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Schaukelsehnsucht

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2026

Der Trend #SkinnyTok nimmt derzeit bedenkliche Ausmaße an. Aber macht es wirklich glücklich, dünn zu sein?

Fleur de Lavande (Band 2) - Wie du strahlst
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Dieses Buch hätte ich mir als junge Frau bzw. Teenagerin damals gewünscht.

Es ist eine ehrliche, tief berührende, aber auch heilsame Geschichte über den Weg zur Selbstliebe.

Jules und Étienne waren so ...

Dieses Buch hätte ich mir als junge Frau bzw. Teenagerin damals gewünscht.

Es ist eine ehrliche, tief berührende, aber auch heilsame Geschichte über den Weg zur Selbstliebe.

Jules und Étienne waren so lebensecht und authentisch. Die beiden haben sich gegenseitig einfach nur gut getan: kein Drama, kein Spiel, nur sie und ihre individuellen Zweifel.

Jules kennt es nicht anders: Mit Kleidergröße 46 war sie immer „die Dicke”. Dadurch resultieren immense Selbstwertmängel, das Gefühl, nie genug zu sein bzw. zu viel zu sein, sowie die permanente Angst vor weiteren Verletzungen.

Der Trend #SkinnyTok nimmt derzeit bedenkliche Ausmaße an. Aber macht es wirklich glücklich, dünn zu sein? Ist das wirklich alles, worauf es ankommt? Und wie lebt es sich als junge Frau, die eben nicht die typische Kleidung tragen kann? Die immer nur ihre Makel sieht, weil sie es nicht anders gelernt hat?

Jules wird mit all ihren Stärken, aber auch Zweifeln ehrlich dargestellt. In der Literatur brauchen wir nicht nur perfekte Charaktere, sondern auch solche, mit denen wir uns identifizieren können.
Ähnlich ergeht es Étienne, der seine eigenen Kämpfe auszufechten hat.

Die beiden Charaktere entwickeln sich sowohl gemeinsam als auch eigenständig weiter.
Gabriella Santos de Lima ist es gelungen, wunderbar dreidimensionale Charaktere zu erschaffen.

Sie zeigt auf, wie Zweifel entstehen und welchen kranken Vorstellungen Frauen ausgesetzt sind: „Seit ich dünn bin, ist mein ganzes Leben besser.“

Wer bereit ist, sich tief berühren zu lassen und sich mit persönlichen Strukturen und den ungeschönten Gefühlen auseinanderzusetzen – für den ist diese Geschichte ein Must-Read.

Die Rezension beruht auf einem Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch in keiner Weise beeinflusst.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Gelungener Abschluss einer fantastischen Reihe

Clashing with No. 6
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Was für ein gelungener Abschluss einer fantastischen Reihe!

Saint Alvarez wird dazu gezwungen, an einer Homestory teilzunehmen, um sein Image zu retten. Davon ist er absolut nicht begeistert. Welcher ...

Was für ein gelungener Abschluss einer fantastischen Reihe!

Saint Alvarez wird dazu gezwungen, an einer Homestory teilzunehmen, um sein Image zu retten. Davon ist er absolut nicht begeistert. Welcher Mensch möchte schon sein Privatleben öffentlich teilen? Saint stellt sich quer und macht der Journalistin Callie und ihrem gesamten Team die Arbeit schwer.
Callie hingegen sieht diesen Auftrag als großartige Chance, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Alicia Sommers größte Stärke liegt darin, authentische, greifbare Charaktere zu erschaffen. Sie zeigt auf wunderbare Weise die Schwächen, aber auch die Stärken ihrer Protagonist*innen. Das ist mir schon im ersten Band aufgefallen.
Hier ist es nicht anders. So ist es doch auch im echten Leben, oder? Wir sind alle stark UND schwach. Wir haben unsere Zweifel und unsere Kompetenzen, sind mal mutig, mal ängstlich ...

Das absolute Highlight war aber der Epilog am Ende. Einerseits bin ich traurig, die drei Pärchen jetzt gehen lassen zu müssen, andererseits bin ich dankbar, Teil ihrer Reise sein zu dürfen.

Die Rezension beruht auf einem Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch in keiner Weise beeinflusst.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Tolle Sprecherin!!! Aber leider enttäuschende Umsetzung einer guten Idee

Empire of Burning Shadows (Magical Fate 1)
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Ich wollte diese Geschichte wirklich lieben … Letztendlich war die Stimme von Pia-Rhona Saxe das Highlight der Geschichte.

Eine negative Rezension zu schreiben, ist immer schwierig. Lieber schwärme ich ...

Ich wollte diese Geschichte wirklich lieben … Letztendlich war die Stimme von Pia-Rhona Saxe das Highlight der Geschichte.

Eine negative Rezension zu schreiben, ist immer schwierig. Lieber schwärme ich von tollen Geschichten und gehe auf ihre Stärken ein. Die größte Stärke dieses Buches ist der bildliche Schreibstil der Autorin. Ansonsten gab es für mein Empfinden leider zu viele Logikfehler und Widersprüche. Zudem hat sich der Handlungsverlauf nicht vollständig angefühlt.

Die Idee an sich ist super und auch die Spannung war durchaus vorhanden. Was gefehlt hat, ist eine schlüssige Erklärung, wie das Magiesystem funktioniert, sowie greifbare, dreidimensionale Charaktere und ein roter Faden.

Ich möchte noch einmal betonen, dass die Sprecherin wirklich hervorragende Arbeit geleistet hat und ich ihre Stimme liebe. Ansonsten werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen und kann sie leider auch nicht weiterempfehlen.

Die Rezension beruht auf einem Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch in keiner Weise beeinflusst.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Düster und atmosphärisch – etwas weniger Spice und die Geschichte wäre ein Highlight gewesen

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Ich liebe die Geschichte des »Zauberers von Oz« ohnehin, weshalb ich umso gespannter auf dieses Retelling war. Ich wurde nicht enttäuscht: Die Geschichte vereint die bekannten Elemente des Originals, enthält ...

Ich liebe die Geschichte des »Zauberers von Oz« ohnehin, weshalb ich umso gespannter auf dieses Retelling war. Ich wurde nicht enttäuscht: Die Geschichte vereint die bekannten Elemente des Originals, enthält darüber hinaus aber zahlreiche neue Ansätze.

Optik:

Der erste Eindruck war natürlich das Cover mit der grünen Farbe und dem tollen Farbschnitt, was schon mal ein Highlight ist - ja ich weiß, der Inhalt ist wichtiger.
Der erste Eindruck ist aber nun mal die Optik, die Geschichte habe ich im Anschluss lieben gelernt.

Schreibstil:

Nikki St. Crowes Schreibstil ist flüssig, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Kapitel sind kurz und knapp gehalten – ich persönlich bevorzuge lange Kapitel, weiß aber, dass viele eher kurze bevorzugen. Daher der Hinweis.

Zur Handlung:

Dorothy Gale wird durch einen Wirbelsturm in das magische Oz katapultiert. Was dann folgt, ist ein spannend erzählter Plot. Insgesamt kommt das Retelling weitaus düsterer und brutaler daher als das Original. Dorothys Entwicklung ist authentisch, und sie strebt nach einem selbstbestimmten Leben.

Charaktere:

Die Charaktere sind morally grey – was ich hier wirklich super fand! Es hat perfekt zur Story gepasst und allesamt sind mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet.

Kritik?

Leider ja - mich hat auch hier wieder der viele Spice genervt! Es war mir zu viel, und die Szenen wirkten teilweise wie reingepresst. Dadurch haben die Charaktere an Tiefe verloren. Es ist nicht das erste Buch, bei dem mir das auffällt, und ich frage mich: Warum muss es immer so viel Spice sein? Es gibt so viele andere Wege, die Verbindung zwischen den Charakteren auszudrücken.

Fazit:

Ein gelungener Auftakt, und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung im Jahr 2027.
Eine Leseempfehlung für Fans düsterer Retellings und Storys, in denen es Schlag auf Schlag geht.

Die Rezension beruht auf einem Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch in keiner Weise beeinflusst.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Starke Ideen mit Schwächen in der Umsetzung

Crimson Circle
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Der Klappentext klang wirklich sehr vielversprechen und die Idee gefällt mir immer noch sehr gut.
Allerdings ist die Umsetzung stellenweise doch etwas enttäuschend.

Das bedeutet aber NICHT, dass es ...

Der Klappentext klang wirklich sehr vielversprechen und die Idee gefällt mir immer noch sehr gut.
Allerdings ist die Umsetzung stellenweise doch etwas enttäuschend.

Das bedeutet aber NICHT, dass es ein schlechtes Buch war. Inhaltlich war es toll, lediglich der Schreibstil mit den vielen Wortwiederholungen hat es mir zwischendurch schwer gemacht, die Geschichte zu mögen.

Wer aber einen eher leichten Schreibstil und kurze Geschichten mag, wird tolle Lesestunden haben.

Eine zentrale Rolle spielen hier die Träume. Deshalb erinnert die Geschichte stellenweise an die »Silber«-Trilogie von Kerstin Gier.

So finden sich auch in Caroline Brinkmanns Roman Gänge mit Türen zu anderen Träumenden. Allerdings kommt diese Geschichte deutlich düsterer und gewalttätiger daher.

Die Charaktere können nicht nur die Träume anderer besuchen oder ihre eigenen Träume nach ihren Vorlieben gestalten: Nein, zusätzlich gibt es eine Ebene mit allen Albträumen, die sich niemand vorstellen kann – ein Ort, an den niemand gelangen will!

Caroline Brinkmann zeichnet die unterschiedlichen Lebensumstände der beiden Hauptfiguren mit großer Präzision.

Die ärmlichen Verhältnisse und Lûns Sorgen treten deutlich hervor: Gewalt, Angst und (Drogen-)Banden sind ihre ständigen Begleiter. Zugleich erlebt sie die »Überheblichkeit« und das Misstrauen der Upperclass der »ärmeren« Gesellschaft gegenüber.

Die Slow-Burn-Liebesgeschichte zwischen Lûn und Adrien ist zwar Bestandteil der Handlung, nimmt aber nicht zu viel Raum ein. Spice gibt es auch – aber nicht zu viel.

Die Spannung bleibt konstant bestehen, und das Rätsel um den Crimson Circle will gelöst werden.

Zentrale Fragen sind:

Wem kann Lûn vertrauen und was hat es wirklich mit Louis' Tod auf sich?

Wie passen ihr alkoholkranker Vater und ihre verschwundene Mutter in die ganze Geschichte?

Wie tief ist die Upperclass in die Machenschaften der Kriminellen verstrickt?

Wie tief reichen die Geheimnisse wirklich?

Auf etwas über 300 Seiten wird es nie langweilig und das Buch endet natürlich mit einem Cliffhanger. Wie es in Band 2 weitergeht?
Trotz kleinerer Schwächen, möchte ich die Auflösung jetzt doch erfahren.

Die Rezension beruht auf einen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch in keiner Weise beeinflusst.

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