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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Wunderbare, herzzerreißende und humorvolle Romcom

Picking Daisies on Sundays
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Die Protagonistin Danielle, die mit Zweitnamen Daisy heißt, studiert Modedesign und trifft eines abends in einem Pub nach vier Jahren wieder auf ihren ehemals besten Freund Levi. Am Ende der Highschool ...

Die Protagonistin Danielle, die mit Zweitnamen Daisy heißt, studiert Modedesign und trifft eines abends in einem Pub nach vier Jahren wieder auf ihren ehemals besten Freund Levi. Am Ende der Highschool hat Daisy Levi gestanden, dass sie in ihn verliebt ist und reißaus genommen, als er ihre Gefühle nicht erwidert hat. Die beiden merken, wie unglaublich vertraut sie immer noch miteinander sind und wie schön es ist, wieder Zeit miteinander zu verbringen. Als Levi eine Begleitung für die Hochzeit seiner Schwester sucht und die überrumpelte Daisy als seine neue Freundin vorstellt, gerät mit der Fake Dating Übereinkunft eine Lawine ins Rollen, die mich als Leserin mit starken Emotionen, herzzerreißenden Szenen und viel Romantik hinweggespült hat.

Ich habe das Buch wirklich sehr geliebt. Schon alleine das Cover und der Farbschnitt sind so wunderschön romantisch gestaltet und auch die Innenausstattung mit den Sprüchen vor jedem Kapitel und den Gänseblümchen ist so liebevoll gestaltet. Der Schreibstil der Autorin ist so flüssig und lebendig, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Story ist aus der Ich-Perspektive von Daisy geschrieben und ich finde es auch toll, dass sie den Leser mit Fragen direkt anspricht und somit in die Geschichte einbezieht. Daisy ist sehr sympathisch und auch ihr Modedesign-Studium wird authentisch dargestellt. Levi mochte ich auch wirklich gerne er ist ein Bookboyfriend von dem man nur Träumen kann. Die Familien und Freunde der beiden sind wirklich toll und immer für peinliche Sprüche und Situationen zu haben . Ich habe mich in beiden Familien mit den ganzen tollen Charakteren sehr wohlgefühlt. Die Lovestory ist soooo süß und eine Achterbahn der Gefühle. Man kann sich kaputtlachen, weinen und fiebert mit, ob die beiden zusammenkommen, denn auch wenn sie es sich selbst noch nicht eingestehen, sind sie einfach füreinander bestimmt. Die Geschichte ist herzzerreißend und emotional mit vielen Höhen und Tiefen und bleibt bis zum Ende wirklich interessant. Das ganze ist eine romantische Komödie mit witzigen und peinlichen Momenten, die den Namen auch wirklich verdient hat. Ich hatte wirklich oft Tränen vom Lachen in den Augen. Das Setting in NYC ist auch ganz wundervoll und wird so schön atmosphärisch beschrieben. Ich kann diese Romcom allen Lesern, die romantische, berührende und witzige Liebesgeschichten lieben, wärmstens empfehlen. Am liebsten wäre ich in der Geschichte wohnen geblieben, denn sie ist so unglaublich cozy und ich habe es mir beim Lesen darin schon sehr gemütlich gemacht.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Cozy Small Town Romance mit feinem Suspense

Garnet Flats | Die Edens 3 |
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Garnet Flats ist der dritte Teil der Edens Reihe von Devney Perry. Wie auch die anderen Teile spielt der Roman in Quincy, einer idyllischen Kleinstadt in Montana. In diesem Roman wird die Liebesgeschichte ...

Garnet Flats ist der dritte Teil der Edens Reihe von Devney Perry. Wie auch die anderen Teile spielt der Roman in Quincy, einer idyllischen Kleinstadt in Montana. In diesem Roman wird die Liebesgeschichte der Assistenzärztin Talia Eden und dem Profiboxer Foster Madden erzählt. Beide waren schon auf dem College ein Jahr lang zusammen und für beide war es die Liebe ihres Lebens. Leider hat Foster dann spontan beschlossen, Talias beste Freundin Vivi zu heiraten. Nach sieben Jahren taucht er plötzlich in Quincy auf und möchte Talia zurückgewinnen. Wir dürfen gespannt sein, ob Talia von diesem Vorschlag genauso begeistert ist, wie Foster und welche Geheimnisse der Vergangenheit ans Licht kommen.

Das Hörbuch hat mir insgesamt gut gefallen. Die Stimmen der Sprecher sind sehr angenehm und es lässt sich leicht und angenehm hören. Die Geschichte ist von Beginn bis zum Ende spannend und ich würde sie als sehr turbulent bezeichnen. Dass die Wahrheit über die Vergangenheit von Foster und seine spontane Ehe mit Vivi nur häppchenweise ans Licht kommt, hat ganz schön an meinen Nerven gezehrt und man hätte Foster und Talia manchmal schütteln können, damit sie endlich alles klären und nicht bei jedem Gespräch wieder wegrennen und tagelang schweigen. Fosters Art einfach in Quincy und damit in Talias Safe Space einzudringen und dort Präsenz zu zeigen, fand ich etwas arg aufdringlich und undiplomatisch. So hat er Talia zu sehr bedrängt und die Arme hat mir zwischendurch ganz schön Leid getan. Das fand ich als Frau etwas unangenehm. Letztendlich hat sich seine Hartnäckigkeit ausgezahlt und nach den vielen Erklärungen konnte ich nicht nur Talias sondern auch seine und Vivis Perspektive nachvollziehen. Die Dynamik und Liebesgeschichte der beiden hat sich auf jeden Fall echt und lebendig angefühlt. Sehr schön fand ich, dass wir durch die abwechselnden Perspektiven von Foster und Talia tief in ihre Gedanken und Gefühle eintauchen konnten. Die Nebencharaktere fand ich in diesem Buch auch wieder schön vielfältig dargestellt. Der Schreibstil der Autorin ist wie immer eindringlich und sehr emotional und das liebe ich an ihren Büchern so sehr. Quincy und die Landschaft Montanas im Winter wird so schön atmosphärisch dargestellt, dass man sich wunderbar dorthin träumen kann.

Fazit: Turbulente Liebesgeschichte, die sich lebendig und echt anfühlt mit vielen Geheimnissen und einem leichten Suspense Anteil. Ein bisschen viel nervenaufreibendes Hin und Her für meinen Geschmack. Wunderbares cozy Small Town Setting in Montana. Empfehlenswert für alle, die eine turbulente, emotionale Liebesgeschichte mit sanftem Suspense Anteil lieben.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Ein atmosphärischer, humorvoller Roman für den Sommer

Mirabellentage
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Mirabellentage ist ein Roman, der mich wirklich positiv überrascht hat. Die Protagonistin ist Anna, die im Dorf Blumfeld lebt und die Pfarrhaushälterin vom örtlichen Pfarrer Josef ist. Als Josef stirbt ...

Mirabellentage ist ein Roman, der mich wirklich positiv überrascht hat. Die Protagonistin ist Anna, die im Dorf Blumfeld lebt und die Pfarrhaushälterin vom örtlichen Pfarrer Josef ist. Als Josef stirbt muss sie nicht nur seine Beerdigung organisieren, sondern es beginnt für sie auch ein komplett neuer Lebensabschnitt.

Der Schreibstil der Autorin hat mich sehr begeistert. Er ist ruhig, eindringlich und sehr atmosphärisch. Der Roman wird aus der Perspektive von Anna in der Ich-Form erzählt. Während sie die Beerdigung von Josef organisiert sowie den neuen Pfarrer in den Ort einführt und ihm seine Menschen näherbringt, schweift sie in ihrer Erzählung immer wieder in Erinnerungen an ihre und Josefs Herkunft, Kindheit und ihr gemeinsames Leben im Pfarrhaus ab. Man lernt dabei viele Dorfbewohner über Jahrzehnte kennen, manche intensiv, manche eher oberflächlich. Es werden viele Begebenheiten über den Ort, seine Bewohner und Veranstaltungen im Ort erzählt, die ein typisches Dorfleben darstellen. Wer jetzt denkt, dass das langweilig ist, irrt sich gewaltig. Die Begebenheiten sind manchmal traurig, oft sehr berührend aber auch sehr oft so komisch, dass ich wirklich viel lachen musste. Dieser rabenschwarze Humor auch in Bezug auf die katholische Kirche und die Erlebnisse als Pfarrsekretärin machen für mich einen großen Reiz des Buches aus. Die Kaffeefahrt der Männer zum Kneippen, die zur Enttäuschung der Männer nicht in diversen Kneipen sondern in diversen Wasserbecken endet, ist ein absolutes Highlight und ich habe Tränen gelacht. Es sind einfach viele Begebenheiten, wie ich sie auch früher bei meinen Großeltern auf dem Dorf erlebt habe, wo der Pfarrer noch eine Respektsperson war und Kaffeefahrten und Dorffeste das Highlight der Dorfbewohner. Anna als Protagonistin ist total sympathisch und aufgeweckt. Sie ist mit sich und dem Leben zufrieden, obwohl es ein hartes Leben mit viel Fremdbestimmung ist. Trotzdem macht sie aus allem das Beste und hilft oft auf witzige und unkonventionelle Art und Weise. Sie nimmt sich auch kleine Freiheiten und gerade nach Josefs Tod erwacht in ihr ein Freiheitsdrang, der nochmal eine spannende charakterliche Entwicklung mit sich bringt. Das Setting in Blumfeld fand ich ganz toll. Die Landschaft und auch die Ereignisse vor Ort werden so malerisch und eindringlich beschrieben, das man das Gefühl hat, mit im Ort zu wohnen.

Fazit: Ein köstlicher Roman über eine starke, warmherzige und einfallsreiche Protagonistin, ein interessantes Dorfleben und die Eigenheiten des katholischen Glaubens, wenn man das Leben nicht ganz so ernst nimmt. Sehr berührend, manchmal traurig aber oft sehr humorvoll. Ein ganz tolles Setting mit atmosphärischen Beschreibungen der Landschaft und des Ortes. Ein Sommerroman, den ich wärmstens empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Leichte, absehbare Lovestory mit malerischem Setting

Summer Tides
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Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut, weil ich einerseits Liebesgeschichten liebe und andererseits ein Setting in St. Ives in Cornwall bestimmt eine zauberhafte Kulisse bietet. Leider hat mich das ...

Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut, weil ich einerseits Liebesgeschichten liebe und andererseits ein Setting in St. Ives in Cornwall bestimmt eine zauberhafte Kulisse bietet. Leider hat mich das Buch eher enttäuscht zurückgelassen.

Das Cover und auch der Farbschnitt sind sehr schön gestaltet und gefallen mir sehr gut. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich flüssig und modern, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Das Setting in St. Ives ist zauberhaft und wird von der Autorin auch wirklich sehr atmosphärisch beschreiben, sodass man sich gut dorthin träumen kann. Die Nebencharaktere der Geschichte wie Scarletts Freundin Emily, Jonahs Geschwister Lucas sowie Penelope und ein Großteil der Einheimischen sind wirklich süß und sehr hilfsbereit. Diese Aspekte waren für mich allesamt sehr positiv.

Leider konnte ich mit Scarlett als Protagonistin wenig anfangen. Zu Beginn fand ich ihre Naivität und Unbeholfenheit noch ein wenig sympathisch, war allerdings spätestens in der Mitte des Buchs nur noch genervt von der Protagonistin. Scarlett ist nicht nur naiv und kriegt nichts auf die Reihe, es findet auch keinerlei charakterliche Entwicklung statt. Sie braucht mit 27 Jahren und nach 15 Jobs, die sie bereits hatte, immer Jemanden, der sie aus misslichen Situationen rettet und ihr hilft, wieder einigermaßen alles auf die Reihe zu bekommen, bis die nächste Katastrophe eintritt. Ich finde hier wird ein Frauenbild mit einer Protagonistin vermittelt, die selbst nichts kann und daher eine ganze Kompanie an Babysittern braucht, die alles für sie regeln, sie trösten, verarzten und immer helfen und da bin ich dann leider raus, zumal sich das das ganze Buch nicht ändert. Eric, ihren Freund in London, eine absolute Red Flag, redet sie sich viel zu lange schön und stürzt sich dann gleich auf Jonah, der ein Helferherz hat und immer zur Stelle ist. Von der einen Abhängigkeit in die nächste, anstatt sich erstmal zu entwickeln und auf eigenen Beinen zu stehen. Auch die Lovestory zwischen Jonah und Scarlett kommt zu plötzlich und entwickelt sich zu wenig. Mit 317 Seiten fand ich das Buch auch etwas zu mager und das Happy End zu überstürzt. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen, da ich weder die Protagonisten noch die Geschichte besonders ansprechend fand, was eigentlich sehr schade ist, da das Setting so zauberhaft ist.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Interessante und authentische Familiengeschichte

Alle glücklich
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Im Buch „Alle glücklich“ von Kira Mohn wird eine interessante und authentische Familiengeschichte erzählt. Mutter Nina hat ihr Medizinstudium abgebrochen, um Kinder zu bekommen und sich der Familie zu ...

Im Buch „Alle glücklich“ von Kira Mohn wird eine interessante und authentische Familiengeschichte erzählt. Mutter Nina hat ihr Medizinstudium abgebrochen, um Kinder zu bekommen und sich der Familie zu widmen. Sie arbeitet halbtags als MFA und hat noch einen anderen Job, von dem die Familie nichts weiß. Vater Alexander ist Oberarzt in der Klinik und beruflich sehr eingespannt. Emilia ist eine typische Teenagerin, die noch zur Schule geht und seit drei Monaten einen festen Freund hat. Ben studiert und sein einziges Hobby ist das Zocken am PC. Alle vier Familienmitglieder leben zwar räumlich zusammen, aber doch mehr oder weniger nebeneinander her und haben mit ihrem eigenen Leben zu kämpfen. Jeder ist unzufrieden aber in seinem Leben gefangen und das Familienidyll bekommt nach und nach Risse, bis sich die Situation zuspitzt und sich die Wahrheit ihren Weg in die Freiheit bahnt.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Die einzelnen Familienmitglieder sind authentisch und werden vielschichtig dargestellt. Ihre Entwicklung im Laufe des Romans ist sehr interessant. Die Geschichte ist mitten aus dem Leben gegriffen und zeigt, dass hinter der idyllischen Fassade einer Familie jede Menge Probleme und unausgesprochene Sehnsüchte lauern, die ein Konfliktpotenzial darstellen, weil sie nicht angesprochen werden. Diese Realitätsnähe hat mir besonders gut gefallen, da sie zum Nachdenken und zur Selbstreflexion anregt. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und die Geschichte lässt sich angenehm leicht lesen. Der Roman verfügt über einen guten Spannungsbogen. Durch die vier Perspektiven der jeweiligen Familienmitglieder gelingt es dem Leser, tief in die Gedanken und Gefühle der einzelnen Charaktere einzutauchen und hautnah beim Geschehen dabei zu sein. Ich fand insbesondere die Sichtweise von Emilia und Ben sehr interessant, da ihre Selbstzweifel, Ängste und ihr pubertäres Verhalten mich an meine eigenen Kinder erinnern. Aber auch Nina, als Mutter und Mädchen für alles, kommt mir als Charakter sehr bekannt vor. Das Ende der Geschichte fand ich etwas zu abrupt, da hätte ich mir einfach noch mehr gewünscht. Mir persönlich waren es ein paar Themen zuviel in diesem Buch. Ich hätte mir weniger Themen aber mit mehr Tiefe gewünscht. Insgesamt aber ein interessanter Familienroman, der sich spannend liest und zum Nachdenken anregt.

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