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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2026

Ein einziger Fiebertraum

Image
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„Image“ von Svea Mausolf, erschienen im Gutkind Verlag, ist eine wilde Mischung aus Fiebertraum, Gesellschaftskritik & dem schonungslosen Blick in menschliche Abgründe. Dabei schafft es die Autorin (auch ...

„Image“ von Svea Mausolf, erschienen im Gutkind Verlag, ist eine wilde Mischung aus Fiebertraum, Gesellschaftskritik & dem schonungslosen Blick in menschliche Abgründe. Dabei schafft es die Autorin (auch bekannt für ihre Memes auf Instagram), durch ihre Sprache eine eindringliche Atmosphäre zu erzeugen. Bewusst überspitzt und satirisch, erzählt „Image“ die Geschichte verschiedener Menschen und verwebt sie spinnenähnlich miteinander. Bis ein Netz entsteht, in dem sich Ekel und Hass verfangen.

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn es immer mal Stellen gab bei denen ich kurz durchatmen musste. Die Autorin bedient sich an der ganzen Bandbreite menschlicher Charakterlosigkeit und entwickelt Figuren, die man nicht so schnell vergisst. Dabei spitzt sich die Lage immer weiter zu und endet mit einem Ereignis, welches ich nicht erwartet habe.
Was mir besonders gut gefallen hat war, dass es sich ein wenig so angefühlt hat als würde man das Geschehen „von oben“ betrachten. Nicht im „Ich bin frei von Fehlern und blicke auf die Menschen herab“ - Sinne sondern eher so als würde man Sims spielen und zuschauen wie so viel gleichzeitig passiert.
Ich würde „Image“ definitiv weiterempfehlen, denn es ist wahnsinnig gut geschrieben, bleibt mit der provokanten Art definitiv im Kopf und regt zum Nachdenken an. Beachtet bitte, dass es in dem Buch Darstellungen von Gewalt gibt und es so potenziell triggern könnte.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Die Schönheit Japans

JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai
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Das Buch "JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai" springt einem mit seinem wunderschönen Cover direkt ins Auge. Allein diese kunstvolle Gestaltung verdient schon großes Lob, denn hier ...

Das Buch "JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai" springt einem mit seinem wunderschönen Cover direkt ins Auge. Allein diese kunstvolle Gestaltung verdient schon großes Lob, denn hier stimmt einfach jedes kleinste Detail. Ein Cover, welches jedes Bücherregal optisch aufwertet und sich somit perfekt eignet um es dekorativ (z.B als Coffee Table Book) einzusetzen.

Die Erwartungen an den Inhalt waren dementsprechend sehr hoch. Doch auch hier überzeugt das Buch mit abwechslungsreichen Themen. So findet man viele wissenswerte Abschnitte über die Kultur Japans, verschiedene Bräuche oder Sehenswürdigkeiten, aber auch Rezepte, die dazu einladen sich kulinarisch auszuprobieren. Dabei ist dieses Buch nicht nur etwas für Japan-Fans sondern auch für Menschen, die sich gerne mit anderen Kulturen beschäftigen und ihren Horizont erweitern möchten.
Meine Reiselust ist nun geweckt und ich kann es kaum erwarten Japan selber zu bereisen. Ein Buch, welches sich zudem als Geschenk eignet, da es sowohl optisch als auch inhaltlich überzeugen konnte. Eine große Empfehlung meinerseits!

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Leider eine Enttäuschung

Das Jahr der Schmetterlinge
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Als ich das Cover zu „Das Jahr der Schmetterlinge“ das erste Mal sah, hatte ich richtig hohe Erwartungen an das Buch. Die Grundidee hat mir auch grundsätzlich gut gefallen, genauso die schönen Illustrationen ...

Als ich das Cover zu „Das Jahr der Schmetterlinge“ das erste Mal sah, hatte ich richtig hohe Erwartungen an das Buch. Die Grundidee hat mir auch grundsätzlich gut gefallen, genauso die schönen Illustrationen im Buch. Im Laufe des Buch schweift die Autorin jedoch immer weiter vom Kernthema ab und steigert sich dadurch in seltsame Theorien rein. Ich fand einige Abschnitte wirklich unangenehm zu lesen und verstehe auch nicht wie man Leuten wie Freud heute noch so viel Aufmerksamkeit schenken kann, wenn viele Theorien doch absolut überholt sind. Viele problematische Ansichten werden hier romantisiert oder nicht richtig eingeordnet. Dadurch hab ich das Buch insgesamt leider überhaupt nicht gefühlt und wurde Seite für Seite immer mehr abgeschreckt. Ich hätte mir mehr Fokus auf das ursprüngliche Thema gewünscht und weniger Abschweifungen in skurrile Thesen. Leider eine absolute Enttäuschung.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Urlaubsroman but make it whimsical ✨

Träume aus Salz
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„Träume aus Salz“ von Anika Landsteiner ist ein Buch, dass mich direkt mit seinem wunderschönen Cover gecatcht hat. Erschienen ist es im S. Fischer Verlag und erzählt die sommerliche Geschichte einer Frau, ...

„Träume aus Salz“ von Anika Landsteiner ist ein Buch, dass mich direkt mit seinem wunderschönen Cover gecatcht hat. Erschienen ist es im S. Fischer Verlag und erzählt die sommerliche Geschichte einer Frau, die den ersten Urlaub mit ihrem neuen Partner verbringt.
Inmitten der griechischen Idylle genießen Flo und Matty ihre gemeinsame Zeit als Paar. Leckeres Essen, das Rauschen des Meeres, während man frisch verliebt ist: So lässt es sich leben. Bis plötzlich Sofia auftaucht, eine Hellseherin mit magischen Kräften, die Flos Welt ins Schwanken bringt und alte Geheimnisse hervorholt.
Ich lieeebe Bücher, in denen griechische Mythologie und Esoterik eine Rolle spielen. Gepaart mit dem sommerlichen Flair, war dieses Buch das (für mich) perfekte Buch für warme Tage an denen man sich nach einem Urlaubsort sehnt. Die Stimmung ist durchgehend sehr geheimnisvoll und magisch, wodurch das Buch eine ganz besondere Atmosphäre ausmacht. Auch inhaltlich konnte mich das Buch absolut überzeugen, gerade die vielen Abschnitte in denen Hellsehen oder andere Praktiken eine Rolle gespielt haben. Ich mochte außerdem Sofia so so so gern und hätte mich am liebsten mit ihr am Strand verabredet um sie mit ganz vielen Fragen rund um Esoterik zu löchern.
Ich erwähne in meinen Rezis eigentlich nie das Cover, aber hier muss ich mal eine Ausnahme machen, denn WIE SCHÖN ist es bitte? Gerade bei Büchern, bei denen das Cover so ansprechend ist, besteht immer die Gefahr, dass man aufgrund zu hoher Erwartungen enttäuscht wird. Das war hier absolut nicht der Fall, ganz im Gegenteil. Von meiner Seite aus gibt es definitiv eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Ein nostalgischer Sommer

Little Hollywood
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Im Roman „little hollywood“ von Inga Hanka, erschienen im Ecco Verlag, geht es ums Erwachsenwerden, einer intensiven Sommerliebe & der ikonischen Videothek der Stadt.

Es ist Leonies erster Sommer nach ...

Im Roman „little hollywood“ von Inga Hanka, erschienen im Ecco Verlag, geht es ums Erwachsenwerden, einer intensiven Sommerliebe & der ikonischen Videothek der Stadt.

Es ist Leonies erster Sommer nach ihrem Schulabschluss und somit der letzte Sommer, bevor ein neues Kapitel anfängt. Während sie unter einer schwierigen Familiensituation leidet, versucht sie gleichzeitig herauszufinden wie es nun mit ihrem Leben weitergehen soll. Welchen Weg soll sie einschlagen? Antworten und Trost findet Leonie in Filmen, die sie sich in der Videothek um die Ecke ausleiht, dem „little hollywood“. Bis sie plötzlich nicht nur in den Filmen Trost findet, sondern auch in einem anderen Menschen. Es beginnt ein Sommer voller Pizza Dates, Abenteuer, aber auch tiefgründiger Momente. Und immer mit dabei die eine Frage: Wo gehöre ich hin?

Diese Coming-of-Age Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Besonders mochte ich das nostalgische 90s-Setting, dass sich vertraut angefühlt hat. Das „little hollywood“, also die Videothek, hab ich richtig in mein Herz geschlossen und konnte Leonies Begeisterung für Filme sehr gut nachvollziehen. Von der Atmosphäre her und auch inhaltlich hat mich das Buch sogar etwas an „22 Bahnen“ erinnert, welches ich ebenfalls sehr mochte. Inga Hankas Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da ich durchgehend das Gefühl hatte ein Teil der Geschichte zu sein. Die vielen Momente zwischen Jo & Leonie mochte ich ebenfalls. Ihre Bindung hat sich von Anfang an sehr authentisch angefühlt und war dadurch etwas ganz Besonderes. Hier und da hätte ich mir vielleicht etwas mehr Kommunikation zwischen den Beiden gewünscht, da ich manchmal das Gefühl hatte Dinge blieben ungesagt, die eigentlich ausgesprochen gehören.
„little hollywood“ gehört definitiv zu den besten Coming of Age-Romanen, die ich je gelesen habe und daher gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

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