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Veröffentlicht am 02.05.2026

Tolles Buch voller Menschlichkeit

Pina fällt aus
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Rezension zu „Pina fällt aus“ von Vera Zischke
Nach „Ava liebt noch“ hat Vera Ziscke mit „Pina fällt aus“ einen weiteren wunderbaren Roman geschrieben. Ihr Stil liest sich leicht, flüssig und lässt den ...

Rezension zu „Pina fällt aus“ von Vera Zischke
Nach „Ava liebt noch“ hat Vera Ziscke mit „Pina fällt aus“ einen weiteren wunderbaren Roman geschrieben. Ihr Stil liest sich leicht, flüssig und lässt den Leser direkt in die Geschichte eintauchen.
Ihr besonderes Talent ist aber die Konstruktion der Figuren. Sie scheinen mitten aus dem Leben gegriffen. Alle Figuren wirken authentisch und nahbar und könnte so in jeder Nachbarschaft wohnen.
Pina, die Titelgeberin des Buches hat einen Sohn mit Behinderung. Als Pina zusammenbricht und keiner weiß, wo sie ist, ist Leo ziemlich verloren und mit ihm die Nachbarn. Da wäre Inge, eine Seniorin, die ihre Wohnung nicht mehr verlässt und bei der Leo sich manchmal aufhält. Inge hat eigentlich genug vom Leben und fühlt sich oft einsam. In der Not nimmt sie Kontakt zu Zola auf. Die 16-jährige ist die Tochter des Hausbesitzers und weiß so gar nicht wohin mit ihrem Leben. Zuerst rotzfrech wird schnell klar, dass mehr in ihr steckt. Und dann wäre da noch Wojtek, der ständig nur in seiner dunklen Wohnung vor seinem PC hängt und eine Frau anhimmelt, die weit entfernt lebt. Sie alle müssen über sich hinauswachsen. Vera Zischke erzählt einfühlsam und gleichzeitig unterhalten aber unaufgeregt von sehr unterschiedlichen Menschen, die plötzlich zusammenhalten müssen und zeigen: Wir Menschen brauchen einander und jeder ist ein Geschenk, so wie er ist. Ein tolles Buch!

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Veröffentlicht am 17.03.2026

lesenswert, mit kleinen Schwächen

Villa Rivolta
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Rezension zu „Villa Rivolta“ von Daniel Speck
In Villa Rivolta entführt Daniel Speck uns, wie schon in seinem ersten Roman „Bella Germania“ nach Italien. Wer schon einmal einen Roman von Daniel Speck gelesen ...

Rezension zu „Villa Rivolta“ von Daniel Speck
In Villa Rivolta entführt Daniel Speck uns, wie schon in seinem ersten Roman „Bella Germania“ nach Italien. Wer schon einmal einen Roman von Daniel Speck gelesen hat weiß, dass er eine tolle Ausdrucksweise hat. Er schafft es immer wieder einen authentischen, atmosphärischen Rahmen für seine Geschichten zu schaffen.
Villa Rivolta wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen erfahren wir, wie die Protagonisten Piero und Valeria sich kennenlernen, als sie Kinder waren. Wir begleiten sie beim Erwachsenwerden, sehen wie sie sich immer wieder entfernen und wieder annähern, können beobachten, wie sich ihre Freundschaft immer wieder verändert. Zum anderen lernen wir beide als Erwachsene kennen und miteinander kommunizieren. Valeria fährt mit ihrem Sohn Tonino zu Piero, der helfen soll, Toninos Schulverweis abzuwenden. Diese Zeitebene ist vor allem deshalb interessant, weil der Grund für Toninos drohenden Schulverweis ist, dass er ein Waffe mit in die Schule gebracht hat und man über die Gespräche in dieser Zeitebene herausfindet, wo diese überhaupt herkommt. Außerdem ist die Interaktion zwischen Piero und Valeria als Erwachsene spannend zu beobachten. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der älteren Zeitebene, die das Erwachsenwerden der beiden begleitet.
Den Rahmen der Geschichte bildet die Historie der Familie Rivolta, die es tatsächlich gibt. Ihr gehört die Firma Iso, die vor allem für ihre Autos bekannt war. Die Geschichte der Familie ist interessant, konnte mich jedoch nicht so mitreißen, wie die Geschichten in den vorherigen Büchern des Autors.
Insgesamt ist „Villa Rivolta“ sprachlich wieder sehr gelungen. Die Freundschaft zwischen Piero und Valeria ist ebenfalls interessant. Allerdings haben die Figuren mich etwas weniger mitgerissen, als ich es von dem Autor kenne. Das kann auch an der Rahmenhandlung an sich liegen. Zudem hat mich Valerias Zeit mit Flavio, dem Vater ihres Sohnes teilweise etwas genervt, weil ich ihn weniger verstehen konnte und am Ende Fragen offen blieben. Dennoch bleibt der Roman lesenswert.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

empathisch und authentisch

Alle glücklich
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Rezension zu „Alle glückliche“ von Kira Mohn
Kira Mohn schreibt in klarem, gut lesbaren Ton über eine Familie, in der eigentlich alle glücklich sein sollten. Von außen betrachtet, handelt es sich um eine ...

Rezension zu „Alle glückliche“ von Kira Mohn
Kira Mohn schreibt in klarem, gut lesbaren Ton über eine Familie, in der eigentlich alle glücklich sein sollten. Von außen betrachtet, handelt es sich um eine Bilderbuchfamilie. Er erfolgreicher Arzt, sie mit Job als medizinisch-technische Assistentin und sich kümmernde Mutter, eine hübsche Tochter und ein studierender Sohn.
Doch schnell wird klar: Wirklich glücklich sind hier längst nicht alle. Die Autorin zeichnet nach und nach das Bild einer Familie, die nach und nach zu zerfallen scheint. Nina, die Mutter, fühlt sich alleine gelassen und nicht wertgeschätzt, ihr Mann Alexander fühlt sich grundsätzlich missverstanden. Die Tochter Emilia hat Probleme mit ihrer ersten Liebe und der Sohn Ben ist einsam.
Mit viel Empathie zeigt Kira Mohn in jedem Kapitel die Sichtweise eines anderen Familienmitglieds. So werden nach und nach Charaktere fein gezeichnet und Dynamiken sichtbar. Die Geschichte ist authentisch. Jeder Leser könnte Teil einer solchen Familie sein.
Es wird deutlich: alle tragen ihr Päckchen und manchmal werden sie zu schwere Rucksäcken an denen die Figuren wachsen, leiden, sich verändern.
Ein tolles Buch!

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Guter Abschluss der Reihe

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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Rezension zu „Dann ruhest auch du“ von Sandra Aslund
Im dritten Band der Schwede-Krimi-Reihe von Sandra Aslund geht es nach Öland, der Heimat der Protagonistin Maya.
Sandra Aslund schreibt in einem sehr ...

Rezension zu „Dann ruhest auch du“ von Sandra Aslund
Im dritten Band der Schwede-Krimi-Reihe von Sandra Aslund geht es nach Öland, der Heimat der Protagonistin Maya.
Sandra Aslund schreibt in einem sehr flüssigen, schnell lesbaren Schreibstil. Die Beschreibungen sind ansprechend, sodass der Leser schnell ins herbstliche Schweden entführt wird.
Maya und ihr Ermittlungspartner Pär müssen der örtlichen Polizei in Kalmar unter die Arme greifen. Das Ermittlerduo tritt gewohnt spontan auf und wieder gilt, dass die beiden Gegensätze sich gut ausgleichen. Pär, der erfahrene, ruhige Ermittler passt gut zur temperamentvolleren Maya. Der Fall ist spannend, thematisch brisant und aktuell. Auch wenn eine grobe Richtung schnell deutlich wird, bleibt der Krimi insgesamt bis zum Schluss temporeich und spannend. Geschickt verwebt die Autorin verschiedene Figuren und Handlungsstränge – nicht zuletzt auch das Verschwinden einer Klassenkameradin von Maya und ihren Freundinnen.
Durch die Freundinnen und den Vorfall in ihrer Jugend ergibt sich ein schöner roter Faden durch alle Bände der Reihe, der in diesem dritten Band einen würdigen Abschluss findet.
Sowohl das Setting, als auch die Charaktere überzeugen. Schade, dass nach drei Bänden Schluss ist.
Die Reihe ist empfehlenswert für alle, die Krimis mögen, bei denen die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht und die Charaktere ebenfalls zur Geltung kommen.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

zwischen Freundschaft und Inszenierung

Bestie
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Rezension zu „Bestie“ von Joana June
Joana Junes Roman „Bestie“ ist gar nicht so leicht zu beschreiben. Der Roman besticht von Beginn an mit einer tollen Sprache. Joana June drückt sich klar und elegant ...

Rezension zu „Bestie“ von Joana June
Joana Junes Roman „Bestie“ ist gar nicht so leicht zu beschreiben. Der Roman besticht von Beginn an mit einer tollen Sprache. Joana June drückt sich klar und elegant aus.
Sie erzählt die Geschichte von Anouk und Delia/Lilly. Anouk ist Influencerin Immer auf der Suche nach dem perfekten Post und gedanklich bei der nächsten Inszenierung ihres Lebens scheint sie ihre tatsächlichen Wünsche immer mehr zu verlieren. Delia wird ihre neue Mitbewohnerin. Sie ist mit sich selbst und ihrem Leben so unzufrieden, dass sie sich als Lilly vorstellt. Ihr Wunsch: Mit einem neuen Namen auch ein neues Leben, ein perfektes Leben starten zu können. Beide geben also vor jemand zu sein, die sie eigentlich nicht sind. Immer wieder stoßen beide an ihre Grenzen, während sie versuchen ihre Fassade aufrecht zu erhalten und sich gleichzeitig selbst zu finden. Die Freundschaft der beiden wird dabei auch immer wieder thematisiert. Am Ende bleibt die Frage wie viel Ehrlichkeit bzw. Lüge eine Freundschaft verträgt. Clever gewählt ist der Titel. Die beiden Frauen bewegen sich zwischen Bestie und Besti-e. Das ist geschickt gemacht. Insgesamt ein guter Roman bei dem man die Figuren immer wieder schütteln würde, um sie auf einen anderen Weg zu bringen. Zum Ende hin wird es leicht lang, auch aufgrund der vielen Themen, die angeschnitten werden.

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