delia bei ihrem Einzug zu „Lilly“ wird, beginnt eine intensive, psychologisch dichte Geschichte über zwei Frauen, die verzweifelt versuchen, ihren Platz im Leben zu finden.
Joana Junes Sprache ist eindringlich und zugleich fließend, sodass man kaum merkt, wie die Seiten dahingleiten. Plötzlich sind hundert Seiten vorbei, ohne dass man die Zeit gespürt hat.
Die Charaktere sind authentisch, schmerzhaft echt und gerade dadurch berührend. Durch die abwechselnd erzählten Kapitel taucht man in beide Perspektiven ein, versteht Anouk wie Delia und baut zu beiden eine enge Beziehung auf.
Das zentrale Thema, das Streben nach Perfektion, nach der „besseren Version“ seiner selbst, zieht sich kraftvoll durch den Roman und regt zum Nachdenken an. Wer bin ich? Wer will ich sein? Und was bedeutet es, im Zeitalter von Social Media ein „Ich“ zu haben? Muss man anderen etwas vorspielen, um geliebt zu werden?
All diese Fragen werden in Junes Debüt aufgewühlt und hinterlassen die Leser:innen nach dem Zuklappen des Buches mit neuen Impulsen und Gedanken. Dabei gelingt der Autorin der Balanceakt: Wer es philosophisch mag, findet Tiefe. Wer einfach nur gut unterhalten werden möchte, bekommt eine ebenso gelungene Geschichte über Freundschaft und Identität.
Einziger Wermutstropfen: Das Ende wirkt etwas abrupt. Ich wäre gerne länger an Anouks und Delias Seite geblieben.

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