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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2026

Eine gute Geschichte

Sie wollen uns erzählen
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Die Autorin Birgit Birnbach beschreibt in ihrem Roman die Geschichte eines kleinen Jungen, der zu lebhaft ist, man nennt das hyperaktiv, er fällt also gern mal auf. Das Anderssein stört, zumindest die ...

Die Autorin Birgit Birnbach beschreibt in ihrem Roman die Geschichte eines kleinen Jungen, der zu lebhaft ist, man nennt das hyperaktiv, er fällt also gern mal auf. Das Anderssein stört, zumindest die Umgebung, die Schule und überhaupt. Er, der kluge Ozzy darf nicht so sein, wie er ist.
Ann, die Mutter ist seinem Verhalten ja nicht unähnlich, sie versteht ihn ja, wie es ihm geht, aber sie ist auch überfordert mit der Erziehung, sie muss es ja den anderen recht machen. Sie liebt ihr Kind abgöttisch, gleichzeitig will sie ihn fördern, ihn in normale Bahnen lenken, seine Lebhaftigkeit bremsen, aber auch mit Hilfe, wenn nötig. Ozzy versteht seine Mutter gut, er will es ja auch. In den Schulferien soll er in ein Kindercamp. Doch zuvor müssen sie noch zur Oma fahren, die macht Probleme, sie ist in einer psychischen Notlage. Dann gibt es auch noch die schräge Tante, die wieder ganz anders tickt und gerade eine ganz andere Lebensform ausprobiert. Durch die plötzlichen schwierigen Ereignisse nähert sich die Familie, die lange nichts mehr miteinander zu tun hatte, wieder an.
Man spürt, welcher Balanceakt hier in diesem Mutter-Kind-Verhältnis zu bewältigen ist. Birgit Birnbach verwendet eine außergewöhnliche Sprache, sie erzählt mit Humor und fordert die Leser leise auf, nachzudenken, welchen Kampf es braucht, die Unterschiedlichkeit, die Unangepasstheit

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Hundeliebe

Penny, Prince und Ginny
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Das Cover wurde hier relativ schlicht gehalten, ist aber dennoch passend.
Das Buch von Brian Sewell erzählt uns von der großen Liebe zu allen seinen Hunden.
Der bekannte Kunstkenner-und Kritiker war wohl ...

Das Cover wurde hier relativ schlicht gehalten, ist aber dennoch passend.
Das Buch von Brian Sewell erzählt uns von der großen Liebe zu allen seinen Hunden.
Der bekannte Kunstkenner-und Kritiker war wohl ein besonderer Hundefreund, von seiner Kindheit an bis zum Tod.
Im Buch beschreibt er nicht nur die beglückenden Tage und Erlebnisse mit seinen Haustieren, großteils Hunde unterschiedlicher Promenadenmischungen und Rassen, von denen er meist zeitgleich mehr als einen davon besaß, sondern auch die mühevollen Zeiten und Momente wurden hier nicht ausgeschlossen. Ganz im Gegenteil, die Verletzungen, Krankheiten, die vielen Tierarztbesuche, die unterschiedlichen Verhaltensmuster seiner Hunde, die sich aus vielfältigen Züchtungen und Haltungen ergaben, wurde hier groß thematisiert.
Brian war sich dieser Mühen und Kosten, die sich daraus ergaben, wohl bewusst und war bereit, alles für die geistige und körperliche Gesundheit seiner aufgenommenen Tiere zu tun.
Man lernt hier alle seine Hunde kennen, deren Entwicklung in seinem Umfeld, die Charaktereigenschaften, aber auch rassetypische Muster.
Was mir auffällt, ist, dass offenbar in früheren Jahren, die Erzählung beginnt eigentlich ungefähr mit Beginn des 2. Weltkrieges, den Hunden wenig Bedeutung beigemessen wurde, auch deren Unterbringung und Wohl wurde vernachlässigt, aber es wurde ihnen weit mehr Freiheit und artentypisches Verhalten gestattet. Hunde durften sich, wohl nicht nur damals in England, meist frei bewegen, wurden auch nicht angezeigt, wenn sie andere Tiere jagten, sich öffentlich paarten, oder gar einmal aus Jux einen Menschen "zwickten". All das wurde toleriert. Heute gibt es so etwas nicht mehr, wohl auch, weil es viel mehr Hunde, auch in der Stadt gibt und vor allem, weil die Menschen den natürlichen Umgang und den Respekt vor Tieren verlernt zu haben, scheinen. Was also, hat ein Hund zu bieten?
Brian beschreibt so wunderbar welche treuen Freunde, Begleiter und auch Wegweiser sie sind und welche große Bereicherung. Diese tiefe Beziehung hat das Potential, uns zu besseren Menschen werden zu lassen.
Die Lektüre ist eine wunderbare, sehr emotionale Liebeserklärung an Hunde.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Die wichtigen Dinge im Leben

Lebensursache: Tod
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Das Buch von Matt Morgan erzählt Geschichten von Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise den eigenen Tod vor Augen hatten, aber deren Lebensende doch noch nicht endgültig beschlossen war.

Hier berichten ...

Das Buch von Matt Morgan erzählt Geschichten von Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise den eigenen Tod vor Augen hatten, aber deren Lebensende doch noch nicht endgültig beschlossen war.

Hier berichten Personen, die durch besondere Umstände zu Tode kamen, aber das Ende doch noch hinausgezögert wurde, sie also zurückfanden ins Leben. Man überlegt, ob das alles Zufall ist oder worauf ist es genau da angekommen, dass es genau so passierte. Egal, ob man vom Blitz getroffen wird oder ob ein wichtiges Spenderorgan fehlt, man von einer Flutwelle überrascht wird, immer sind es Menschen, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind und helfen können. Es ist die Bereitschaft und das schnelle Eingreifen, es geht ja fast immer um wenige Sekunden, die entscheiden, aber auch medizinische Hilfen, die Leben retten.

Menschen, denen so unglaubliches passiert ist, erzählen davon in dem Buch und auch darüber, was sie danach verändert haben, den man geht auf jeden Fall mit Dankbarkeit und einem anderen Wissen zurück, wenn man diese Chance bekommen hat.

Man macht sich Gedanken, wie viel wir im Leben kontrollieren können, welchen Einfluss unsere Freunde auf uns haben können,. was vom Zufall bestimmt wird, welche medizinischen Erklärungen es für so manche Wiederbelebung gibt.

Was also sollen wir tun, um ein gutes Leben zu führen, was sollen wir beachten, wie können wir unsere Beziehungen verbessern und wofür sollen wir uns bewusst mehr Zeit nehmen? Können wir die Schönheit auf unserem Planeten, die innere Schönheit unserer Mitmenschen überhaupt noch würdigen, haben wir den Sinn unseres Daseins überhaupt begriffen?

Das Buch lässt einem nachdenklich zurück.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Sommerurlaub mit tierischen Gefährten

Banditensommer
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Was passiert, wenn Kinder aus der Familienidylle herausgerissen werden und nun den ersten Sommerurlaub nur mit dem Vater verbringen? Die Jungs Kroko und Luis fahren mit dem Vater nach Kroatien auf Urlaub, ...

Was passiert, wenn Kinder aus der Familienidylle herausgerissen werden und nun den ersten Sommerurlaub nur mit dem Vater verbringen? Die Jungs Kroko und Luis fahren mit dem Vater nach Kroatien auf Urlaub, der große Bruder darf allein in ein Feriencamp und die Mutter lebt schon getrennt von der Familie.

Kroko ist 12 Jahre alt, spaziert abends mit dem kleinen 7jährigen Bruder durch den Ferienort und aus Interesse und weil sie Hunde beobachten, die man gefangen nehmen will, landen sie ganz plötzlich auf einem Schiff als blinde Passagiere. Was sie dort mit vier Streunerhunden alles erleben, ist Teil dieser tollen und abenteuerlichen Geschichte.

Ein wenig krotesk und vor allem mit ständigen Überraschungen werden die Leser hier konfrontiert, eine eher manchmal etwas derbes Sprache, aber mit vielen warmherzigen Begegnungen und kindlicher Naivität sowie mit Themen, die für viele Kinder nur allzu bekannt sind, ist dieses wirklich phantasievolle, berührende Kinderbuch für spannende Lesestunden, nicht nur in den Ferien bestens geeignet.

Meine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Flüsternde Stimmen in Südtirol

Totentanz
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Dieser Südtirol Thriller von Holger J. August wurde in 3 Teilen verfasst und chronologisch geordnet.

Eine junge Reporterin, Marie Pichler ist immer auf der Jagd nach einer interessanten Geschichte für ...

Dieser Südtirol Thriller von Holger J. August wurde in 3 Teilen verfasst und chronologisch geordnet.

Eine junge Reporterin, Marie Pichler ist immer auf der Jagd nach einer interessanten Geschichte für ihre Zeitung. Es passieren aber auch einige seltsame Überfälle und Morde in den letzten Tagen in der Region. Das findet nicht nur Marie, sondern auch ihr väterlicher Freund und ehemaliger Starjournalist Tom Bauer, auch er meint hier seltsame Zusammenhänge zu erkennen. Doch trotz ihrer Vermutungen will die Polizei nicht wirklich ermitteln und glaubt auch nicht an eine Serie der Ereignisse.

Im Buch werden die schönen Orte Südtirols wunderbar beschrieben und laden nahezu auf eine Reise dort hin ein. Das ganze Buch wurde sehr detailgenau geschrieben und besonders witzig und charmant finde ich auch die Konversation zwischen den einzelnen Protagonisten.

Ganz überzeugt hat mich dieser Thriller allerdings nicht, da mir der Spannungsaufbau sowie eine richtige Ermittlungsarbeit durch die Kriminalpolizei hier gefehlt hat.

Trotzdem eine einnehmende Lektüre, die ich empfehlen kann.

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