Cover-Bild Unter Wasser
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 14.04.2026
  • ISBN: 9783755800552
Tara Menon

Unter Wasser

Roman
Simone Jakob (Übersetzer)

Als Marissa mit sechs Jahren ihre Mutter verliert, beschließt ihr Vater, ein Meeresbiologe, die Forschungsarbeit seiner Frau fortzuführen. Vater und Tochter gehen nach Thailand. Dort trifft sie Arielle, und eine geradezu märchenhafte Freundschaft entsteht. Unter der Woche leben die Mädchen in dem Resort von Arielles Eltern; an den Wochenenden verbringen sie ihre Zeit mit Marissas Vater auf einer nahe gelegenen Insel. Gemeinsam entdecken die Mädchen die zerbrechlichen Wunder der Riffe, Wälder und Strände. Gemeinsam lernen sie, in die Tiefe zu tauchen und minutenlang den Atem anzuhalten. Sie bewegen sich ebenso mühelos im Wasser wie die Mantarochen, die sie mit Namen kennen. Gemeinsam lernen sie, aus Gefahren herauszuschwimmen. Doch dann kommt eine riesige Welle, der Arielle nicht entkommen kann.
Jahre später ist Marissa zurück in New York, orientierungslos und verfolgt von der Erinnerung an ihre Freundin, erneut bedroht durch eine Naturkatastrophe. Als im Laufe zweier schicksalhafter Tage die Vergangenheit zurückkehrt, entdeckt sie, wie sie sich in einer unsicheren Welt behaupten kann.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Text, der glitzert

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Normalerweise ist Trauer eher selten ein Kernthema, zu dem ich bei Büchern greife. Zugegeben: Auf "Unter Wasser" von Tara Menon bin ich in erster Linie über das wunderschöne deutsche Cover aufmerksam ...


Normalerweise ist Trauer eher selten ein Kernthema, zu dem ich bei Büchern greife. Zugegeben: Auf "Unter Wasser" von Tara Menon bin ich in erster Linie über das wunderschöne deutsche Cover aufmerksam geworden - und über die begeisterten englischsprachigen Rezensionen. Was für ein Glück!

Unter der Tsunami-Katastrophe an Weihnachten 2004 bricht Marissas paradiesische Jugend in Thailand zusammen und seither ist nichts mehr wie es war. Obwohl sie überlebt, ist sie nie mehr ganz unter den Wellen dieses Ereignisses hervorgetaucht. Zu sehr überschattet der Verlust ihrer besten Freundin Arielle und die damit einhergehenden Schuldgefühle ihr Leben. Als junge Erwachsene findet sie in der Großstadt New York keinen Halt. Doch auch dort kann die Natur zur Bedrohung werden.

Tara Menons Roman hat mich begeistert! Nicht nur mit den feinfühligen Beschreibungen über Freundschaft und Verlust, sondern auch mit der Art und Weise wie die Natur, insbesondere Thailands, zu einem wesentlichen Charakter im Text gemacht wird. Beim Lesen kann man im wahrsten Sinne erfahren, wie diese Welt riecht, schmeckt und sich anfühlt. Untermalt mit spannenden meeresbiologischen und geographischen Fakten, wird in wunderschöner Sprache von einem Paradies erzählt, dass schützenswerte Heimat und bedrohlicher Feind zugleich sein kann.
"Unter Wasser" ist ein Text, der mit einer unerwarteten Sinnlichkeit daherkommt. Ich habe jeden einzelnen Satz gerne gelesen. Ich habe wirklich mitgefühlt und selten einen Roman gelesen, der sich mit einer realen Katastrophe so frei von Klischee oder Sensation auseinandersetzt.
Dieses Buch ist eine ganz eigene Art von Sommerroman. Sicher handelt es sich im Allgemeinen um eine Geschichte, die ein trauriges Thema angeht, und daher nicht um eine leichte Lektüre. Aber diese so ästhetische und farbenprächtige Darstellung von Thailand und seinen Naturschätzen, versetzt mich trotzdem in eine Art Urlaubsstimmung. Vielleicht auch, weil trotz allem, das Schöne überwiegt.

"Unter Wasser ist keine Geschichte" über das Überleben einer Naturkatastophe, sondern über das Weiterleben. Eine Liebeserklärung an Freundinnenschaften und an das Meer. Ein von innen und außen glitzernder Roman!

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Grossartig

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Das Cover ist direkt ein Hingucker, es glitzert wie echter Wellengang. Schlicht, aber mysteriös, als würde man selbst tief ins Wasser eintauchen. Stattdessen taucht man direkt mitten ins Buch und die Geschichte ...

Das Cover ist direkt ein Hingucker, es glitzert wie echter Wellengang. Schlicht, aber mysteriös, als würde man selbst tief ins Wasser eintauchen. Stattdessen taucht man direkt mitten ins Buch und die Geschichte ein.
Eine Hommage an die Natur, die Unterwasserwelt, die Paradiese auf Erden. An vielen Orten des Buches war ich bereits, sodass es sich anfühlt wie nach Hause kommen. Man taucht direkt wieder in die faszinierende Welt Thailands ein. Zu Anfang nur nebulöse Einführung, man weiß noch nicht genau, worum es damals ging und was passiert ist. Sie lebt mit Arielle in dem Hotel ihrer Eltern, so eine Kindheit wünscht sich wohl jeder. Ein sehr guter Einstieg in die Geschichte, man spürt die tiefe Freundschaft der beiden Mädchen. Der Schreibstil ist großartig, so detailliert, das man das Gefühl hat man ist auch auf der Insel, geht mit Mantas tauchen. Noch nie habe ich mich so gefühlt, als würde ich direkt daneben stehen. Ein sehr großes Talent zur Beschreibung von Situationen. Und ganz nebenbei lernt man eine Menge über die Natur und im nächsten Moment ist man wieder im turbulenten New York. DIe Schilderungen der Schicksalschläge, der Arbeit nach der Naturkatastrophe ist nichts für schwache Nerven, gerade weil es so authentisch erzählt ist. Es geht nah und transportiert Menschlichkeit und Hoffnung in den Zeilen. Der Schreibstil ist unvergleichlich.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Grausam schönes Meer

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Wow - genau deshalb liebe ich das Lesen. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und es hat mich völlig mitgerissen und erst wieder losgelassen, als ich die letzte Seite beendet hatte.

Wir befinden ...

Wow - genau deshalb liebe ich das Lesen. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und es hat mich völlig mitgerissen und erst wieder losgelassen, als ich die letzte Seite beendet hatte.

Wir befinden uns im Jahr 2012: Marissa streift durch ein New York, das sich auf einen drohenden Hurrikan vorbereitet. Überall Warnungen - doch sie ist wie so oft in Gedanken versunken. Gedanken, die sie zurückführen zu ihrer Freundschaft mit Arielle, die am 26. Dezember 2004 in Phuket ihr tragisches Ende findet. Die meisten wissen, welches verheerende Ereignis sich hinter diesem Datum verbirgt. Der fürchterliche Tsunami, der so vielen Menschen das Leben nahm.

So schwer dieses Thema auch ist - es dominiert den Roman nicht. Im Gegenteil: Ein Großteil der Geschichte ist von einer beinahe greifbaren Leichtigkeit getragen. Man spürt die Sonne Thailands auf der Haut, taucht mit Arielle und Marissa ins Meer ein und erlebt ihre Freundschaft in all ihren Facetten - intensiv, lebendig und zutiefst berührend.

Mit 'Unter Wasser' ist Tara Menon ein vielschichtiger Roman gelungen, der große Emotionen einfängt, ohne je überladen zu wirken. Die Balance zwischen Schönheit und Schmerz ist fein abgestimmt und wirkt lange nach.
Wer Geschichte über Freundschaft, das Meer und die Tiefe menschlicher Verbindungen liebt - und auch vor melancholischen Momenten nicht zurückschreckt - sollte dieses Buch unbedingt lesen. Absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Seelisch für immer auf der Insel geblieben

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Nach dem Tod von Marissas Mutter ziehen sie und ihr Vater nach Thailand, weil er dort ihre Forschungsarbeit fortsetzen möchte.
Marissa findet auf Phuket ihre Seelenverwandte.
2012, in der Gegenwart, ...

Nach dem Tod von Marissas Mutter ziehen sie und ihr Vater nach Thailand, weil er dort ihre Forschungsarbeit fortsetzen möchte.
Marissa findet auf Phuket ihre Seelenverwandte.
2012, in der Gegenwart, ist Marissa in den USA, doch leben tut sie da nicht...


Mir war zuerst nicht klar, dass es um den! Tsunami geht, weshalb das Buch direkt die volle Ladung an Gefühlen hervorgerufen hat.
Ich fand den Schreibstil sehr gut und verständlich.
Die Perspektiven wechseln auf eine verständliche Art und Weise zwischen der Kindheit bis zum Dezember 2004 und der Gegenwart 2012, was für das Verständnis genau richtig ist.
Aus der Sicht von der Protagonistin erzählt, passt der Stil perfekt.
Er ist sehr nüchtern und versteckt Emotionen eher indirekt.
Inhaltlich natürlich zum einen heftig, da es sich um Trauerbewältigung, posttraumatische Belastungsstörung, generell Psychologie und zum anderen um eine wahre Begebenheit handelt.
Marissa wirkte sehr sympathisch auf mich.
Besonders schön hier: das Ende.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Eine berührende Ode an die Freundschaft und die Natur

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Marissa lebt in New York als Reisejournalistin, wobei ihre Aufgabe darin besteht, Bilder für Top-5-Listen zu untertiteln. Es ist der Vorabend des Hurrikan Sandy und das belebt die Erinnerungen an eine ...

Marissa lebt in New York als Reisejournalistin, wobei ihre Aufgabe darin besteht, Bilder für Top-5-Listen zu untertiteln. Es ist der Vorabend des Hurrikan Sandy und das belebt die Erinnerungen an eine andere Naturkatastrophe aus Marissas Kindheit wieder, in der sie mit ihrem Vater auf einer thailändischen Insel lebte. Nach dem Tod der Mutter beschloss der Vater, ihre meeresbiologische Forschung weiterzuführen. Während Marissa unter der Woche bei ihrer besten Freundin Arielle im Hotel lebte und zur Schule ging, paddelten und tauchten die beiden Mädchen an den Wochenende in der bezaubernden tropischen Meereswelt und begleiteten die Forschenden zu den Mantarochen. Doch diese Zeit hat nicht nur wortwörtlich Narben hinterlassen ...

Dieses Buch erreichte mich auf einer ganz persönlichen Ebene. Als Kind von sogenannten Expats habe ich in Asien sehr viele ähnliche Erfahrungen gemacht und fand die Geschichte unglaublich authentisch. Der Roman beschwört eine enge Verbundenheit zum Land, zur Natur und vor allem zum Meer, die Naturbeschreibungen sind sehr eingängig und atmosphärisch, geradezu paradiesisch. Umso erschreckender wirken die regelmäßigen Einbrüche des menschlichen Einflusses auf die Unterwasserwelt.
Die Geschichte ist aber auch eine Ode an die Freundschaft. Die Protagonistin betrauert noch immer ihre beste Freundin aus Jugendtagen und kämpft damit, dass dieser Art von Trauer in der westlichen Gesellschaft wenig Platz eingeräumt wird. Mit diesem Buch hat die Autorin meinen Empfinden nach jetzt genau diesen Raum geschaffen. Marissa hat ihre Trauer nie verarbeitet. Wir erfahren erst gegen Ende, was genau mit Arielle passiert ist, es gibt jedoch schon vorher immer wieder Anspielungen.
Die Geschehnisse vom 26. Dezember 2004, einem real passierten Tsunami mit rund 230.000 Toten, haben Marissa nachhaltig traumatisiert und ihre Beziehung zum Meer verändert. Eingängig sind Stellen wie: "Am Tag nach der Welle hörte ich, wie eine Frau am Strand sagte: 'Es ist immer noch so wunderschön.' Sie klang perplex; ich verstand ihre Verwirrung."

Auf knapp 200 Seiten hat dieses Buch für mich eine ganze Welt beschrieben und direkt mein Herz erreicht. Das mag auch an meiner persönlichen Verbindung zu dieser geographischen Region liegen. Die drastischen Albträume von Marissa hätten für mich nicht unbedingt sein müssen, um das Grauen ihrer Erinnerungen deutlich zu machen, alles andere an diesem Buch fand ich sehr gelungen: die wichtigen Themen, die hier bearbeitet werden genauso wie der sensible und nie voyeuristische Umgang mit einer der größten Naturkatastrophen unserer Zeit. Durch Marissas Perspektive werden alle diese Themen sehr persönlich.

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