Bewegend
"Alle glücklich" ist das neuste Werke von Kira Mohn und deutlich anders, als ihre vorherigen (Liebes-)Romane. In dieser Geschichte geht es um eine nach außen hin scheinbar perfekte Familie: Nina ist Mutter ...
"Alle glücklich" ist das neuste Werke von Kira Mohn und deutlich anders, als ihre vorherigen (Liebes-)Romane. In dieser Geschichte geht es um eine nach außen hin scheinbar perfekte Familie: Nina ist Mutter und Ehefrau, MTA und hat noch einen Nebenjob. Sie hat den Druck, alle ihr zugeschriebenen Rollen zu erfüllen. Alexander ist Vater, Ehemann und vor allem Oberarzt. Er verwirklicht sich beruflich, doch irgendwie scheint das niemandem zu reichen. Die Kinder Emilia und Ben, die in ihrer Familie sich selbst finden möchten - mit allen Ecken und Kanten.
Das Buch wird aus den Perspektiven der Familienmitglieder erzählt und macht die Figuren dadurch sehr nahbar. Die Gedanken und Gefühle jeder Person zeigen den Lesern die inneren Konflikte, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Gemeinsam haben jedoch alle, dass sie unter dem Druck, die Erwartungen zu erfüllen, leiden.
Kira Mohn gelingt es, den Leser in die Köpfe der Familienmitglieder hineinblicken zu lassen. Ihre Worte sind bewegend und regen deutlich zum Nachdenken an. Schnell merkt man, dass der Buchtitel eigentlich als Frage formuliert sein müsste. Sind alle wirklich glücklich, nur weil sie ein scheinbar perfektes Leben führen?
Insgesamt gibt es von mir eine große Empfehlung für diesen Roman, den ich kaum aus der Hand legen konnte, weil mich die Sichtweisen der Figuren so gefesselt haben.