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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2017

Liebevolle Weihnachtsgeschichte

Weihnachten in Briar Creek
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Rezension zu „Weihnachten in Briar Creek“ von Olivia Miles
Der Schreibstil der Autorin lässt sich flüssig lesen. Eins meiner Highlights war, dass man während des Lesens das Gefühl hat sich in Briar Creek ...

Rezension zu „Weihnachten in Briar Creek“ von Olivia Miles
Der Schreibstil der Autorin lässt sich flüssig lesen. Eins meiner Highlights war, dass man während des Lesens das Gefühl hat sich in Briar Creek zu befinden. Ich könnte die Cookies fast schmecken. Ein weiteres Highlight war für mich die Entwicklung der Geschichte. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und meiner Meinung nach in einem realistischen Tempo. Das passt gut zur besinnlichen Weihnachtszeit, in der ich weniger gern ein Buch mit großem hin und her lese.
Die Geschichte ist aber dennoch keinesfalls langweilig. Durch Nates unbekannte Vergangenheit sowie den Weihnachtswettbewerb wird die Spannung erhalten.
Die Charaktere dieser Geschichte sind toll gewählt. Die Protagonistin Kara ist sehr sympathisch und an der Art wie sie für ihren Traum vom Laden einsteht, ist sofort erkennbar, dass sie eine starke Frau ist. Nate macht sich toll neben ihr. Seine Entwicklung vom Großstadtkind und Geschäftsmann zum engagierten, liebevollen Mann ist schön mit anzusehen.
Etwas schade war die Geschichte um Karas Schwester Molly. Schon zu Beginn ist klar, dass sie mit ihrer Verlobung nicht glücklich ist. Molly ist ein interessanter Charakter, der eine eigenen Geschichte verdient hätte. Daher ist es etwas unglücklich, dass sie in dieser Geschichte zunächst doch einen recht ordentlichen Anteil hat, zum Ende hin aber kurz abgehandelt wird, als wären keine Seiten mehr übrig gewesen.
Insgesamt bin ich jedoch ein Fan von Briar Creek und seinen freundlichen Mitbewohnern geworden. Wer eine liebevolle Weihnachtsgeschichte sucht, der wird hier in jedem Fall fündig.

Veröffentlicht am 27.11.2017

unsympathische Charaktere- leider nicht mein Fall

Der Glasmurmelsammler
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Rezension zu „Der Glasmurmelsammler“ von Cecelia Ahern
Meinung:
Als großer Fan von Cecelia Ahern musste ich natürlich auch diesen Roman lesen. Leider hat er mit enttäuscht. Die Geschichte an sich klang ...

Rezension zu „Der Glasmurmelsammler“ von Cecelia Ahern
Meinung:
Als großer Fan von Cecelia Ahern musste ich natürlich auch diesen Roman lesen. Leider hat er mit enttäuscht. Die Geschichte an sich klang zunächst unglaublich interessant und bezaubernd, wie Aherns Geschichten oft sind. Von Beginn an bin ich jedoch mit den Charakteren nicht warm geworden.
Zunächst einmal aber zu den Dingen, die mir gefallen haben.
Die Idee die Murmeln mit Erinnerungen in Verbindung zu bringen, fand ich toll, auch wenn das Potenzial der Geschichte nicht wirklich ausgeschöpft worden ist. Auch gefallen haben mir die Zeitsprünge in dem Roman. So konnte man Fergus besser verstehen und seine Kindheitserinnerungen waren mit das Spannendste an diesem Roman. Hier haben mir auch die Figuren gefallen. Seine unterschiedlichen Brüder waren unterhaltsam und haben der Geschichte Schwung verliehen.
Jetzt zu dem, was mich eher enttäuscht hat. Da wäre zunächst einmal der Schreibstil. Der Stil ist gut und lässt sich schön flüssig lesen, hat aber nicht viel von der Leichtigkeit und Bildhaftigkeit, die ich an Cecelia Aherns Stil so mag.
Außerdem hat sich die Geschichte für mich an einigen Stellen zu schnell entwickelt. Erst wusste die Protagonistin Sabrina fast nichts über ihren Vater Fergus und plötzlich tauchen an nur wenigen Tagen viele Details auf. Mir wäre es lieber gewesen, die Geschichte hätte sich langsamer entwickelt und man hätte dafür noch mehr über Sabrinas Leben und ihre Ehe erfahren, die ja ein Problem zu sein scheint, wie schnell deutlich wird.
Es mag aber auch sein, dass ich es so empfunden habe, weil ich mit den Charakteren nicht warm geworden bin. Über Fergus erfährt man noch recht viel, da seine Kindheit schön beschrieben wird, aber er blieb mir einfach unsympathisch, weil er aus seinen Erfahrungen mit Lügen nichts gelernt zu haben scheint.
Sabrina hat sich mir überhaupt nicht genähert. Viele ihre Verhaltensweisen habe ich nichts verstanden, wie ihre Vorliebe fürs Luft anhalten oder ihr Verhalten dem Glasmacher gegenüber.
Insgesamt haben mich vor allem die Charaktere und die Erzählweise enttäuscht. Schade, aber Cecelia Ahern wird bestimmt noch viele Bücher schreiben, die mich wieder begeistern werden.

Veröffentlicht am 19.11.2017

Tolles Ermittlerduo

Dunkel Land
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Rezension zu „Dunkel Land“ von Roxann Hill
Meinung:
Roxann Hill hat einen schönen Schreibstil. Klasse ist, dass nicht lange die Situation beschrieben wird, sondern die Geschichte beginnt direkt und wird ...

Rezension zu „Dunkel Land“ von Roxann Hill
Meinung:
Roxann Hill hat einen schönen Schreibstil. Klasse ist, dass nicht lange die Situation beschrieben wird, sondern die Geschichte beginnt direkt und wird in einem Stil erzählt, der leicht zu lesen ist und die Situationen gut beschreibt. Ich hatte das Gut Wuthenow und seine Bewohner von Beginn an bildlich vor Augen.
Der Fall an sich ist schon spannend, aber der Roman hat mich aufgrund seiner tollen Charaktere gefesselt. Zunächst sind da Verena und ihre Nichte Amelie, die bei Verena lebt, seit ihre Eltern ums Leben gekommen sind. Amelie ist bezaubernd und hat mich so manches Mal zum Schmunzeln gebracht. Durch ihre fröhliche Art und kindliche Leichtigkeit hat sie die Situationen aufgelockert, was mir als Angsthase gut gefallen hat. Außerdem bezaubert sie auch die anderen Bewohner des Guts.
Die Protagonistin Verena ist sehr sympathisch und das von Beginn an, da sie sich toll um ihre Nichte kümmert. Außerdem ist von Beginn an deutlich, dass sie eine selbstbewusste junge Frau ist, die Amelie ein möglichst gutes Leben ermöglichen möchte. Außerdem ist sie intelligent und einfühlsam, was ihr im Verlauf des Krimis so manches Mal zugutekommt.
Der spannendste Charakter ist sicherlich der Protagonist Carl von Wuthenow. Nach einem Kopfschuss ist sein Kurzzeitgedächtnis beschädigt, weshalb er sich jeden Abend Notizen macht und diese am nächsten Morgen liest, um zu wissen, was er erlebt hat. Außerdem wirkt er recht eigenwillig und hat zunächst keine Lust, sich von Verena betreuen zu lassen. Mir gefällt vor allem, dass beide Charaktere ihre Macken haben und nicht dem perfekten Agenten-Klischee entsprechen.
Die zwei bilden ein tolles Team und auch die Entwicklung ihres Vertrauensverhältnisses fand ich klasse. Viele mögen private Verstrickungen und Infos in Krimis ja nicht so gerne, mit persönlich gefällt das aber sehr.
Insgesamt hat mir der Krimi sehr gefallen. Ich werde sicher den nächsten Krimi der Reihe lesen, auch wenn ich einen Punkt abziehe, da ich das Ende in groben Zügen doch vorausahnen konnte. Der Fall an sich ist jedoch spannend und gerade Carl und Verena als Ermittlerduo sind toll, da sie sich super ergänzen und nicht perfekt sind.

Veröffentlicht am 29.10.2017

Vielfältige Charaktere, interessante Handlungsstränge

Die Schlange von Essex
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Rezension zu „Die Schlange von Essex“ von Sarah Perry
Meinung:
Sarah Perry hat mit „Die Schlange von Essex“ ein interessantes Buch geschrieben, dass leider etwas hinter meinen Erwartungen zurückblieb.
Der ...

Rezension zu „Die Schlange von Essex“ von Sarah Perry
Meinung:
Sarah Perry hat mit „Die Schlange von Essex“ ein interessantes Buch geschrieben, dass leider etwas hinter meinen Erwartungen zurückblieb.
Der Schreibstil ist außergewöhnlich. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, leicht poetisch und mit Liebe zum Detail, was mir sehr gut gefallen hat. Dadurch ist der Roman zwar etwas anspruchsvoller zu lesen, aber gerade der Stil hat für mich bei dem Buch viel gerettet, einfach, weil er mal anders ist. Außerdem wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven erzählt, was viele Einblicke ermöglicht.
Die Geschichte hat mich nicht vollkommen enttäuscht, ich habe jedoch einen anderen Schwerpunkt erwartet. Aus dem Klappentext geht hervor, dass es um die Kontroverse zwischen Religion und Darwin bzw. der Naturwissenschaft gehen soll. Dieser Diskurs wird jedoch leider nur in geringem Maße deutlich. Religion und Aberglaube spielen schon eine zentrale Rolle in dem Roman, jedoch wird diese Diskussion vernachlässigt, was wirklich schade ist. Insgesamt spielt die Geschichte an mehreren Orten und so entstehen auch mehrere Handlungsstränge. Das fand ich sehr interessant und spannend, da man als Leser nicht nur mit der Haupthandlung um die Protagonistin Cora, sondern auch mit den Nebencharakteren mitfiebert.
Die Charaktere haben mir sehr gefallen. Sie sind vielseitig und interessant gestaltet. Die Protagonistin Cora ist schwer zu beschreiben. Sie fühlt sich nach dem Tod ihres Mannes geradezu befreit und widmet sich ihrer Leidenschaft, der Wissenschaft. Sie scheint aus ihrer Rolle als Dame ausbrechen zu wollen, was ihr nicht immer gelingt. Sie ist voller Widersprüche, was die Handlung bereichert. Dasselbe gilt für William, den Pastor den sie in Aldwinter trifft und mit dem sie viel Zeit verbringt. Die Beziehung zwischen den beiden wird zum Hauptstrang der Geschichte, der mir gut gefallen hat, auch wenn, wie schon erwähnt, die erwartete tiefgründige Diskussion um Religion und Wissenschaft ausbleibt. Nennenswert sind auch Luke der Arzt, der von Beginn an Coras Nähe sucht und sein Freund George Spencer. Beide begleiten die Geschichte und sorgen für interessante Nebenhandlungen. Vor allem Luke ist interessant, da schnell deutlich wird, dass er für die Medizin und die zugehörige Wissenschaft lebt und er damit heraussticht.
Insgesamt macht das Buch die verschiedenen Handlungsstränge, die teilweise etwas schrägen Charaktere und das Beziehungsnetz aus. Wem diese Dinge gefallen und wer zudem kein Problem mit Perspektivwechseln und einer blumigen Schreibweise hat, der sollte den Roman lesen, auch wenn der Klappentext etwas irreführend ist und falsche Erwartungen weckt.

Veröffentlicht am 07.10.2017

Grandios!

Mein Herz gehört dir
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Rezension zu „Mein Herz gehört dir“ von Marie Force
Meinung:
Wow, was für ein tolles Buch! Ich werde mit jedem Roman ein größerer Fan der Familie Abbott. Marie Force hat auch in dem dritten Band der Green-Mountain-Serie ...

Rezension zu „Mein Herz gehört dir“ von Marie Force
Meinung:
Wow, was für ein tolles Buch! Ich werde mit jedem Roman ein größerer Fan der Familie Abbott. Marie Force hat auch in dem dritten Band der Green-Mountain-Serie mit ihrem Stil eine tolle Atmosphäre geschaffen, die zum Lachen und Weinen einlädt. Ich war wieder einmal für eine Weile in Vermont.
Die Charaktere sind ja grob schon bekannt. Es ist toll, wie man in jedem Roman einige genauer kennenlernt und sie eine Weile begleitet. Sehr gut gefällt mir auch, dass die anderen Charaktere immer wieder auftauchen und man die Geschichte der anderen Paare weiterverfolgen kann. Häufig geschieht dies in Reihen ja gar nicht oder nur sehr marginal.
Jetzt aber zu Colton und Lucy, den Protagonisten in diesem Band.
Beide fand ich klasse. Sie sind für sich genommen schon besonders. Colton ist mit seiner Art zu leben überaus interessant. Seine Leidenschaft für den Ahornsirup ist bewundernswert und mindestens genauso bewundernswert ist die Leidenschaft, die er für Lucy empfindet. Lucy ist ebenso außergewöhnlich. Sie ist nicht so stark, wie sie zu sein scheint. Colton entlockt ihr so viel Vertrauen, dass sie von ihrer üblichen Routine abweicht. Sie schafft es ihrem Leben eine neue Richtung zu geben, ohne alles Alte verlassen zu müssen. Diese Gradwanderung meistert sie gut und ihr Charakter zeigt, dass aufgeben zwar eine Option sein kann, aber im Endeffekt nicht glücklich machen wird. Ich hatte das Gefühl, dass Lucy ihr wahres Ich entdeckt.
Die zwei als Paar sind grandios. Ich musste während des gesamten Romans immer wieder lachen, weil die Zwei geniale Dialoge führen. Hier kommt natürlich auch der Stil der Autorin zum Tragen. Humorvolle und traurige Szenen lässt sie den Leser fühlen.
Die Geschichte ist inhaltlich wie einige Liebesgeschichte, aber durch den humorvollen Schreibstil und vor allem aufgrund der tollen Charaktere ist sie dann doch nicht wie jede andere. Was diese Reihe ausmacht, ist die Familie Abbott, die immer zusammenhält und bei denen die verschiedenen Charaktere harmonieren. Sie sind, wie man sich eine Großfamilie vorstellt. Es herrscht Trubel, es gibt Sticheleien, aber vor allem herrscht ganz viel Vertrauen und Liebe. Ich kann diese Reihe jedem wärmstens ans Herz legen, der gerne Liebesgeschichten liest. Kommt nach Vermont und taucht in das Leben der Familie ein. Ihr werdet eine Menge Spaß haben.