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Veröffentlicht am 16.02.2026

Paris, Fashion und Liebesdreieck - Fesselnde Idee mit Abzügen

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Nachdem das Buch bereits groß in der Social Media Bubble angekündigt wurde und sehr vielversprechend geklungen hatte, wurde es von mir schon voller Neugier erwartet.

Mit dem Einstieg habe ich mich leider ...

Nachdem das Buch bereits groß in der Social Media Bubble angekündigt wurde und sehr vielversprechend geklungen hatte, wurde es von mir schon voller Neugier erwartet.

Mit dem Einstieg habe ich mich leider zu Beginn etwas schwergetan und es dauerte, bis ich wirklich in die Geschichte eintauchen konnte.

Unsere Protagonistin Elodie muss zurück nach Paris reisen, in die Stadt, die sie vor Jahren nach dem Unfalltod ihrer Mutter verlassen hat. Doch ihr Großvater ruft die ganze Familie zusammen, um das Modehaus Bouttier vor dem Untergang zu bewahren.

Kurz vor ihrer Abreise kommt es jedoch zur plötzlichen Trennung zwischen Elodie und ihrem Freund. Dabei hatte ich leider den Eindruck, dass Elodie auf die Trennung – beziehungsweise auf deren Grund – irgendwie emotionslos reagierte bzw. fehlten mir hier einfach etwas mehr Emotionen, was es mir zunächst erschwerte, eine Verbindung zu ihr aufzubauen.

Kurz darauf trifft sie auf einen wirklich gut aussehenden jungen Mann und tröstet sich mit ihm. Natürlich folgt dann direkt das nächste Drama, denn es stellt sich bereits am nächsten Tag heraus, dass er der Erbe des Konkurrenzlabels ist.

Aber da gibt es nicht nur Adam, sondern auch noch ihren Cousin Gabriel, der ihr unter die Haut geht (und "nur" adoptiert ist, was an dieser Stelle unbedingt erwähnt werden sollte).

Wir haben hier also ein Liebesdreieck und die beiden Männer könnten dabei wohl gar nicht unterschiedlicher sein. Bedauerlicherweise muss ich allerdings bei den drei Protagonisten einen Punkt abziehen, da sie mir zu oberflächlich waren und ihnen die Vielschichtigkeit fehlte - super schade, denn ich glaube, dass alle drei Charaktere wirklich Potenzial gehabt hätten. Vor allem Gabriel konnte mich leider am wenigsten überzeugen, während Adam mir zwischenzeitlich "Chuck Bass"-Vibes gab, aber auf die gute Art und Weise. Wer bei diesem Love Triangel also mein Favorit war, ist also nicht schwer zu erraten.

Während ich mir bei den Protagonisten also mehr Tiefe gewünscht hätte, so war das Paris-Setting und die Modewelt toll beschrieben und hat mir wirklich gut gefallen! Es gab Dramen, Intrigen, Fashion und jede Menge Spice - letzteres habe ich an manchen Stellen eher überflogen, da es mir stellenweise zu viel war. Andererseits gehört genau dieser Anteil in aktuellen Liebesromanen einfach dazu. An dieser Stelle möchte ich auch noch den Schreibstil der Autorin lobend erwähnen, denn ich empfand ihn als leicht, flüssig und modern.

Ich werde trotz meiner Kritik auch den zweiten Teil auf jeden Fall lesen und hoffe hier, dass die Charaktere mehr Tiefe erhalten und sich weiterentwickeln - das wäre toll. Auch bin ich gespannt, welche Familiendramen uns noch erwarten. Die plötzliche Enthüllung am Ende kam für mich nämlich ehrlich gesagt ziemlich überraschend, doch irgendwie glaube ich, dass dies nicht das einzige Familiengeheimnis ist.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Spannender Auftakt einer interessanten Fantasywelt - Empfehlung für alle Drachenfans

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Auf dieses Buch bin ich aufgrund des Covers gestoßen, das mir einfach ins Auge gestochen ist und nicht nur wunderschön ist, sondern auch absolut stimmig zu der Geschichte ist. Doch viel wichtiger als die ...

Auf dieses Buch bin ich aufgrund des Covers gestoßen, das mir einfach ins Auge gestochen ist und nicht nur wunderschön ist, sondern auch absolut stimmig zu der Geschichte ist. Doch viel wichtiger als die Optik ist natürlich der Inhalt dieses Buches.

Die Romantasy handelt von Tamsyn, dem Prügelmädchen am Hof. Sie wächst gemeinsam mit den Prinzessinnen auf, doch für jedes Fehlverhalten der Königstöchter muss sie die Strafe stellvertretend erdulden. Wann immer eine der Prinzessinnen sich etwas zuschulden kommen lässt, ist es Tamsyn, die dafür büßt - als abschreckendes Beispiel, damit die Mädchen lernen, sich angemessen zu benehmen.

So sieht das Leben eines Prügelkindes aus. Als die Prinzessinnen schließlich das heiratsfähige Alter erreichen, rückt für Tamsyn eigentlich die lang ersehnte Freiheit in greifbare Nähe. Denn sobald alle verheiratet sind, darf das Prügelkind den Hof verlassen und in eine selbstbestimmte Zukunft starten, zumindest normalerweise. Tamsyn jedoch bleibt dieses Schicksal verwehrt: Sie wird gezwungen den Krieger Fell zu heiraten, der auch als das Biest bekannt ist.

Sagen wir so: Das war ein spannender Einstieg! Generell schreibt die Autorin sehr flüssig und absolut mitreißend. Bereits nach den ersten Seiten war meine Sympathie mit der Protagonistin groß und als sie erfuhr, dass sie zu der Hochzeit mit dem Biest gezwungen wird, war das (allein schon aufgrund des Klappentextes) natürlich keine wirkliche Überraschung, doch meine Entrüstung war dennoch enorm.

Doch damit nicht genug: Mit Fell, dem gefürchteten Biest, und Stig, Tamsyns bestem Freund, treten zwei weitere zentrale Figuren auf den Plan. Damit ist die Grundlage für eine Dreiecksbeziehung gelegt und die Autorin schafft es, dass man zwischenzeitlich gar nicht wusste, auf welcher Seite man eigentlich stand. Die drei Charaktere, aber auch die Nebencharaktere, sind toll ausgearbeitet und greifbar, sodass die Entwicklung der Beziehungen nicht erzwungen, sondern absolut authentisch waren und zum Mitfiebern einluden. Besonders toll fand ich hierbei, dass immer wieder die Erzählperspektive geändert wurde - das schafft einfach noch einmal auf eine andere Art und Weise Nähe zu den Charakteren.

Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und hätte ich nicht arbeiten und schlafen müssen, hätte ich dieses Buch wohl vermutlich gar nicht aus den Händen gelegt.

Da es sich um eine Romantasy handelt, gibt es natürlich auch einen Fantasyteil. Wir haben hier allerdings kein großes Worldbuilding, was ich aber überraschenderweise nicht wirklich störend fand, da es dennoch in sich stimmig war. Und auch zu unserer Protagonistin Tamsyn passte, die die Welt außerhalb des sicheren Königreiches nicht kannte.

Im Verlauf der Geschichte erfährt man, dass es vor vielen, vielen Jahren Drachen gab, die jedoch vollständig ausgelöscht wurden. Auch gegen die Hexen wurde Krieg geführt, denn alles, was mit Magie zu tun hatte, galt als Bedrohung.

Doch im Verlauf der Geschichte wird klar: Zum einen war die Magie nie weg, zum anderen ist Tamsyn viel mehr als nur ein Prügelmädchen.

Neben vorhersehbaren Momenten hielt die Geschichte auch einige unerwartete Twists bereit. Insgesamt hat mich die Handlung also definitiv in ihren Bann gezogen und der Cliffhanger am Ende ließ mich mit offenem Mund und unzähligen Fragezeichen zurück.

Es steht also außer Frage, dass ich auch den zweiten Teil definitiv lesen werde und ich freue mich schon sehr darauf, mehr von dieser Welt, den Drachen und der Magie zu erfahren.

Und trotz all meiner Euphorie und Begeisterung ziehe ich dennoch einen Punkt ab, da mir der Spice-Anteil leider deutlich zu hoch war und es die eigentliche Handlung nicht wirklich vorangebracht hat.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Alle (un)glücklich - bewegender Roman, der nachhallt

Alle glücklich
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Bei "Alle glücklich" von Kira Mohn werfen wir einen Blick hinter die Fassade einer Familie. Während der ganzen Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Mutter Nina, Vater Alexander sowie den Kindern ...

Bei "Alle glücklich" von Kira Mohn werfen wir einen Blick hinter die Fassade einer Familie. Während der ganzen Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Mutter Nina, Vater Alexander sowie den Kindern Emilia und Ben geschrieben und schnell wird klar, dass die Familienmitglieder Situationen ganz unterschiedlich wahrnehmen und sie gar nicht wissen, was in den anderen wirklich vor sich geht.

Jeder der vier hat seine ganz eigenen Probleme und während man als außenstehender Betrachter den Eindruck bekommen könnte, dass alle wirklich glücklich sind, so ist letztendlich das Gegenteil der Fall.

Es war mein erstes Buch von Kira Mohn und ich bin dementsprechend ganz unvoreingenommen in die Geschichte eingestiegen. Schnell war mir jedoch klar: Die Autorin kann schreiben! Ich bin super schnell in die Geschichte eingestiegen, der Schreibstil war lebendig und sehr angenehm zu lesen und letztendlich hatte mich das Buch so in seinen Bann gezogen, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Besonders gut haben mir die Perspektivwechsel gefallen, da man so immer wieder neue Sichtweisen auf die Situationen erhalten hat. Außerdem möchte ich an dieser Stelle ganz besonders lobend hervorheben, dass die Autorin wirklich ernste und schwere Themen mit viel Tiefe in dieser Geschichte eingearbeitet und dabei unfassbar viel Fingerspitzengefühl bewiesen hat. Es sind zum Teil wirklich keine leichten Themen, doch ihr Umgang damit war grandios!

Ich bin ehrlich, den Verlauf dieser Geschichte habe ich nicht erwartet und ich habe mehrfach schlucken müssen. Es ist ein Buch, dass mich zum einen sehr bewegt hat und zum anderen ist es ein Buch, das nachhallt. Ich für meinen Teil nehme einiges aus diesem Roman mit und werde mehr auf das Miteinander in der Familie aber auch bei Freunden achten. Denn ein "Mir geht es gut" kann auch das komplette Gegenteil bedeuten.

Das Buch hat mich wirklich überrascht und sich als Meisterwerk entpuppt. Absolute Empfehlung! Allerdings möchte ich anmerken, dass es eventuell nicht für jeden geeignet sein könnte, da es wie gesagt zum Teil wirklich schwere Themen enthält.

Veröffentlicht am 13.01.2026

Romance trifft Suspense - etwas fürs Herz mit Nervenkitzel

The Jewel Secrets (1). Um dieses Spiel zu gewinnen, musst du dich in deinen größten Feind verlieben
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Das Cover sieht super hübsch aus, der Klappentext klang vielversprechend - und dann strauchelte ich die ersten Seiten, bis ich endlich so richtig in die Geschichte hineingekommen bin.

Es hat also ein ...

Das Cover sieht super hübsch aus, der Klappentext klang vielversprechend - und dann strauchelte ich die ersten Seiten, bis ich endlich so richtig in die Geschichte hineingekommen bin.

Es hat also ein klitzekleines bisschen gedauert, bis ich wirklich in diesen Liebesroman eintauchen konnte, doch dann fesselte er mich so sehr, dass ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen wollte.

Darcy ist eine intelligente, starke junge Frau, die viel Gepäck emotional mit sich trägt und gleichzeitig gar kein Gepäck hat, als sie zu diesem mysteriösen Erbschaftsspiel aufbricht. Umgeben von den anderen Anwärtern, die reich und berühmt waren, sticht sie dort aus der Menge heraus und man muss einfach mit ihr sympathisieren.

Mit Dorian wurde ich anfangs nicht warm, da ich ihn einfach nicht einschätzen konnte. Kein Wunder, dass es Darcy da ähnlich ging. Im Verlauf der Geschichte schafft die Autorin es aber auf eine unfassbar gute Art eine Beziehung zwischen den beiden aufzubauen, die nahezu greifbar ist. Ich sage es, wie es ist: Ich würde mein Herz wohl auch an ihn verlieren.

Doch neben der Romance mangelt es dem Buch auch absolut nicht an Spannung und Aufregung. Ich wollte gemeinsam mit Darcy unbedingt die nächsten Hinweise finden und war wirklich gebannt von der Geschichte. Und obwohl es schon super spannend war, hätte es ruhig noch einen Tick mehr Nervenkitzel geben können.

Dafür holt die Autorin am Ende noch einmal alles raus und beendet diesen Teil mit einem absolut großartigen Cliffhanger, der gleichzeitig furchtbar gemein ist, denn: Ich will nun unbedingt weiterlesen und muss jetzt erst auf den nächsten Teil warten. Gemeinheit!

Fassen wir es zusammen: Große Empfehlung mit einem klitzekleinen Abzug, da ich mich zu Beginn etwas schwergetan habe mit dem Einstieg und weil es noch etwas spannender sein könnte.

Veröffentlicht am 11.01.2026

Schöne Winter-Romance mit Abzügen

One Date to Gold
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Winterkulisse, Fake Dating, Grumpy vs. Sunshine - jep, das klang vielversprechend und ich bin froh, dass ich aufgrund des Covers auf das Buch aufmerksam geworden bin, denn sonst wäre es wohl an mir vorbeigegangen. ...

Winterkulisse, Fake Dating, Grumpy vs. Sunshine - jep, das klang vielversprechend und ich bin froh, dass ich aufgrund des Covers auf das Buch aufmerksam geworden bin, denn sonst wäre es wohl an mir vorbeigegangen. Zwar entspricht das Cover nicht 100%ig meinem Geschmack, aber es hat meine Aufmerksamkeit gewonnen und darum geht es ja. Außerdem passt die Optik einfach perfekt zu der Story.

"One Date to Gold" ist ein tolles Buch für die aktuelle Winterzeit, denn das Winterfeeling wird dort perfekt vermittelt und ich konnte beim Lesen quasi den Schnee unter meinen Füßen knirschen hören. Doch leider brachte die Liebesgeschichte zwischen Amie und Hunter mein Herz nicht zum Schmelzen und es blieb bei "Eiszeit"...

Aber fangen wir von vorne an. Die Protagonisten Amie und Hunter fand ich beide sympathisch, aber gleichzeitig war es mir zu viel "Ballast", was beide jeweils mitbrachten. Ich glaube, ich hätte es besser gefunden, wenn es nur ein Trauma gegeben hätte, auf das mehr Fokus gesetzt worden wäre. Stattdessen wurden viele Themen angerissen, die aber zum Teil sehr oberflächlich geblieben sind. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass die Charaktere auch eher oberflächlich blieben und ehrlich gesagt hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Hunter hat zum Beispiel seine Gründe für seine distanzierte Art, doch als Amie kam, warf er quasi alles von heut auf morgen über Bord. Das war, meiner Meinung nach, leider nicht ganz so überzeugend - denn kann man Charakterzüge so plötzlich so stark ändern?

Auch hätte ich mir mehr "Fake Dating" gewünscht, denn die Beziehung der beiden Protagonisten entwickelt sich so schnell, dass es eigentlich eher wenig mit Fake Dating zu tun hatte.

Generell war die Story zwischendurch sehr unaufregend und zum Ende empfand ich es sogar bedauerlicherweise sehr langatmig, was super schade ist, denn der Anfang hat mir unfassbar gut gefallen.

Besonders gut fand ich auch, wie dargestellt wurde, unter was für einen Druck Hochleistungssportler stehen und was das für eine psychische Belastung das ist. Ganz besonders loben möchte ich auch, dass die teils unfaire und sexistische Behandlung von Frauen im Sport aufgegriffen wurde - ein absolut wichtiges Thema, das hier dank der Autorin Aufmerksamkeit bekommen hat.

Das Buch hatte viele schöne Momente, doch leider konnte es mich letztendlich nicht komplett überzeugen.