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Chiralu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Ein Cosy Crime zum Verlieben – Schottland, Geheimnisse und eine Bulldogge namens Cheddar

Mord & Breakfast
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Ich habe „Mord & Breakfast“ von Anne Gordon geradezu verschlungen. Genau so einen Cosy Crime liebe ich: gemütlich, spannend genug, um dranbleiben zu wollen, aber nicht so, dass man nachts das Licht anlassen ...

Ich habe „Mord & Breakfast“ von Anne Gordon geradezu verschlungen. Genau so einen Cosy Crime liebe ich: gemütlich, spannend genug, um dranbleiben zu wollen, aber nicht so, dass man nachts das Licht anlassen muss. Und genau das habe ich mit diesem Buch bekommen: einen Cosy Crime durch und durch.

Melody Moss mochte ich sofort. Sie ist witzig, schlau und irgendwie bodenständig, auch wenn ihr Leben gerade ziemlich aus den Fugen geraten ist. Ich fand es toll, wie sie sich Stück für Stück in den Fall einarbeitet – und nebenbei versucht, ihr neues Leben zu ordnen. Doch der heimliche Star des Buches ist ganz klar Cheddar, die Bulldogge, die einfach nur großartig artig ist - ich musste öfter schmunzeln! Aber auch die anderen Nebencharaktere tragen maßgeblich dazu bei, dass das Buch so "gemütlich" ist, denn sie haben alle viel Charme und sind wirklich liebevoll ausgearbeitet.

Die kleine Küstenstadt in Schottland ist ebenfalls total stimmig beschrieben. Man spürt die rauen Klippen und sieht die traumhafte Küstenkulisse bildlich vor dem geistigen Auge und es entsteht der Wunsch am liebsten vor Ort zu sein, während es sich beim Lesen gleichzeitig so angefühlt hat, als wäre man genau das. Generell mochte ich den leichten, humorvollen sowie bildlichen Schreibstil der Autorin super gerne, denn ich flog nur so durch die Geschichte.

Der Mordfall an sich ist nicht mega kompliziert, aber das muss er auch gar nicht sein. Trotzdem war es spannend den Fall zu lösen und die Geheimnisse aufzudecken.

Alles in allem ein richtig schöner Cosy Crime. Man kann sich wunderbar fallenlassen, miträtseln und zwischendurch einfach die Atmosphäre genießen. Ich bin gespannt, wie es mit Melody weitergeht, denn es soll ja der Auftakt einer Reihe sein.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Herzerwärmend, humorvoll und spannend

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Als ich dieses Buch zur Hand nahm, war ich sehr zwiegespalten und dachte mir: Entweder wird das Buch richtig gut oder super seltsam und furchtbar cringe. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt - also schnappte ...

Als ich dieses Buch zur Hand nahm, war ich sehr zwiegespalten und dachte mir: Entweder wird das Buch richtig gut oder super seltsam und furchtbar cringe. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt - also schnappte ich mir den Roman.

Und jetzt kann ich sagen: Es hat sich absolut gelohnt und ist definitiv eine Leseempfehlung!

Doch fangen wir von vorne an: Melody Bittersweet ist definitiv alles andere als normal. Wie alle Frauen in ihrer Familie kann sie Geister sehen – und genau daraus entsteht die Idee, gemeinsam mit ihrer besten Freundin die „Girls Ghostbusting Agency“ zu gründen und prompt tauchte auch direkt der erste Geist auf, der Melody bat, sich um seinen Sohn zu kümmern. So kam Melody also ungeplant zu ihrem Azubi Artie (auch liebevoll Little Art genannt).

Es ist eine super skurrile, aber gleichzeitig absolut herrliche, liebevolle und zauberhafte Gruppe, die von weiteren Nebencharakteren wunderbar vervollständigt wird.

Wenn ich das Buch mit drei Wörtern beschreiben würde, wären diese: Herzerwärmend, humorvoll und spannend. Und genau das hatte ich irgendwie nicht erwartet und bin dementsprechend mehr als positiv überrascht!

Obwohl wir hier Geister haben und im Laufe der Geschichte ein Mord aufzudecken ist, ist es keinster Weise gruselig und dennoch absolut fesselnd. Ich fühlte mich von der ganzen Geschichte von Anfang an bis zum Ende hin super unterhalten und flog nur so durch die Geschichte - an dieser Stelle auch ein "Chapeau!" an den Schreibstil.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Neuanfang auf dem eigenen Hof – mit all seinen Höhen und Tiefen

Gekommen, um zu bleiben
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Ich habe auf dieses Buch schon sehnsüchtig gewartet, was zum einen daran liegt, dass ich der Autorin bereits seit vielen Jahren gerne auf Social Media folge und zum anderen, dass ich die beiden vorherigen ...

Ich habe auf dieses Buch schon sehnsüchtig gewartet, was zum einen daran liegt, dass ich der Autorin bereits seit vielen Jahren gerne auf Social Media folge und zum anderen, dass ich die beiden vorherigen Bücher ebenfalls schon verschlungen habe.

Und was soll ich sagen? Auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Madeleine Becker schreibt über ihr echtes Leben - authentisch, realistisch und nahbar. Vom Umzug auf den Hof in der Steiermark, über die Renovierung des alten Hauses, bis hin zu den ganzen Tieren, dem täglichen Chaos und den kleinen Freuden des Alltags ist alles drin. Und das Beste daran ist, dass nichts kitschig aufgehübscht oder dramatisch aufbereitet wird, sondern wirklich echt wirkt.

Als Leserin spürt man richtig, wie viel Herzblut, Energie und Arbeit in diesem neuen Leben steckt. Die Rückschläge beim Renovieren, die kleinen Katastrophen mit den Tieren oder die Momente, in denen nichts so läuft wie geplant, erzählt Madeleine offen und ehrlich. Sie verschweigt die Anstrengungen nicht, aber sie zeigt auch, wie viel Freude und Glück dieser Hof ihr und Lukas gibt.

Die Fotos und Illustrationen im Buch machen das alles noch greifbarer. Die kleinen Extras, wie Listen mit Beobachtungen der Tiere oder die Playlist mit Songs, sind eine wunderbare Ergänzung und lassen einen das Leben auf dem Hof fast selbst erleben. Ich konnte beim Lesen richtig hören, wie die Vögel singen, die Sonne auf der Haut spüren und den Geruch von Erde und Heu riechen.

Besonders berührt hat mich das Kapitel über Kater Kurt. Ich habe die bereits bei Instagram mitbekommen, doch in einem Kapitel erzählt Madeleine, wie es zu seinem Tod kam, und ich hatte beim Lesen plötzlich Tränen in den Augen. Man merkt, wie sehr Madeleine ihre Tiere liebt, wie nah sie sie an sich heranlässt und wie tief der Schmerz über den Verlust geht. Dieser Abschnitt hat mich sehr bewegt und berührt.

Neben der Liebe zu den Tieren zeigt das Buch aber auch die Beziehung zwischen Madeleine und Lukas. Ich finde es toll, wie sie auch die Schwierigkeiten und Herausforderungen der Partnerschaft ehrlich beschreibt, wenn man gemeinsam ein so großes Projekt stemmt. Es gibt so viele Momente, in denen man merkt, dass Geduld, Rücksicht und gemeinsame Ziele unglaublich wichtig sind. Gleichzeitig ziehe ich meinen Hut davor dieses absolut private Thema anzureißen, da es wie gesagt einfach super persönlich gemacht. Und gleichzeitig rundet das Kapitel die Darstellung dieses neuen Lebens ab, da die Autorin nichts beschönigt.

Alles in allem ist „Gekommen, um zu bleiben“ für mich ein Buch übers mutig sein, für sich einzustehen und einen Neuanfang zu wagen. Das Buch hat, mal wieder, den Wunsch nach einem eigenen kleinen Bauernhof in mir geweckt und mir im nächsten Atemzug die rosarote Brille wieder abgesetzt. Denn so romantisch, wie man sich das in seiner Vorstellung ausmalt, ist es dann halt doch nicht.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine "falsche" Entscheidung - und dann? Berührender, humorvoller Roman zum Verschlingen

The Night We Met
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Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen. Die Geschichte hat mich sofort gepackt, aber es gibt auch einen Aspekt, mit dem ich nicht ganz zufrieden war. Doch fangen wir von vorne an.

Ich bin super schnell ...

Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen. Die Geschichte hat mich sofort gepackt, aber es gibt auch einen Aspekt, mit dem ich nicht ganz zufrieden war. Doch fangen wir von vorne an.

Ich bin super schnell und einfach in die Geschichte eingetaucht, was gewiss an dem lockeren, flüssigen Schreibstil der Autorin lag. Schnell war klar, dass Larissa es nicht leicht in ihrem Leben hat - statt Mitleid empfand man aber Sympathie und gleichzeitig Respekt davor, wie sie sich diesen ganzen Schwierigkeiten stellt. Das fand ich zu Beginn wirklich toll!

Auch Chris Persönlichkeit hat mich zu Beginn an sehr überzeugt und positiv für sich eingenommen. Ja, zwischenzeitlich war er für mich die absolute "Green Flag". Doch leider nahm seine Fürsorge für mich persönlich irgendwann zu viel Raum ein. Er kümmerte sich letztendlich um einfach alles und es wirkte zum einen schon nach Bevormundung für mich, zum anderen ließ es Larissa letztendlich blass und schwach wirken - was ich super schade finde, denn zu Beginn nahm ich sie als starken Charakter war. Unterstützen ja, sich für die andere Person aufopfern: nein.

Trotz dieses Kritikpunktes mochte ich das Buch wirklich sehr und ich fragte mich die ganze Zeit, wie die Freundschaft von Chris und Mike dieses "Love Triangle" überstehen könnte. Ich bin froh, dass die Autorin doch ein versöhnliches und schönes Ende gefunden hat, denn zwischenzeitlich hatte ich meine Zweifel, aber letztendlich beendete ich das Buch mit einem wirklich guten Gefühl.

Ganz besonders lobend möchte ich erwähnen, dass Abby Jimenez sehr schwere Themen wie Depression, Alkoholismus, schwierige Kindheit und Armut in dieses Buch integriert hat. Sie gab diesen Themen den nötigen Raum, behandelte sie mit der nötigen Ernsthaftigkeit, ohne den humorvollen und romantischen Ton des Buches zu verlieren.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Paris, Fashion und Liebesdreieck - Fesselnde Idee mit Abzügen

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Nachdem das Buch bereits groß in der Social Media Bubble angekündigt wurde und sehr vielversprechend geklungen hatte, wurde es von mir schon voller Neugier erwartet.

Mit dem Einstieg habe ich mich leider ...

Nachdem das Buch bereits groß in der Social Media Bubble angekündigt wurde und sehr vielversprechend geklungen hatte, wurde es von mir schon voller Neugier erwartet.

Mit dem Einstieg habe ich mich leider zu Beginn etwas schwergetan und es dauerte, bis ich wirklich in die Geschichte eintauchen konnte.

Unsere Protagonistin Elodie muss zurück nach Paris reisen, in die Stadt, die sie vor Jahren nach dem Unfalltod ihrer Mutter verlassen hat. Doch ihr Großvater ruft die ganze Familie zusammen, um das Modehaus Bouttier vor dem Untergang zu bewahren.

Kurz vor ihrer Abreise kommt es jedoch zur plötzlichen Trennung zwischen Elodie und ihrem Freund. Dabei hatte ich leider den Eindruck, dass Elodie auf die Trennung – beziehungsweise auf deren Grund – irgendwie emotionslos reagierte bzw. fehlten mir hier einfach etwas mehr Emotionen, was es mir zunächst erschwerte, eine Verbindung zu ihr aufzubauen.

Kurz darauf trifft sie auf einen wirklich gut aussehenden jungen Mann und tröstet sich mit ihm. Natürlich folgt dann direkt das nächste Drama, denn es stellt sich bereits am nächsten Tag heraus, dass er der Erbe des Konkurrenzlabels ist.

Aber da gibt es nicht nur Adam, sondern auch noch ihren Cousin Gabriel, der ihr unter die Haut geht (und "nur" adoptiert ist, was an dieser Stelle unbedingt erwähnt werden sollte).

Wir haben hier also ein Liebesdreieck und die beiden Männer könnten dabei wohl gar nicht unterschiedlicher sein. Bedauerlicherweise muss ich allerdings bei den drei Protagonisten einen Punkt abziehen, da sie mir zu oberflächlich waren und ihnen die Vielschichtigkeit fehlte - super schade, denn ich glaube, dass alle drei Charaktere wirklich Potenzial gehabt hätten. Vor allem Gabriel konnte mich leider am wenigsten überzeugen, während Adam mir zwischenzeitlich "Chuck Bass"-Vibes gab, aber auf die gute Art und Weise. Wer bei diesem Love Triangel also mein Favorit war, ist also nicht schwer zu erraten.

Während ich mir bei den Protagonisten also mehr Tiefe gewünscht hätte, so war das Paris-Setting und die Modewelt toll beschrieben und hat mir wirklich gut gefallen! Es gab Dramen, Intrigen, Fashion und jede Menge Spice - letzteres habe ich an manchen Stellen eher überflogen, da es mir stellenweise zu viel war. Andererseits gehört genau dieser Anteil in aktuellen Liebesromanen einfach dazu. An dieser Stelle möchte ich auch noch den Schreibstil der Autorin lobend erwähnen, denn ich empfand ihn als leicht, flüssig und modern.

Ich werde trotz meiner Kritik auch den zweiten Teil auf jeden Fall lesen und hoffe hier, dass die Charaktere mehr Tiefe erhalten und sich weiterentwickeln - das wäre toll. Auch bin ich gespannt, welche Familiendramen uns noch erwarten. Die plötzliche Enthüllung am Ende kam für mich nämlich ehrlich gesagt ziemlich überraschend, doch irgendwie glaube ich, dass dies nicht das einzige Familiengeheimnis ist.

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