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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2019

Wyoming

Das Verschwinden der Jamie Mason
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Die Autorin Elizabeth Goddard war mir bis dato völlig unbekannt.
Aber das hat sich nun ja geändert. In Zukunft werde ich nach Büchern aus ihrer Feder Ausschau halten.
Sie versteht es wunderbar, Spannung ...

Die Autorin Elizabeth Goddard war mir bis dato völlig unbekannt.
Aber das hat sich nun ja geändert. In Zukunft werde ich nach Büchern aus ihrer Feder Ausschau halten.
Sie versteht es wunderbar, Spannung aufzubauen, die lange anhält.
Ihre Protagonisten, in diesem Fall Austin und Willow sind sehr eindringlich beschrieben, so daß man beinahe das Gefühl hat, sie stünden vor einem.
Das Verschwinden der Jamie Mason ist ein heikles Thema, aber sie hat es ganz toll bewältigt. Die Suche einer Mutter, deren Baby aus dem Krankenhaus entführt wurde, die ganzen Umstände, die sich ergeben, als sie eine Agentur mit der Suche beauftragt, die Recherchen der privaten Ermittler, die Gefahren, das alles rankt sich ziemlich dicht um eine reizende Liebesgeschichte.
Und besonders beeindruckt war ich von der wunderbaren Kulisse Wyomings, ich konnte es nicht lassen und habe Google Maps benutzt.
Eine klare 5 ***** Leseempfehlung an alle, die auch ein bisschen an Gott glauben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.11.2019

Auf Wiederlesen

Verhängnisvolle Provence
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Ja, ich habe es wieder gemacht: ich habe das Buch " Verhängnisvolle Provence" in einem Rutsch gelesen. Ich konnte nicht anders.
Hannah Richter ermittelt wieder, und zwar genau dort, wo alles ...

Ja, ich habe es wieder gemacht: ich habe das Buch " Verhängnisvolle Provence" in einem Rutsch gelesen. Ich konnte nicht anders.
Hannah Richter ermittelt wieder, und zwar genau dort, wo alles angefangen hat, in Vaison - la - romaine.
Liebe alte Bekannte tauchen im Buch wieder auf, man ist sofort mittendrin.
Das Thema ist diesmal die Kosmetikindustrie und ihre Machenschaften, die Geldgier und - die Liebe.
Hannah und Serge leben zwar noch immer ihre Fernbeziehung, nähern sich aber einer fixen Beziehung an, Hannahs Freundin Penelope hat ihr Leben komplett umgekrempelt, Hannahs französische Kollegin Emma verliebt sich und es gibt noch viele Überraschungen in ihrem Umfeld.
Der neue Fall ist länderübergreifend und hält die Ermittler dies- und jenseits der Grenze ganz schön auf Trab. Das Thema ist heiß und brisant, weil es ( hoffentlich nur ein ganz ) kleines Körnchen Wahrheit beinhaltet.
Ich freue mich schon auf ein neues Provence -Thema und einen neuen Roman.
Man muß auch keine Angst haben, irgendwelche Beziehungen und Vorkommnisse aus den vorhergehenden Romanen versäumt zu haben, die Autorin versteht es, sehr geschickt Hinweise auf frühere Fälle in die Handlung zu integrieren.
Zum Cover bleibt zu vermerken, Provence und Lavendel, das gehört einfach zusammen.

Veröffentlicht am 22.11.2019

Austerndiebe

Winteraustern
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Im dritten Fall von Commissaire Luc Verlain geht es um Korruption und Machenschaften in der Austernbranche.
Luc und sein Vater Alain haben beschlossen, auf einem Boot der Gendarmerie ein Patrouillenfahrt ...

Im dritten Fall von Commissaire Luc Verlain geht es um Korruption und Machenschaften in der Austernbranche.
Luc und sein Vater Alain haben beschlossen, auf einem Boot der Gendarmerie ein Patrouillenfahrt mitzumachen und den wunderschönen Sonnenaufgang draussen bei den Austerngebieten zu erleben, denn Lucs Vater ist sehr krank und Luc will ihm so kurz vor Weihnachten eine Freude machen.
Vorerst wird aber aus einem entspannten Erlebnis nichts, denn ein Notruf zwingt die Besatzung, sofort zu reagieren. Ein Austernzüchter benötigt nach einem Überfall ihre Hilfe, die Flut ist im Anrollen und er muß gerettet werden.
Als er, schon am Boot und etwas erholt, an Land gebracht werden soll, entdeckt Lucs Vater aber etwas noch viel Schrecklicheres.
Nun hat Luc seinen nächsten Fall und weil er ja der Sohn eines Austernzüchters ist, geht ihm das alles sehr zu Herzen und er kniet sich mächtig in den Fall hinein. Hilfe bekommt er von seiner Freundin Anouk, die ebenfalls Polizistin ist und ihn unterstützt, wo sie nur kann.
Luc ermittelt mit viel Empathie und Fachwissen, und zuerst will keiner so recht reden. Aber Luc weiss, wie er Menschen zum Reden bringt.
Er gerät in einen Wust von Machenschaften, Korruption und Geldgier und in anfangs kleinen Schritten hat er bald ein Bild der Situation im Kopf. Er riskiert viel, aber es lohnt sich.
Der Autor Alexander Oetker beschreibt in seinem Krimi nicht nur ein Verbrechen und seine Aufklärung, sondern er taucht tief in die Gegebenheiten einer Branche ein, die kaum jemand kennt.
Auch die Schönheiten der Aquitaine weiss er, herauszustreichen.
Ein absolut lesenswertes Buch, ich freue mich schon auf Luc Verlains nächsten Fall


Veröffentlicht am 13.11.2019

Tuva ermittelt

Totenstille
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Der Autor Will Dean hat mir eine besondere Freude gemacht.
In seinem Krimi, der im wilden, elchreichen, nebel-und regenreichen Värmland angesiedelt ist, ermittelt nicht in erster Linie die Polizei, die ...

Der Autor Will Dean hat mir eine besondere Freude gemacht.
In seinem Krimi, der im wilden, elchreichen, nebel-und regenreichen Värmland angesiedelt ist, ermittelt nicht in erster Linie die Polizei, die natürlich auch ihrer Plicht nachkommt, aber erzählt wird alles aus der Sicht der tauben Tuva Moodison, die für die örtliche Zeitung in der Stadt Gavrik arbeitet, recherchiert und dort lebt, weil ihre Mutter in der nahegelegenen Stadt Karlstad in einer Einrichtung für kranke, alte Menschen lebt und nicht mehr viel Zeit dazu hat.
Tuva will in ihrer Nähe sein.
Die Morde, die aktuell im Utgard-Wald geschehen, haben laut Polizei nichts mit den Medusa-Morden aus früheren Jahren zu tun, aber die Verdächtigen sind wieder die selben Leute.
Tuva berichtet in der Zeitung darüber und sucht sich in Eigenregie ihre Fakten zusammen, was auf einen gewissen Widerstand seitens der Einwohner und der Offiziellen der Stadt hervorruft.
Tuva ist lesbisch, was aber eigentlich keine Rolle spielt.
Sie hat aber ausser ihren Hörgeräten, die sie zum Nachdenken und bei Regen herausnimmt, keine akkustische Verbindung zu ihrer Umwelt, was ein gewisses Handikap ist.
Der gesamte Roman ist gut geschrieben, mit logischen Abläufen und vielen Überraschungen, vor allem aber mit der Beschreibung der teils schrägen, immer aber skurillen Bewohner des Ortes Mossen, wo die Morde geschahen. Eigentlich ist jede/r verdächtig.
Beeindruckend auch die Vermittlung, wie tief und wild dieser Utgard-Wald ist, wenn man keine Handy-Verbindung hat und von einem Elch angegriffen wird, oder schlicht und einfach ein Stromausfall alles lahmlegt.
Absolute Leseempfehlung mit 5 Sternen

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 31.10.2019

Meisterhaft, mythisch, mysteriös

Die Ewigkeit in einem Glas
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Der dritte Roman von Jess Kidd hat wieder ein wunderbar wirres Thema.
Bridie Devine, ihres Zeichens detektivische Ermittlerin in schwierigen Fällen, hat wieder einen solchen an Land gezogen.
Sie ...

Der dritte Roman von Jess Kidd hat wieder ein wunderbar wirres Thema.
Bridie Devine, ihres Zeichens detektivische Ermittlerin in schwierigen Fällen, hat wieder einen solchen an Land gezogen.
Sie soll die verschwundene Tochter eines Baronets finden. Kaum einer hat das Kind allerdings je wirklich gesehen und es gibt so allerhand eigenartige Geschichten.
Die Autorin versteht es meisterhaft, ihre Figuren in jede Epoche zu setzen und bringt den Leser dazu, ihnen dorthin zu folgen. Gespenstisches, Gruseliges, Brutales, Bedauernswertes und Bemitleidenswertes wechselt sich in rascher Folge ab, wie schon in den beiden Romanen davor.
Und oft kommt auch noch der englische Humor dazu, der das Tüpfelchen auf dem I ist.
Das Cover zeigt ein Glas, in dem sich London zur Zeit Queen Victorias widerspiegelt.
Das Glas hat allerdings noch einen besonderen Platz im Roman, den ich aber nicht verrate.