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Veröffentlicht am 01.05.2026

Diese Thriller-Reihe macht einfach Spaß!

Nebelbeute
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Auch der dritte große Fall der Gruppe 4 hat es in sich, denn Mila hat sich eine Auszeit genommen und folgt der Spur von Johannes Toblach, dem Entführer zweier Mädchen, den sie bislang nicht zur Strecke ...

Auch der dritte große Fall der Gruppe 4 hat es in sich, denn Mila hat sich eine Auszeit genommen und folgt der Spur von Johannes Toblach, dem Entführer zweier Mädchen, den sie bislang nicht zur Strecke bringen konnte. Dies verfolgt sie bis in ihre Alpträume und sie folgt dem Hinweis und fährt in die Berge in ein kleines Dorf, in dessen Nähe sich Toblach versteckt halten soll. Doch kaum kommt Mila dort an, geschehen brutal inszenierte Morde, welche die lokalen Ermittler vor ein Rätsel stellen. Bald wird Mila klar, dass sie nicht nur Jägerin ist, sondern auch Gejagte, denn Toblach agiert nicht alleine. Kurz darauf verschwindet sie und ihre Kollegen der Gruppe 4 reisen besorgt in das Dorf und versuchen, Mila zu finden. Doch die Spuren führen in alle möglichen Richtungen, nur nicht in die richtige. Bis es am Berghang schließlich zum tödlichen Finish kommt...

Zum Buch:
"Nebelbeute" von Benjamin Cors ist der dritte Thriller um die Ermittler Jakob Krogh und Mila Weiss. Der erste erschien 2024 unter dem Titel "Krähentage" und wurde schnell - und völlig berechtigt - zum Bestseller. Auch die Fortsetzung "Aschesommer" war 2025 ein großer Erfolg.
Der Spannungsbogen wird bereits gleich zu Beginn strammgezogen und baut sich von Kapitel zu Kapitel immer mehr auf. Die Kapitel sind von angenehmer Länge, mal kurz, mal länger, aber meistens mit einem Cliffhanger am Ende, der es dem Leser sehr schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Der Schreibstil und die Dialoge sind lebendig und bildstark, die Geschichte an sich nachvollziehbar und glaubhaft, wenn auch natürlich ziemlich abgefahren. Aber gut, man(n) muss sich im weiten Feld der Thrillerwelt ja auch etwas einfallen lassen, was es im besten Falle noch nicht gab. Die Erzählperspektive alterniert zwischen Mila und ihren Kollegen der Gruppe 4, was die Spannung steigert und das Tempo hoch hält. Die Charaktere sind angenehm kantig und interessant - manchmal vielleicht etwas übertrieben kantig wie z.B. dem gehässigen Profiler Bender und der doch etwas anstrengenden, aber liebenswerten Lucy Chang. Doch man lernt im Laufe der Fälle auch die softeren Seiten besser kennen und verstehen, was einem die Protagonisten immer mehr ans Herz wachsen lässt. Auch der Rest des Teams ist interessant und es zeigt sich wieder einmal auf's Neue: Der Spaßfaktor an einer gute Serie steht und fällt mit den Ermittlern und ihrem Team. Neben Neuzugang Lasse spielt auch ein herrenloser Hund eine maßgebliche Rolle und ich hoffe sehr, dass er von der Gruppe 4 adoptiert wird und Teil des Teams wird.

Persönliche Meinung:
Ich habe mich auf das Wiedersehen mit Mila, Jakob und dem Team sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht. Auch "Nebelbeute" verdient die Bezeichnung Thriller und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Charaktere sind mir wirklich ans Herz gewachsen und soweit es Mila und Jakob betrifft, scheinen die beiden doch etwas mehr füreinander zu empfinden. Auch fand ich schön, dass der Fall ein befriedigendes Ende gefunden hat.
Was mich allerdingt auch dieses Mal wieder gestört hat:
Auch im dritten Thriller geht nicht namentlich hervor, in welcher Stadt die Gruppe 4 verortet ist. Auch das Dorf in den Bergen wird nicht benannt - ja, nicht einmal das Land (obwohl man ahnt, dass es wahrscheinlich Österreich ist).
Ich verstehe den Sinn nicht, warum Cors die betreffenden Stadt und auch keine Städte in der Umgebung oder zumindest die Region benennt und immer mit "diese Stadt" oder "der Ort in den Bergen", "die Autobahn Richtung Süden" drumherum schreibt. Wenn er keine existierenden Orte nehmen will, kann er doch einen fiktiven nehmen. Nun kann man natürlich diskutieren, ob das überhaupt wichtig ist. Ich für meinen Teil mache mir gerne ein Bild von der Stadt und Umgebung, in der sich eine Geschichte abspielt, da ich mir dann alles besser vorstellen kann. Habe ich das nicht, fehlt mir ein für mich wichtiges Puzzlestück zum Gesamtbild.

Fazit:
Ein Thriller, wie er sein soll: frisch, unterhaltsam und spannend bis zum Schluss mit interessanten Ermittlern, Sackgassen, falschen Spuren, Zeitdruck und einigen Psychopathen. Unbedingt mehr davon!

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Dieses einzigartige Buch hat mich tief berührt

Unter Wasser
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Marissa ist sechs, als ihre Mutter bei einem Unfall in den Straßen von New York ums Leben kommt. Ihr Vater zieht bald darauf mit ihr nach Thailand, um die Arbeit seiner Frau als Meeresbiologe fortzuführen. ...

Marissa ist sechs, als ihre Mutter bei einem Unfall in den Straßen von New York ums Leben kommt. Ihr Vater zieht bald darauf mit ihr nach Thailand, um die Arbeit seiner Frau als Meeresbiologe fortzuführen. Dort lernt sie in ihrer ersen Woche an der neuen Schule die gleichaltrige Arielle kennen und die beiden sind von diesem Moment an unzertrennlich. Während der Schulwoche leben sie im Hotel von Arielle's Eltern am Strand, doch die Wochenden und Ferien verbringen sie mit den Forschern auf einer kleinen Insel vor der Küste. Marissa und Arielle lieben das Meer und deren Bewohner und verbringen jede freie Minute beim tauchen, kennen jeden Mantarochen beim Namen. Jahre vergehen, inzwischen sind sie sechzehn und kennen die andere wie sich selbst, sind sich näher als Schwestern. Nichts kann sie trennen ... bis es im Dezember 2004 der verheerende Tsunami tut, der Marissa verletzt an Körper und Seele zurücklässt und Arielle mit sich nimmt. Marissa kehrt nach New York zurück, studiert, streift rastlos durch die Stadt und findet keine Ruhe ...

Zum Buch:
"Unter Wasser" von Tara Menon beschreibt zwar zwei fiktive Charaktere, doch der Tsunami von 2004 und seine verheerenden Auswirkungen sind leider real, wie wir alle wissen. Was dies für die Menschen, die diese Naturkatastophe erlebt und geliebte Menschen verloren haben, bedeutet, kann man nur erahnen. Doch die Autorin nimmt uns mit und lässst uns als Leser erfahren, wie es sich anfühlen mag, wenn einen die Welle für den Rest des Lebens unter Wasser hält.
Die Geschichte wechselt zwischen zwei Zeitebenen, Thailand am 25./26. Dezember 2004 und Oktober 2012 in New York. Nach und nach vermischen sich diese Zeitebenen immer mehr, je näher man dem Auslöser - dem Tsunami - näher kommt. Dabei berührt man intensiv die Themen Trauer und dem Umgang mit dem Verlust eines nahestehenden Menschen. Aber auch eindrückliche Beschreibungen des Meeres, der fragilen Schönheit unter Wasser, der Natur und der Menschen sind ein prägender Teil dieses Buches.

Persönliche Meinung:
Dieses Buch ist ein Juwel! Wie jemand es schafft, auf knapp 200 Seiten so eine feinfühlige und doch gewaltig nachwirkende Geschichte zu schreiben, ist wahrlich begnadet. Tara Menon hat mich mit "Unter Wasser" auf einer fast körperlichen Ebene berührt, denn sie ließ mich mit ihrerm unvergleichlichen Schreibstil erfahren, wie diese Welt schmeckt, riecht, sich anhört und anfühlt. Sie nimmt einen an die Hand und geht mit uns tauchen, zeigt uns die einzigartige Natur und das Leben unter Wasser aber auch oberhalb der Wasserlinie und man begreift, wie fragil dieses Leben ist und wie schnell es von Freund zum bedrohlichen Feind werden kann. Beim Lesen bin ich abgetaucht und habe nicht nur diese Geschichte mit allen Sinnen in mich aufgenommen, sondern auch die ausgewöhnliche Schönheit der Sprache der Autorin.

Cover:
Ehrlich gesagt war es das Cover, welches mich als erstes angezogen hat, denn ich liebe das Wasser. Ja, so stellt man sich wohl das Meer von seiner schönsten Seite vor. Toll wäre noch ein Manta unter der Oberfläche gewesen, da diese in der Geschichte auch eine große Rolle spielen.

Fazit:
Ein außergewöhnliches, wunderschön geschriebenes Buch über das Über- und Weiterleben nach dem Verlust einer geliebten Person und gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Freundschaft und das Meer. Ein Geschichte, die einen wie eine sanfte Woge im Sonnenlicht erfasst und weiterträgt. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Trude Teige ist eine wunderbare Erzählerin

Der Gesang der See
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Mit ihrem Roman „Der Gesang der See“ entführt die Autorin Trude Teige ihre Leser in die Welt von Kristiane, der Tochter des Lotsen von Kvalsvika im Westen Norwegens. Sie wächst in einem kleinen Fischerdorf ...

Mit ihrem Roman „Der Gesang der See“ entführt die Autorin Trude Teige ihre Leser in die Welt von Kristiane, der Tochter des Lotsen von Kvalsvika im Westen Norwegens. Sie wächst in einem kleinen Fischerdorf auf, dessen Wohl vom Fischfang und der eher kargen Landwirtschaft abhängt. Harte Arbeit, Sorgen um die Männer, die allzu häufig von der erbarmungslosen See verschlungen werden und existenzielle Unsicherheiten prägen die Menschen dort. Auch Kristianes Vater kehrt schließlich nicht mehr zurück und sie fühlt sich verpflichtet, ihr Versprechen ihm gegenüber einzuhalten und die Lotsennummer in der Familie zu behalten. Als auch ihr Mann Anders nicht zurückkehrt, wird sie von der Lotsenschaft dazu gezwungen, erneut zu heiraten, denn als Frau darf sie nicht als Lotsin arbeiten. So heiratet sie Lars, den sie von klein auf kennt und der sie schon immer geliebt hat. Obwohl sie Lars auch liebt und braucht, gehört ihre wahre Leidenschaft einem anderen. Während der Lotsenhof immer mehr prosperiert, freundet sich Lars ausgerechnet mit dem Mann an, den Kristiane begehrt ...

Zum Buch:
Inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt Trude Teige durch Kristiane vom harten und entbehrungsreichen Leben der Fischer und Lotsen im 19. Jahrhundert. Da Trude Teige selbst als Tochter eines Fischers an der Westküste Norwegens aufgewachsen ist, kann sie die Atmosphäre buchstäblich zum Leben erwecksen, so dass man das Kreischen der Möwen zu hören glaubt, das Salz auf der Haut spürt, die düsteren Wolken am Himmel zusammenbrauen sieht und den nie verebbenden Wellen zuhört. Man sieht sie auf ihrem Lieblingsfelsen in der Bucht der Mulevika und fühlt sich nah an der rauen Natur und nah an den Menschen, die das harte Leben auch oft hart sich selbst und anderen gegenüber macht. Kristiane ist eine außergewöhnliche Frau, stark, stur und unbeirrbar geht sie ihren Weg in dieser männerdominierten Welt. Geliebt wird sie dafür nicht von den Dorfbewohnern, auch wenn diese oft genug Nutzen von Kristiane's Verhandlungsgeschick ziehen. Die Geschichte entwickelt sich eher ruhig und ohne dramatische Wendungen auf das fast unvermeidliche Finale zu, aber dennoch spürt man die emotionaler Kraft und Energie auf jeder Seite.

Persönliche Meinung:
Die Geschichte umfasst nur 240 Seiten, dennoch kommt es mir vor, als hätte ich ein Familienepos mit 600 Seiten gelesen. Nicht, weil es sich so in die Länge gezogen hätte, sondern weil diese 240 Seiten so intensiv und erfüllt waren, dass ich tief eingetaucht bin und nur ungern zum Ende gekommen bin. Ich konnte Kristiane's Handlungsweisen nicht immer verstehen, aber trotzdem mitfühlen, wie es sich anfühlen musste, ihren Weg zwischen Pflichterfüllung, Liebe und Leidenschaft zu finden. Auch Lars ist mir sehr ans Herz gewachsen, seine Liebe zu Kristiane, die ihn schließlich so bitter enttäuscht hat, hat mich berührt.
Viele Nebenfiguren haben ebenfalls starken Eindruck hinterlassen, dabei waren es aber eher die stillen Eindrücke, die noch lange nachklangen.
Trude Teige hat einen so klaren Schreibstil, der manchmal so karg wie die norwegische Küstenlandschaft wirkt und dennoch so einen starken Sog entwickelt, dass man sich nicht entziehen kann. Ich habe die Stunden zwischen den Buchdeckeln sehr genossen und freue mich, dass es im August mit "Hinaus in den Wind" eine Fortsetzung geben wird, die ich mir keinesfalls entgehen lassen werde.

Fazit:
Trude Teige ist eine wunderbare Erzählerin, die es schafft, ihre Leser auf eine eindringliche Reise in eine andere Zeit und zu besonderen Menschen zu entführen. Ich könnte mir eine Verfilmung dieser Geschichte sehr gut vorstellen!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Wunderschön illustriertes Kinderbuch über Freundschaft, Anders-Sein und Zugehörigkeitsgefühl

Tom Tauber – Ratte der Lüfte
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Ein Taubenküken fällt aus dem Nest und landet vor dem Kellerfenster von Haus 12, wo ein älterer Mann namens Sven und eine bunte Rattenfamilie wohnen. Von den Eltern des Kükens ist weit und breit nichts ...

Ein Taubenküken fällt aus dem Nest und landet vor dem Kellerfenster von Haus 12, wo ein älterer Mann namens Sven und eine bunte Rattenfamilie wohnen. Von den Eltern des Kükens ist weit und breit nichts zu sehen, also kümmert sich eben Rattenmama Rita um das kleine Wesen, welches bald schon Mittelpunkt im Haus ist. Doch mit dem Heranwachsen wird Tom - so wurde er von seiner Ziehfamilie getauft - bewusst, dass er anders ist als seine Familie und er das Licht und die Sonne sucht statt Dunkelheit. So fasst er eines Tages den Mut, sein Zuhause im Keller zu verlassen und lernt in der fremden und aufregenden Welt das Taubenmädchen Stella kennen und er versteht: Er ist gar keine Ratte! Doch er erkennt auch, dass er seine liebgewonnene Rattenfamilie nicht aufgeben muss und fühlt sich fortan als Ratte der Lüfte.

Dieses großformatige Buch ist wunderschön illustriert und erzählt mit viel Humor und Warmherzigkeit eine einfühlsame Geschichte über Freundschaft, Anders-Sein, Zugehörigkeit sowie den Mut, seinen eigenen Weg zu finden.

Die Geschichte ist für Kinder ab 4 Jahre und eignet sich wunderbar zum anschauen und vorlesen. Sie ist schlüssig aufgebaut und leicht verständlich für Kinder. Die Illustrationen sind allerliebst und sehr detailreich, so dass es viel zu entdecken gibt. Die Farbwahl ist durchgehend eher zurückhaltend und in warmen Farbtönen gehalten, was ich sehr angenehm finde, da viele Bücher eher durch grelle Aufmachung als durch Inhalt glänzen.

Was mir auch sehr gefällt, ist die angenehme Haptik des Einbands und das große Format. Im Anhang der Geschichte findet sich noch ein "Tauben Tagesspiegel", welcher viele wertvolle Informationen über Stadttauben beinhaltet, der Kindern (und Erwachsenen) die oft so ungeliebten Tiere näher bringt und das Verständnis den Tieren gegenüber fördert.

Auch der nachhaltige Ansatz des Verlags, der einen Teil des Verkaufserlöses für soziale und Taubenschutz-Projekte spendet, ist positiv hervorzuheben.

Mein Fazit:
Ein liebevoll gestaltetes, großformatiges Kinderbuch mit wichtigen Botschaften, welches sich sowohl zum Vorlesen als auch zum gemeinsamen Entdecken eignet.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Bezaubernd illustriertes Vorlesebuch über Verlust, Mut und Freundschaft

Herwig und Elsie – Wo ist der große Zauberer?
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Als Herwig Hase der Dritte eines Morgens aufwacht, ist Hokus van Pokus, der ihn jahrelang aus seinem Hut gezaubert hat und hat ihm nicht nur seine Zauberutensilien hinterlassen sondern ihn in einem Brief ...

Als Herwig Hase der Dritte eines Morgens aufwacht, ist Hokus van Pokus, der ihn jahrelang aus seinem Hut gezaubert hat und hat ihm nicht nur seine Zauberutensilien hinterlassen sondern ihn in einem Brief dazu aufgefordert, in die Welt hinauszugehen, mutig zu sein und die Dinge zu tun, die er liebt und von denen er immer geträumt hat. Herwig ist ratlos und beschließt, seinen Hokus zu suchen. Doch dann kommt er auf die Idee, seinen besten Freund einfach herbeizuzaubern. Das Haus zittert, der Putz bröckelt von der Decke und es steht plötzlich ein graues Ungeheuer vor ihm, welches sich als Elefantin Elsie herausstellt und das Abenteuer der beiden beginnt...

Ich habe das Buch zusammen mit meinem kleinen Neffen Emil gelesen, der vier Jahres alt ist. Es ist wunderschön illustriert und es macht Spaß, sich die Bilder anzuschauen. Auch die Geschichte hat uns sehr gut gefallen! Da die Kapitel weder zu kurz noch zu lang sind, konnten wir immer wieder mehrere Kapitel am Stück durchgehen. Emil mochte Herwig und besonders Elsie sehr gerne und war natürlich begeistert, als auch im Buch ein Emil vorkam. In Herwig konnte er sich sehr gut hineinversetzen und nachvollziehen, wie er sich gefühlt hat, als sein Freund Hokus plötzlich nicht mehr da war. Die Entwicklung vom kleinen "Hasenfüßchen" zum mutigen Hasen, der Herausforderungen annimmt, hat ihn sehr beeindruckt und beschäftigt ihn seitdem immer noch. Auch er möchte kein Hasenfüßchen mehr sein, sondern mutiger werden.

Die Geschichte selbst ist sehr unterhaltsam, enthält aber auch nachdenkliche Passagen. Die Themen Mut, Sich-Etwas-Zutrauen und Freundschaft werden hier sehr angenehm und kindgerecht vermittelt.

Wir können "Herwig & Elsie" sehr empfehlen und freuen uns schon auf weitere Abenteuer mit den beiden, die es hoffentlich geben wird.

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