Cover-Bild Little Hollywood
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ecco Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Heranwachsen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 24.03.2026
  • ISBN: 9783753001296
Inga Hanka

Little Hollywood

Roman | Ein Sommer voller Freiheit zwischen Angst, Mut und Neubeginn | Über die ungewisse Zeit vor dem Erwachsenwerden | Für Fans von Caroline Wahl und Benedict Wells

Ein Sommer voller Freiheit zwischen Angst, Mut und Neubeginn

Das echte Leben ist eine herbe Enttäuschung. Leonie, genannt Leo, will sich nach der Schule kopfüber in die Freiheit stürzen und landet stattdessen auf dem Boden der Realität. Streit mit der Mutter, Strafanzeige gegen den Vater und Ferientage mit dem kleinen Bruder, statt ein Sommer mit Olli, der sie erst geküsst und dann sitzengelassen hat. Zum Glück gibt es »Little Hollywood«, die Videothek an der Ecke, deren einziger Nachteil Jo heißt, »Schnaps und Unfug« auf den Arm tätowiert hat und Leo jedes Mal zwingt, »Wahrheit oder Pflicht« zu spielen, obwohl sie sich doch nur in einen Film flüchten will.

Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, sich ins Leben zu werfen und der Angst vor dem Absturz, beginnt für Leo ein unvergesslicher Sommer, in dem sie lernt, was es bedeutet, mutig zu sein.

Eine Hommage an die späten 90er: Inga Hanka erzählt mit viel Charme in die Wochen des Lebens hinein, in denen gefühlt alles und nichts gleichzeitig passiert – die Wochen des letzten Sommers vor dem endgültigen Erwachsenwerden

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2026

Don´t you forget about me

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Es gibt diese Romane, die ein Prickeln auslösen: Im Bauch wie von Brause und im Kopf wie von Erwachsenwerden. Coming-of-Age lese ich jedes Jahr wieder gerne, und manchmal ist es mehr als nur ein Roman, ...

Es gibt diese Romane, die ein Prickeln auslösen: Im Bauch wie von Brause und im Kopf wie von Erwachsenwerden. Coming-of-Age lese ich jedes Jahr wieder gerne, und manchmal ist es mehr als nur ein Roman, sondern ein Gefühl, in das man sich fallen lassen kann.

So erging es mir mit der Geschichte von Leo, die nach dem Abitur im freien Raum zwischen Elternhaus und Zukunft schwebt. Dass ersteres belastet ist, erfahren wir sehr früh, und damit wird auch zweiteres für Leo fraglich. Doch zunächst sind da für sie die Freundinnen, unglückliches Verknalltsein, der See und das Rätsel um den schweigsamen Jo. Der arbeitet in der Videothek, ihrem liebsten Aufenthaltsort, und quält sie mit kleinen Spielereien.

Jedes Jahr zum Sommer erscheint einer dieser Coming-of-Age-Romane und jedes Jahr stelle ich auf den Prüfstand, was sie mit mir machen. Ehrlicherweise muss man sagen, dass der Grundplot an sich alles andere als neu ist. Vieles habe ich hier gelesen, was man ganz ähnlich aus anderen Geschichten dieses Genres kennt. Was also gibt „Little Hollywood“ die Daseinsberechtigung und verleiht ihm Einzigartigkeit?

Es ist das Gefühl, das die Geschichte auslöst. Besonders stark fand ich das Kapitel rund um den Breakfast Club. An sich schon clever, ein bei einer ganzen Generation vorhandenes kollektives Filmgefühl abzurufen und anzuzapfen. Dann aber fängt der Roman dieses auf, verbindet es mit seinen Protas und schleudert es den Lesenden mit einer solchen Wucht entgegen, dass wir uns ergeben und hingeben. Ja, an genau diesem Punkt hatte mich die Autorin, und danach schwamm ich auf der Geschichte wie auf einer Welle.

Was für mich allerdings noch eine Besonderheit des Buches ausmachte, war die Tatsache, dass die Mutter nicht das zu erwartende Unverständnis in mir auslöste. Sie hat fiese Struggles zu kämpfen, während ihre Tochter 22 Bahnen im See schwimmt und der kleine Bruder eigentlich Betreuung bräuchte und sich in Ängsten wiegt, dass die große Schwester zum Studieren weggehen könnte (auch hier Bekanntes). Zu meiner eigenen Überraschung steckten in der Figur der Mutter jedoch einige Überlegungen und Ansätze, die ich vollkommen fühlen konnte. Ich steckte beim Lesen dadurch in beiden Charakteren drin, was ich gleichermaßen spannend und bereichernd fand.

Mich hat der Roman bestens unterhalten und mir den Bauch voller Sommergefühl gefüllt, daher empfehle ich ihn gerne weiter.

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Veröffentlicht am 20.06.2026

Der Sommer ihres Lebens

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»Ich halte mich an Filmen fest wie andere an Religionen, mit einer Art irrsinnigem Glauben daran, dass am Ende alles gut wird, wenigstens Sinn ergeben wird. Was es in meinem Leben allerdings bisher noch ...

»Ich halte mich an Filmen fest wie andere an Religionen, mit einer Art irrsinnigem Glauben daran, dass am Ende alles gut wird, wenigstens Sinn ergeben wird. Was es in meinem Leben allerdings bisher noch nie getan hat.« (Seite 18)

Leo bringt die Abiturprüfungen hinter sich und stürzt sich in den letzten Sommer des Jahrtausends, es ist das Jahr 1999, die Sonne scheint und sie muss sich entscheiden, wie es weitergeht. Der einzige Lichtblick ist die Videothek »Little Hollywood«, in der Leo Stammgast ist, wenn da nicht Jo wäre, der sie immer zwingt, Wahrheit oder Pflicht zu spielen, bevor sie einen Film ausleihen kann.

»Vielleicht kann das Leben nicht anders, als in seine gewohnten Bahnen zurückzukehren, und vielleicht sollte ich einfach aufhören, mich dagegen zu wehren.« (Seite 296)

Der letzte Sommer, bevor es ernst wird, die letzte Freizeit, bevor man erwachsen wird. Inga Hanka hat es mit dem vorliegenden Buch geschafft, das Gefühl der 1990er Jahre in mir wieder aufleben zu lassen. Die Musik, das Feeling der damaligen Zeit, die Sonne auf der Haut und das Prickeln der großen Liebe inklusive dem zerstörerischen Liebeskummer und noch mehr vermittelt die Geschichte von Leo, die einfach nur glücklich sein will. Es ist, als wäre ich dabei gewesen, als hätte ich mit Leo ein paar ihrer schönsten und schlimmsten Monate in deren Leben verbracht. Es war eine geile Zeit und ich vermisse es jetzt schon, dieses Gefühl einer unbeschwerten Zeit. Danke!

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Atmosphärischer Coming of Age Roman mit Summer Vibes

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Little Hollywood erzählt die Geschichte von Leonie, die gerade ihre Abiturprüfungen schreibt. Zwischen einem toxischen Familienumfeld, Freundschaften, einem Ferienjob und der ersten großen Liebe dürfen ...

Little Hollywood erzählt die Geschichte von Leonie, die gerade ihre Abiturprüfungen schreibt. Zwischen einem toxischen Familienumfeld, Freundschaften, einem Ferienjob und der ersten großen Liebe dürfen wir Leonie einen Sommer lang, zwischen Mai und September, in den 90er Jahren begleiten.

Mir persönlich hat das Buch super gut gefallen. Leonie ist eine authentische und nahbare Protagonistin, die mit den typischen Herausforderungen des Erwachsen werdens zu kämpfen hat. Die Schule fällt ihr leicht, aber das wenig förderliche Familienumfeld, zerbrechende Freundschaften und die Frage nach der Zukunft verlangen ihr einiges ab. Durch die Ich- Perspektive können wir tief in Leonies Gedanken und Gefühle eintauchen. Da ich selbst zwei Töchter im passenden Alter habe, konnte ich vieles sehr gut nachvollziehen. Neben Leonie finde ich auch die anderen Charaktere sehr interessant und vielschichtig. Der Schreibstil der Autorin ist schön eindringlich sowie atmosphärisch und hat mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte hat die perfekte Mischung zwischen feinfühliger Darstellung von Selbstfindung, erster Liebe und den Problemen einer Heranwachsenden. Auch die Leichtigkeit des Sommers am See oder in der Videothek ist spürbar, wobei die Geschichte trotzdem tiefgehend und einfühlsam erzählt wird. Da meine Jugend auch in den 90ern war, fand ich die Atmosphäre mit den 90s Vibes ganz toll. Ob die Filme aus der Videothek, die Musik oder der Lebensstil, man fühlt sich wieder in die 90er Jahre zurückversetzt. Ich spreche für den Roman eine klare Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Zeitlos

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Namensgebend für das Buch “Little Hollywood” ist eine Videothek in einer Kleinstadt. Diese Videothek, Filme und ein bestimmter Mitarbeiter der Videothek sind der Rettungsanker für Leonie, die sich gerade ...

Namensgebend für das Buch “Little Hollywood” ist eine Videothek in einer Kleinstadt. Diese Videothek, Filme und ein bestimmter Mitarbeiter der Videothek sind der Rettungsanker für Leonie, die sich gerade im Sommer nach dem Abitur mit dem Loslassen der Vergangenheit und dem Einlassen auf die Zukunft beschäftigt. Diese Stimmungslage hat das Buch sehr gut getroffen. Insgesamt scheint die Stimmung, die Atmosphäre, eine viel größere Rolle in diesem Buch zu spielen als die tatsächliche Handlung, was tatsächlich sehr gut gelungen ist und nicht langweilig rüberkommt. Die wenigen Charaktere sind gut getroffen und wirken real. Auch wenn die Geschichte schon ein paar Jahre zurückliegt (Stichwort Videothek, wir befinden uns in den späten 90ern), wirkt das gesamte Buch sehr zeitlos. Natürlich gibt es ein paar Situationen, die heute so nicht mehr vorkommen würden, aber es wirkt insgesamt sehr nahbar und übertragbar, was mir sehr gut gefällt. Ein perfektes Buch für eine kleine Auszeit an lauen Sommerabenden.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Nostalgisch

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Leonie ist gerade fertig mit den Abiturprüfungen. Sie steht vor einem einschneidenden Wendepunkt in ihrem Leben und noch ist alles offen. Den Sommer verbringt sie in ihrer Heimatstadt, gefangen in Zukunftsängsten ...

Leonie ist gerade fertig mit den Abiturprüfungen. Sie steht vor einem einschneidenden Wendepunkt in ihrem Leben und noch ist alles offen. Den Sommer verbringt sie in ihrer Heimatstadt, gefangen in Zukunftsängsten und familiären Spannungen. Ihr Vater lebt nicht mehr bei der Familie. Er ist gewalttätig und keine Unterstützung. Nun lebt sie mit ihrem Bruder und ihrer Mutter zusammen, mit geringen finanziellen Mitteln und einer dauerhaft angespannten Mutter. Leos Zufluchtsort ist die Videothek „Little Hollywood“. Dort leiht sie sich Filme aus, bei denen sie abschalten kann und lernt Jo besser kennen. Er arbeitet dort und hat es mit seiner Familie auch nicht so leicht.

Ein melancholischer und warmherziger Coming-of-Age Roman über eine Zeit im Leben, die geprägt ist von diversen unterschiedlichen Gefühlen. Eigentlich sollte Leo die Freiheit spüren, die Aufbruchstimmung genießen, doch leider ist es nicht ganz so einfach. Die unausgesprochenen Konflikte zuhause werden für Leo zunehmend unerträglich. Eigentlich will sie nur noch weg. Doch dann ist da auch noch Jo. Was ist das zwischen den beiden? Der Schreibstil ist ruhig, atmosphärisch und sehr gefühlvoll. Einmal angefangen, wollte ich gar nicht mehr aufhören. Trotzdem habe ich mir für dieses Buch bewusst viel Zeit genommen, denn das hat es definitiv verdient. Hier wollte ich nichts überlesen und so habe ich jede einzelne Seite genießen können. Großartig gelungen ist die Atmosphäre. Zwischen flirrender Sommerhitze, dem Klacken der VHS-Hüllen und Ernüchterung des eigenen Lebens, ist Leo hin- und hergerissen. Inga Hanka lässt uns tief in Leos Gefühlswelt blicken. Ihre Unsicherheit ist so präsent. Nostalgisch wird man als Leser, zwischen all den 90er Jahre Songs, der Videothek und diverser Filmzitate. Da kamen doch sehr viele Erinnerungen und Ohrwürmer wieder hoch.

Ein sensibler, nostalgischer und sehr stimmungsvoller Roman übers Erwachsenwerden und die Angst seinen Platz im Leben nicht zu finden. Eine ganz große Empfehlung und auf jeden Fall ein Anwärter auf meine Jahreshighlights.

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