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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Witzig und bewegend

Frankie – Unter Menschen
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Ich weiß noch, wie begeistert ich von dem ersten Buch über Frankie war. Ich musste unbedingt diese Fortsetzung lesen, denn ich gedacht habe, dass die Story genauso witzig und unterhaltsam sein wird. Aber ...

Ich weiß noch, wie begeistert ich von dem ersten Buch über Frankie war. Ich musste unbedingt diese Fortsetzung lesen, denn ich gedacht habe, dass die Story genauso witzig und unterhaltsam sein wird. Aber ich lag falsch. Dieses Buch ist viel viel besser als erwartet.
Der Kater Frankie geht verloren und versucht, zusammen mit einem Mädchen zu sich nach Hause zu finden. Während ihrer Reise stoßen sie auf unterschiedliche Figuren, manche wirken hilfsbereit, die anderen wiederum nicht. Es wird eine unvergessliche und abenteuerliche Reise für Frankie sein. Ich finde es erstaunlich, wie geschickt Gutsch gelingt, die Charaktere so realistisch und gleichzeitig mit einem Hauch Ironie darzustellen. Alleine wegen Dialoge lohnt es sich, das Buch zu lesen. Es wird über viele aktuellen Themen auf eine unterhaltsame Art und Weise gesprochen. Wie die Welt aus der Sicht eines Katers aussehen mag wird jeden sowohl überraschen als auch berühren.
Es geht hier um viele wichtigen Themen wie Heimat, soziale Ausgrenzung, globale Probleme, aber diese Punkte werden hier in einer leichten Form betrachtet.
„Frankie. Unter Menschen“ ist eine unterhaltsame und bewegende Geschichte über eine Familie, Freundschaft und Leben, die aus einer anderen aber erfrischenden Perspektive betrachtet wird.
Mein Lesehighlight

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Wichtig und informativ

Mythos Mutterinstinkt
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In diesem Buch wird anhand zahlreicher Beispiele aus unterschiedlichen Studien festgestellt, dass es kein Mutterinstinkt gibt. Mutter zu sein heißt nicht gleich, sofort alles zu wissen, was ein Baby in ...

In diesem Buch wird anhand zahlreicher Beispiele aus unterschiedlichen Studien festgestellt, dass es kein Mutterinstinkt gibt. Mutter zu sein heißt nicht gleich, sofort alles zu wissen, was ein Baby in bestimmten Situationen braucht. Jedoch wird es von einer Mutter von der Gesellschaft erwartet. Es ist normal, verzweifelt oder müde zu sein, zu weinen und nochmal zu weinen, weil man hilflos dasteht. Denn hormonelle Veränderungen sind ganz natürlich und verlaufen bei jeder Frau unterschiedlich. Elternsein geschieht nicht sofort ab der Schwangerschaft oder Geburt, es ist ein langer Prozess, in dem die beiden Elternteile lernen und sich auseinandersetzen müssen, was sie tun sollen.
Besonders spannend fand ich Informationen, wie sich das Gehirn einer werdenden Mutter verändert. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse davon mit vielen Beispielen haben mich beeindruckt. Auch die neuen Perspektiven einer Vaterschaft sind informativ und detailliert beschrieben.
In diesem Buch wird Mutterinstinkt als Mythos wissenschaftlich auseinandergenommen, um zu zeigen, dass diese elterliche Kompetenz nicht angeboren sondern erlernt wird.
Als frischgebackene Mama fand ich dieses Werk sehr informativ, dass ich auf neue Gedanken gestoßen bin, mit denen ich mich noch nicht beschäftigt habe.
Dies ist jedenfalls ein wichtiges Buch über Mutterschaft.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine harte Kost

Das Comeback
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Berman stellt die Hauptfigur so zerbrechlich und unsicher, dass sie mir sofort leid tut. Das Schlimmste ist, dass Grace keinen Menschen hat, dem sie sich anvertrauen kann. Die Thematik der Misshandlung ...

Berman stellt die Hauptfigur so zerbrechlich und unsicher, dass sie mir sofort leid tut. Das Schlimmste ist, dass Grace keinen Menschen hat, dem sie sich anvertrauen kann. Die Thematik der Misshandlung ist nie einfach zu lesen. Und dieses Buch ist ein solider und komplexer Roman datüber. Die Lektüre hat bei mir einen negativen Effekt ausgelöst. Nicht weil ich sie nicht gut fand. Sondern umgekehrt. Ich habe mi h ständig gefragt, wie viele Frauen wie Grace gibt es? In jungen Jahren hinterlässt solche traumatische Erfahrung Narben für den Rest des Lebens. Grace ist unfähig, an etwas anderes zu denken, Beziehungen zu pflegen und ihr Privatleben zu genießen. Sie genießt überhaupt nichts mehr.
„Das Comeback“ ist keine leichte Lektüre, man sollte sich bewusst entscheiden, sie zu lesen. Denn das Buch macht es dem Leser nicht einfach, die Thematik schnell zu verarbeiten.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Raffiniert

All your pretty lies. Glaubst du deinen Lügen?
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Fünf Jahre ist es her, dass Lucys beste Freundin starb. Und Lucy kann sich immer noch nicht an diese Nacht erinnern, denn wer sonst könnte wissen, was mit Savvy passiert ist? Lucy hat ein neues Leben aufgebaut, ...

Fünf Jahre ist es her, dass Lucys beste Freundin starb. Und Lucy kann sich immer noch nicht an diese Nacht erinnern, denn wer sonst könnte wissen, was mit Savvy passiert ist? Lucy hat ein neues Leben aufgebaut, weit weg von ihrer Heimatstadt. Und plötzlich wird von diesem Mordfall von einem erfolgreichen True-Crime-Podcaster berichtet, der versucht, die Wahrheit herauszufinden.

Die Geschichte wird tatsächlich fesselnd aufgebaut. Sie wird aus Lucys Perspektive erzählt, aber der Leser weiß bereits, dass die ehemalige Hauptverdächtige eine unzuverlässige Erzählerin ist. Das Setting findet in einer Kleinstadt statt, wo jeder jeden kennt. Mit Lucys Rückkehr wird die Haltung der Bewohner gegen sie gerichtet, da jeder denk, dass Lucy schuldig ist. Witzige Dialoge, spannende Atmosphäre, komplizierte Familienverhältnisse sowie eine Liebesbeziehung und alte Freundschaften - alles in allem sorgt für eine aufregende Zeit mit dem Buch. Die Puzzleteile kommen allmählich zusammen, der Fall wirkt nicht mehr so undeutlich. Die Hauptfigur wurde vernünftig ausgearbeitet, sie kommt sympathisch rüber. Auch wenn sie selber nicht weiß, ob sie ihre Freundin wirklich getötet hat, gibt es genug andere Leute, die dies ständig erwähnen. Ich mochte Lucy mit ihren Ecken und Kanten, denn sie erscheint mir authentisch. Das Finale ist raffiniert und mit einigen Überraschungen zu rechnen. Ein gelungener Thriller mit Kleinstadt-Vibes, den ich gerne empfehlen kann

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Feministische Dystopie

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Die Geschichte beginnt mit einem Gefängnis, in dem sich vierzig Frauen unter der Beobachtung von Wächtern befinden, darunter auch die namenlose Ich-Erzählerin. Es gibt keine Fenster, aber eine feste Ordnung. ...

Die Geschichte beginnt mit einem Gefängnis, in dem sich vierzig Frauen unter der Beobachtung von Wächtern befinden, darunter auch die namenlose Ich-Erzählerin. Es gibt keine Fenster, aber eine feste Ordnung. Die Hauptfigur ist die jüngste von allen Gefangenen, sie hat keine Erinnerungen an ihre Vergangenheit. Und dann passiert etwas, was fürs Verschwinden der Wächter sorgt. Ab jetzt sind die Frauen frei und schaffen es nach draußen, um festzustellen, dass es sonst keinen anderen Menschen mehr gibt.







Was ich schade finde, es gibt keine Information über den Ort und die Zeit, wo die Story stattfindet. Dem Leser wird eine apokalyptische Welt präsentiert, ohne zu erklären, warum sie so ist. Es wird allerdings angedeutet, dass ein Virus dafür gesorgt hat.







Auf 200 Seiten passiert eine Transformation von einer jungen zur einer älteren Frau ausschließlich in der weiblichen Gesellschaft bis die Ich-Erzählerin allein bleibt. Ein Leben ohne Männer. Als junge Protagonistin träumt sie von romantischen Erlebnissen, sie sammelt Informationen anhand der Erfahrung der anderen Frauen. Aber ihr Schicksal kann sie nicht ändern. Sie wächst, kocht, pflegt andere Frauen, wandert durch die Welt mit der Hoffnung, noch jemanden zu finden. Der Roman beinhaltet wenige Dialoge. Die Geschichte ist eine Art Memoiren des letzten Menschen auf dem Planeten. Das einsame Leben einer Frau ohne Heimat.




Der Roman liefert zahlreiche Denkanstöße, interessante Ideen. Dies ist eine Mischung aus Dystopie und feministischer Literatur. Mir hat hier Info über die Vorgeschichte beziehungsweise Weltkonstrukt gefehlt. Ich fand das Buch zwar lesenswert. Jedoch ist es kein Highlight für mich gewesen.

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