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Veröffentlicht am 18.08.2026

Humorvolles Chaos

A Business Proposal 1
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A Business Proposal ist ein Manhwa aus den Federn von Haehwa und Perilla und mit Zeichnungen von NARAK. Ha-ri arbeitet fleißig als Angestellte einer großen Firma, als sie für ihre reiche beste Freundin ...

A Business Proposal ist ein Manhwa aus den Federn von Haehwa und Perilla und mit Zeichnungen von NARAK. Ha-ri arbeitet fleißig als Angestellte einer großen Firma, als sie für ihre reiche beste Freundin auf ein Blind Date gehen soll. Und das ausgerechnet mit ihrem neuen Chef Tae-mu. Aufgebrezelt und verkleidet fliegt Ha-ri zum Glück nicht auf, doch ihre Abschreckungsversuche gehen nach hinten los. Denn Tae-mu macht ihr prompt einen Heiratsantrag und lässt sich auch nicht mehr abwimmeln. Gefangen in dieser chaotischen und aussichtslosen Lage darf Ha-ri weder ihren Job noch ihre Gefühle riskieren.

Der Auftakt der (mindestens) fünf-teiligen Reihe beschreibt natürlich zunächst einmal die chaotische Ausgangssituation und führt die verschiedenen Personen ein. Dabei wird die Geschichte von Beginn an spannend und situativ humorvoll erzählt.
Durch den ansprechenden Zeichenstil konnte ich zudem schnell in die Geschichte hineinfinden. Die Figuren sind charakterstark gezeichnet und der Stil trägt die Emotionen und besonders auch den Humor der Geschichte sehr gut.

Die Figuren fand ich bisher eigentlich alle sympathisch, auch wenn ich nicht jedes Verhalten nachvollziehen kann. Über Tae-mus Beharrlichkeit bezüglich der Verlobung konnte ich beispielsweise hinwegsehen, weil es sich um eine fiktive Geschichte handelt, die chaotisch und unterhaltsam sein soll.
Ha-ri ist mir besonders ans Herz gewachsen und ich habe richtig mit ihr gelitten, je tiefer sie in diese unangenehme und verworrene Lage hineingezogen wurde. Sie meistert jede Situation wirklich hervorragend und ich bin wirklich neidisch auf ihren Mut, ihre schauspielerischen Fähigkeiten und ihre Nervenstärke.

Insgesamt hat mich der erste Band von A Business Proposal sehr gut unterhalten und ich freue mich, die Geschichte weiter zu lesen. Das Ende macht definitiv neugierig zu erfahren, wie sich die Situation entwickelt. Ein lockerer, unterhaltsamer Snack für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 02.08.2026

Cosy, märchenhafte und humorvolle Fantasy

Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen.
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Cursed for Good ist ein cosy Fantasy-Standalone von Amy Coombe und handelt von der Prinzessin Tandy, die verflucht im Buchladen eines abgelegenen Örtchens feststeckt. Während sie ihr neues Leben zu strukturieren ...

Cursed for Good ist ein cosy Fantasy-Standalone von Amy Coombe und handelt von der Prinzessin Tandy, die verflucht im Buchladen eines abgelegenen Örtchens feststeckt. Während sie ihr neues Leben zu strukturieren versucht und dabei Unterstützung von ihrer Aushilfe Sasha bekommt, taucht ein ebenfalls verfluchter Pirat auf, der Bücher und Spinnenweben aus ihrem Buchladen klaut. Tandys Eltern, die den Fluch um jeden Preis brechen wollen, schicken nacheinander jeden der sieben Kronprinzen in den Buchladen. Denn was könnte den Fluch einer Prinzessin lösen, wenn nicht der Kuss eines Prinzen? Doch es gibt nur einen, den auch Tandy wirklich küssen möchte.

Ich habe etwas gebraucht in die Geschichte hineinzufinden, war dann aber bis zum Ende gefesselt von der locker-leicht erzählten Handlung. Die Geschichte wirkt märchenhaft, an vielen Stellen absichtlich überzogen, sodass es zwar konstruiert, aber auf eine humorvolle Art und Weise unterhaltsam war.

Tandy als Protagonistin mochte ich sehr. Sie lebt nach den Pflichten und Erwartungen, die ihre Familie und ihre Herkunft mit sich bringen, ohne dabei jemals ihre eigenen Wünsche zu hinterfragen. Die Auszeit im Buchladen tut ihr im Gegensatz dazu sichtlich gut und ihre Entwicklung habe ich mit Freude verfolgt.
Mit Sasha gewinnt Tandy eine Freundin, die die Liebe zu Büchern mit ihr teilt und mit Ideenreichtum dem alten Buchladen neues Leben einhaucht. Sashas Aufblühen hat mich dabei sehr gefreut und berührt.
Und auch zu Bash, der als Pirat dazu verflucht wurde, in Angst vor Wasser zu leben, entwickelt sie eine ganz besondere Beziehung, geprägt von Neckereien und einer unerklärlichen Anziehung. Ich mochte ihre Dynamik, auch wenn sie zum Teil etwas zu künstlich hinausgezögert wirkte.

Das Ende war irgendwie unaufgeregt und doch kraftvoll mit einer wichtigen Botschaft und hat, wie ich finde, die Geschichte gut abgerundet. Ich habe Cursed for Good sehr gerne gelesen und kann das Buch wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 26.07.2026

Außergewöhnlich und spannend

I Am the Blade
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I Am The Blade ist der Auftakt der neuen Dark-Romantasy-Dilogie von Marie Graßhoff, mit dem sie sich mal wieder selber übertroffen hat. Ich meine, wie cool ist die Idee alleine schon? Eine Welt, die von ...

I Am The Blade ist der Auftakt der neuen Dark-Romantasy-Dilogie von Marie Graßhoff, mit dem sie sich mal wieder selber übertroffen hat. Ich meine, wie cool ist die Idee alleine schon? Eine Welt, die von Dunkelheit verschlungen zu werden droht. Eine elitäre, sektenähnliche Organisation, die dies aufzuhalten versucht und dabei auch Opfer in Kauf nimmt. Ein Magiesystem, in dem die Seelen Getöteter sich in Waffen in persönlichen Lagern verwandeln, die an jene in Videospielen erinnern. Eine brutale Mordserie, die aufgeklärt werden soll, sodass noch Krimi-Vibes aufkommen. Und ein Love Interest, der bereits im zweiten Kapitel stirbt.

Das Worldbuilding ist somit durchaus komplex und politisch, was ich sehr mag. Als Lesende werden wir aber schonend Stück für Stück herangeführt, sodass ich mich nie darin verloren gefühlt habe.
Und auch das Magiesystem fand ich so spannend und außergewöhnlich. Ich kann gar nicht beschreiben, warum genau, aber die Idee konnte mich einfach direkt begeistern.

Seren ist als Assassine eine Badass-Protagonistin, die dem Haus angehört. Ihr Leben hat sie bisher eher als Einzelgängerin gelebt, findet aber unerwartet Bindungen, die sie, wie ich finde, aufblühen lassen. Das fand ich richtig schön mitzuerleben.
Und Vale ist verschlossen mysteriös, etwas arrogant und als ihr Feind nicht gerade vertrauenswürdig. Trotzdem - oder gerade deswegen - habe ich ihre Interaktionen und Kämpfe geliebt. Der Hass, das Misstrauen und die zaghafte Annäherung haben mich bis zum Ende mitfiebern lassen.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und bildgewaltig. Die düstere, zum Teil brutale Atmosphäre wurde gut eingefangen und auch den actionreichen Passagen konnte ich gut folgen. Durch den gelungenen Spannungsaufbau ab der ersten Seite bin ich durch das Buch geflogen, wobei auch die eher kurzen Kapitel angenehm dazu beigetragen haben.

Graßhoff hat mit I Am The Blade mal wieder eine außergewöhnliche Idee großartig umgesetzt. Für mich ein Lesehighlight und eine eindeutige Empfehlung. Nicht zuletzt möchte ich noch das wunderschöne Design hervorheben, das die Autorin liebevoll selbst gestaltet hat. Also neben der tollen Geschichte definitiv auch ein dekoratives Element im Bücherregal. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 13.07.2026

Sommerliches Wohlfühlbuch

Im Sommer der Wildbienen
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Im Sommer der Wildbienen ist der Debütroman von Nina Mayen und für mich ein absolutes Wohlfühlbuch. Ich konnte mich mit der Protagonistin Flora so gut identifizieren. Wie sie die Welt wahrnimmt, welche ...

Im Sommer der Wildbienen ist der Debütroman von Nina Mayen und für mich ein absolutes Wohlfühlbuch. Ich konnte mich mit der Protagonistin Flora so gut identifizieren. Wie sie die Welt wahrnimmt, welche Sorgen und Ängste sie hat - ich habe mich einfach gesehen gefühlt.
Denn Flora ist Autistin und zieht spontan von der Großstadt in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter aufs Land. Dort entwickelt sie eine Faszination für Wildbienen, die sich zunächst in ihren Garten verirrt hatten. Und fängt an, sich langsam wohlzufühlen und runterzukommen.
Flora ist nicht nur eine sympathische Protagonistin, sondern konnte mich auch inspirieren, wie sie beispielsweise mit sich und ihren Bedürfnissen umgeht.. Dabei ist sie nicht perfekt, lernt aber, sich immer offener mitzuteilen und mutig zu sein.
Besonders im Umgang mit Eden ist diese Entwicklung deutlich mitzuerleben. Die beiden haben zwar immer mal wieder (Kommunikations-) Probleme, ich finde ihren Umgang miteinander aber richtig schön und wertschätzend.

Auch das Ende des Buches gibt eine positive Botschaft mit, die ich gerade gut gebrauchen konnte und die Geschichte einerseits abrundet, aber auch zum Weiterdenken anregt.
Die Wildbienen-Thematik fand ich richtig toll und wichtig, zum Ende hätte ich mir gerne noch mehr Information und Einwebung in die Geschichte gewünscht.
Für mich ist Im Sommer der Wildbienen ein Highlight und absolutes Wohlfühlbuch geworden, das ich wirklich jedem weiterempfehlen möchte.

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Veröffentlicht am 10.07.2026

Queerer Found Family Kriminalroman mit Längen

Lavender House
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Lavender House von Lev AC Rosen ist ein queerer Kriminalroman, der in den 50ern in den USA spielt. Das Lavender House ist ein Anwesen, das isoliert von der queerfeindlichen Gesellschaft ein Safer Space ...

Lavender House von Lev AC Rosen ist ein queerer Kriminalroman, der in den 50ern in den USA spielt. Das Lavender House ist ein Anwesen, das isoliert von der queerfeindlichen Gesellschaft ein Safer Space ist. Liebe kann dort frei gelebt werden, doch als die Matriarchin Irene Lamontaine auf mysteriöse Weise stirbt, wird diese Sicherheit und Freiheit erschüttert. Hinzugezogen wird der ehemalige Inspektor Evander Mills, der selber queer ist und dafür von seinem Job ausgeschlossen wurde, um den Tod aufzuklären.

Evander ist ein interessanter Protagonist, den ich gut greifen konnte. Die Diskriminierungserfahrung nach seinem versehentlichen Outing lässt ihn verzweifeln, aber er bekommt eine einzigartige Chance und findet einen Weg, mit seinem neuen Leben umzugehen.
Die Personen fand ich generell gut ausgearbeitet und abwechslungsreich. Die Gemeinschaft ist mir durchaus positiv aufgefallen. Eine Found Family, die mich in ihrem Konzept, ihrem Zusammenhalt und ihrer Akzeptanz durchaus berührt hat.
Die queerfeindlichen Erfahrungen der Personen hingegen haben mich getroffen. Das war und ist in Teilen bis heute noch die Lebensrealität queerer Menschen.

Für mich hatte das Buch, besonders die Ermittlungen, immer wieder Längen, sodass ich nicht ganz mitfiebern konnte. Die Auflösung kam im Kontrast dazu recht plötzlich, war für mich aber im Großen und Ganzen stimmig.
Ich persönlich hatte mir insgesamt etwas mehr erhofft, lese aber auch seltener Krimis und bin vielleicht nicht ganz die richtige Zielgruppe. Vom Genre überzeugen konnte mich das Buch leider nicht. Die Story um die Ermittlungen herum hat mir aber gut gefallen, weshalb ich das Buch mit 3,5 Sternen bewerte und grundsätzlich empfehlen kann.

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