Wunderbarer Roman über Schwesternliebe und die Welt des russischen Balletts
In "Maja und Natascha" wird die Geschichte der Zwillingsschwestern Maja und Natascha erzählt, die 1941 in Leningrad zu Welt kamen und in der Welt des russischen Balletts aufwuchsen. Die Story wird nach ...
In "Maja und Natascha" wird die Geschichte der Zwillingsschwestern Maja und Natascha erzählt, die 1941 in Leningrad zu Welt kamen und in der Welt des russischen Balletts aufwuchsen. Die Story wird nach dem Prolog 1941 in drei Teilen erzählt: 1958 in Leningrad, 1962 in NYC und 1969 in Moskau. Es werden hierbei politische und historische Ereignisse gekonnt mit der Fiktion der Autorin über das Leben zweier Schwestern verwebt.
Mir persönlich hat der Roman sehr gut gefallen. Der Erzählstil der Autorin ist eindringlich und hat mich von Beginn an begeistert. Ich finde in ihr steckt ein hervorragendes Erzähltalent. Leise und einnehmend wird die Geschichte der Zwillingsschwestern, die sowohl äußerlich als auch charakterlich sehr verschieden aber doch unzertrennlich sind und die ein feines Band verbindet, nach und nach wie eine Lotusblüte entblättert. Ich fand den Roman sehr interessant und spannend und bin durch die langen Kapitel richtiggehend in die historischen Ereignisse und die Welt des Balletts abgetaucht. Das Buch ist gleichzeitig spannend aber auch entspannend zu lesen. Man erfährt so unglaublich viel über das Leben zur damaligen Zeit in Russland und NYC und fiebert gleichzeitig mit den Zwillingsschwestern und ihren Karriereambitionen mit.
Ich habe selbst jahrelang Ballett getanzt und konnte die authentische Darstellung der Liebe zum Ballett, des Ehrgeizes und des harten körperlichen Trainings so sehr fühlen. Trotz der harten Entbehrungen der damaligen Zeit ist das Buch motivierend und anspornend, seine Träume zu verwirklichen und dabei das Leben zu genießen sowie das Beste daraus zu machen.
Ein ganz tolles, berührendes Buch, das mich positiv überrascht hat. Ich spreche eine ganz große Leseempfehlung aus.