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Veröffentlicht am 17.05.2026

Wunderbare Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt

Die Taylors
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Im Buch "Die Taylors" geht es um vier junge Swifties, die alle Taylor heißen und nach Taylor Swift benannt wurden. Sie kommen alle zusammen in die 5. Klasse einer Middle School in Indianapolis und sind ...

Im Buch "Die Taylors" geht es um vier junge Swifties, die alle Taylor heißen und nach Taylor Swift benannt wurden. Sie kommen alle zusammen in die 5. Klasse einer Middle School in Indianapolis und sind schon bald unzertrennlich. Sie fiebern gemeinsam darauf hin, dass Taylor Swift während ihrer Eras Tour nach Indianapolis kommt. Wird es ihnen gelingen, Tickets zu ergattern, um zusammen zur Eras Tour zu gehen? Wir dürfen gespannt sein.

Meiner Tochter und mir hat das Buch sehr gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist schön flüssig und bildhaft. Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut. Man fiebert richtig mit, ob es den vier Taylors gelingt, an Tickets für die Eras Tour Konzerte zu kommen und sie damit ihren größten Traum, Taylor in Indianapolis live zu sehen, verwirklichen können.

Durch viele gemeinsame Aktivitäten der Freundinnen wie Friendship Bracelets basteln und verkaufen, zusammen Taylors Songs singen, Übernachtungspartys etc. kommt ein richtiges Eras Tour Vorfreude Feeling auf. In dem Buch werden auch viele wichtige Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Mobbing und der Umgang mit Streit angesprochen. Die vier Mädels sind charakterlich alle sehr unterschiedlich und motivieren sich gegenseitig, mutig, selbstbewusst und einfach sich selbst zu sein.

Sehr gut gefallen hat uns auch die liebevolle Gestaltung des Buchs und dass die Kapitelüberschriften Songtitel von Taylors Alben sind, die zusammen eine Playlist ergeben.

Ein tolles Buch über Freundschaft und einen gemeinsamen Traum für alle Swifties ab 9 Jahren oder solche die es werden wollen.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Eine sehr berührende und atmosphärische Geschichte

Unter Wasser
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Das Buch "Unter Wasser" von Tara Menon erzählt die Geschichte von Marissa, die nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater in Thailand lebt und aufwächst. Ihr Vater führt dort die Forschungen ihrer Mutter ...

Das Buch "Unter Wasser" von Tara Menon erzählt die Geschichte von Marissa, die nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater in Thailand lebt und aufwächst. Ihr Vater führt dort die Forschungen ihrer Mutter zu Mantarochen und der Unterwasserwelt Thailands fort. In Thailand findet sie in Arielle eine beste Freundin. Die beiden sind unzertrennlich, bis der Tsunami im Dezember 2004 ihr Leben für immer verändert.

Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Schreibweise der Autorin ist sehr bildhaft und eindringlich. Da ich das Meer sehr liebe, hat mich das Buch mit seinen atmosphärischen Schilderungen der Natur und des Meeres von Beginn an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte wird abwechselnd auf zwei Zeitebenen aus Marissas Sicht erzählt. Einmal im Dezember 2004, zur Zeit des Tsunamis in Thailand und noch im Oktober 2012, als sich in New York City, wo Marissa nun lebt, ein Taifun zusammenbraut. Wir können durch ihre Sichtweise tief in ihre Erlebnisse sowie ihre Gedanken und Gefühle während der beiden Naturkatastrophen eintauchen. Wir erleben hautnah mit, was diese Katastrophen mit Marissa machen und welche körperlichen und seelischen Spuren sie hinterlassen.

Mich hat der Roman sehr berührt, da wir nicht nur mit der Schönheit des Meeres und der Unterwasserwelt, sondern auch mit der Tragik der Ereignisse, sowie auch der Narben, Trauer und der Traumata, die sie bei den Menschen hinterlassen, konfrontiert werden. Ein Buch, das von Beginn bis zum Ende spannend, emotional und atmosphärisch ist und mich sehr bewegt hat. Ich persönlich finde es mit knapp 200 Seiten etwas zu kurz und hätte mir die Erzählung noch umfangreicher und tiefgehender gewünscht, da manche Szenen nur angerissen werden. Was mir persönlich nicht so gefallen hat, waren die vielen Fakten über Hurrikans, die Unterwasserwelt, etc., die mich öfter aus der atmosphärischen Erzählung rausgerissen haben. Insgesamt aber ein wunderbares Buch für alle Leser, die atmosphärisch dichte Romane sowie das Meer und die Unterwasserwelt lieben.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Authentischer und cooler Coming of Age Roman

I am cringe, but I am free
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Mit "I am cringe, but I am free" ist der Autorin Verena Bogner ein wunderbarer Roman über das Erwachsen werden, die Probleme und Tücken, die damit einhergehen und Beziehungen der Gen Z gelungen. Mit einem ...

Mit "I am cringe, but I am free" ist der Autorin Verena Bogner ein wunderbarer Roman über das Erwachsen werden, die Probleme und Tücken, die damit einhergehen und Beziehungen der Gen Z gelungen. Mit einem frischen, lebendigen Schreibstil tauchen wir ein in die Welt der Ich- Erzählerin, die uns in vier Teilen über Jahre hinweg mitnimmt auf eine Reise vom Teenager zum Erwachsenen Ende 20. Auf dieser Reise begegnen ihr neben familiären Problemen, tollen Freundschaften, Fail Dates, dem ersten (nervtötenden) Boyfriend, Studium und dem ersten Job auch jede Mege Herausforderungen: bodyshaming, Ghosting beim Dating, Mobbing, Selbstzweifel und kleine Racheaktionen.

Auf diesem Weg findet die Protagonistin zu sich selbst und merkt, dass die Meinung anderer nicht der allgemeingültige Maßstab ist und dass man sich selbst sein darf und muss, um glücklich zu sein.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist frisch, spritzig, oftmals witzig und lebensnah und trifft mit seiner Authentizität den Nerv und Slang der Gen Z. Es enthält starke Botschaften und zweigt den Wert toller Mütter sowie wunderbarer Freundschaften. Einzig der übertriebene Alkoholkonsum zu jeder Tages- und Nachtzeit fand ich sehr bedenklich, da es so dargestellt wird, als ob man nur mit Alkohol cool und frei sein kann und das Leben feiern kann. Reality check: kann man auch ohne, wie mir meine beiden Töchter aus der Gen Z, die keinen Alkohol trinken aber trotzdem auf Partys gehen und feiern, jeden Tag beweisen. Insgesamt aber ein toller Coming of Age Roman über die Gen Z, den ich jungen Menschen empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Sehr interessantes Buch über Bakterien

Bakterien – die heimlichen Helden
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Im Buch "Bakterien - Die heimlichen Helden" nimmt uns der Autor Peter Wohlleben mit auf eine Reise in die Welt der Bakterien. Wir erfahren viel über ihre Entstehung, Evolution, wo sich Bakterien überall ...

Im Buch "Bakterien - Die heimlichen Helden" nimmt uns der Autor Peter Wohlleben mit auf eine Reise in die Welt der Bakterien. Wir erfahren viel über ihre Entstehung, Evolution, wo sich Bakterien überall aufhalten und was sie alles können. Es ist sehr spannend zu erfahren, wie Bakterien unseren Alltag bestimmen und wie wir sie in der Zukunft gezielter zur Rettung der Umwelt und der menschlichen Zivilisation einsetzen können.

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Es bietet einen guten und spannenden Überblick über die oben genannten Themen und tolle Einblicke in die Welt der Bakterien. Für ein Sachbuch ist es locker geschrieben und auch als Nicht - Wissenschaftler gut verständlich. Die Gliederung ist toll, das Buch ist fundiert recherchiert mit vielen Quellenangaben am Buchende. Das Wissen baut aufeinander auf und das Buch ist inhaltlich sehr spannend. Ich habe viel über Bakterien und ihr Dasein gelernt. Faszinierend fand ich insbesondere die Strategien der Bakterien zur Fortbewegung, Vermehrung und Anpassung an die sich stetig verändernden Einflüsse, die auf sie wirken. Ich empfehle dieses Sachbuch allen wissenschaftlich und biologisch interessierten Menschen, die sich für fundierte und tiefgehende Einblicke in die Welt der Bakterien interessieren.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Interessante, anrührende und tiefgehende Geschichte

Die Mitternachtsreise
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Das Buch "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig ist keine traditionelle Fortsetzung des Romans "Die Mitternachtsbibliothek". Aber gedanklich durchaus. Die Geschichte handelt von dem erfolgreichen Geschäftsmann ...

Das Buch "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig ist keine traditionelle Fortsetzung des Romans "Die Mitternachtsbibliothek". Aber gedanklich durchaus. Die Geschichte handelt von dem erfolgreichen Geschäftsmann Wilbur Budd, der nach seinem Tod die Einladung erhält, eine Reise mit dem Mitternachtszug zu unternehmen, um sein Leben nochmal Revue passieren zu lassen. Auf dieser Reise wird er begleitet von Mrs Agnes Bagdale, der ehemaligen Besitzerin der Buchhandlung, die Wilbur übernommen und erfolgreich ausgebaut hat. Auf seiner Reise durch sein eigenes Leben bekommt Wilbur sowohl im Zug, als auch an den zahlreichen Haltestellen, an denen er aussteigen und Sequenzen seines Lebens hautnah im Detail miterleben kann, die Gelegenheit, Nachzudenken und Erkenntnisse sowie Einsichten über sein Leben zu gewinnen.

Das Buch hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Wilbur ist ein vielschichtiger und spannender Charakter, der sein Privatleben der Arbeit und dem Erfolg untergeordnet hat und dies am Ende seines Lebens bereut, da er damit Menschen vertrieben und verloren hat, die er liebte. Die Sequenzen seines Lebens waren manchmal turbulent und spannend, manchmal emotional und anrührend. Die anderen Charaktere wie bspw. seine Frau Maggie, seiner Mutter, sein Bruder waren sehr vielschichtig gezeichnet und ich hätte mir manchmal gewünscht, dass sie Wilbur mehr Kontra gegeben hätten.

Die Geschichte ist auf jeden Fall vom Beginn bis zum Ende interessant und ereignisreich, voller Weisheiten und Einsichten und regt zum Nachdenken über das eigene Leben und die Prioritäten, die man setzt, an. Allerdings fand ich die Geschichte für meinen Geschmack schon etwas zu vorhersehbar und sie glich manchmal eher einer Abhandlung als einer lebendigen Erzählung. Etwas ermüdend und langatmig fand ich zeitweise das viele Selbstmitleid und Bedauern, das Wilburs Geist kontinuierlich umtreibt. Hätte ich dies, hätte ich jenes, fand ich stellenweise etwas erdrückend. Richtig gut gefallen hat mir daher der Plotttwist am Ende, der der Geschichte dann nochmal einen anderen Sinn gegeben hat. Der Schreibstil des Autors ist auf jeden Fall flüssig sowie eindringlich und die Geschichte lässt sich durch die vielen kurzen Kapitel gut lesen.

Fazit: Interessante aber vorhersehbare Geschichte mit vielschichtigen Charakteren, die zum Nachdenken über das eigene Leben anregt. Flüssig und eindringlich erzählt. Eine Empfehlung für Leser, die eine magische, anrührende Geschichte mit Lebensweisheiten zu schätzen wissen.

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